Irritation und Verwirrung

Rebellen

Paradoxe Intervention

Postel in Berlin(Foto: Postel in Berlin)

Vor einigen Jahren. Ich kam gerade aus dem Urlaub zurück, die Kinder lagen im Bett und ich lief noch schnell runter, um die Fahrräder einzuschliessen. Auf der Straße vorm „Onkel Otto“ traf ich Freunde und wir tranken ein Bier. Plötzlich ‚platzte‘ von allen Seiten, die Polizei in den „Rechtsfreien Raum“. Streifenwagen hielten mit quietschenden Reifen auf dem Bürgersteig. Polizisten, scheinbar in höchster Not, rannten herbei.

Wie sich herausstellte, hatte jemand gegen den Mülleimer einer Bushaltestelle getreten, oder gepinkelt und war auf der Flucht. Später bemerkte ich, daß es der Sohn eines Freundes war. Die Polizei versuchte ihn mit aller Macht und Gewalt zu fangen. Den umstehenden ‚Punk-Rockern‘ und ‚Linken‘ (alles junge, Bier trinkende Leute) schien das egal zu sein, was ich monierte: „Wo Punk draufsteht, ist kein Punkrock drin!“

Die Situation eskalierte. Die Polizisten malträtierten den Flüchtenden nach allen Kräften. Weil ihm die Beamten von hinten die Beine wegtraten, stürzte er immer wieder hin. Dann schmissen sie sich auf ihn und er riss sich immer wieder los. Ich mischte mich ein. Ich sagte, daß wenn man nicht aufhöre, ich mich einmischen müsse! Ein paar Meter weiter eskalierte die ‚Szene‘ endgültig. Ein Beamter verlor seine gezogene Waffe, inmitten von fünfzig bis sechzig saufenden Punk-Rockern!

Meine Freundin kickte die Waffe unter ein neben ihr stehendes Auto. Jetzt entstand die Situation, die nie hätte entstehen dürfen.

Die Polizei nahm an, die Waffe sei jetzt im Besitz der Hafenstraße! Aber in die Hafenstraße darf keine Polizei hinein! Man ist dort darauf vorbereitet und stark bewehrt! Ein Polizist versuchte ins Otto zu kommen. Die ‚Ottos‘ schickten sich an, die schweren Flügeltüren zu schliessen. Der Polizist rüttelte. Die Ottos hielten zu. Es bahnte sich ein Kampf an.

Ich schlug die Paradoxe Intervention vor: Die Türen wieder öffnen. Den Polizisten rein schubsen. Ihn zum trinken und kiffen zwingen – und alles gut! Die ‚Ottos‘ überlegten. Der Polizist überlegte. In Hundertstel Sekundenschnelle trafen die Ottos die Entscheidung die Türen wieder zu öffnen. Der Polizist, die, wieder umzukehren. Fall gelöst.

Nach noch einigen Verwerfungen, meiner Verhaftung, Gewaltandrohung und einer Nacht in der Davidwache, hörte ich: Die Pistole wurde abgegeben. Es kam zum Prozess wegen versuchter Gefangenenbefreiung, obwohl es nie eine Befreiung des Gejagten gegeben hatte! Der Flüchtige konnte zu keinem Zeitpunkt gefangen genommen werden! Mein toller Anwalt Getzmann, liess sich mal wieder auf einen ‚Deal‘ ein. Die Polizisten hatten Glück. Ich zahlte 300 und wir versöhnten uns. Ein Einsatzleiter (maximale Sterne) hat sich später bei mir für die ‚Aktion‘ entschuldigt.

Für Sven, Djdeutschland

 

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Muammar al-Gaddafi

Ohne Mitleid und Größe gegenüber dem geschlagenen Feind, ohne jedes Mitgefühl, laut „Gott ist groß“ rufend, treibt ein blutrünstiger Mob den nach der: ‚Es-soll-so-sein-Berichterstattung‘ bösen Gaddafi vor sich her und lyncht ihn schliesslich vor den Augen der ganzen Welt. Wen hat man da gerufen? War die christlich bewurzelte Nato nicht ausgezogen das Menschenrecht zu schützen? 2009 beschimpft der Oberst den Sicherheitsrat das erste Mal als Terrorrat und fordert im Namen von „1000 afrikanischen Königreichen“ fünf Billionen Euro für Afrika.“ Was für ein Verbrechen hat er begangen?“ Hätte es damals bei Pilatus schon Smartphones gegeben, hätte es ähnliche Bilder von Jesus auf seinem Weg nach Golgatha gegeben! Auch in seinem Namen wird später ohne Vergebung gemetzelt und getötet. Gaddafi wird ähnlich gedacht haben: Mein Gott, mein Volk – meine Geschäftspartner, warum habt ihr mich verlassen? Doch die schrien immer lauter: Ans Kreuz mit ihm! Wieder mal läßt man einen ‚Barabbas‘ frei, um zu geißeln und zu töten.

Djdeutschland

 


„Presse im Knast“ zu den Vorkommnissen in der JVA „Santa FU“

 

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Stellungnahme der Gruppe PIK – „Presse im Knast“  zu den Vorkommnissen in der JVA  „Santa FU“

Anonym, Anonym, Anonym

Die Behauptung „Santa Fu“ stünde bezüglich der Sicherheit vor dem Kollaps ist ein Witz!
Wir sind davon überzeugt, dass es sich bei den anonymen Hinweisen, es gäbe Waffen in Santa Fu, um eine gezielte Indiskretion, um einen fake handelte; um eine Atmosphäre des Notstands zu schaffen, der nicht der Realität entspricht!
Unserer Ansicht nach, ist dieser Alarmismus politisch motiviert und nichts anderes als ein Angriff auf den Justizsenator!

Santa Fu hat kein Sicherheitsproblem, es hat vielmehr strukturelle Probleme!
Engagierte Beamte, die sich im persönlichen Gesprächen an uns wenden, werden von alten und sinnlosen Verkrustungen in der Organisation, in ihrer Arbeit behindert und demotiviert!                                                                                                                                                      Es herrscht eine Atmosphäre des Misstrauens und der Missgunst!
Es gibt etliche Krankschreibungen – auch von Paaren – über Monate! Nicht nur die Arbeit der Abteilungsleiter wird dadurch über lange Zeiträume verschleppt! Tat-Aufarbeitung, Vollzugs-Pläne, Stellungnahmen werden aufgeschoben und fortlaufend abgeschrieben, Gefangene unnötig lange und teuer beherbergt und festgehalten. Eine Resozialisation findet nicht statt. Die Betreuung der Gefangenen wird, wenn überhaupt, von wenigen‘ motivierten Abteilungsleitern, die mitunter mehrere Stationen zu betreuen haben, allein abgearbeitet. Auch wenn man weitere Beamte bereitstellt, auch wenn es sich um hochmotivierte neue Bewerber handelt, wird sich daran nichts ändern! Viele Beamte verbringen ihre Zeit mit surfen im Internet und Kaffetrinken. Trotz guter Ausbildung dürfen diese Beamten nichts entscheiden, das führt zu Frustration und lethargischem Warten auf die Pension. In freier Wirtschaft hätten solche Zustände keine Chance! Verbesserungsvorschläge, Maßnahmen zur Resozialisierung, werden konsequent weggebügelt. Es gibt in dem berühmtesten Gefängnis Deutschlands keine Gefängniszeitung!
Es heißt immer wieder: „Kein Personal“, während zig Beamte abwartend und Tee trinkend, nichts dürfen und nichts können.

Es wurden trotz großem personellen Aufwands keine Waffen gefunden! Zwei gefundene Handys im Iso- und SV-Bereich, können eigentlich nur dort hingelangen, wenn Beamte entweder ihren Job nicht machen, oder an deren Heranschaffen beteiligt sind!
Können Sie sich vorstellen was es heißt mehrere Tage unter „Einschluss“ auf einer Fläche von acht Quadratmetern dahin vegetieren zu müssen, ohne zu wissen was los ist?  Von hereinstürmenden SEK’s zu Boden geworfen zu werden und die Klamotten, Zweck ’s Durchsuchung, buchstäblich vom Leib geschnitten zu bekommen?

Das schürt Unruhe und Unsicherheit!

Solche ‚Aktionen‘ und ‚anonyme Brandbriefe‘ bringen nichts! Sie dienen ausschließlich der Verunsicherung der Bevölkerung, der Diskreditierung von Beamten, der Anstalt und der Gefangenen! Das Problem ist nicht fehlendes Personal, das Problem ist schlechte Organisation und ein schon lange überholter Ansatz. Es geht ausschließlich um das Bekämpfen des politischen Gegners auf dem Rücken der Gefangenen ohne Lobby!

„Angst ist eine gute Sache, hält den Bürger steht’s in Schach, Angst hält für die Ordnung Wache, denn wer Angst hat macht kein Krach.“

Gruppe PIK


Wir schaffen das


samstags popoklatschen!

 

 

Pudel ist Geschichte, nicht Vergangenheit; bei Wikipedia hat jemand aufgepasst, Präteritum schnell korrigiert! Ein Club ist keine Hütte, die Welt ist ein Pudel!

Die Frage dieser Tage…

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Montagskolumne #176-671 – Geht doch nach drüben

montags_kulisseDas Schlimmste, was der NATO je passiert ist, waren der Fall der Mauer und Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Ein Russe ist der größte Friedensstifter des Zwanzigsten Jahrhunderts!

Der uns als Feindbild aufgemachte, nach Weltmacht strebende Kommunismus war bald verschwunden, das in der US-Verfassung garantierte und nach Weltmacht strebende Recht auf das Tragen einer Wafffe nicht. Wir sollten nicht vergessen, dass es nicht Obama, sondern ein Gorbatschow war, der unsere Hoffnungen auf Wiedervereinigung, Frieden und Freiheit erfüllt hat. Dennoch sollten wir auch die Hoffnung, die wir mit Obama verbanden nie vergessen!

Die ganze Welt, Europa, wir werden in Stress versetzt, auf Krieg gebürstet – Bankenkrise, Klimawandel, Flüchtlingsströme, Kalifat – ein neues Feindbild muss her. Das Gelände beim Natogipfel in Wales war mit Panzern und Kriegsflugzeugen aus Pappmaché vollgestellt. Jeder Journalist, jeder Kommentator, jeder Politiker stand in der Kulisse der Potemkinschen Waffen. Ein Rassismussen rasselte mit den Säbeln, selbst der Bundespräsident ließ sich in Polen dazu hinreißen, aus dem deutschen Schiksalsdatum 9. Novemeber falsche Rückschlüsse zu ziehen und redete den Waffenschiebern das Wort.

Wir brauchen keine Waffen, keine Bomben und keine NATO. Wir brauchen die High-Tech-Eingreiftruppe, die binnen 24 Stunden weltweit Flüchtlingslager aufbauen und mit Wasser, Energie, Nahrungsmitteln und Medizin versorgen kann; ein Engagement, das auf diesem unseren einzigen Planeten, jeden Ort, an dem Menschen leben, lebenswert macht.

DJD im Arrest


Warnung

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Manchmal könnte einen die Wut da hin zurück bringen, die Flinte derer die glaubten sich notwehren zu müssen wieder aus dem Korn zu holen.