Irritation und Verwirrung

Nazis

neger_nazi

Was ist, wenn alles ganz anders war

und sich der „Mordversuch“ gegen den Polizisten Mannichl
als etwas ganz Anderes herausstellt?

Wie kann es sein, daß man den Gewalttäter mit Glatze
immer noch nicht fassen konnte?

Die zwei-, dreitausend Personen,
die man der rechten Szene in Bayern
zuordnet, welcher man von Anbeginn
die Schuld für diese Attacke zuschreibt,
könnte man, wenn man es wollte,
an einem Vormittag zusammenfangen.

Warum nimmt der Täter
ein vor der Tür liegendes Kuchenmesser
und bringt kein eigenes mit?

Was wäre, wenn sich herausstellte,
daß man nazimäßig, den oder die Falschen
öffentlich vorverurteilt hat.

Die Folgen wären eben so katastrophal
wie der letzte gescheiterte Versuch,
eine NPD zu verbieten,
die vom Verfassungsschutz durchsetzt
vielleicht gegründet ist.

Wie stehen wir da, in einem Land,
in dem es im Zweifel für den Angeklagten geht,
einen sogenannten Aufmarsch/Demonstration
durch Gegenaufmarsch/Demonstration zu verhindern,
wenn der sich am Ende als gerechtfertigt herausstellt?

Was ist, wenn die Nazis mit Glatze und deren Gegner ohne,
so, wie man sie uns in der Öffentlichkeit verkauft,
nur nützliche Idioten sind und die wirklich gefährlichen
Feinde der Demokratie, die keine angstfreie Gesellschaft wollen,
aussehen wie Steinmeier?
„Der kann alles!“

DjDeutschland

22 Antworten

  1. Ja diese Fragen lohnt es sich immer und jederzeit zu stellen.
    Trotzdem ist Gewalt abzulehnen und die zu entlarven, die immer und zu jeder Zeit nur hetzen und zwar auf jeder Seite.

    Januar 4, 2009 um 6:37 pm

  2. Danke für Deinen Kommentar rotegraefin!

    Selbstverständlich ist Gewalt und Hetze abzulehnen.
    Aber vor allem ist zu erkennen,
    wie und wann Gewalt und Hetze immer wieder zur Entstehung gebracht werden können.

    Herzlich
    Dj

    Januar 4, 2009 um 9:24 pm

  3. Öschipower

    Das zweite deutsche Reich ist eigentlich ein aus den fugen geratenes sozialprojekt. Wir haben unseren dümmsten Bürger mal nach Deutschland geschickt um zu sehen wie er sich macht.

    Das ihr ihn gleich zu eurem chef macht konnten wir beim besten willen nicht wissen.

    Januar 7, 2009 um 12:10 pm

  4. Davis Hunold

    Hallo ihr lieben!
    ja, Hetze ablehnen, dennoch steigt die finanz und gewaltkraft der nazis immer weiter. Selbst bei uns im Dorf versuchen sie die jugend abzugraben! Also ehrlich, irgendwann ist einfach Schluß!
    Carpe diem, Davis

    Januar 7, 2009 um 8:13 pm

  5. @Davis

    Ja richtig,

    nur das Schlimme ist, daß ‚die ohne Glatze‘, sie dabei
    tatkräftig unterstützen.
    Der Rausschmiss der Thor Steinar Marke aus ihrem Laden, hat den Machern ’ne schlappe Millionen eingebracht.

    Jede Menge Immobilien, die die NPD vorgab kaufen zu wollen, haben sich auf Grund der sich anschliessenden Proteste für den Besitzer im Preis vervielfacht.
    Sie verdienen Geld damit!

    Ein Pastör gibt an, wegen des angestrebten
    Verbots erst in die NPD eingetreten zu sein.
    Jetzt sitzt er im Landtag von Mecklenburg- Vorpommern.
    Seine Ausgrenzung durch die Medien hat ihm nur Popolarität eingebracht.

    Brüder lasst euch nicht verblüffen.

    Man muß direkt an sie rangehen.
    Wenn Du einen Hund auf Linie bringen willst,
    mußt du mit der Hand direkt an sein Maul,
    und ohne ihm weh zu tun, zeigen, daß Du stärker bist.

    Dj

    Januar 7, 2009 um 9:12 pm

  6. Stopp! Wir haben es mit Menschen zu tun und nicht mit Hunden.
    Auch wenn es nur ein Bild war ist es gefährlich mit solchen Bildern zu spielen.
    Es darf auch nicht darum gehen, wenn wir Gewalt und Hetze auflösen wollen, wer der Stärkere ist. Höchstens im Geiste.
    Sondern wer der bessere Mensch ist und uns gegenseitig darin bestärken uns zu verbessern.
    Dazu muss erst einmal das Gefühl dafür entstehen, dass wir gut sind, sonst können wir uns nicht verbessern.

    Januar 9, 2009 um 1:42 am

  7. rotegraefin!

    Du hast natürlich recht, ich hatte schon den selben Gedanken, man könne mich falsch verstehen und habe es im Kommentar abgeändert.

    Ich hatte beim schreiben, meinen jungen Hund Schiko
    im Kopf und wollte etwas provozieren.
    Meine Jungs sind auch wie junge Hunde und beim raufen läuft es ähnlich ab wie mit jungen wilden Hunden.

    Ich wollte nur sagen, daß man sich selbst darum kümmern,
    etwas entgegen setzen muß und mit Polizei und den immer gleichen Ritualen nicht viel bewegt.

    Dj

    Januar 9, 2009 um 9:59 am

  8. Junes

    @rotegräfin, diese Typen finden sich nicht nur gut, sondern auch, daß sie die besseren Menschen sind, darin sollte man die nicht zusätzlich bestärken…

    Menschen sind doch alle gleich wertvoll und Gott liebt die Sünder…

    Januar 9, 2009 um 12:20 pm

  9. @Junes
    dann muss man Ihnen eben mal schnell die goldene Regel beibringen.
    Alles was ich will, dass man mir tun soll tue ich anderen an.
    Wer auf dem Standpunkt steht: „Ich bin okay und Du bist nicht okay“ steht auf dem Standpunkt eines Verbrechers.
    Da muss man ihn erst einmal stehen lassen.

    @djdeutschland
    klaro wer für Frieden und mehr Demokratie ist ist natürlich aufgefordert selbst was zu tun. Und ich finde es prima, dass Du damit anfängst.
    Wenn die Situation es erfordert lehne ich Gewalt auch nicht immer ab. Aber hinterher ist genau hinzuschauen, ob es nicht doch eine bessere Möglichkeit gegeben hätte.
    Heute noch wurde mir ein Verhalten vorgeschlagen, was mir nicht möglich ist oder noch nicht möglich ist. Es kommt immer auf die Situation und den Menschen an, da können keine generellen Regel aufgestellt werden nur ein wünschenswertes Verhalten.

    Januar 9, 2009 um 8:38 pm

  10. Welches Verhalten hat man vorgeschlagen, welches Dir nicht möglich ist?

    Dj
    platzend vor Neugier

    Januar 9, 2009 um 9:48 pm

  11. :D
    Ich sollte zu einer Sache schweigen, die mir auf der Seele brannte. Bis jetzt habe ich die Gelegenheit noch nicht auf gesucht wo ich in Gefahr gerate den Mund aufzumachen.
    Ich kann das nicht. Das habe ich noch nie gekonnt, wenn etwas schwierig ist muss es geklärt werden. Meine Umwelt versteht das oft nicht.

    Januar 9, 2009 um 10:06 pm

  12. junes

    gräfin, wer das buch nicht (oder nicht ganz) gelesen hat, könnte deinen kommentar vielleicht falsch verstehen, aber du hast vollkommen recht… aber das Beibringen von goldenen Regeln wird ein echtes Problem ohne Erwachnen-Ich;)

    Januar 9, 2009 um 10:20 pm

  13. @Junes
    welches Buch meinst Du? Die Bibel oder das von Thomas A Harris: „Ich bin ok, Du bist ok“?
    Ich habe mal in einer Ausbildung für Kinesiologie mit mehreren Leuten den kleinen Liedvers gelernt : „Ich bin prima, ich bin prima und prima bist auch Du.“ Dabei klopft man zuerst auf seine Thymusdrüse und zeigt zum Schluss auf den Nächsten. Ich war begeistert und ein Lehrer, der dabei war zog diesen Vers tatsächlich in Zweifel.
    So kann der Mensch aus dem Besten das Schlechteste machen. Da kann ich heute nur noch mit den Schultern zucken und sagen armes Deutschland.

    Januar 10, 2009 um 12:18 pm

  14. junes

    @gräfin, Ich bin ok, Du bist ok meinte ich. Aber auch eine gute Idee, die Bibel ganz GANZ zu lesen.

    Ich habe mal in einem Haus zusammen mit einer Gruppe Neo-Nazis gelebt und einen davon näher kennen gelernt. Da haben wir uns oft „ganz prima“ unterhalten, der Junge hat nämlich nur Anschluss gesucht…

    Der fühlte sich „nicht okay-du bist okay“ aber die „Verbrecher“, wie du sagtest, fühlen sich okay und können den anderen unmöglich okay finden…

    daran zu kommen, ist äußerst schwierig; Stehenlassen (wegsperren), das hast du gesagt, funktioniert natürlich, löst aber das Problem nicht.

    Gewalt löst sich allein durch Friedlichkeit auf und manchmal muss man dafür eben die andere Wange auch noch hinhalten, aber wer kann das schon?

    Jede Zelle meines Körpers ist glücklich;) & wo ist diese schöne Drüse?
    J.

    Januar 10, 2009 um 2:41 pm

  15. @graefin

    Das kenn‘ ich, schrecklich, Du mußt eine Frau sein! :)

    Dj

    Januar 10, 2009 um 4:57 pm

  16. Lol Dj
    Jetzt „verstehe ich nur noch Bahnhof Koffer klauen??????“
    oder besser nämlich gar nichts!
    Was kennst Du ?
    Warum ist das schrecklich?
    Was hat das mit mir als Frau zu tun?
    Ich bitte um Aufklärung!

    Januar 11, 2009 um 12:19 am

  17. @Junes
    Die Typen „Ich bin okay,Du bist nicht okay!“ sind genauso gefährlich, wie die „Ich bin nicht okay Du bist okay!“ Diese ergänzen sich und erhalten somit den Status quo. Sorgen aber dafür, dass die mit der Haltung „Ich bin okay, Du bist okay!“ In die Haltung rutschen oder bleiben „Ich bin okay, Du bist nicht okay.“
    Da gilt es die Kunst zu entwickeln immer wieder aus dem Loch aufzustehen und das Beste daraus machen. Da gilt es die Sensibilität zu entwickeln dem Menschen das Okay Gefühl zu vermitteln und den gemeinsamen Nenner heraus zu finden. Manche bekommen nur durch Streit vom Zaun brechen Kontakt und Aufmerksamkeit, da gilt es die leisen Töne zu honorieren. Und bei dem Lauten zu Fragen warum?

    Januar 11, 2009 um 12:36 am

  18. Lol zurück!

    Jaa, jetzt müsstest Du hier sein,
    da könnte man ein schnelles Verbal-Pingpong
    zum Thema Frauen hinlegen und mit Gemeinplätzen nur so um sich werfen..:)

    Dj

    Januar 11, 2009 um 12:05 pm

  19. Nein ich bin froh dass ich hier bin und nicht da!
    Das Thema ist für mich leider todernst. Ich wurde großgezogen mit dem Satz: „Wenn ihr nicht währtet würde ich mich mit Vati besser verstehen.“ Das ist ein Todeswunsch, den ich geglaubt habe und drei von meinen vier jüngeren toten Brüdern (insgesamt waren es sieben) waren diesbezüglich gehorsame Söhne. Meine Eltern stritten sich für jede Kleinigkeit. Es war grausam.
    Du würdest ganz schnell werde oder aber in ein so hemmungsloses Schluchzen ausbreche, dass Du keine Ahnung haben wirst wie Du den Tränenstrom stoppen könntest.
    Falls Du aber mal herzlich lachen möchtest über eine Verbalattake zwischen Mann und Frau dann lies Dir die 52 Antworten durch auf diesem Blog http://efeder.wordpress.com/2008/12/16/kindersegen/

    Januar 11, 2009 um 3:10 pm

  20. junes

    Liebe Gräfin, die Haltung „Ich bin okay, du bist nicht okay“ war eine Überlebenstaktik des kleinen Kindes, das misshandelt und missbraucht wurde. Daran zu kommen ist nicht nur mühsam, es macht mir Angst!

    Es macht mir auch Angst, was Du von Deinen Eltern erzählst, denn den Satz der Mutter leicht abgewandelt – wenn es euch nicht gäbe, müsste ich nicht mit eurem Vater zusammen leben (und sich pausenlos zerfleischen) – kenne ich zu gut! Ich war schon alt genug zu wissen, daß sie selbst zu schwach und feige war, sich zu trennen oder überhaupt mal Verantwortung für sich zu übernehmen, trotzdem wirkt dieser Satz oft genug geäußert wie ein tödliches Gift! Ich habe meine Mutter gehasst und verachtet, sie bemitleidet, aber gleichzeitig meine tiefste Trauer verdrängt. Es hat Jahre und Therapie gebraucht, an diesen Schmerz zu kommen – obwohl ich ihn immer gekannt habe, ich konnte ihn nicht zulassen, er hätte mich umgebracht. Ich habe mit der kriminellen Haltung „ich bin okay – ihr seid nicht okay“ mein Elternhaus überlebt, aber danach war ich ein Krüppel, ich war nicht okay – niemand sonst war okay und ich brauchte Jahre, um zu genesen.

    Inzwischen ist sie tot, wir haben uns vorher versöhnt, aber manchmal kocht sogar jetzt noch die Wut in mir auf und ich muss damit leben und immer wieder zum Schmerz gehen, immer wieder um Gelassenheit, Kraft und Weisheit beten…

    Wie sieht es mit Deinem Problem des Schweigens zu einer schwierigen Sache aus? Manchmal kann es auch richtig sein zu schweigen; wenn man unnötig jemanden verletzt zum Beispiel.

    Wenn Du aber schweigst um jemanden, der zu feige ist, zu decken, dann ist es wirklich eine beschissene Situation, dann bleibt die Sache ungeklärt und Dein Gewissen belastet. Ich tendiere (als Frau;) dann zum Reden, auch wenn es unangenehm ist – nicht so unangenehm wie Orte und Menschen zu meiden, weil man sich verplappern könnte…

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und vielleicht kennst Du den zweiten Teil noch nicht: Einmal okay-immer okay, dann empfehle ich ihn Dir damit ganz herzlich!

    Junes

    Januar 11, 2009 um 10:14 pm

  21. Das kleine Kind, was sich in die Rolle geflüchtet hat „Ich bin ok, du bist nicht ok.“ Hat zu lange und zu oft erlebt, dass seine eigene Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit nicht ok sei. Es bedarf wirklich eines langen Umlernprozess, die kindlichen Haltungen, die einem mal das Leben gerettet haben, einmal zu entdecken und dann abzubauen. Es gibt dann so gewisse Skriptbotschaften die in einem ständigen Kreislauf wiederholt und schmerzlich erlebt. Der Schmerz treibt einen dann an, weil man ihn ja endlich loswerden möchte, die Ursache dafür zu entdecken. Das ist dann ein sehr spannendes Leben.
    Einmal ok immer ok stimmt auffallend. Ich verstand nur meine Umgebung nicht, die anscheinend ein Interesse daran hat andere Menschen in die nicht ok Haltung zu treiben oder zu belassen. Da bleibt die Frage wo anfangen und wo aufhören?
    Ich habe reden können und es scheint ein positives Ergebnis gehabt zu haben.

    Januar 12, 2009 um 11:08 pm

  22. Pingback: Die Reihen fest geschlossen « Polemik

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