Irritation und Verwirrung

Glückwünsche

Corona Days

teufelsbrück, kletterbaum

Sind im Freien gewesen, kleine Fahrradtour von St. Pauli nach Teufelsbrück zum Kletterbaum. Jede Menge Leute da draußen, Abstandsregeln werden lax gehandhabt. Eis, Pommes Frites, Krakauer, Fischbrötchen, Wasser und Bier auf dem Anleger, mit der Fähre zurück. Der Laden läuft, keine Unruhe, keine Hast, keine Panik, Glückauf.

Djdeutschland


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Danke Benny Bo

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Andy Grote ist ein Star.

Andy Grote

Wir sollten endlich auf unseren ‚Freund‘ Andy zugehen, ihn in den Schwitzkasten nehmen und ihn zu einem klaren Statement pro Legalisierung in St.Pauli Süd auffordern. Andy Grote ist ein Star! Er hat Donald Trump die Hand geschüttelt, makin‘ st.pauli süd great again!

Djdeutschland


für alle, und damit meinen wir jeden

menschen in der welt – lied!


Dritter Hochzeitstag!

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„Liebe besteht nicht darin, daß man einander anschaut, sondern daß man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt.“ (Antoine de Saint-Exupery)


Kein schöner Land

IMG_1458Dieses mal war Weihnachten besonders wichtig! Nirgendwo singt man Stille Nacht – heilige Nacht schöner als in St. Pauli – schwer, schleppend. Die Kirche war diesmal brechend voll. Die `Buschmänner`, die die rassistischen Konsumenten anlocken, sind freundlich und gesprächsbereit. Sie haben sich verzehnfacht. Die, die guten Willens sind, scheinen sich hier zu sammeln. Je mehr Ghetto, desto weniger hirnlose Investoren. Das von mir Propagierte scheint sich zu bewahrheiten: die Revolution geht von St. Pauli aus!

Gegenüber in Dock 11 werden Kriegsschiffe gewartet, oder Luxusjachten –  von Milliarden schweren Waffen- Öl- Schrottschiebern. Geheim eingerüstet und eingeplant. Keiner soll es sehen, keiner soll es wissen. Merken!

Cruiser, um jede Menge Leute trockenen Fußes sicher reinzubringen, sind genug da. Geld, Feuerwerk und der dazugehörige Müll bis zum Abwinken vorhanden.

Mein Schwiegervater sagt, ich solle wegen der Kinder hier wegziehen, ich meine: Geld ist out, wenn die Massenpsychose ausbricht, bin ich hier sicher. Sitze ich auf der Straße, serviert man mir hier kostenlos Kaffee und Kuchen, ich bekomme jeden Tag handgeschriebene Briefe von hier, selbst die`Angler` umarmen mich zum Trost!

Jetzt fällt Schnee, es ist saukalt, der Sylvester-Grünkohl kam gerade richtig. Lionels diesjährige Plattenlieferung vom Feinsten! Noch einmal den Akku aufladen für das nächste neue lange Jahr.

Der nächste Sommer kommt bestimmt, wir werden da sein.

Djdeutschland


Weltmeister

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Für tausend bittere stunden sich trösten, mit 120 minuten welche schön sind. seite an seite mit den argentinischen fans in der hamburger botschaft weltmeister geworden, durch boateng, ozil, semi kedira, müller, mario götze, neuer… ich witme den titel ISRAEL! deutschland ist europa, wir sind friedlich vereint, oder um es frei nach Tayyip Erdoğan zu sagen, wir sind fair im fußball, ihr seit gut im töten.

djdeutschland


Die besten Obst und Gemüsehändler der Welt

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Torsten und Doris Terheyde verkaufen Obst und Gemüse wie auf dem Wochenmarkt – nur mit Dach über dem Kopf (von Miriam Opresnik erschienen im Hamburger Abendblatt vom 1.06.14 HELDEN DES HANDELS – Der Gemüseflüsterer von St. Pauli)

Nichts. Kein Ladenschild. Keine Schaufensterbeschriftung. Kein Aufsteller. Kein Straßenständer. Keine Waren auf dem Fußgängerweg. Nichts. Nur dieser schmale Eingang mit zwei Stufen. Wer das Geschäft nicht kennt, läuft erst einmal vorbei. Vorbei an dem Laden in der Paul-Roosen-Straße 5. Vorbei an dem Gemüseflüsterer von St. Pauli, wie Torsten Terheyde genannt wird. Weil er ein Händchen für Obst und Gemüse hat. Weil er nur Waren verkauft, die er selbst am Großmarkt ausgesucht, die er selbst probiert hat. Und die ihn überzeugt haben. Etwas anderes kommt ihm nicht in den Laden.

Der Laden von Torsten Terheyde, 56, und seiner Frau Doris, 50, erinnert an eine vergangene Zeit. Eine Zeit, in der Obst und Gemüse noch nicht eingeschweißt und etikettiert in Kühltheken präsentiert und an Supermarktkassen gescannt wurde. Sondern in Kisten und Stiegen lag, altertümlich abgewogen und in dreieckige Papiertüten gefüllt wurde. Sein Laden erinnert an einen Einkauf auf dem Wochenmarkt. Nur mit Dach über dem Kopf. So beschreibt es eine Kundin im Internet, wo Torsten Terheyde als „bester Gemüsehändler der Welt“ bezeichnet wird. Obwohl, oder gerade weil die Schlange manchmal bis auf die Straße reicht. Klar freue er sich, so bezeichnet zu werden. Noch schöner findet er es aber, dass viele Kinder in der Umgebung nicht „Kaufmannsladen“ spielen. Sondern „Doris & Torsten“.

Torsten Terheyde ist jemand, mit dem gut Kirschen essen ist. Mit dem man schnacken kann. Über Kartoffelsorten oder Kinder. Über Linda und Annabelle. Das sind nicht seine Kinder, sondern seine Kartoffeln im Laden. Annabelle, die Verlässliche, die konstant im Geschmack ist. Und Linda, die Sensiblere von beiden, die stark wetterabhängig und daher wechselhaft schmeckt. Wer Torsten Terheyde so reden hört, könnte denken, er spreche über seine Kinder. Seine drei Jungs, auf die er so stolz ist. Auch, wenn keiner von ihnen bisher im Laden einsteigen will. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil sie ihren eigenen Weg gehen. Ihr eigenes Ding machen. So wie er selbst damals. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

Eigentlich ist er Kaufmann im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe, erzählt Torsten Terheyde, während er die Spitzen der Lauchstangen abschneidet und die äußeren Blätter entfernt. Sein Großvater Heinrich hat den Laden übernommen, als Torsten zwölf oder 13 Jahre alt war. Ende der 1960er-Jahre muss das gewesen sein. Genau weiß er das nicht mehr. Aber er weiß noch, wie er als Teenager im Laden Zwiebeln sortiert hat und dafür ab und zu eine Mark bekommt. Manchmal kauft er sich dafür Brausepulver, meistens spart er es. Für ein Tonbandgerät, mit dem er sich seine Musik zusammenstellt. Elvis Presley, George Harrison, Simon and Garfunkel. „Ein Jüngling“ sei er damals gewesen, sagt er und lacht. Der Lauch ist fertig, Torsten Terheyde noch lange nicht. Er hat viel zu erzählen.

Schon während seiner Kindheit in Altona sei er fasziniert von dem Hafen gewesen und habe sich gewünscht, eine Ausbildung in diesem Metier zu machen. „Eine aufregende Zeit war das“, sagt er. Ein Lebensgefühl, unbeschreiblich. Clique, Basketball, Disco. Eigene Wohnung. Wenn es dort zu kalt ist, legt er sich in die heiße Badewanne – oder zieht zeitweise zurück zu seinen Eltern. Dort ist es warm. Dort ist sein Zuhause. Dort beschließt er irgendwann, den Obst- und Gemüseladen seines Opas zu übernehmen, als dieser zu alt dafür ist. Die Selbstständigkeit habe ihn gereizt. Die Vorstellung, sein eigener Herr zu sein. Sein Ding zu machen. Auch wenn seine Eltern ihm davon abraten. Sie führen selbst bereits ein Obst- und Gemüsegeschäft und wissen, wie viel Arbeit das ist. Doch Torsten Terheyden sind die Einwände egal. Alles Banane.

30 Jahre ist das her. Torsten Terheyde hat sich verändert. Das sieht man an dem alten Bild aus den 1980er-Jahren, das ihn vor dem Laden zeigt. Mit Dauerwelle, einer Kiste Erdbeeren im Arm und einer Zigarette im Mund. Die Haare sind kurz, das Rauchen hat er vor langer Zeit aufgegeben. Doch sein Enthusiasmus ist heute der gleiche, wie er ihn auf dem alten Foto ausstrahlt. „Vielleicht ist das unser Geheimnis“, sagt er und meint: dass er jeden morgen selbst zum Großmarkt fährt. Nicht, um Obst und Gemüse einzukaufen. Sondern um Waren auszusuchen. Auszuwählen. Mit dem Anspruch, die besten Sachen zu finden. Für seine Kunden. Schließlich würden sich diese auf ihn verlassen.

Auf ihn persönlich. „Ich will damit aber nicht behaupten, dass ich etwas besser mache als andere“, sagt er. Das liegt ihm nicht. Ihm geht es nicht darum, andere schlechtzumachen. Er will kein Gegeneinander. Sondern ein Miteinander. Deswegen empfindet er die anderen 172 Obst- und Gemüseläden in Hamburg oder den gegenüberliegenden Edeka-Markt auch nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung. „Wenn es Edeka hier nicht gäbe, würden viel weniger Menschen in diese Straße kommen“, sagt er. Und überhaupt: Man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Apropos Äpfel: „Diese Äpfel sind der Knüller“ hat Torsten Terheyde auf ein Stück Pappe geschrieben. Weil das mehr aussagt als jeder Werbeslogan. Weil das seine Meinung ist. Und die wollen die Leute hören. Deswegen kümmert sich Torsten Terheyde persönlich um den Einkauf. Andere Einzelhändler delegieren diese Aufgabe inzwischen und schalten sogenannte Logistikdienstleister in der Warenbeschaffung ein. Er nicht. Weil er selbst am besten weiß, bei welchem Großhändler es die „Knüller“-Äpfel gibt und bei welchem die besten Kartoffeln. Rund acht Großhändler sind es, von denen Torsten Terheyde sein Obst und Gemüse bezieht. Acht von rund 400 Marktfirmen, die auf dem Großmarkt ihre Waren verkaufen.

Rund 1,5 Millionen Tonnen sind es jährlich. „Das entspricht einem Warenwert von zwei Milliarden Euro pro Jahr“, sagt Torsten Berens. Er ist Geschäftsführer des Landesbetriebes Großmarkt Obst, Gemüse und Blumen und beobachtet seit 2008, wie sich der Großmarkt, wie sich die Branche verändert. Nach Angaben des Deutschen Fruchthandelsverbandes werden inzwischen mehr als 85 Prozent der frischen Obst- und Gemüsewaren über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft, kaum noch über Wochenmärkte. „In Deutschland spielen die Discounter – wie Aldi und Lidl – eine besondere Rolle“, sagt Andreas Brügger, Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes, dem Zusammenschluss von Großhändlern und Importeure. Bei frischem Obst und Gemüse beträgt ihr Marktanteil bereits rund 50 Prozent. Das Problem: „Aufgrund ihrer vorherrschenden Marktstellung und des wahnsinnigen Wettbewerbs, bestimmt der Discount die Preise. Dieser Druck geht weiter auf andere Einzelhändler, Großhändler, Importeure und natürlich auf die Erzeuger in aller Welt“, so Brügger.

Er wird täglich mit den Problemen der Branche konfrontiert. Problemen wie dem Konkurrenzkampf, den täglich steigenden Kosten für Transportmittel, Energie, Zertifizierungen, Laboruntersuchungen, Verpackungsmitteln, Rückverfolgbarkeitssystemen. Demgegenüber steht ein rückläufiger Obst- und Gemüseverbrauch in Deutschland. Von 2008 bis 2013 ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse von 34,8 auf 33,5 Kilo gesunken, der Verbrauch von Obst von 46,2 auf 41,9 Kilo pro Kopf und Jahr. Großmarkt-Chef Torsten Berens beobachtet die Entwicklung mit Sorge: „Immer mehr Einzelhändler müssen aufgeben, weil sie im Preiskampf untergehen oder keinen Nachfolger für ihr Unternehmen finden“, so Berens.

Rund 5000 Einzelhändler von Obst- und Gemüsefachgeschäften, Wochenmärkten, Gastronomiebetrieben, Cateringunternehmen und Großküchen haben derzeit einen Ausweis für den Großmarkt, der mit 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für Obst und Gemüse, sowie 10.000 Quadratmetern für Blumen Deutschlands größter Großmarkt ist und dessen Einzugsgebiet sich bis nach Skandinavien und Osteuropa erstreckt.

Ab zwei Uhr morgens ist der Obst- und Gemüsebereich für die Einkäufer geöffnet. Wenn die Verkaufszeit sieben Stunden später, um neun Uhr, endet, beginnt für Torsten Terheyde die Arbeit im Laden. Die Waren müssen ausgeladen, eingeräumt und sortiert werden. Jeder Apfel, jede Erdbeere, jeder Salat und jede Paprika wird kontrolliert. Was nicht vollkommen in Ordnung ist, kommt in die Restpostenabteilung, in der die Waren zu stark ermäßigten Preisen angeboten werden. Für’n Appel und ’n Ei, sozusagen. „Da die Sachen oft nur kleine Schönheitsfehler haben, sind sie heiß begehrt“, sagt Torsten Terheyde. Stolz, weil sie seitdem kaum noch Waren wegschmeißen müssen. Stolz, weil jeden Tag 100 Kunden zu ihm kommen. Weil der Laden läuft. Brummt, wie er es nennt. Hart sei das Geschäft trotzdem, sagt er, als er darauf angesprochen wird. Weil Obst und Gemüse ein Saisongeschäft sei und er in der Hauptsaison überproportional viel Gewinn machen müsse, um über die lauen Herbst- und Wintermonate zu kommen. Um auch dann seine laufenden Kosten decken zu können. Seine Sozialabgaben, Geschäftskosten. Rund 1400 Euro sind es allein für Kranken- und Pflegeversicherung und Rente.

Seinen Stundenlohn rechnet er schon lange nicht mehr aus. „Wenn es mir darum ginge, könnte ich den Job nicht machen“, sagt er und meint: Wenn es ihm um geregelte Arbeitszeiten ginge, um ein gutes Einkommen, regelmäßigen Urlaub. Früher hat er gar keinen Urlaub gemacht, heute nur manchmal. „Weil es nicht drin ist, eine Reise zu bezahlen und gleichzeitig die laufenden Kosten zu decken – während der Laden geschlossen ist und nichts reinkommt“, sagt er. Deswegen seien die Kinder viele Jahre mit seinen Schwiegereltern in den Urlaub gefahren, nicht mit ihm. Weil er in der Zeit gearbeitet hat. Aber Torsten Terheyde will nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht. Dass die Menschen glauben, er beklage sich oder sei unglücklich darüber. Im Gegenteil: Torsten Terheyde ist glücklich. Zufrieden. „Lebensfroh“, wie er es selbst nennt. Er habe Spaß am Leben. Spaß an der Arbeit, dem Kontakt mit den Kunden. Er kennt ihre Vornamen, kennt ihre Vorlieben. Er weiß, wer lieber Linda oder Annabelle isst, wer keine Tomaten mag oder die Avocados zwei Tage im Voraus kauft und sie erst dann entsprechend reif haben möchte.

Er kennt seine Kunden – und seine Kunden kennen ihn. Viele davon schon, seit er bei seinem Großvater im Laden geholfen hat. „Deswegen nennen mich die meisten auch beim Vornamen“, sagt er. Er mag diese Vertrautheit im Stadtteil, auch wenn er lange schon nicht mehr hier wohnt, irgendwann nach Pinneberg gezogen ist. Warum er dort kein Geschäft eröffnet hat? Obwohl es dort für ihn doch viel praktischer, näher, wäre? „Weil ich nicht irgendeinen Laden führen will“, sagt er bestimmt. „Sondern genau diesen.“ Diesen Laden mit dem alten Linoleumfußboden und den vergilbten Werbeplakaten an den Wänden. Mit den Pappkartons, Kartoffelsäcken und Obststeigen. Dieser „tolle Laden“, wie ihn die Kunden nennen, und damit nicht die moderne Ausstattung meinen, sondern das Ambiente. Dieser Laden, der kein Ladenschild braucht. Keine Schaufensterbeschriftung. Keine Werbetafel. Nichts. Nur Torsten Terheyde und seine Frau Doris.

Doris, die sich kurz nach der Geburt des dritten Sohnes eigentlich nur um den Blumenverkauf im Laden kümmern wollte, dann aber ganz ins „Obst- und Gemüsebusiness“ eingestiegen ist. Auf Anraten ihrer Mutter. „Kind, lass dir doch lieber alles im Laden zeigen. Dann kannst du mal einspringen, wenn Torsten krank ist“, hat ihre Mutter damals zu ihr gesagt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann“, sagt Doris Terheyde und erinnert sich daran, wie sie in den sauren Apfel biss und bei Torsten in die Lehre ging. Torsten, „der nicht gerade ein geduldiger Lehrer“ ist und jedes Mal neben ihr stand, wenn sie einen Kunden bedient hat.

Drei bis vier Jahre geht das so, bis die Eheleute die Aufteilung der Arbeitstage unter sich beschlossen. Damit Doris sich an „ihren“ Tagen voll ausleben konnte und Torsten mehr Zeit für die Jungs hatte. Für die Jungs, die inzwischen Männer sind. Rico, 17, der „Kleine mit der kreativen Ader“, wie Doris ihn nennt, auch wenn er schon 1,92 Meter groß ist. Timo, 24, der als Fachkraft für Süßwarentechnik tätig ist – „als Gegenpol zu unserem gesunden Kram“, so ein gängiger Scherz der Eltern. Und Marco, 28, der Wirtschaftsingenieur studiert und mit dem Doris den Laden geführt hat. Im August 2012, als genau das eingetreten ist, was Doris Mutter einst befürchtet hatte. Als Torsten Terheyde krank wird. Operiert werden muss. Wochenlang ausfällt. „Die Herzklappe war fast abgerissen“, sagt Doris Terheyde und probiert das Unbeschreibliche zu beschreiben. Den Schock, die Angst. Todesangst. Existenzangst. Irgendwann in dieser Zeit fängt sie an, Tagebuch zu schreiben. Um die Gedanken zu sortieren. Um eine Situation zu beherrschen, die sie beherrscht. „Um 4.45 Uhr holt uns der Wecker in die knallharte Realität“, schreibt sie am 22. August. Es ist der Tag, an dem Torsten ins Krankenhaus kommt und sie das erste Mal alleine zum Großmarkt fährt, alleine die Waren auswählt. Sie, die keine Ahnung vom Großmarktgeschehen hat. Sie, die gerade als Model entdeckt worden war und Modenschauen lief. Sie, die immer die Frau an Torstens Seite gewesen war. Bis sie seinen Platz einnehmen musste.

Zwei Jahre ist das jetzt her. Die Narbe auf der Brust von Torsten Terheyde ist verblasst, die Erinnerung nicht. Und das ist gut so. Denn Doris Terheyde erinnert sich nicht nur an den Strudel aus Angst und Verzweiflung. Sondern auch an dieses großartige und starke Lebensgefühl. Das Gefühl, es geschafft zu haben. Alles schaffen zu können. Wenn man an sich arbeitet und an sich glaubt. Wenn man sich auf die Menschen einlässt. „Vielleicht kommen die Leute deswegen so gerne zu uns“, sagt sie. Denkt nach, überlegt. Schweigt. Weil es vielleicht keine Erklärung gibt. Weil man den Laden vielleicht selbst erleben muss. Irgendwo in der Paul-Roosen-Straße. Dort, wo es kein Ladenschild gibt. Keine Schaufensterbeschriftung. Keinen Aufsteller. Weil dieser Laden keine Werbung braucht. Nichts. Weil er alles schon hat.


Grillo

Five Star Movement leader and comedian Beppe Grillo leaves after casting his vote at the polling station in Genoa

„Weg mit den Politikern, die das Land in eine verheerende Schuldenkrise geführt haben, um sich selbst unbekümmert und unbehelligt weiter an Steuergeldern zu laben! Weg mit den alten Männern, die die Macht verwalten und die Jungen vergessen! Weg mit den Technokraten, die für die Banken arbeiten, aber gegen das Volk! Weg mit allen, die Italien ausbeuten, gängeln, herunterwirtschaften! Oder einfach nur langweilen.“

Grillo hat eine Revolution versprochen und sie bekommen!


Mit freundlichen Grüßen

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Heino Sänger und Interpret von Volks- und Wanderliedern, „Star der schweigenden Mehrheit“ und Erfinder der Sonnenbrille, (Bad Münstereifel stellte ihm einen Personalausweis mit Sonnenbrille auf dem Passbild aus) hat mit seinem neuen Album „Mit freundlichen Grüßen“ gezeigt, was eine Hake ist und schafft dabei mit Größe und Selbstironie einen Akt der Versöhnung! Was hatte Heino nicht alles an Hohn und Spott über sich ergehen lassen müssen, den wahren Heino, dieses ewig gestrige in die braune Ecke gestellt werden, dieses: wie du wieder aussiehst… und jetzt diese besonders schöne Variante unseres Urheberrechts. Schade das diese Platte bisher nicht auf Vinyl erhältlich ist!
Wann kommt Ramsteins Erwiderung Schwarzbraun ist die Haselnuss ?

Djdeutschland

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Die Montagskolumne #191 Goodbye 2012

REUTERS NEWS PICTURES - IMAGES OF THE YEAR 2012

Die Welt ist nicht untergegangen!

Meine Sorge wegen der schönen Weihnachtsgeschenke war unbegründet, sie kamen alle an den Mann. Es war ein schönes Fest, ein Neuanfang! Der Schmaus war diesmal nicht ganz so üppig, aber ausreichend. Die gesundheitliche Unpässlichkeit war zäh, brachte uns von Reiseplänen ab und ist noch nicht überwunden, kann aber mit Coca Cola, dem besten Getränk der Welt, im Zaum gehalten werden. Nur der Neue musste am 24. in die Notaufnahme, sich Penicillin abholen. Jetzt geht es ihm wieder gut, er wünscht sich Bratwurst zu Sylvester! Bei EDEKA-Holst in St. Pauli konnte man es sehen: der Aufschwung ist da! Die Schlange reichte bis auf die Straße, als wenn morgen die Welt unterginge, die Leute kaufen wie bekloppt. In den Gängen wurden Sekt und Säfte gereicht. Die einzige Ressource, die unendlich vorhanden ist, ist Geld, danke Mario Draghi! Der Champagner ist kaltgestellt. Dieses dumme, viel zu frühe Geballere, überstehe ich jetzt auch noch. Verknallen eigentlich Immigranten aus bildungsfernen Kriegsgebieten am meisten, oder kommt mir das nur so vor? Oder bin ich Rassist?

An alle alles Gute!

Djdeutschland

 


Alles gute zum Geburtstag Fidel Castro

Man muss kein Sozialist sein

um einem kubanischem Politiker spanischer Abstammung, einem Máximo Líder, einem Comandante en Jefe, der als erstes Revolutionär, als zweites Jesuit und erst dann Marxist ist, zum 86sten Geburtstag zu gratulieren! Ich will nichts schlechtes über Dich erwähnen, daß werden andere tun, die Dich immer abgestempelt und verteufelt haben und deren Drohung und Sanktion Kuba immer nur schöner und erfolgreicher gemacht haben. Respekt für die längste Amtszeit eines Staatschefs, der dabei auch weltweit am bescheidensten bezahlt wurde!

Die Geschichte dieser fruchtbaren Insel ist eine von Diktaturen und Monokulturen. Kolonialherren, Grossgrundbesitzer und US-Firmen machten Kuba zum grössten Zuckerproduzenten der Welt. 1959 jagte Fidel Castro die Herrschaften davon, holte die Sowjets und machte aus der Landwirtschaft eine Industrie nach stalinistischer Lehre: Er verstaatlichte Boden und Betriebe, machte die Bauern zu Landarbeitern. Mit viel Chemie und Technik wollte man die irrsinnigen Plansolls erfüllen. Dafür kaufte Kuba beim grossen Bruder Sowjetunion 90 000 Traktoren.

Castros Regierung importierte Millionen Tonnen synthetische Dünger, Herbizide und Pestizide. Mit diesen Giftkeulen holte man alles aus der Erde heraus, zerstörte so auch den Lebensraum für Nützlinge wie Regenwürmer. Die Böden waren praktisch chemisch versiegelt wie ein Parkett. Zitrusbauern mussten mit Dynamit Löcher in den Boden sprengen, um Bäume pflanzen zu können.

Mit dem Untergang der Sowjetunion 1991 ging Kuba auch der Stoff für diese Brutalo-Bodenkultur aus. Agrochemie, Öl, Ersatzteile, Geld, alles fehlte plötzlich. Der gigantische Maschinenpark stand still. Die kaputten Böden lagen brach – was nicht nur schlecht war. Die Natur war wieder einmal ungestört. Kuba war gezwungen, in der Landwirtschaft neue Wege zu gehen…  DIE GRÜNE REVOLUTION: >>>


Offener Brief an Wolfgang Niedecken

Lieber Wolfgang!

Durch Dich habe ich das Ausmaß erst richtig erkannt! Gerade hatte Dich der Schlag getroffen und Du konntest Deine angekündigte Tournee nicht spielen, da wollte ich Dir ‚Zehnter Juni‘, als musikalischen Gruß, ‚Plant mich bloß nit bei üch inn‘, ins Netz stellen und für Dich (umsonst) werben. Doch die GEMA verwehrte mir den Zugriff auf dieses deutsche Kulturgut! Also ist Papa hin zum Plattenschrank, da wo fast alle Deine Platten stehen (jede einzelne bezahlt) und hat die LP- ‚Vun Drinne Noh Drusse‘ gezogen‘ und sie abgespielt. Ich kann sie abspielen wann und so oft ich will, nit für Kooche würde ich mir das verwehren lassen!

‎Doch was lese ich nun im HANDELSBALTT , „Niedecken hält nichts von Piraten-Nerds“: „Damals ging es um Ökologie und Abrüstung, heute darum, wie man unentgeltlich an das geistige Eigentum anderer kommt.“  Was ist das denn? Ist jetzt Kristallnaach? Hat der unter dem Beitrag kommentierende Ostpirat recht wenn er schreibt: „(…) dass Wolfgang Niedecken sich nicht einmal 5 Minuten Zeit zu nehmen scheint, um das Programm der Piraten und deren Äußerungen genau zu untersuchen.“ Stimmt das etwa, oder pisst Du nur ein P in den Schnee und fällst lallend vot Lässigkeit um?

Gehörst auch Du etwa zu den Unterzeichnern des Aufrufs der „Musiker und Intellektuellen“ die sich, ohne das es ihnen irgend jemand, jemals je abgesprochen hätte, sich der Abschaffung des Urheberrechts entgegenwerfen? Du machtest Dich damit zum Idioten! Die GEMA verdirbt es sich mit einer ganzen Generation! Hattest Du Dich nicht auch den geistigen Erzeugnissen eines Bob Dylans bedient und wäre da nicht etwas Demut angesagt? Oder wie Christian Ziegler in seinen ‚‎Sechs Gründen für eine Überwindung des Konzeptes vom ‘geistigen Eigentum’ schreibt: „Jeder, der mit seinen geistigen Erzeugnissen geizt, lebt auch von anderen, die das nicht getan haben. Das gegenwärtige Urheberrecht belohnt nicht geistige Leistungen, sondern die Fähigkeit, sich geistige Leistungen schützen zu lassen.“

Wie küsste dir vüür? Bist Du der Wellenreiter, ein rollin‘ stone geworden, BILDest Du Dir jetzt Deine Meinung? Hast Du überhaupt begriffen, daß sich in ganz Europa radikale Parteien in die Parlamente schleichen und sich hier bei uns in Deutschland, gerade durch die Piraten – die Nerds,  eine neue Mitte bildet und dafür Zeit braucht? Hast Du Dich wirklich einmal mal mit ACTA, mit der ‚Datenfee‚ beschäftigt? Findest Du es wirklich gerecht, daß Feinde der Kunst, mit Scheiße so viel Geld verdienen? Sollen wir eine Mixed-Tapes Offensive MIT HILFE AFRIKAS STARTEN?

Ich bin ein ächter Bewunderer Deiner Kunst, ich bin schwer dafür das Leute wie Du Geld mit ihrer Musik verdienen, es tut mir unendlich leid, daß durch die „unzähligen Neuproduktionen auf dem Markt“ Deine Verkaufszahlen zurückgehen. Aber ich bin sicher, dass Du, wenn Du Deinen Mind öffnest und wieder richtig frisch im Kopf bist, Deine Meinung noch ändern wirst. Ein bisschen weniger alte Gitarre sammeln und nicht so viel in die Ferne schweifen, dann kannst auch Du an Original-Schauplätzen ein paar Originale produzieren – vielleicht auch ohne Strom – die wir haben müssen! Ich würde Vinyl kaufen.

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg wünscht Dir

Dein Fan Djdeutschland

Und untendrein:  „’Geistiges Eigentum’, ebenso ‘Enteignung’ oder ‘Raub’ sind lediglich polemische Metaphern in diesem Zusammenhang. Eigentum gibt es in unserer Rechtsordnung nur an SACHEN, zum Raub gehören Drohung oder Gewalt. Die Frage, ob es SINNVOLL ist, Urheberrechte als ‘eigentumsähnlich’ zu konstruieren, kann und sollte man ergebnisoffen erörtern und diskutieren – statt diese Frage durch moralische Drohgesten verhindern zu wollen.“


Holland

Nicht weit von uns im Westen
Da liegt ein kleines Land
Das ich immer, wenn ich da war
Ziemlich überzeugend fand.
Ein Land mit alten Windmühl’n
Und mit netten kleinen Städten
Mit Bami, Vla, Frikandeln
Und frittierten FleischkrokettenIn Edam gibt’s den Käse
Und in Amsterdam die Grachten
Ich steh‘ auf Frau’n in Holzschuhen
Und blau-weiß-roten TrachtenIch komme gern zum Baden
Und ich bleib auch gern zum Zelten
Ja, sie sind tolle Nachbar’n
Und doch trennen uns Welten
Ich liebe Super Skunk
Und ich liebe Sauce Special
Aber eine Sache gibt’s
Da bin ich meganational:
Es kam über die Jahre
Und jetzt sitzt es ziemlich fest
Solang’s um Fußball geht
Hass‘ ich Holland wie die Pest

Grad‘ bei wichtigen Turnier’n
Sollt‘ man sich nicht dafür genier’n
Was kann Schlimmeres passier’n
Als dass wir gegen die verlier’n

Beide hab’n wir unser’n Rudi
Wir hab’n ihren nie bespuckt
Ein guter Deutscher denkt europäisch
Außer wenn er Kicken guckt

Ich liebe Super Skunk
Und ich liebe Sauce Special
Aber eine Sache gibt’s
Da bin ich meganational:
Es kam über die Jahre
Und jetzt sitzt es ziemlich fest
Solang’s um Fußball geht
Hass‘ ich Holland wie die Pest

Ich weiß, Du bist da schlauer
Du bist nicht so ein Prolet
Immer locker, selbst wenn’s eins-null
Für die Niederlande steht

Wer sich aufregt, wegen Fußball
Is‘ ein armer Idiot
Fick dich selbst; Wenn ich Oranje sehe
Seh‘ ich nun mal rot

Ich liebe Super Skunk
Und ich liebe Sauce Special
Aber eine Sache gibt’s
Da bin ich meganational:
Es kam über die Jahre
Und jetzt sitzt es ziemlich fest
Solang’s um Fußball geht
Hass‘ ich Holland wie die Pest


Doppel Fünf

Einer der wohl besten, noch unentdeckten Gitarristen der Welt, fünfundfünfzigt sich heute erstmalig zur Hälfte seiner Schaffenskraft. And he still gonna wave his freakflack! Beste Wünsche aus der Doppel Fünf.


Takamatsu


Die Montagskolumne #171 Die elfte Plage

Hätten sie mich zur 11. Präsidentin genommen, täte ich in der Eröffnung sagen: Keine Angst vor Mangel! Es ist schon ein Kracher, dass an einem so geschichtsträchtigen 18. März, und nur 20 Jahre nachdem die ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR stattfanden, ein Ostdeutscher zum Bundespräsidenten eines fast geeinten Deutschland gewählt wurde. 100 Meckerfritzen gibt’s in Deutschland immer, aber blutig ist es nimmer, die Leute freuen sich! Der nationale Gedanke ist tot, es lebe die nationale Identität und die ist in Deutschland europäisch! Und kommt mir jetzt bloß nicht reflexsartig mit ‚deutschem Wesen,‘ Deutschland hat sich wesentlich geändert, schon weil ein ‚Charly‘ Vizekanzler ist, es wird nur zu wenig bemerkt!

Deutschland hat das Zeug zur Einigungsrolle in Europa, in der Welt. Nicht weil wir alles besser können, sondern weil wir wissen, wie man es schlechter machen kann! Weil wir uns so unglaublich friedlich schnell einer Mauer in EINIGKEIT entledigt haben. Weil wir wissen, wie wichtig RECHT ist und weil wir wissen, daß FREIHEIT immer auch eine Plage ist.

Djdeutschland


Der Größte

Du sagtest einmal, schon von der Krankheit gezeichnet, Du könntest weltweit an jede Tür klopfen und man würde Dir immer etwas zu essen und einen Platz zum schlafen geben. Das ist richtig. Meine Tür würde Dir immer offen stehen, es wäre mir eine Ehre, denn Du bist der Größte. Alles gute zu Deinem Ziebzigsten!

Djdeutschland


Too big to fail


Der Wagen rollt

Der Markt ist nicht frei, er war es nie!

Noch versuchen die rigiden Deutschen mit ihrem Dogmatismus, jede Art von Übermut und Kreativität platt zu machen. Doch wählt man kuschelrot, wacht man schwarz auf; besinnt man sich auf grün, wird man verraten; mehr Netto vom Brutto, löst sich gerade auf; links wie rechts. Sind es unsere Wurzeln, die uns immer einen Schuldigen suchen lassen, den man ans Kreuz nageln kann? (Eine Provokation!) Ausgerechnet Claus Kleber stellt im ZDF heute journal die brillante Frage: „Wer ist denn überhaupt der Markt?“ Und seine Antwort ist ebenso brillant: „WIR!“

Wir sind Markt. Wir sind Kapitalismus. Wir sind die, die zu viel verbrauchen, die ausbeuten und alles kaputt machen. Wir sind die, die sich ändern müssen! Bei Onkel Sam, unser aller Vorreiter, macht sich der Unmut schon länger breit, länger als Claus Kleber es zugeben und zeigen will. Den Bombenlegern geht nicht nur das Geld aus, auch jedwede Glaubwürdigkeit im eigenen Volk ist längst verspielt. Wie wird ‚Sam‘ sich diesmal herausreden? Es sind freie Amerikaner, die die Wallstreet besetzen, es sind keine Terroristen! Ihre Forderungen unterscheiden sich nicht von denen des Tahrir-Platzes, oder denen in Spanien. Democracia real Ya, echte Demokratie jetzt!

Djdeutschland


Die Letzten werden die Ersten sein

Das war MK TopGenial Harry! Ihr habt den Norden gut vertreten, die live Version war wegweisend, es geht noch weiter!


An Bord

Die Piraten sind Realität!

Die etablierten Parteien nehmen die Realität nicht wahr!
Das wird besonders klar an den Themen, die die Piraten besetzen, weltweit! Informieren statt nachquatschen! Selbst wenn innerhalb kürzester Zeit die rigiden Deutschen es schafften, mit ihrem Dogmatismus jede Art von Übermut und Kreativität platt zu machen. Das Lachen wird uns mit dieser Partei nicht so schnell vergehen wie mit den anderen.

.-Djdeutschland


Die Montagskolumne #151 Griechendorf

Weniger als die NPD!

Schau Dir die Autowahnschau an, das regt keinen auf! Da wird höchstsubventioniert,
inklusive Sprit-, Steuer- und Strommobilitätslüge; mit milliardenschwerer Abwrackprämie; schön in zwangsbereicherter Familienhand; auf unsere Knochen jahrzehntelang Scheiße produziert!

Die FDPs sind dagegen – hat’s auch ’ne gewaltig geordnete Quittung gegeben – daß wir so viel von unseren hart exportgeweltmeisterten Steuergeldern bürgen sollen! Weil die faulen Griechen alles richtig machen!  Äh – es sich zu gut gehen lassen – äh – also völlig falsch sparen!

Derweil tobt der internationale Autowahn in Krankfurt. „Zukunft Serientätermäßig –  Eine Stütze der Gesellschaft – Innovation und Wettbewerbskraft – Hoher Beitrag zur Wertschöpfung“ , oder wie Philipp Rösler sagt: „Ein gutes Wachstum.“ Das Bananenfernsehen meldet ununterbrochen: „Eurokrise, Eurokrise!“ Überwacher Dobrindt sitzt in der Berliner Runde, aber kein einziger Pirat, die Sensation!

Die Banker wissen nicht wohin mit ihren Boni, sie müssen dringend ihre alten Firmenwagen abwracken. Die total veralteten Spritgurken laufen richtig gut in Fernost. Konjunkturbeschleunigung wird da zur Katastrophenbeschleunigung. In Deutschland sterben 2000 Kinder jährlich an der Luftverschmutzung, in China sind es 600 000! Die sechzehn führenden Wirtschaftsexperten sind Krücken! Klimalüge hin oder her, die Polkappen schmelzen.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #149 Westerwelle

H&M

Ich kann nicht verstehen,

warum man einen Schröder und einen Fischer bis heute als Friedensapostel feiert, obwohl sie uns belogen haben und obwohl man sieht, wie korrupt sie sind. Das Nein zu Gewalt von Westerwelle – und ich hätte nie gedacht, daß ich das einmal sagen würde – verdient größten Respekt, gerade weil Deutschland einen Sitz im UN-Sicherheitsrat hat! Euer Kriegs- und Siegesgeschrei entspringt einer es-soll-so-sein-Berichterstattung! Westerwelle und Merkel stehen auf dünnem Eis, sie haben es mit kriminellen Banden zu tun. Die Nato und die amerikanische Regierung zähle ich ausdrücklich dazu!

Immer das gleiche Muster mit tausenden Toten. Von jedem der Saubermänner kann ich Euch ein Bild mit Gaddafi zeigen, alle haben mit Gaddaffi gedealt und fettest die Waffen geliefert, die es heute wieder weg zu bomben gilt, gutes Geschäft. Kommt uns das nicht bekannt vor? Weil sie ablenken wollen, weil es um Wasser geht, weil gerade der größte Raubzug aller Zeiten eingetütet wird!

Die Presse berichtet kampagnenartig, einseitig und unreflektiert. Immer die gleichen Bilder, wie aus einer Jeansreklame. Alte Liberale wie Baum und Gerhardt heucheln und lügen falsch in die Mikrophone. Die vorhandenen bestialischen Rachevideos der Rebellen zeigt man uns nicht! Wenn man die Opposition, den von mir bisher so geschätzten Grünen Trittin hört, wird einem schlecht. Petra Kelly wird sich im Grab umdrehen! Pfui Jürgen Trittin! Wie verkommen und machtgeil seid ihr denn alle? Krieg kann und darf kein politische Mittel sein!

Ja ich weiß, daß die Schwarz-Gelben die Waffenexporte noch einmal erheblich gesteigert haben, ja ich weiß um die Doppelmoral, aber wenn jetzt nicht Männer und Frauen kommen, die uns sagen, daß die Aufrechterhaltung unserer Art zu leben, unser Wohlstand, Krieg bedeuten, dann sehe ich tief schwarz.

Djdeutschland