Irritation und Verwirrung

Rebellen

Bild

Danke Benny Bo

Exif_JPEG_420


Einer geht rein

christmas-xray
Schankweiler, von Brensc, der Hafen haben es immer gewusst,
Jan Fride, Ockenfels glauben an mich. Eine Spezial Ausbildung! Nun kommt: 
‚Einer geht rein zwei‘ (II) Jetzt bin ich auf dem Olymp: Einer geht rein:
Vor ihm liegen sechs Jahre Gefängnis, hinter ihm kein rechtschaffenes Leben. Und dazwischen? Von Wolfgang Bauer

 


Am Tag als Conny Wessmann starb

conny1b

CONNY war eines der schönsten Mädchen, sie arbeitete damals im Déjà Vu gleich bei uns um die Ecke. Wie wir sie zum ersten Mal sahen, hatten wir gerade zwei ‚Pappen gefressen‘, und als die Dinger endlich kamen, saßen wir an ihrer Bar, von der sie uns widerwillig Drinks über den Tresen servierte.

Wir fühlten uns wie die ‚coolsten Typen‘ weit und breit, aber sie mochte uns nicht. Sie hielt uns für aufschneidende Großmäuler, ’sie erkannte uns nicht‘. Jeder Versuch, sie zu uns einzuladen, scheiterte kläglich und als wir dann noch dumm und trunken in eine Schlägerei verwickelt wurden, flogen wir raus.
Später in der Nacht spürte ich auf meinem Trip eine tiefe, starke,
aber schöne Traurigkeit, die ich weder zuvor noch jemals danach gespürt hatte.

Später lernte man sich kennen, in der Stadt, in der man nach ein paar Jahren
bald jeden kannte, der einigermaßen von Bedeutung war. In einer anderen Nacht, in einem anderen Club, hätte sie mir fast einen Kuss gegeben, sie tat es dann aber leider doch nicht.

Dann sah ich, wie sie sich mehr und mehr veränderte.
Sie wurde dicker, achtete nicht mehr so stark wie vorher auf ihr Äußeres.
Sie rasierte sich eine Stoppelfrisur, trug Springerstiefel und metamorphosierte
zunehmend zur Antifaaktivistin.

In der Nacht des 17. November 1989 legte ich Platten in der Papiermühle auf, 
als plötzlich ‚Autonome‘ herein stürmten und mich aufforderten, das
Programm zu unterbrechen und die Durchsage zu machen:
„Die Bullen haben eine Frau in Göttingen ermordet“ Ich weigerte mich.

In den frühen Morgenstunden trafen wir an der Unfallstelle ein.
Wir hatten ein paar Leute befragt, die dabei gewesen waren.
Es war ein verdammter Unfall! Einer von denen, die ich schon oft in Göttingen gesehen hatte, in der Hitze dieser Gefechte; Gut gegen Böse; Rechts gegen Links; Autonome gegen Faschos; nur diesmal mit tödlichem Ausgang. Es war Conny.  Ich war erschüttert.

Sie war über eine stark befahrene Straße geflohen und von einem Auto erfasst worden, sie wurde durch die Luft geschleudert und war sofort tot.

Wir sperrten die Straße und errichteten brennende Barrikaden mit Holz, das wir von einer nahegelegenen Baustelle geklaut hatten. Wir blieben die ganze Nacht und den ganzen Morgen bis zum Mittag. Ich konnte es nicht fassen, Conny.
Hätte sie mir doch wenigstens diesen einen Kuß gegeben, hätte doch der Lauf der Welt, für diese eine, dann später alles entscheidende Minute angehalten!

Um zwölf Uhr Mittags gab es eine Demonstration (Foto oben).
Es wurden Reden geschwungen: „Mörder, für jeden den sie von uns umbringen, werden hundert weitere marschieren…“

Ein Mann, der einen umstehenden Einkaufswagen bestieg, um mit einer anderen Meinung zu erwidern, wurde gnadenlos nieder gebrüllt und unter Androhung von Gewalt zum Schweigen gebracht. Die Stimmung war aufgeheizt, Pogrom Stimmung!

Ich ergriff das Wort, wenn es auch in diesem Augenblick vielleicht nicht angemessen war.: „Wenn ihr hier einen mit Gewalt hindert zu sprechen, dann seid ihr die Faschisten!“

Tosende Empörung schlug mir entgegen,  ich wurde von der Menge aufgefordert
samt meiner Begleitung den Ort unverzüglich zu verlassen. Wir taten es in einer Art Spießrutenlauf, in der keiner es wagte Hand an uns zu legen.

Später verhängte man ein JUZI-Verbot (Jugendzentrum Innenstadt),
welches man seinerzeit arrogant missachtete und als eine Art Auszeichnung begriff.

Noch heute, wenn ich zu Besuch bin, sprechen mich mir wildfremde Menschen darauf an. In der Stadt, in der ich schon lange nicht mehr lebe, aber das mir Liebste immer noch wohnt. Sie klopfen mir auf die Schulter und dann frage ich mich: Wo warst Du?

djdeutschland

 


Da werden Erinnerungen wach

Alice Weidel

Kohl, Schäuble, Schreiber, Graf Lambsdorff , Jürgen W. Möllemann, der – ‚Gott hab ihn selig‘ – rechtzeitig verstorbene SPD-Schatzmeister Nau, … Politik ist ein hartes Geschäft!

Lächerlich Neu-Politikerinnen wie Alice Weidel mit solchen Mitteln bekämpfen und skandalisieren zu wollen! Wenn eine Ordnungswidrigkeit begangen wurde, muss sie geahndet werden, auch wenn es Unwissenheit war!

Oder mit den Worten Helmut Kohls, der seinerzeit in der Hamburger Handelskammer seine Spender nicht nennen wollte und sagte: „Jeder, der mich kennt, weiß das, ich bin unbestechlich.“

Ich glaube ihr.

 

Djdeutschland


Damit sie uns nicht einordnen können

427478_320620284652932_1867898726_n
Wir dürfen uns nicht in Aufruhr hetzen lassen! Mit perfiden Kampagnen und Parolen von gottlosen Waffenschiebern, die bomben statt zu bilden: Fluchtbewegungen planen, Profite machen, Pakte schmieden, Mehrheitsverhältnisse im Handstreich ändern und im Geheimen die Welt neu ordnen wollen. Wieder und wieder mit Lügen Kriege, Unruhen, Vertreibung nach gleichem Muster anzetteln, befeuern, steuern und heimliche ‚Morde‘, Operationen durchführen!

Ein weiteres Mal sei hier darauf hingewiesen: Nie waren wir uns in all unserer Verschiedenheit weltweit näher als heute, in der kollektiven Einsicht, daß wir ALLE mit ANGST und SCHULD getäuscht und gefügig gemacht werden sollen! 

Kommt ein neuer Faschismus daher? Das Gespenst der Geschichte kommt selten im gleichen Gewandt! Alamierer, Melder, Zensoren, Verbieter, Vernichter Desinformierer und Löscher sind unter den Täuschern die Schlimmsten!

Redet mit einander, hört auf Euch zu beschuldigen, zu diffamieren, zu diskreditieren – und vor allem hört auf zu glauben Euch selbst erhöhen zu können indem Ihr den anderen denunziert!

Bleibt auf meinem Profil, egal ob ihr Freie, Mitte, Konservative, Liberale, Quere, Kommunisten, Grüne, Graue, Piraten, Sozialisten, Kapitalisten, Sozialdemokraten, Islamiten, Juden, Christen, Buddhisten, Nationalkonservative, Nihilisten, Anarchisten…  – MENSCHEN – oder sonst was seit. Damit sie uns nicht einordnen und steuern können – und um ein demokratisch gesinntes Internet zu gewährleisten!

Djdeutschland


Muammar al-Gaddafi

Ohne Mitleid und Größe gegenüber dem geschlagenen Feind, ohne jedes Mitgefühl, laut „Gott ist groß“ rufend, treibt ein blutrünstiger Mob den nach der: ‚Es-soll-so-sein-Berichterstattung‘ bösen Gaddafi vor sich her und lyncht ihn schliesslich vor den Augen der ganzen Welt. Wen hat man da gerufen? War die christlich bewurzelte Nato nicht ausgezogen das Menschenrecht zu schützen? 2009 beschimpft der Oberst den Sicherheitsrat das erste Mal als Terrorrat und fordert im Namen von „1000 afrikanischen Königreichen“ fünf Billionen Euro für Afrika.“Oder Europa wird schwarz! Was für ein Verbrechen hat er begangen?“ Hätte es damals bei Pilatus schon Smartphones gegeben, hätte es ähnliche Bilder von Jesus auf seinem Weg nach Golgatha gegeben! Auch in seinem Namen wird später ohne Vergebung gemetzelt und getötet. Gaddafi wird ähnlich gedacht haben: Mein Gott, mein Volk – meine Geschäftspartner, warum habt ihr mich verlassen? Doch die schrien immer lauter: Ans Kreuz mit ihm! Wieder mal läßt man einen ‚Barabbas‘ frei, um zu geißeln und zu töten.

Djdeutschland

 


Einfache Lösungen!

Kapitalismus störtSteinmeier SPD, als Bundespräsident parteilos, erzählt uns ja immer wieder: Es gäbe keine einfachen Lösungen. Dabei gibt es sie!

Verwickeln in komplizierte, immer wieder hochkomplexe Diskussionen, nur um von den einfachen Lösungen abzulenken!

Zum Beispiel der Streit, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht, „hat vom eigentlichen Problem abgelenkt! Im Gezerre um echte und manipulierte Studien geht die Grundfrage unter: Welche Art von Landwirtschaft will die Gesellschaft eigentlich dulden?“  „Die Drohung der Bauernfunktionäre, bei einem Verbot von Glyphosat einfach noch schädlichere Mittel einzusetzen, zeigt den Zustand einer Branche, der man die Böden der Welt anvertraut hat!“ (DER SPIEGEL) Böden werden unwiederbringlich zerstört! Bauern kippen ihre eigene, zuviel produzierte Milch weg! Die Milch, die die Preise, die sie dafür haben müssten, erst fallen läßt!  Es bahnt sich todsicher eine Katastrophe an!

Auch an der Energiewende verdienen wieder genau die selben, die uns Jahrzehntelang betrogen haben! Energie ist Macht! Es werden subventionierte Milliardenschwere neue Netze und ganze Wälder von Windrädern gebaut, welche keiner braucht und die auch weiterhin Energie zu teuer und damit gewinnbringend für die Strom-Macht-Konglomerate besorgen. Strom muss nur autonom und dezentral da hergestellt werden wo er gebraucht wird! Energieträger sind dabei (fast) egal! Wir könnten locker mehr als die Hälfte unseres Energieverbrauchs einsparen! Ohne den ganzen obsoleten Elektroschrott den man uns schön bunt rund um den Erdball 24 Stunden am Tag, eight days a week liefert, sogar noch viel mehr!:  Wir brauchen eine Revolution im Energieverbrauch! 

Die INSM-Autoindustrie („sozial ist das was Arbeit schafft“), produziert neue Autos auf Halde, die noch dreckiger sind als unsere alten! Die auch noch, wenn wir sie dreissig Jahre weiterführen, immer noch nicht so dreckig sein könnten, wie die durch Abwrackprämie, Schummelsoftware, Subventionierung der Autoinfrastruktur  – und krimineller Energie am Leben gehaltenen „Neuen Autos“ der Autolobby! Elektromobilität und Autonomes Fahren, wird Gezeiten von Energie und Ressourcen verschwenden, anstatt vernünftige, individuelle und bequeme öffentliche Verkehrs-Systeme und Netze zu bauen! Mehdorn hat unser Erbe, unser Netz, unsere Eisenbahn zerstört!

Wir müssen zwar unterscheiden zwischen Flüchtlingen und Einwanderern, aber warum ‚Flüchtlinge‘ speziell da herkommen wo wir und die NATO Konflikte schüren und bomben und Waffen hin liefern, das scheint sich keiner hier zu fragen, nicht einmal Frank Walter Steinmeier, „der kann alles!“

Die Menschen die sich um uns, unsere Kinder und Angehörigen kümmern und pflegen müssen, müssen Zeit dafür haben, gut ausgebildet sein und gut bezahlt werden! Alles andere ist eine Ungerechtigkeit liebe SPD!

Wir haben kein Überalterungsproblem in Deutschland! Wir sind nur um den Wert unseres Geldes und unsere Erfolge, um unsere Altersversorgung und unsere Ersparnis betrogen worden! Die Deutschen haben Ihre Produktivität seit den Sechzigern vervielfacht und dennoch keine „Teilhabe“, keine nennenswerten Lohnsteigerungen und auch kein Eigentum! Wir zahlen für alles und jeden, denn wir sind selbst an allem schuld! Supereiche verdoppeln ihren Reichtum jährlich aus dem Nichts und am Endes dieses ‚Spiels‘ werden todsicher ein zwei übrig bleiben, die die Welt unter sich aufteilen. Die Lösung heisst Grundeinkommen, Subsidiarität und Demokratie im Kauf!  Nur so sind Sicherheit und Angstlosigkeit – ohne Kämpfe, Gewalt und Revolutionen bei diesem eklatanten Ungleichgewicht der Welt in den Griff zu kriegen!

Die Digitalität macht uns und unsere Kinder blöd! Wir überantworten die Kinder und damit uns, der Konsum-Gesellschaft! Hunderttausende SMOMBIES stehen schon jetzt in ihre Smart- Detektoren vertieft im öffentlich Raum im Weg rum, ohne irgendetwas von der sie umgebenden Realität zu merken! „Tittytainment“. ‚Völlig offen‘ um alles nur erdenkliche an ‚Information‘ und Propaganda in sich ‚hinein füllen‘ zu lassen. Die Frau glaubt, daß es „die Freiheit“ nur hin zum Mann zu denken gibt und nicht etwa hin zur Frau! Sie will ‚arbeiten‘ für den gleichen Lohn wie ein Mann und auch so Steuern zahlen.

Schon bald werden sich Maschinen untereinander mit Krypto-Währungen, die aus dem Nichts geschöpft sind bezahlen und noch schneller den Planeten und sein geistiges Eigentum für uns ausbeuten, verbrauchen und vernichten. Schöne neue Welt! Wenn der Strom weg ist, ist nicht nur das Geld, die Bank, der Gewinn weg, sondern wir werden merken, daß man auch den Bitcoin nicht essen kann! Die Werbung macht auf Endzeit: „Umso mehr wir verbrauchen, desto mehr sparen wir!“ Ein Roboter sucht für EDEKA Weihnachten im Jahr anno 2117: So gemütlich, so lustig! „Supergeil!“

Und wir? Wir sind damit beschäftigt Rechnungen zu bezahlen und Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Mario hat die Zinsen auf Null gesetzt! Das ‚Polit-Genuschel‘ schläfert uns ein. Wir glauben an den Weihnachtsmann und daran, daß die Opposition, „die Bösen“, das Problem sind und nicht eine Einheitsregierung, die für Waffenlieferung, Umweltzerstörung, Krieg, Subventionierte Ausbeutung (seit mehreren Legislaturperioden) steht – „Einer Regierung, der hunderttausendfacher Tod nichts gilt.“

Djdeutschland


„Neger“

Burgerking

Na ich mache es so: Die „NEGER“ vor meiner Tür – die sich mittlerweile ungefähr verzehnfacht haben, behandle ich freundlich. Ich will sie kennen! Ich kann Ihre Probleme nicht lösen (sie sind obdachlos), aber mildern, durch Freundlichkeit! Sie sind sehr freundlich zu mir und machen (in der Regel) was ich ihnen rate. Meine Probleme mit der Situation, kann nur „mein Freund Andy Grote“ lösen, der mittlerweile Innensenator in Hamburg – und für diese ‚intelligenten‘ Polizeieinsätze in meiner Straße verantwortlich ist. Ich komme nicht mehr so einfach an in ran, weil er, seit dem er Trump die Hand geschüttelt hat, scharf bewacht wird.

Mr. Babylon


Der Erklap Eklat

220px-Anti-Nazi-Symbol.svg

Quelle: Wikipedia Hakenkreuz im Verbotsschild

David Erklap hat recht, denn er meint wahrscheinlich, daß es dumm ist Geschichte „kaputtzuschlagen“ und verschwinden zu lassen. Ich könnte noch weitergehen und täte am liebstenSwastika‘  etablieren! Um es neu zu ‚programmieren‘; um es denen, die für diese furchtbaren zwölf Jahre deutscher Geschichte verantwortlich zeichnen, ein für allemal wegzunehmen!

Djdeutschland


Andy Grote ist ein Star.

Andy Grote

Wir sollten endlich auf unseren ‚Freund‘ Andy zugehen, ihn in den Schwitzkasten nehmen und ihn zu einem klaren Statement pro Legalisierung in St.Pauli Süd auffordern. Andy Grote ist ein Star! Er hat Donald Trump die Hand geschüttelt, makin‘ st.pauli süd great again!

Djdeutschland


Paradoxe Intervention

Postel in Berlin(Foto: Postel in Berlin)

Vor einigen Jahren. Ich kam gerade aus dem Urlaub zurück, die Kinder lagen im Bett und ich lief noch schnell runter, um die Fahrräder einzuschliessen. Auf der Straße vorm „Onkel Otto“ traf ich Freunde und wir tranken ein Bier. Plötzlich ‚platzte‘ von allen Seiten die Polizei in den „Rechtsfreien Raum“. Streifenwagen hielten mit quietschenden Reifen auf dem Bürgersteig. Polizisten, scheinbar in höchster Not, rannten herbei.

Wie sich herausstellte, hatte jemand gegen den Mülleimer einer Bushaltestelle getreten, oder gepinkelt und war auf der Flucht. Später bemerkte ich, daß es der Sohn eines Freundes war. Die Polizei versuchte ihn mit aller Macht und Gewalt zu fangen. Den umstehenden ‚Punk-Rockern‘ und ‚Linken‘ (alles junge, Bier trinkende Leute) schien das egal zu sein, was ich monierte: „Wo Punk draufsteht, ist kein Punkrock drin!“

Die Situation eskalierte. Die Polizisten malträtierten den Flüchtenden nach allen Kräften. Weil ihm die Beamten von hinten die Beine wegtraten, stürzte er immer wieder hin. Dann schmissen sie sich auf ihn und er riss sich immer wieder los. Ich mischte mich ein. Ich sagte, daß wenn man nicht aufhöre, ich mich einmischen müsse! Ein paar Meter weiter eskalierte die ‚Szene‘ endgültig. Ein Beamter verlor seine gezogene Waffe, inmitten von fünfzig bis sechzig saufenden Punk-Rockern!

Meine Freundin kickte die Waffe unter ein neben ihr stehendes Auto. Jetzt entstand die Situation, die nie hätte entstehen dürfen.

Die Polizei nahm an, die Waffe sei jetzt im Besitz der Hafenstraße! Aber in die Hafenstraße darf keine Polizei hinein! Man ist dort darauf vorbereitet und stark bewehrt! Ein Polizist versuchte ins Otto zu kommen. Die ‚Ottos‘ schickten sich an, die schweren Flügeltüren zu schliessen. Der Polizist rüttelte. Die Ottos hielten zu. Es bahnte sich ein Kampf an.

Ich schlug die Paradoxe Intervention vor: Die Türen wieder öffnen. Den Polizisten rein schubsen. Ihn zum trinken und kiffen zwingen – und alles gut! Die ‚Ottos‘ überlegten. Der Polizist überlegte. In Hundertstel Sekundenschnelle trafen die Ottos die Entscheidung die Türen wieder zu öffnen. Der Polizist, die, wieder umzukehren. Fall gelöst.

Nach noch einigen Verwerfungen, meiner Verhaftung, Gewaltandrohung und einer Nacht in der Davidwache, hörte ich: Die Pistole wurde abgegeben. Es kam zum Prozess wegen versuchter Gefangenenbefreiung, obwohl es nie eine Befreiung des Gejagten gegeben hatte! Der Flüchtige konnte zu keinem Zeitpunkt gefangen genommen werden! Mein toller Anwalt Getzmann, liess sich mal wieder auf einen ‚Deal‘ ein. Die Polizisten hatten Glück. Ich zahlte 300 und wir versöhnten uns. Ein Einsatzleiter (maximale Sterne) hat sich später bei mir für die ‚Aktion‘ entschuldigt.

Für Sven, Djdeutschland

 


Muammar al-Gaddafi

Ohne Mitleid und Größe gegenüber dem geschlagenen Feind, ohne jedes Mitgefühl, laut „Gott ist groß“ rufend, treibt ein blutrünstiger Mob den nach der: ‚Es-soll-so-sein-Berichterstattung‘ bösen Gaddafi vor sich her und lyncht ihn schliesslich vor den Augen der ganzen Welt. Wen hat man da gerufen? War die christlich bewurzelte Nato nicht ausgezogen das Menschenrecht zu schützen? 2009 beschimpft der Oberst den Sicherheitsrat das erste Mal als Terrorrat und fordert im Namen von „1000 afrikanischen Königreichen“ fünf Billionen Euro für Afrika.“Oder Europa wird schwarz! Was für ein Verbrechen hat er begangen?“ Hätte es damals bei Pilatus schon Smartphones gegeben, hätte es ähnliche Bilder von Jesus auf seinem Weg nach Golgatha gegeben! Auch in seinem Namen wird später ohne Vergebung gemetzelt und getötet. Gaddafi wird ähnlich gedacht haben: Mein Gott, mein Volk – meine Geschäftspartner, warum habt ihr mich verlassen? Doch die schrien immer lauter: Ans Kreuz mit ihm! Wieder mal läßt man einen ‚Barabbas‘ frei, um zu geißeln und zu töten.

Djdeutschland


„Presse im Knast“ zu den Vorkommnissen in der JVA „Santa FU“

 

2009-12-27-xxl-20091227171507_airliner_attack_ilpb101_new

Stellungnahme der Gruppe PIK – „Presse im Knast“  zu den Vorkommnissen in der JVA  „Santa FU“

Anonym, Anonym, Anonym

Die Behauptung „Santa Fu“ stünde bezüglich der Sicherheit vor dem Kollaps ist ein Witz!
Wir sind davon überzeugt, dass es sich bei den anonymen Hinweisen, es gäbe Waffen in Santa Fu, um eine gezielte Indiskretion, um einen fake handelte; um eine Atmosphäre des Notstands zu schaffen, der nicht der Realität entspricht!
Unserer Ansicht nach, ist dieser Alarmismus politisch motiviert und nichts anderes als ein Angriff auf den Justizsenator!

Santa Fu hat kein Sicherheitsproblem, es hat vielmehr strukturelle Probleme!
Engagierte Beamte, die sich im persönlichen Gesprächen an uns wenden, werden von alten und sinnlosen Verkrustungen in der Organisation, in ihrer Arbeit behindert und demotiviert!                                                                                                                                                      Es herrscht eine Atmosphäre des Misstrauens und der Missgunst!
Es gibt etliche Krankschreibungen – auch von Paaren – über Monate! Nicht nur die Arbeit der Abteilungsleiter wird dadurch über lange Zeiträume verschleppt! Tat-Aufarbeitung, Vollzugs-Pläne, Stellungnahmen werden aufgeschoben und fortlaufend abgeschrieben, Gefangene unnötig lange und teuer beherbergt und festgehalten. Eine Resozialisation findet nicht statt. Die Betreuung der Gefangenen wird, wenn überhaupt, von wenigen‘ motivierten Abteilungsleitern, die mitunter mehrere Stationen zu betreuen haben, allein abgearbeitet. Auch wenn man weitere Beamte bereitstellt, auch wenn es sich um hochmotivierte neue Bewerber handelt, wird sich daran nichts ändern! Viele Beamte verbringen ihre Zeit mit surfen im Internet und Kaffetrinken. Trotz guter Ausbildung dürfen diese Beamten nichts entscheiden, das führt zu Frustration und lethargischem Warten auf die Pension. In freier Wirtschaft hätten solche Zustände keine Chance! Verbesserungsvorschläge, Maßnahmen zur Resozialisierung, werden konsequent weggebügelt. Es gibt in dem berühmtesten Gefängnis Deutschlands keine Gefängniszeitung!
Es heißt immer wieder: „Kein Personal“, während zig Beamte abwartend und Tee trinkend, nichts dürfen und nichts können.

Es wurden trotz großem personellen Aufwands keine Waffen gefunden! Zwei gefundene Handys im Iso- und SV-Bereich, können eigentlich nur dort hingelangen, wenn Beamte entweder ihren Job nicht machen, oder an deren Heranschaffen beteiligt sind!
Können Sie sich vorstellen was es heißt mehrere Tage unter „Einschluss“ auf einer Fläche von acht Quadratmetern dahin vegetieren zu müssen, ohne zu wissen was los ist?  Von hereinstürmenden SEK’s zu Boden geworfen zu werden und die Klamotten, Zweck ’s Durchsuchung, buchstäblich vom Leib geschnitten zu bekommen?

Das schürt Unruhe und Unsicherheit!

Solche ‚Aktionen‘ und ‚anonyme Brandbriefe‘ bringen nichts! Sie dienen ausschließlich der Verunsicherung der Bevölkerung, der Diskreditierung von Beamten, der Anstalt und der Gefangenen! Das Problem ist nicht fehlendes Personal, das Problem ist schlechte Organisation und ein schon lange überholter Ansatz. Es geht ausschließlich um das Bekämpfen des politischen Gegners auf dem Rücken der Gefangenen ohne Lobby!

„Angst ist eine gute Sache, hält den Bürger steht’s in Schach, Angst hält für die Ordnung Wache, denn wer Angst hat macht kein Krach.“

Gruppe PIK (PresseImKnast)


Wir schaffen das


samstags popoklatschen!

 

 

Pudel ist Geschichte, nicht Vergangenheit; bei Wikipedia hat jemand aufgepasst, Präteritum schnell korrigiert! Ein Club ist keine Hütte, die Welt ist ein Pudel!

Die Frage dieser Tage…

IMG_202_

 


Kein schöner Land

IMG_1458Dieses mal war Weihnachten besonders wichtig! Nirgendwo singt man Stille Nacht – heilige Nacht schöner als in St. Pauli – schwer, schleppend. Die Kirche war diesmal brechend voll. Die `Buschmänner`, die die rassistischen Konsumenten anlocken, sind freundlich und gesprächsbereit. Sie haben sich verzehnfacht. Die, die guten Willens sind, scheinen sich hier zu sammeln. Je mehr Ghetto, desto weniger hirnlose Investoren. Das von mir Propagierte scheint sich zu bewahrheiten: die Revolution geht von St. Pauli aus!

Gegenüber in Dock 11 werden Kriegsschiffe gewartet, oder Luxusjachten –  von Milliarden schweren Waffen- Öl- Schrottschiebern. Geheim eingerüstet und eingeplant. Keiner soll es sehen, keiner soll es wissen. Merken!

Cruiser, um jede Menge Leute trockenen Fußes sicher reinzubringen, sind genug da. Geld, Feuerwerk und der dazugehörige Müll bis zum Abwinken vorhanden.

Mein Schwiegervater sagt, ich solle wegen der Kinder hier wegziehen, ich meine: Geld ist out, wenn die Massenpsychose ausbricht, bin ich hier sicher. Sitze ich auf der Straße, serviert man mir hier kostenlos Kaffee und Kuchen, ich bekomme jeden Tag handgeschriebene Briefe von hier, selbst die`Angler` umarmen mich zum Trost!

Jetzt fällt Schnee, es ist saukalt, der Sylvester-Grünkohl kam gerade richtig. Lionels diesjährige Plattenlieferung vom Feinsten! Noch einmal den Akku aufladen für das nächste neue lange Jahr.

Der nächste Sommer kommt bestimmt, wir werden da sein.

Djdeutschland


Montagskolumne #176-671 – Geht doch nach drüben

montags_kulisseDas Schlimmste, was der NATO je passiert ist, waren der Fall der Mauer und Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Ein Russe ist der größte Friedensstifter des Zwanzigsten Jahrhunderts!

Der uns als Feindbild aufgemachte, nach Weltmacht strebende Kommunismus war bald verschwunden, das in der US-Verfassung garantierte und nach Weltmacht strebende Recht auf das Tragen einer Waffe nicht. Wir sollten nicht vergessen, dass es nicht Obama, sondern ein Gorbatschow war, der unsere Hoffnungen auf Wiedervereinigung, Frieden und Freiheit erfüllt hat. Dennoch sollten wir auch die Hoffnung, die wir mit Obama verbanden nie vergessen!

Die ganze Welt, Europa, wir werden in Stress versetzt, auf Krieg gebürstet – Bankenkrise, Klimawandel, Flüchtlingsströme, Kalifat – ein neues Feindbild muss her. Das Gelände beim Natogipfel in Wales war mit Panzern und Kriegsflugzeugen aus Pappmaché vollgestellt. Jeder Journalist, jeder Kommentator, jeder Politiker stand in der Kulisse der Potemkinschen Waffen. Ein Rassismussen rasselte mit den Säbeln, selbst der Bundespräsident ließ sich in Polen dazu hinreißen, aus dem deutschen Schiksalsdatum 9. Novemeber falsche Rückschlüsse zu ziehen und redete den Waffenschiebern das Wort.

Wir brauchen keine Waffen, keine Bomben und keine NATO. Wir brauchen die High-Tech-Eingreiftruppe, die binnen 24 Stunden weltweit Flüchtlingslager aufbauen und mit Wasser, Energie, Nahrungsmitteln und Medizin versorgen kann; ein Engagement, das auf diesem unseren einzigen Planeten, jeden Ort, an dem Menschen leben, lebenswert macht.

DJD im Arrest


Warnung

image

Manchmal könnte einen die Wut da hin zurück bringen, die Flinte derer die glaubten sich notwehren zu müssen wieder aus dem Korn zu holen.


Die besten Obst und Gemüsehändler der Welt

image

Torsten und Doris Terheyde verkaufen Obst und Gemüse wie auf dem Wochenmarkt – nur mit Dach über dem Kopf (von Miriam Opresnik erschienen im Hamburger Abendblatt vom 1.06.14 HELDEN DES HANDELS – Der Gemüseflüsterer von St. Pauli)

Nichts. Kein Ladenschild. Keine Schaufensterbeschriftung. Kein Aufsteller. Kein Straßenständer. Keine Waren auf dem Fußgängerweg. Nichts. Nur dieser schmale Eingang mit zwei Stufen. Wer das Geschäft nicht kennt, läuft erst einmal vorbei. Vorbei an dem Laden in der Paul-Roosen-Straße 5. Vorbei an dem Gemüseflüsterer von St. Pauli, wie Torsten Terheyde genannt wird. Weil er ein Händchen für Obst und Gemüse hat. Weil er nur Waren verkauft, die er selbst am Großmarkt ausgesucht, die er selbst probiert hat. Und die ihn überzeugt haben. Etwas anderes kommt ihm nicht in den Laden.

Der Laden von Torsten Terheyde, 56, und seiner Frau Doris, 50, erinnert an eine vergangene Zeit. Eine Zeit, in der Obst und Gemüse noch nicht eingeschweißt und etikettiert in Kühltheken präsentiert und an Supermarktkassen gescannt wurde. Sondern in Kisten und Stiegen lag, altertümlich abgewogen und in dreieckige Papiertüten gefüllt wurde. Sein Laden erinnert an einen Einkauf auf dem Wochenmarkt. Nur mit Dach über dem Kopf. So beschreibt es eine Kundin im Internet, wo Torsten Terheyde als „bester Gemüsehändler der Welt“ bezeichnet wird. Obwohl, oder gerade weil die Schlange manchmal bis auf die Straße reicht. Klar freue er sich, so bezeichnet zu werden. Noch schöner findet er es aber, dass viele Kinder in der Umgebung nicht „Kaufmannsladen“ spielen. Sondern „Doris & Torsten“.

Torsten Terheyde ist jemand, mit dem gut Kirschen essen ist. Mit dem man schnacken kann. Über Kartoffelsorten oder Kinder. Über Linda und Annabelle. Das sind nicht seine Kinder, sondern seine Kartoffeln im Laden. Annabelle, die Verlässliche, die konstant im Geschmack ist. Und Linda, die Sensiblere von beiden, die stark wetterabhängig und daher wechselhaft schmeckt. Wer Torsten Terheyde so reden hört, könnte denken, er spreche über seine Kinder. Seine drei Jungs, auf die er so stolz ist. Auch, wenn keiner von ihnen bisher im Laden einsteigen will. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil sie ihren eigenen Weg gehen. Ihr eigenes Ding machen. So wie er selbst damals. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

Eigentlich ist er Kaufmann im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe, erzählt Torsten Terheyde, während er die Spitzen der Lauchstangen abschneidet und die äußeren Blätter entfernt. Sein Großvater Heinrich hat den Laden übernommen, als Torsten zwölf oder 13 Jahre alt war. Ende der 1960er-Jahre muss das gewesen sein. Genau weiß er das nicht mehr. Aber er weiß noch, wie er als Teenager im Laden Zwiebeln sortiert hat und dafür ab und zu eine Mark bekommt. Manchmal kauft er sich dafür Brausepulver, meistens spart er es. Für ein Tonbandgerät, mit dem er sich seine Musik zusammenstellt. Elvis Presley, George Harrison, Simon and Garfunkel. „Ein Jüngling“ sei er damals gewesen, sagt er und lacht. Der Lauch ist fertig, Torsten Terheyde noch lange nicht. Er hat viel zu erzählen.

Schon während seiner Kindheit in Altona sei er fasziniert von dem Hafen gewesen und habe sich gewünscht, eine Ausbildung in diesem Metier zu machen. „Eine aufregende Zeit war das“, sagt er. Ein Lebensgefühl, unbeschreiblich. Clique, Basketball, Disco. Eigene Wohnung. Wenn es dort zu kalt ist, legt er sich in die heiße Badewanne – oder zieht zeitweise zurück zu seinen Eltern. Dort ist es warm. Dort ist sein Zuhause. Dort beschließt er irgendwann, den Obst- und Gemüseladen seines Opas zu übernehmen, als dieser zu alt dafür ist. Die Selbstständigkeit habe ihn gereizt. Die Vorstellung, sein eigener Herr zu sein. Sein Ding zu machen. Auch wenn seine Eltern ihm davon abraten. Sie führen selbst bereits ein Obst- und Gemüsegeschäft und wissen, wie viel Arbeit das ist. Doch Torsten Terheyden sind die Einwände egal. Alles Banane.

30 Jahre ist das her. Torsten Terheyde hat sich verändert. Das sieht man an dem alten Bild aus den 1980er-Jahren, das ihn vor dem Laden zeigt. Mit Dauerwelle, einer Kiste Erdbeeren im Arm und einer Zigarette im Mund. Die Haare sind kurz, das Rauchen hat er vor langer Zeit aufgegeben. Doch sein Enthusiasmus ist heute der gleiche, wie er ihn auf dem alten Foto ausstrahlt. „Vielleicht ist das unser Geheimnis“, sagt er und meint: dass er jeden morgen selbst zum Großmarkt fährt. Nicht, um Obst und Gemüse einzukaufen. Sondern um Waren auszusuchen. Auszuwählen. Mit dem Anspruch, die besten Sachen zu finden. Für seine Kunden. Schließlich würden sich diese auf ihn verlassen.

Auf ihn persönlich. „Ich will damit aber nicht behaupten, dass ich etwas besser mache als andere“, sagt er. Das liegt ihm nicht. Ihm geht es nicht darum, andere schlechtzumachen. Er will kein Gegeneinander. Sondern ein Miteinander. Deswegen empfindet er die anderen 172 Obst- und Gemüseläden in Hamburg oder den gegenüberliegenden Edeka-Markt auch nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung. „Wenn es Edeka hier nicht gäbe, würden viel weniger Menschen in diese Straße kommen“, sagt er. Und überhaupt: Man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Apropos Äpfel: „Diese Äpfel sind der Knüller“ hat Torsten Terheyde auf ein Stück Pappe geschrieben. Weil das mehr aussagt als jeder Werbeslogan. Weil das seine Meinung ist. Und die wollen die Leute hören. Deswegen kümmert sich Torsten Terheyde persönlich um den Einkauf. Andere Einzelhändler delegieren diese Aufgabe inzwischen und schalten sogenannte Logistikdienstleister in der Warenbeschaffung ein. Er nicht. Weil er selbst am besten weiß, bei welchem Großhändler es die „Knüller“-Äpfel gibt und bei welchem die besten Kartoffeln. Rund acht Großhändler sind es, von denen Torsten Terheyde sein Obst und Gemüse bezieht. Acht von rund 400 Marktfirmen, die auf dem Großmarkt ihre Waren verkaufen.

Rund 1,5 Millionen Tonnen sind es jährlich. „Das entspricht einem Warenwert von zwei Milliarden Euro pro Jahr“, sagt Torsten Berens. Er ist Geschäftsführer des Landesbetriebes Großmarkt Obst, Gemüse und Blumen und beobachtet seit 2008, wie sich der Großmarkt, wie sich die Branche verändert. Nach Angaben des Deutschen Fruchthandelsverbandes werden inzwischen mehr als 85 Prozent der frischen Obst- und Gemüsewaren über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft, kaum noch über Wochenmärkte. „In Deutschland spielen die Discounter – wie Aldi und Lidl – eine besondere Rolle“, sagt Andreas Brügger, Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes, dem Zusammenschluss von Großhändlern und Importeure. Bei frischem Obst und Gemüse beträgt ihr Marktanteil bereits rund 50 Prozent. Das Problem: „Aufgrund ihrer vorherrschenden Marktstellung und des wahnsinnigen Wettbewerbs, bestimmt der Discount die Preise. Dieser Druck geht weiter auf andere Einzelhändler, Großhändler, Importeure und natürlich auf die Erzeuger in aller Welt“, so Brügger.

Er wird täglich mit den Problemen der Branche konfrontiert. Problemen wie dem Konkurrenzkampf, den täglich steigenden Kosten für Transportmittel, Energie, Zertifizierungen, Laboruntersuchungen, Verpackungsmitteln, Rückverfolgbarkeitssystemen. Demgegenüber steht ein rückläufiger Obst- und Gemüseverbrauch in Deutschland. Von 2008 bis 2013 ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse von 34,8 auf 33,5 Kilo gesunken, der Verbrauch von Obst von 46,2 auf 41,9 Kilo pro Kopf und Jahr. Großmarkt-Chef Torsten Berens beobachtet die Entwicklung mit Sorge: „Immer mehr Einzelhändler müssen aufgeben, weil sie im Preiskampf untergehen oder keinen Nachfolger für ihr Unternehmen finden“, so Berens.

Rund 5000 Einzelhändler von Obst- und Gemüsefachgeschäften, Wochenmärkten, Gastronomiebetrieben, Cateringunternehmen und Großküchen haben derzeit einen Ausweis für den Großmarkt, der mit 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für Obst und Gemüse, sowie 10.000 Quadratmetern für Blumen Deutschlands größter Großmarkt ist und dessen Einzugsgebiet sich bis nach Skandinavien und Osteuropa erstreckt.

Ab zwei Uhr morgens ist der Obst- und Gemüsebereich für die Einkäufer geöffnet. Wenn die Verkaufszeit sieben Stunden später, um neun Uhr, endet, beginnt für Torsten Terheyde die Arbeit im Laden. Die Waren müssen ausgeladen, eingeräumt und sortiert werden. Jeder Apfel, jede Erdbeere, jeder Salat und jede Paprika wird kontrolliert. Was nicht vollkommen in Ordnung ist, kommt in die Restpostenabteilung, in der die Waren zu stark ermäßigten Preisen angeboten werden. Für’n Appel und ’n Ei, sozusagen. „Da die Sachen oft nur kleine Schönheitsfehler haben, sind sie heiß begehrt“, sagt Torsten Terheyde. Stolz, weil sie seitdem kaum noch Waren wegschmeißen müssen. Stolz, weil jeden Tag 100 Kunden zu ihm kommen. Weil der Laden läuft. Brummt, wie er es nennt. Hart sei das Geschäft trotzdem, sagt er, als er darauf angesprochen wird. Weil Obst und Gemüse ein Saisongeschäft sei und er in der Hauptsaison überproportional viel Gewinn machen müsse, um über die lauen Herbst- und Wintermonate zu kommen. Um auch dann seine laufenden Kosten decken zu können. Seine Sozialabgaben, Geschäftskosten. Rund 1400 Euro sind es allein für Kranken- und Pflegeversicherung und Rente.

Seinen Stundenlohn rechnet er schon lange nicht mehr aus. „Wenn es mir darum ginge, könnte ich den Job nicht machen“, sagt er und meint: Wenn es ihm um geregelte Arbeitszeiten ginge, um ein gutes Einkommen, regelmäßigen Urlaub. Früher hat er gar keinen Urlaub gemacht, heute nur manchmal. „Weil es nicht drin ist, eine Reise zu bezahlen und gleichzeitig die laufenden Kosten zu decken – während der Laden geschlossen ist und nichts reinkommt“, sagt er. Deswegen seien die Kinder viele Jahre mit seinen Schwiegereltern in den Urlaub gefahren, nicht mit ihm. Weil er in der Zeit gearbeitet hat. Aber Torsten Terheyde will nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht. Dass die Menschen glauben, er beklage sich oder sei unglücklich darüber. Im Gegenteil: Torsten Terheyde ist glücklich. Zufrieden. „Lebensfroh“, wie er es selbst nennt. Er habe Spaß am Leben. Spaß an der Arbeit, dem Kontakt mit den Kunden. Er kennt ihre Vornamen, kennt ihre Vorlieben. Er weiß, wer lieber Linda oder Annabelle isst, wer keine Tomaten mag oder die Avocados zwei Tage im Voraus kauft und sie erst dann entsprechend reif haben möchte.

Er kennt seine Kunden – und seine Kunden kennen ihn. Viele davon schon, seit er bei seinem Großvater im Laden geholfen hat. „Deswegen nennen mich die meisten auch beim Vornamen“, sagt er. Er mag diese Vertrautheit im Stadtteil, auch wenn er lange schon nicht mehr hier wohnt, irgendwann nach Pinneberg gezogen ist. Warum er dort kein Geschäft eröffnet hat? Obwohl es dort für ihn doch viel praktischer, näher, wäre? „Weil ich nicht irgendeinen Laden führen will“, sagt er bestimmt. „Sondern genau diesen.“ Diesen Laden mit dem alten Linoleumfußboden und den vergilbten Werbeplakaten an den Wänden. Mit den Pappkartons, Kartoffelsäcken und Obststeigen. Dieser „tolle Laden“, wie ihn die Kunden nennen, und damit nicht die moderne Ausstattung meinen, sondern das Ambiente. Dieser Laden, der kein Ladenschild braucht. Keine Schaufensterbeschriftung. Keine Werbetafel. Nichts. Nur Torsten Terheyde und seine Frau Doris.

Doris, die sich kurz nach der Geburt des dritten Sohnes eigentlich nur um den Blumenverkauf im Laden kümmern wollte, dann aber ganz ins „Obst- und Gemüsebusiness“ eingestiegen ist. Auf Anraten ihrer Mutter. „Kind, lass dir doch lieber alles im Laden zeigen. Dann kannst du mal einspringen, wenn Torsten krank ist“, hat ihre Mutter damals zu ihr gesagt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann“, sagt Doris Terheyde und erinnert sich daran, wie sie in den sauren Apfel biss und bei Torsten in die Lehre ging. Torsten, „der nicht gerade ein geduldiger Lehrer“ ist und jedes Mal neben ihr stand, wenn sie einen Kunden bedient hat.

Drei bis vier Jahre geht das so, bis die Eheleute die Aufteilung der Arbeitstage unter sich beschlossen. Damit Doris sich an „ihren“ Tagen voll ausleben konnte und Torsten mehr Zeit für die Jungs hatte. Für die Jungs, die inzwischen Männer sind. Rico, 17, der „Kleine mit der kreativen Ader“, wie Doris ihn nennt, auch wenn er schon 1,92 Meter groß ist. Timo, 24, der als Fachkraft für Süßwarentechnik tätig ist – „als Gegenpol zu unserem gesunden Kram“, so ein gängiger Scherz der Eltern. Und Marco, 28, der Wirtschaftsingenieur studiert und mit dem Doris den Laden geführt hat. Im August 2012, als genau das eingetreten ist, was Doris Mutter einst befürchtet hatte. Als Torsten Terheyde krank wird. Operiert werden muss. Wochenlang ausfällt. „Die Herzklappe war fast abgerissen“, sagt Doris Terheyde und probiert das Unbeschreibliche zu beschreiben. Den Schock, die Angst. Todesangst. Existenzangst. Irgendwann in dieser Zeit fängt sie an, Tagebuch zu schreiben. Um die Gedanken zu sortieren. Um eine Situation zu beherrschen, die sie beherrscht. „Um 4.45 Uhr holt uns der Wecker in die knallharte Realität“, schreibt sie am 22. August. Es ist der Tag, an dem Torsten ins Krankenhaus kommt und sie das erste Mal alleine zum Großmarkt fährt, alleine die Waren auswählt. Sie, die keine Ahnung vom Großmarktgeschehen hat. Sie, die gerade als Model entdeckt worden war und Modenschauen lief. Sie, die immer die Frau an Torstens Seite gewesen war. Bis sie seinen Platz einnehmen musste.

Zwei Jahre ist das jetzt her. Die Narbe auf der Brust von Torsten Terheyde ist verblasst, die Erinnerung nicht. Und das ist gut so. Denn Doris Terheyde erinnert sich nicht nur an den Strudel aus Angst und Verzweiflung. Sondern auch an dieses großartige und starke Lebensgefühl. Das Gefühl, es geschafft zu haben. Alles schaffen zu können. Wenn man an sich arbeitet und an sich glaubt. Wenn man sich auf die Menschen einlässt. „Vielleicht kommen die Leute deswegen so gerne zu uns“, sagt sie. Denkt nach, überlegt. Schweigt. Weil es vielleicht keine Erklärung gibt. Weil man den Laden vielleicht selbst erleben muss. Irgendwo in der Paul-Roosen-Straße. Dort, wo es kein Ladenschild gibt. Keine Schaufensterbeschriftung. Keinen Aufsteller. Weil dieser Laden keine Werbung braucht. Nichts. Weil er alles schon hat.


Eine Theorie der Verschwörung

Eine Theorie der Verschwörung, dennoch sehenswert. Der Aufruf zu Gewalt gegen die „schuldigen Eliten“ ist abzulehnen und bleibt dumm!


Ein Toast auf Snowden

image
Daten sind die wichtigste Währung unserer Zeit. Spätestens seit Big Data und den Snowden-Enthüllungen sollte das jeder wissen. Dennoch gehen die meisten Menschen nicht gerade vorsichtig mit ihren wertvollen Daten um – erst recht nicht auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Co.

Im Austausch für ein banales Facebook-Spiel oder ein personalisiertes Video exhibitionieren sich jeden Tag Millionen User und geben Firmen die Erlaubnis, ihre Daten von ihren Profilen zu speichern. Die Datensätze werden anschließend an große Marken teuer weiterverkauft – für bis zu 20$ pro User.

Der DATENMARKT, thematisiert dieses tägliche, intransparente Geschäft mit privaten Daten und stellt die Frage: Wie hoch ist die Bereitschaft der Menschen, ihre Daten gegen reale Waren einzutauschen, wenn man ihnen aufzeigt, dass ihre Privatsphäre einen realen Wert hat?


Bild

Gefahrengebiet

1551595_10203103932704446_1815363103_n


Wieder eine Frau ohne Quote in der Führungsposition! Und ein paar Kerle die ziemlich alt aussehen.


Freispruch für den Nikolaus – 30 Jahre gegen Terror

Gewidmet dem Newageman – Can’t beat the feelin’ – Freitag, den 6. Dezember 2013