Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Kunst

Kein schöner Land

IMG_1458Dieses mal war Weihnachten besonders wichtig! Nirgendwo singt man Stille Nacht – heilige Nacht schöner als in St. Pauli – schwer, schleppend. Die Kirche war diesmal brechend voll. Die `Buschmänner`, die die rassistischen Konsumenten anlocken, sind freundlich und gesprächsbereit. Sie haben sich verzehnfacht. Die, die guten Willens sind, scheinen sich hier zu sammeln. Je mehr Ghetto, desto weniger hirnlose Investoren. Das von mir Propagierte scheint sich zu bewahrheiten: die Revolution geht von St. Pauli aus!

Gegenüber in Dock 11 werden Kriegsschiffe gewartet, oder Luxusjachten –  von Milliarden schweren Waffen- Öl- Schrottschiebern. Geheim eingerüstet und eingeplant. Keiner soll es sehen, keiner soll es wissen. Merken!

Cruiser, um jede Menge Leute trockenen Fußes sicher reinzubringen, sind genug da. Geld, Feuerwerk und der dazugehörige Müll bis zum Abwinken vorhanden.

Mein Schwiegervater sagt, ich solle wegen der Kinder hier wegziehen, ich meine: Geld ist out, wenn die Massenpsychose ausbricht, bin ich hier sicher. Sitze ich auf der Straße, serviert man mir hier kostenlos Kaffee und Kuchen, ich bekomme jeden Tag handgeschriebene Briefe von hier, selbst die`Angler` umarmen mich zum Trost!

Jetzt fällt Schnee, es ist saukalt, der Sylvester-Grünkohl kam gerade richtig. Lionels diesjährige Plattenlieferung vom Feinsten! Noch einmal den Akku aufladen für das nächste neue lange Jahr.

Der nächste Sommer kommt bestimmt, wir werden da sein.

Djdeutschland


Political Beauty

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS)

ist eine Denk-, Gefühls- und Handlungsschmiede für die Suche nach moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit. Grundanliegen sind eine humanitäre Kurskorrektur der Gegenwart, die Verhinderung von genozidalem Massensterben und die Formation des „aggressiven Humanismus“.

Künstlerisch wird die Gegenwart retrospektiviert (Schillers 9. Brief) und konsequent im Lichte zukünftiger Geschichtsbücher gesehen. Für die Geschichte des 21. Jahrhunderts geht das ZPS von zwei nie dagewesenen Völkermorden in Afrika und Asien aus, welche die westliche Zivilisation einmal mehr unvorbereitet treffen (in deren Terminologie: „völlig überraschend“).
Das ZPS ist Mitglied der renommierten Alliance to End Genocide, ebenso der International Coalition for the Responsibility to Protect und wurde von über 40 renommierten NGOs gefördert, darunter die Mothers of Srebrenica, Medico International, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Pro Asyl, die Heinrich-Böll-Stiftung, das Theodor-Heuss-Kolleg, das BMFSFJ, Genocide Watch und das Co:llaboratory.

Hoheitsinsignien

Die Mitglieder des Zentrums für Politische Schönheit sind bei öffentlichen Auftritten an Kohle- und Rußspuren erkennbar. Sie wühlen in den verbrannten politischen Hoffnungen Deutschlands. Hauptarbeitsmaterial ist Kohle.

Politische Schönheit

Politische Schönheit ist moralische Schönheit. Diese Namen umreißen die bedeutendsten Akte politischer Schönheit, die wir bislang finden konnten: Varian Fry, Beate Klarsfeld, Peter Bergson, Simon Wiesenthal, Soghomon Tehlirian, Shahan Natalie, Roméo Dallaire, Raphael Lemkin, Georg Eisler, Christian Schwarz-Schilling. – Anstand, politische Verletzlichkeit, Anteilnahme und Erschütterung. Politische Erfahrungen, die in den Begriff eingehen, sind der Kniefall Willy Brandts wie der Rücktritt Christian Schwarz-Schillings im Lichte von Genozid. Das Zentrum für Politische Schönheit zeichnet als Thinktank Wohl- und Großtaten vor.

„Wofür werden wir stehen, wenn man am Ende des 21. Jahrhunderts auf unsere Zeit blickt? Womit werden wir in die Geschichtsbücher eingehen? Der Gründer hebt die Augenbrauen. ‚Mit der Abwrackprämie? Mit Mindestlöhnen?’ Wenn es so weiter gehe, wohl am ehesten als die Generation, die nichts mehr wollte.“

„Große Visionen und Lebensziele sind den Mitgliedern des Zentrums für Politische Schönheit nicht fremd. Während die Sehnsüchte ihrer Generation um Karriere, Weltreise und Familie kreisen, ist es ihr erklärtes Ziel, Genozide zu verhindern. Nachdem sie dafür nahe liegende Wege wie Entwicklungshilfe, Politik oder Wissenschaft ausgeschlossen haben, lautet die Strategie Aktionskunst.“

„Das wohl spannendste Projekt
deutscher Künstler seit der Gruppe 47.“
fool on the hill


Rubato


Eklatanter Versuch künstlerische Arbeit inhaltlich zu zensieren

Kunstinitiative/ / GROSSE FREIHEIT/ /http://www.videocamping.de/

Offener Brief an den Geschäftsführer der STEG Hamburg mbH, Hans Joachim Rösner, Schulterblatt 26-36, 20357 Hamburg

Hamburg,  den 21. Juni 2011

Sehr geehrter Herr Rösner,

mit Erschrecken haben wir von Ihrem Versuch erfahren, dem Trägerverein Marktstrasse 138 [1]Veranstaltungen im Rahmen des internationalen Recht auf Stadt Kongresses[2] zu untersagen.

Konkret haben Sie dem Verein am 1. Juni 2011 geschrieben:

„Wie wir mit Ihnen vereinbart haben, können die Flächen in der Marktstraße 138 temporär für künstlerische Zwecke durch den Verein genutzt werden. Politische Veranstaltungen in diesem Rahmen würden unseren bisherigen Absprachen nicht entsprechen und wären ein Missbrauch der zur Verfügung gestellten Flächen.“

Diese Sätze stellen einen eklatanten Versuch dar, künstlerische Arbeit  („künstlerische Zwecke“) inhaltlich zu zensieren, und damit eine Verletzung der Freiheit der Kunst im Sinne von § 5 Grundgesetz.

Der Trägerverein Markstrasse 138 hat Sie in seiner Antwort deutlich auf seinen künstlerischen Ansatz hingewiesen:

„Die Grundlage der Idee einer Sozialen Plastik ist jeder Mensch, der durch Denken und Sprache soziale Strukturen entwickelt. Diese Entwicklung der Gesellschaft ist ein kontinuierlicher kreativer Prozess. Die Aufgabe der Kunst ist es, dem Menschen diesen Prozess bewusst zu machen.“

Neben der künstlerischen Erklärung hat Ihnen der Verein auch eine Liste der Veranstaltungen geschickt. Ein Blick auf die Kongresswebseite genügt, um zu sehen, wer in der Marktstrasse Auftritt: der Kunstprofessor Brett Bloom (The Jutland Royal Academy of Art, Aarhus, DK), Dr. Anke Haarmann (Dozentin an der Leuphana Universität Lüneburg), die österreichische Architekturzeitschrift „dérive“ (Wien), die Kunstzeitschriften „The Journal of Aesthetics & Protest“ (Los Angeles), „mute“ (London), der Verlag „temporary services“ (Chicago/Copenhagen) und das in Hamburg basierte „Journal of North-East Issues“.

Ihre unfassbare Antwort auf das Schreiben des Vereins:

„Ihre Antwort soll wohl geistreich und witzig sein. Ist sie aber nicht. Wir werten diese „Antwort“ als Bestätigung der missbräuchlichen Verwendung der Räume im EG der Marktstraße 138.“

Einer solch hanebüchenen Ignoranz müssen wir in aller Entschiedenheit entgegentreten.

Denn neben den oben gelisteten institutionell abgesicherten und international ausgestellten Teilnehmerinnen an den Veranstaltungen, die ohne Zweifel einen „künstlerischen Zweck“ auch nach einem beschränkten Kunstbegriff begründen, geht es beim heutigen, erweiterten Kunstbegriff, auf den der Begriff der „sozialen Plastik“ referiert, um etwas Weitergehendes. Denn seit den Neunzigerjahren befassen sich Kunstprojekte damit, kommunikative Plattformen des Austauschs zu schaffen – ob für Oppositionelle, Flüchtlinge, Arbeitslose oder anderweitig Engagierte. Auf den Biennalen der Welt sind Arbeiten mit emanzipatorischen und explizit politischem Inhalt – und Praxis – zu sehen. Künstlerinnen und Künstler befassen sich kritisch mit Stadtentwicklung, sie kooperieren mit politischen und sozialen Bewegungen und greifen aktiv in urbane Prozesse ein. Dabei streift das Publikum seine passiv-konsumierende Rolle ab und erzeugt zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern Orte aktiver Teilhabe, die häufig im Konflikt liegen mit dem politischen Mainstream.

Für diese erweiterte Kunstpraxis sind sämtliche  Veranstaltungen des Hamburger Recht auf Stadt Kongresses [3] interessant und relevant. Sie könnten so oder anders auf jeder Biennale der Welt oder einer der Dokumentas der letzten 15 Jahre stattfinden. Ganz ausdrücklich sind es solch kritisch-politische Projekte, für die sich das Hamburger Kunst im öffentlichen Raum Programm geöffnet hat, und so ist es kein Zufall, dass die Kulturbehörde den Kongress finanziell mitgefördert hat.

Das Bundesverfassungsgericht hat die Kunstfreiheit und ihr Verhältnis zu Politik und politischen Inhalten bereits Anfang der 80er Jahre in aller Deutlichkeit ausdefiniert: „Fällt damit die Veranstaltung (…) in den Schutzbereich von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG, kann daran auch die vordergründige und eindeutige politische Absicht der Veranstalter nichts ändern. Verbindliche Regeln und Wertungen für die künstlerische Tätigkeit lassen sich auch dort nicht aufstellen, wo sich der Künstler mit aktuellem Geschehen auseinandersetzt; der Bereich der „engagierten Kunst“ ist von der Freiheitsgarantie nicht ausgenommen.“

Da die STEG sich inzwischen häufiger mit Immobilien für Kunst befasst, von der Stadt Hamburg etwa als Trägerin des Gängeviertels ins Spiel gebracht wird, oder als Entwicklerin von „Kreativimmobilien“ auftritt, weisen wir an dieser Stelle diese inhaltliche Einmischung in künstlerische Arbeit aufs schärfste zurück.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern Sie dazu auf, sich im Namen der STEG bei dem Verein und den in ihren Grundrechten geschädigten Künstlerinnen und Künstlern, zu entschuldigen. Darüberhinaus erwarten wir von der STEG eine öffentliche Erklärung, in Zukunft das Grundgesetz zu respektieren und die inhaltliche wie formale Freiheit der Kunst ohne Abstriche zu gewährleisten.

Wir erwarten Ihre Entschuldigung und die Erklärung bis zum 27. Juni 2011.

Hochachtungsvoll

Lara Almarcegui, Artist, Rotterdam, The Netherlands Prof. Dr. Karen van den Berg, Kunstwissenschaftlerin, Zeppelin Universität FriedrichshafenProf. Dr. Ulrike Bergermann, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Carolin Berendts, Kulturwissenschaftlerin, BerlinEva Birkenstock, Kuratorin Kunsthaus Bregenz, Bregenz/Berlin Brett Bloom, Associate Professor, Det Jyske Kunstakademi (The Jutland Royal Academy of Art), Århus, Denmark Prof. Arno Brandlhuber, Lehrstuhl für Architektur und Stadtforschung an der AdBK Nürnberg, Architekt Berlin Theo Bruns, Verlag Assoziation A, Hamburg Tino Buchholz, Stadtsoziologe, Universität Groningen, NL Larisa Cataño, Freischaffende visuelle Künstlerin, BerlinHans D. Christ, Direktor, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart Axel Claes, Artist, PTTL – Brussels _ Belgium Alice Creischer, Künstlerin, Berlin Margit Czenki, Künstlerin, Filmemacherin, Hamburg Christine Ebeling, Künstlerin, Initiatorin „KULTURSCHUTZGEBIET“, Gängeviertel e.V., Hamburg Eva Egermann, Künstlerin, Wien Jeanne Faust, Künstlerin, Hamburg Dr Brigitte Franzen, Direktorin, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen Nikolaus Gerszewski, Komponist / Konzertveranstalter Angela Guerreiro, Choreographin, Tänzerin, Kuratorin, Hamburg Dr. phil. Anke Haarmann, Künstlerin, Kuratorin, Philosophin, Leuphana Universität Hamburg/Lüneburg Jakob Hartmann M.A., Kunsthistoriker, Hamburg Brian Holmes, Cultural Critic, Professor at European Graduate School, Chicago Dr. Gora Jain, Hamburg Jakob Jakobsen, Visual Artist, Copenhagen Christa Kamleithner, Gastprofessorin an der AdBK in Nürnberg, Masterstudiengang Architektur und Stadtforschung Professor Grant Kester, Chair, Visual Arts Department, Art History, University of California, San Diego, La Jolla, California Nicola Kirkham, Librarian, Private Collection, London Carsten Klook, Autor, Hamburg Ralf Köster, Golden Pudel Club Dirk von Lowtzow, Musiker, Tocotronic, Berlin Matteo Lucchetti, Independent Curator, Milan Manuel Lutz, PhD candidate, DFG fellow, Transatlatlantisches Graduiertenkolleg Berlin-New York, TU Berlin Viktor Marek, Musiker, Geschäftsleiter Golden Pudel Club, HH Alejandro Meitin, Artist, lawyer, environmental activist, co-founder and coordinator of the art collective Ala Plástica, La Plata, Buenos Aires, Argentina Roland Meyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität der Künste Berlin Hanna Mittelstädt, Lutz Schulenburg, Edition Nautilus, Hamburg Peter Mutschler, Direktor und Kurator PS2, Belfast Not in our Name, Marke Hamburg Olaf Nicolai, Künstler Adam Page, Gastprofessor, Bauhaus Universität Weimar, MFA Public Art Oliver Ressler, Künstler, Wien Christoph Schäfer, Künstler, Hamburg v.d. Schulenburg, Musiker, Hamburg Dr. Nina Schuster, Stadtsoziologin, TU Dortmund Andreas Siekmann, Künstler, Kurator, Berlin Nicolas Siepen, Künstler, Filmemacher, Theoretiker, Professor für bildende Kunst Universität Tromsø, Norwegen, Berlin Prof. Nika Spalinger, Künstlerin, Dozentin an der Hochschule Luzern, Design & Kunst Dr. Felix Stalder, Dozent für Digitale Kultur, Zürcher Hochschule der Künste Apolonija Sustersic, artist / architect, PhD student at Lund University, Sweden Marion Walter, Bildhauerin, Hamburg / Gängeviertel Jan Wenzel,  Autor, Künstler und Verleger (Spector Books), Leipzig Florian Zeyfang, Künstler, Berlin, Professer Umeå Academy of Fine Arts, Umeå / Schweden

If you want to support this letter with your signature, send an e-mail to info@parkfiction.org
topic: UNTERSCHRIFT, content: your name, profession or institution, city


Wallpaperism

L’Internationale Surplace participe à / L’Internationale Surplace nimmt teil bei:

WALLPAPERISM

is a groupshow at MOTEL CAMPO in Geneva, featuring 31 artists and one wall – to be accompanied with the launch of „Wallpaperism“, a book edited by BOABOOKS. The opening reception takes place at the 6th of April 2011 at 19.00 h, concluding with an aftershow featuring DJ Bauchamp & Cobeia. You are very welcome!

Motel Campo is a multifunctional space where artists perform the different roles necessary to organize cultural, social and collective events within the city. For Wallpaperism, the role allocation also comes with a prefix: artist-curator, artist-editor, artist-host. A poster-show?  It’s more a network of a widespread european scene, that finds itself pasted to the wall via FedEx and DHL and finally partially released within an artist book edited b Boabooks. Frédéric Post, Motel Campo

WALLPAPERISM

est une exposition de groupe au MOTEL CAMPO à Genève, avec 31 artistes et un mur – accompagné par le lancement du livre „Wallpaperism“, edité par BOABOOKS. Le vernissage est le 6 Avril 2011 à partir de 19.00 h, et la soirée se terminera avec DJ Bauchamp & Cobeia.
Vous êtes les bienvenus!

Motel Campo est un espace polyvalent ou les artistes ont tous les rôles pour programmer des activités culturelles, communautaires et sociales ouvertes sur la ville. Wallpaperism de la même manière distribue les responsabilités avec un préfixe:  artiste-curateur, artiste-éditeur, artistes-hôtes. Un poster-show? un peu moins, un peu plus, la mise en réseau d’une scène éparpillée en Europe qui se retrouve via FedEx et DHL collé au mur et relié dans un livre d’artiste aux éditions Boabooks.

Frédéric Post, Motel Campo

MOTEL CAMPO
13, Route des Jeunes
CH-1227 Carouge
www.motelcampo.ch

BOABOOKS
www.boabooks.com

www.internationale-surplace.net


Jeans Mangel V


Ellen Gronemeyer

cdu/csu

galerie karin günther

admiralitätsstraße 71

eröffnung freitag 11.2.11


Rot Braun

Internationale Surplace präsentiert / présente

DESINTEGRATION

einen Plan / un plan

où l’art profère

wo Kunst ausspricht

Ausstellungseröffnung / Vernissage de l’exposition
Samstag, 5. Februar 2011 ab 20h

DESINTEGRATION 3

ROT BRAUN

Carola Deye
Maja Bogumila Hoffmann


Die wahrscheinlich längste Horstsammlung der Welt


Fotos: Klena copyleft
Wir wünschen einen Djdeutschlandhorst!

>>>Der wahrscheinlich größt anzunehmende Horst


Die Montagskolumne #93 Besitz

Foto: Djdeutschland

Ein weiteres Kapitel

 

der südlichen Leidensschaft St. Paulis wurde geschrieben.
Es wird nicht das letzte sein.

Man hatte sich genommen, mit eigenen Augen zu sehen,
welch‘ historische Bauten St. Paulis Investorenträumen zum Opfer fallen sollen.
Da, wo schon Carlo von Tiedemann, Norbert Blüm und Gregor Gysi talkten,
und unglaubliches Kellergewölbe und Pitchpineböden Epoche bezeugen,
feierte bis gestern St. Pauli spontan eine DENNIS-HOPPER-GEDENK-TO-BE-WILD-PARTY.

Nachdem die Initiative der Bewohner St. Pauli Süd,
mit dem Versuch, das zum Spottpreis ergaunerte Spekulationsobjekt
Bernhard Nocht Quartier zu kaufen, gescheitert war,
versuchten sich andere jetzt an der militärischen Lösung.

Nach wenigen Stunden der nachbarschaftlichen Zerstreuung,
in der besichtigt, gefeiert, getanzt und sich künstlerisch betätigt wurde,
bogen „die Römer“ auch schon um die Ecke.
Erst die grünen und gleich darauf die Schwarzen, zur Abschreckung.

Wir sind ja hier zu Hause und so sind die meisten von uns weg.
Überirdisch und unterirdisch.
Das den „Linken“ die Rädelsführerschaft nun angedichtet werden soll,
ist nur ihrem Arsch in der Hose geschuldet.
Sie sind bis zum Schluss (gewaltfrei) geblieben.
Wir sind unter Euch!

Respekt
Djdeutschland


Wir wissen wo dein Fahrrad steht

Vernissage der Ausstellung:
Freitag 9. April 2010 ab 20 Uhr
Samstag-Sonntag 14-19 Uhr

Montag-Dienstag nach Vereinbarung

Hinterconti
Marktstr. 40

20357 Hamburg


GROUP OF RESIDENTS

Seamen’s Art Club,

Paul Sochacki,
Marie Rotkopf,
Ras Dizzy,
Dave Carbonerovski

Freitag 26. Februar 20h
Samstag 27. Februar 19-23h
Große Elbstr. 36, 3.OG, 22767 Hamburg

www.caribicresidency.com


Dark Pearl

flyer-1.dark.pearl.recto
flyer-2.dark.pearl.verso

DARK PEARL / KRAKEN

le 24 mai 2009

de 16h à 23h

à la Générale en Manufacture, Sèvres.

l’Internationale Surplace

DARK REALITY

performance / lecture

18h

+

présentation du nouveau bulletin /

Präsentation des neuen Bulletin


SKAMpf

Forscher waren ins SKAM gekommen,

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um zu prüfen, ob es sich
um eine besondere,
seltene Art
von Fledermäusen handelt.

Handelte es sich aber nicht.
Das SKAM („Schöne Kunst Allen Menschen“)
kann weggerissen werden.
Die schützenswerte Art,
deren Trash auf der gestrigen ‚Sotheby Auktion‘
nur ein paar Tausend einbrachte, interessiert kein Schwein.
Nicht schätzenswert.

Ein einzigartiges Kunstprojekt
von Weltrang und hoher Quallität
muß toxisch tanzenden Papier, Türmen weichen.
Der Gegenentwurf, perfekt, wird nicht einmal in Erwägung gezogen!

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Schöner Leerstand statt:

Wunsch, Wille, Wahrheit, Wirklichkeit

Wie der Dokumentarfilm von Steffen Jörg, Empire St. Pauli,
eindringlich schildert, entledigt sich Hamburg seiner Attraktionen.

Seiner Seele.

Aber St. Pauli scheint sich zu wehren.
‚Gentrification Rückwärts.‘
Gleich einem gallischen Netzwerk gegen Vertreibung
braut sich Zauberhaftes zusammen.
21579498

Die Rechnung wird nicht aufgehen.


Internationale Surplace

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The war comes soon

 

                                             _


Taking Harbours 1 HH / Mars

cartonweb


Professor Hastig erklärt die Finanzkrise im Kunstverein

wtc

Auf Einladung der
noroomgallery

Dr. Ernst Josef Pauw,
Banker und Vorstandsmitglied des Hamburger Kunstvereins,
erklärt Künstlern die Finanzkrise:

 

Schuld hat Amerika

mit seiner zügellosen Geldpolitik
und dem sich anschließenden Immobilielnboom.
Das Platzen der Hightechspekulatinsblase
und 9/11 sind schon vergessen.
Das deutsche Bankensystem ist natürlich erheblich sicherer,
die Presse hat keine Ahnung und schreibt haarsträubenden Unsinn.
Bei der Erklärung des Transfers der KFW an Lehmann,
einer automatisiert ausgelösten Swap-Zahlung von 300 Millionen,
bedient sich Pauw allerdings gleicher populistischer Rethorik.
Dass es sich um eine Krise handelt, die so noch nie da war
und selbst Fachleuten Rätsel aufgibt,
ist das selbe uns Sand ins Auge streuen,
wie es auch die Kanzlerin von der Kanzel lügt.

 

Das Geld ist nicht weg!
Das Geld ist da!

Es ist immer noch in den gleichen Händen
und es wird weiterhin auch in dieser Stadt,
toxisch in Leerstand von Immobilien investiert und abgeschrieben.
Wir freuen uns auf die Elbphilharmonie,
ein um ein vielfaches teurer als geplant werdendes Prestige-Objekt.

Wir werden es bespielen!

Leider bleiben viele Fragen der Künstler unbeantwortet,
zum Beispiel wäre interessant zu wissen, nach welchen Parametern
sich eine im Umlauf befindliche Geldmenge richtet.
Eine sich anschließende Diskussion blieb leider aus
oder fand nur im Kleinen statt.

Immerhin beweist Josef Pauw am Ende Sachverstand
und prognostiziert Deflation und man muß seinen Versuch anerkennen.
Nun weiß natürlich ein Künstler, will er kommerziellen Erfolg,
will er von seiner Arbeit leben,
um seine Abhängigkeit vom Auf und Ab des Kapitals.

Wir haben eine Systemkrise

Die Krise eines Systems,
das sich selbst nicht mehr traut,
in der das Kapital auch weiterhin gänzlich ungleich verteilt bleibt,
in den Händen Weniger.
Einer Wirtschaftsordnung,
die den Hungertod Hunderttausender in Kauf nimmt, 
die Mehrheit ausbeutet, auf Krieg basiert
und eine nachhaltige Entwicklung Aller
auf diesem unserem einzigen Planeten
konsequent verweigert.

Solange wir nicht erkennen,
daß wir Uns
diesem System entziehen müssen

um es zu verändern, wird nichts besseres passieren!
Wir brauchen kein Schutzschild für den Interbankenhandel,
wir brauchen eine Revolution.

DjDeutschland


Du bist Bankenkrise

Zwei Gute und eine schlechte Nachricht.

Die Schlechte: Das Kapital bleibt auch weiterhin gänzlich ungleich verteilt,
in den Händen Weniger, eines Systems, das nicht funktioniert, das sich selbst nicht mehr traut.
Eine Wirtschaftsordnung, die den Hungertod Hunderttausender in Kauf nimmt,
die Mehrheit ausbeutet, auf Krieg basiert und eine nachhaltige Entwicklung Aller
auf diesem unserem einzigen Planeten konsequent verweigert.

Die Guten: Ausgerechnet ein Jude, der der Vernichtung der Nationalsozialisten entronnen ist
und Gott sei Dank seinem Land, unserer Sprache nicht den Rücken gekehrt hat.
Er sagt der versammelten, gelackten, deutschen Fernsehgemeinde mutig ins Gesicht
wie scheußlich sie ist.
Einer korrupten Gesellschaft von Mitläufern, die weitestgehend daran beteiligt ist,
unseren vorderen Hirnlappen auszuschalten und uns für dumm zu verkaufen, uns dumm zu halten.
Steht die Sonne am Himmel tief, werfen sogar Zwerge Schatten.

Danke Marcel Reich Ranicki, Du bist ein großer Deutscher, Du bist mein Schutzschild!

Ein weiterer Deutscher der seinen Hut in den Ring wirft, ist Peter Sodann.

Der Gegenentwurf zu einem IWF-Köhler,
dem Populisten, der zwar vorgibt unser Land zu lieben
aber für ein System steht, das zutiefst ungerecht ist.
Köhler, ein Banker, der uns belügt oder uns zumindest nicht die Wahrheit sagt,
erwähnt zwar, daß es Menschen gibt, die von weniger als einem Dollar am Tag leben,
vergisst aber, daß eine Kuh in Europa mit mindestens zwei Euro täglich subventioniert wird!

Peter Sodann wird keine Mehrheit in der Bundesversammlung erringen,
aber er wird seinen Mund auftun.
Auch Sodann war Opfer eines Unrechtstaats,
er war bereit für seine Überzeugung ins Gefängnis zu gehen.

Wir sind bereit für ein billiges Elektrogerät oder ein paar hippe Turnschuhe,

in Kauf zu nehmen, daß es mehrmals um den Planeten gefahren,
von einer schlecht bezahlten, entrechteten Arbeitnehmerschaft oder sogar von Kindern
unter großer Resourcenverschwendung hergestellt wurde.
In unserem Land können viele von ihrer Arbeit nicht leben.
Unsere Kinder träumen davon, Superstar zu werden und bewundern
einen pöbelnden Feind der Kunst dafür, daß er mit Scheiße Geld verdient.

Solange wir nicht erkennen, daß wir Uns diesem System entziehen müssen

um es zu verändern, wird nichts besseres passieren!
Wir brauchen kein Schutzschild für den Interbankenhandel,
wir brauchen eine Revolution.

Abheben!
Abschalten!

Djdeutschland


FORCE DE FRAPPE BIS


hoffentlich kommt ihr!
grüß,
marie.

 

Publikation Release Party

Das Vaterland hat verloren

Sonntag, den 6. Juli 2008 – 19 Uhr
für die Erscheinung von
Operation JOLA

Marie Rotkopf

Textem Verlag
ISBN 978-3-938801-57-4

Musik: L‘ Internationale Surplace
hymne_europeen2

MAKNETE / Silberraum
Schute – Veringkanal, Zugang über den Hof der Honigfabrik – Industriestr. 125 – HH Wilhelmsburg
Haltestelle Veddel dann Bus 13 Richtung Kirchdorf – Stübenplatz aussteigen

Textem Verlag 2008

www.textem-verlag.de

Gefördert von der

Salomo-Birnbaum-Gesellschaft

für Jiddisch in Hamburg e.V.


Finissage Carola Deye „Karla Furnier“

Donnerstag
3. Juli 2008
von 19 bis 21:00 Uhr German Kunst
bei: Grunert, Kippingstraße 22,
20144 Hamburg T: +49 41 46 96 63

 


Carola Deye, Haken und Fragen, 2008, Öl auf Leinwand, 50 x 6o cm

 

Keine malt schwarz wie Du.
Djdeutschland


„Force de Frappe“

MUTTERSPRACHE

VATERLAND

DER ZUFALL HAT UNS VEREINIGT

Operation JOLA

Marie Rotkopf

Ausstellung vom 29. Mai bis zum 15. Juni 2008 geöffnet jeden Donnerstag und Freitag (16:00-19:00 Uhr)

Samstag und Sonntag (14:00-19:00 Uhr) und nach Vereinbarung

Lesungen: Sonntags, 8. und 15. Juni um 16:00 Uhr

Silberraum – Schute – Veringkanal – Zugang über den Hof der Honigfabrik –

Industriestraße 125 – 21107 HH-Wilhelmsburg – silberraum@yahoo.de

Haltestelle Veddel aussteigen – bus 13 Richtung Kirchdorf – Stübenplatz aussteigen –

Hintergrund der Ausstellung ist die Begegnung der Polin Jola Waszkiewicz und der Französin Marie Rotkopf. Beide besuchten einen Deutschkurs der Volkshochschule in Hamburg. Neben der gemeinsamen Aufgabe Deutsch zu lernen, begannen die beiden Frauen einen Intensiven Austausch über ihre Länder und ihre Herkunft. Marie Rotkopf sah sich durch die Bekanntschaft mit Jola Waszkiewicz wieder mit der polnisch jüdischen Geschichte ihrer Familie konfrontiert. Ihre Gespräche und das Schreiben Jola Waszkiewiczs Biographie ist auch die eigene Suche nach ihrer geschichtlichen Identität. Polen, Deutschland und die jüdisch polnische Abstammung Marie Rotkopfs bilden so einen Raum, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und die auf die Möglichkeit einer Zukunft gerichteten Suche der Frauen treffen.

gefördert von Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch in Hamburg e.V.:

Corinna Koch
Isestrasse 64
20149 Hamburg
mailto: coko@iphh.de


Für den Weiss, seh‘ ich Gold

Burda steigt bei „Du bist Deutschland“ aus
19.12.2007 | 16:13 Uhr

München (ots) – Der Burda Verlag ist aus der spektakulären Gemeinschaftskampagne „Du bist Deutschland“ ausgestiegen. Dazu gibt es einen Beschluss des Vorstandes von Hubert Burda Media. Dies meldet das Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) in seiner neuen Ausgabe. Ein Sprecher begründete den Ausstieg mit den zahlreichen anderen sozialen Vorhaben des Medienhauses:
„Wir können nicht alles machen.“
Der Abschied des Verlages kommt um so überraschender, als gerade erst die neue Staffel der Kampagne zum Thema Kinderfreundlichkeit angelaufen ist. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kampagne „Du bist Deutschland“ ist eine konzertierte Aktion von Werbeagenturen, Medien und Unternehmen. So stellen Verlage wie Axel Springer, Gruner + Jahr und der WAZ-Konzern kostenlosen Anzeigenraum für die Sozialkampagne zur Verfügung. Der neue mediale Auftritt zum Thema Kinder und Erziehung wird von Unternehmen wie die Post, Eon und dem Konsumgüterkonzern Unilever gesponsert.

Burda ist nicht, Du bist Deutschland!
Dein Djdeutschland