Irritation und Verwirrung

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Hartmut Gründler 

Beschäftigt mich gerade im Angesicht dieser klebenden antifachistischen, Kunst und Denkmal zerstörenden; der Vernichtung von Geschichte, Kunst, Kultur und allen anderen „WERTEGELEITETEN“ Widerständlern. Da war ich doch deutlich, härter, resilienter und vor allem kreativer und erfolgreicher. Wir haben Menschen belustigt, Spaßgurilla, provoziert. Wir waren keine Lämmerschwänzchen, aber am Ende haben meist alle gelacht. Wir waren politisch, aber freundlich, nicht nervig. Gewalt, Nötigung spielten keine Rolle. Eine politische Selbstverbrennung ist für mich ausgeschlossen! Beeindrucken tut es mich aber sehr. Die Ultima Ratio des Terrors, um auf einen unerträglichen Misstand hinzuweisen, irre. Gründlers Weggefährten sahen das anders, erinnern sich an seine Gradlinigkeit: „Es war kalkuliert, ein Akt des Muts und der Entschlossenheit“, sagte Wilfried Hüfler 2011 der „Zeit“. Öffentlich wirksam ist es, wie auch in Hartmut Gründler Fall, meistens nicht, zu unerträglich, zu schrecklich ist das Geschehene, man wendet sich angeekelt und ohnmächtig ab.

Djdeutschland (Träger des schwarzen Sterns wegen vierzig Jahre Szenenzugehörigkeit)

Gegen die Fesseln einer verseuchten Sprache: Hartmut Gründler 1975 in der Stuttgarter Stiftskirche

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UNVERSCHÄMTHEIT OHNE WORTE: ABER BEKLECKRE BITTE NICHT DAS SOFA


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NEUESTE BILDER VOM PLANETEN MARS?


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Maki


Der Tag als Conny Wessmann starb

CONNY..

…war eines der schönsten Mädchen, sie arbeitete damals im Déjà Vu gleich bei uns um die Ecke. Wie wir sie zum ersten Mal sahen, hatten wir gerade zwei ‚Pappen gefressen‘, und als die Dinger endlich kamen, saßen wir an ihrer Bar, von der sie uns widerwillig Drinks über den Tresen servierte.

Wir hielten uns für die ‚coolsten Typen‘ weit und breit, aber sie mochte uns nicht. Sie hielt uns für Großmäuler, ’sie erkannte uns nicht‘. Jeder Versuch, sie zu uns einzuladen, scheiterte kläglich und als wir dann noch dumm und trunken in eine Schlägerei verwickelt wurden, flogen wir raus…
Später in der Nacht spürte ich auf meinem Trip eine tiefe, starke,
aber schöne Traurigkeit, die ich weder zuvor noch jemals danach gespürt hatte.

Später lernte man sich kennen, in der Stadt, in der man nach ein paar Jahren
bald jeden kannte, der einigermaßen von Bedeutung war. In einer anderen Nacht, in einem anderen Club, hätte sie mir fast einen Kuss gegeben, tat es aber nicht..

Dann sah ich, wie sie sich mehr und mehr veränderte.
Sie wurde dicker, achtete nicht mehr so stark wie vorher auf ihr Äußeres.
Sie rasierte sich eine Stoppelfrisur, trug Springerstiefel und metamorphosierte
zunehmend zur Antifaaktivistin.

In der Nacht des 17. November 1989 legte ich Platten in der Papiermühle auf, 
als plötzlich ‚Autonome‘ herein stürmten und mich aufforderten, das
Programm zu unterbrechen und die Durchsage zu machen:
„Die Bullen haben eine Frau in Göttingen ermordet“ Ich weigerte mich.

In den frühen Morgenstunden trafen wir an der Unfallstelle ein.
Wir hatten ein paar Leute befragt, die dabei gewesen waren.
Es war ein verdammter Unfall! Einer von denen, die ich schon oft in Göttingen gesehen hatte, in der Hitze dieser Gefechte; Gut gegen Böse; Rechts gegen Links; Autonome gegen Faschos; nur diesmal mit tödlichem Ausgang. Es war
 Conny.  Ich war erschüttert.

Sie war über eine stark befahrene Straße geflohen und von einem Auto erfasst worden, sie wurde durch die Luft geschleudert und war sofort tot.

Wir sperrten die Straße und errichteten brennende Barrikaden mit Holz, das wir von einer nahegelegenen Baustelle geklaut hatten. Wir blieben die ganze Nacht und den ganzen Morgen bis zum Mittag. Ich konnte es nicht fassen, Conny.
Hätte sie mir doch diesen einen Kuß gegeben, hätte dann doch der Lauf der Welt, für diese eine, dann später alles entscheidende Sekunde angehalten!

Um zwölf Uhr Mittags gab es eine Demonstration (Foto oben).
Es wurden Reden geschwungen: „Mörder, für jeden den sie von uns umbringen, werden hundert weitere marschieren…“

Ein Mann, der einen umstehenden Einkaufswagen bestieg, um mit einer anderen Meinung zu erwidern, wurde gnadenlos nieder gebrüllt und unter Androhung von Gewalt zum Schweigen gebracht. Die Stimmung war aufgeheizt, Pogrom Stimmung!

Ich ergriff das Wort, wenn es auch in diesem Augenblick vielleicht nicht angemessen war.: „Wenn ihr hier einen mit Gewalt hindert zu sprechen, dann seid ihr die Faschisten!“

Tosende Empörung schlug mir entgegen,  ich wurde von der Menge aufgefordert
samt meiner Begleitung den Ort unverzüglich zu verlassen. Wir taten es in einer Art Spießrutenlauf, in der keiner es wagte Hand an uns zu legen.

Später verhängte man ein JUZIVerbot (Jugendzentrum Innenstadt),
welches man seinerzeit arrogant missachtete und als eine Art Auszeichnung begriff.

Noch heute, wenn ich zu Besuch bin, sprechen mich mir wildfremde Menschen darauf an. In der Stadt, in der ich schon lange nicht mehr lebe, aber das mir Liebste immer noch wohnt. (Anmerkung Red: die Adresse hat sich geändert)

Sie klopfen mir auf die Schulter und dann frage ich mich: Wo warst Du?

Trumpets Text

djdeutschland


Das System der Gedankenkontrolle

Von Marcel Tschuba

Elon Musk hat Twitter gekauft und verspricht, dass die Freie Rede dort garantiert sein soll und auch die Twitter Accounts von Donald Trump oder auch Alex Jones wieder frei geschaltet werden sollen. Ich kann mich noch gut erinnern, als im Jan. 2021 der Twitter Account gesperrt wurde. Er war damals noch Präsident der USA. Viele haben das in den sozialen Medien gefeiert und dabei nicht gemerkt wie ungeheuerlich dieser Vorgang war. Und um die Kritiker zum Verstummen zu bringen. Ich bin auch kein Fan von Donald Trump, aber dieser Vorgang zeigte, dass es offenbar Machtstrukturen gibt, welche über dem US Präsidenten stehen und das gab damals Anlass zur grössten Sorge. Die Befürchtungen hatten sich dann auch bestätigt, denn dann ging es erst los mit der Zensur überall.

Faktenchecker, Medien und Politik steckten einen immer engeren Rahmen um die Meinungs – und Wissenschaftsfreiheit. Man sprach davon dass man Fake News verbieten muss um die Gesellschaft zu schützen. Viele jubelten da auch wieder “ JA „. Inzwischen sind diese Entwicklungen an einem Punkt, wo man in der EU es unter Strafe stellt, dass man Darstellung von russischen Medien sogar nur privat teilt. Neu ist nun ein Gesetz, wonach man die medial dargestellte Version von Kriegsereignissen nicht mehr öffentlich kritisieren darf. Es drohen 3 Jahre Gefängnis. Es gibt einen Grund warum Zensur in den Verfassungen verboten ist. In Deutschland wurde letztens eine unabhängige deutsche Journalistin zur Terroristin erklärt und die Konten ihrer Mutter gesperrt, nur weil sie vor Ort aus dem Donbass berichtete.

Meinungsfreiheit ist der zentrale Kern jeder Demokratie. Nur wenn es erlaubt ist sich frei zu äussern, zu jedem Thema und in jeder Auslegung, dann ist Demokratie gewährleistet. Es ist einfach Meinungen zu akzeptieren, mit denen man einverstanden ist. Der Knackpunkt ist ob man auch Meinungen und Ansichten zulässt, welche einem nicht passen oder evtl. sogar die eigene Glaubwürdigkeit angreifen können. Wer offen fordert, gewissen Leuten eine Bühne verbieten zu wollen, oder sie für die Verbreitung ihrer Meinung bestrafen zu wollen, ist nicht für Demokratie. Selbstverständlich gibt es da Ausnahmen – aber im Grundsatz muss es erlaubt sein eine Darstellung von “ offizieller “ Seite öffentlich zu kritisieren, sonst haben wir keine Demokratie mehr.

Bei den sozialen Medien mag man darüber streiten ob dies Hausrecht ist oder nicht, aber wenn wir uns gerade an Alex Jones zurück erinnern – und auch da. Ich mag seinen Stil überhaupt nicht, aber ich kann mich erinnern, dass man ihn 2019 innert 24 Std. von allen sozialen Plattformen entfernt hat. Das heisst übersetzt – es war abgesprochen. Unter den Social Media Experten, war das natürlich ein grosses Thema, in der Öffentlichkeit nicht. Das war der Testlauf für eine beispiellose Zensurwelle, welche dann seit 2020 stattfand. Erst waren es wissenschaftliche und medizinische Themen und nun greift es immer mehr um sich.

Selbstverständlich gibt es Grenzen der Meinungsfreiheit, aber der Punkt ist wer bestimmt diese. Wer bestimmt den Rahmen in dem die Fakten Checker arbeiten ? Wenn man schaut wer diese bezahlt, findet man die Antwort, wer über die Meinungen bestimmen möchte. Nun sind wir gespannt auf morgen – dass grosse online Plattformen nun plötzlich in die Schieflage kommen an der Börse, zeigt letztlich nur, dass viele Menschen das erkannt haben und sich von diesen grossen Plattformen abwenden. Weg von den grossen Plattformen – lieber selber ein eigenes Portal aufbauen.

Da fällt diese von den Staaten ausgelagerte Zensur weg. Beim Streit darum wer denn nun Wahrheit spricht, liegt jene/r vorne, wer nicht zensiert. Wer zensieren muss, hat Angst dass die eigene Darstellung wohl nicht so glaubwürdig ist, wie man dies haben möchte. Und auch da sehen wir immer mehr, dass die Zensierten recht hatten….das hat vielleicht Herr Musk erkannt.

Marcel Tschuba

Business concept vector illustration of a human head being controlled by a businessman

Erinnerung an Lomu #8 GELD

Musik: Kuno Sternhagen, Video: Djdeutschland, Aktion: LOMU – Kontakt: lomu@lomu.net


Das Martyrium der Luzidität

DAS MARTYRIUM DER LUZIDITÄT: Man will ja verstanden werden und dann erklärt man und argumentiert, doppelt und dreifach, um richtig verstanden zu werden. Man redet zu viel und das Gegenüber verliert die Geduld und unterbricht genau in dem Moment, wo du gerade zum Ende, zum überraschenden Schlusseffekt, zur Pointe kommen willst! Dein Gegenüber versteht den Sinn deiner Rede nicht. Ich gerate dann immer in einen Wutanfall – habe früher sogar Prügel dafür angedroht, wenn man mich nicht endlich ausreden lässt! Aber das Gegenüber macht sich dann auch gerade, hört gar nicht mehr zu und hört nicht auf zu reden, es spult immer wieder die gleichen Argumente ab. Deswegen habe ich angefangen zu schreiben, das verschafft mir die Zeit zu wägen, zu überprüfen, zu kürzen, an einer Argumentation, einer Geschichte zu feilen und digital durch Hypertext auf andere Texte zu verweisen. Es lässt mich letztendlich besser sprechen. Für mich Therapie. Es tut mir leid, wenn ich manchmal zu hart zu Euch war und Euch vielleicht Angst gemacht habe. Betrachtet es als Auszeichnung.

Euer Djdeutschland

ROBERT WEBER


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Denkt

„Sie verbieten nicht die Hassrede,

sie verbieten die Rede die sie hassen.“

Elon Musk


Bärbel Bohley „Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat„

Die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachens derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaube mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel in dem alles seine Kontur verliert.

Bärbel Bohley 1991

Man muss dieses Zitat von Bärbel Bohley abschreiben, es vervielfältigen, es analog machen, es an Tafeln und Wände schreiben. Damit es niemand vergessen, oder vernichten kann, denn sonst wird es wieder verschwinden.

Anmerkung zum Zitat: * „Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat“,

Djdeutschland


Alles legalisieren!

Es wäre dumm es nicht zu machen, allein mit Cannabis kriegt man die Dealer und den schwarzen Markt nicht weg, man muss alles legalisieren, nur so lernen die Leute den Umgang damit und nur so bekommt man die Drogenstriche tot!

Die wirklich großen Dealer, die Pharma, Bayer Monsanto…, werden freilich dann weiter, legal noch mehr verdienen, der Drogenstrich hat keine Flugzeuge, die Großdealer haben Apotheken. „Sucht Profit Sucht“, Günter Amendt.

„Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde, die Qualität von legalen Drogen könnte überwacht werden. Es würde viel weniger verunreinigte Substanzen und Vergiftungen geben. Der Jugendschutz wäre besser zu gewährleisten. Gerade junge Leute konsumieren Drogen und gehen viel leichtsinniger Risiken ein“.  

In Tschechien ist seit Beginn des Jahres 2010 der Konsum von Drogen wie Kokain, Ecstasy und Haschisch zum Eigenbedarf legal – und der Konsum geht entgegen anderer, deutscher Verlautbarungen zurück! Zudem braucht es Aufklärung und Eigenverantwortung!

Der wirkliche Grund der Prohibition ist der Rohstoff Hanf, der der Zigaretten-, Pharma-, Baustoff-, Papier- , Agrar-, Kosmetik-, und der Mineralölindustrie echte Konkurrenz machen könnte. Auch als 3D-DRUCK Rohstoff lässt sich Hanf nutzen!

Ein Hektar Industriehanf kann 15 Tonnen CO2 absorbieren. Drei Tonnen CO2 pro Hektar. Da Hanf so schnell wächst, macht ihn das zu einem der schnellsten Tools, das CO2 zu Biomasse umwandeln kann und dabei sogar effizienter ist, als die Agrarforstwirtschaft.

Hanf ist eine verbotene Nutzpflanze, sie bedarf keinerlei Pestizide. Hanf entgiftet während seiner Wachstumszeit den Boden und entzieht diesem schädliche Chemikalien und andere Schadstoffe!

ES GIBT KEINE AUSREDEN MEHR, AUCH NICHT WEGEN DER ANDEREN DROGEN, IHR WERTEGELEITETEN ARSCHLÖCHER!

Djdeutschland


When do you go back to Africa?

Haile Selassie

Wer im Senegal einkauft, findet auf den Märkten kaum einheimisches Obst und Gemüse: Die Tomaten kommen aus Italien, die Kartoffeln und Zwiebeln aus Holland. In den Geschäften ist es ähnlich: Dort steht Trockenmilch, importiert aus Europa.
In Afrika, wo 85 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft und Viehzucht leben, können lokale Milchproduzenten ihre Milch nicht mehr verkaufen, weil die importierte Trockenmilch erheblich billiger ist. Der Grund liegt in der Subventionspolitik der EU.

Auch die Fischer Afrikas leiden darunter. Einst fuhren sie hinaus aufs Meer und kamen zurück mit reicher Beute. Doch heute gibt es kaum noch etwas zu fangen. Die Gewässer vor Mauretanien und dem Senegal sind leergefischt – von großen Fabrikschiffen, die von Europa, Russland oder Japan aus in See stechen. Die Rechte, vor ihren Küsten zu fischen, wurden den armen afrikanischen Ländern abgekauft – von der Europäischen Gemeinschaft. Weil senegalesische Fischer kaum noch Geld mit der Fischerei verdienen können, rüsten viele ihre Boote um und vermieten sie an Menschenhändler, die Flüchtlinge aus Westafrika auf die Kanarischen Inseln schleusen. Die Bilder sind bekannt.

Wer Glück hat, überlebt den Höllentrip. Wer noch mehr Glück hat, kriegt einen spanischen Pass. Und wer das vollkommene Glück hat, findet einen Job. Zum Beispiel als Matrose. Auf einem spanischen Fabrikschiff, das vor der Küste Westafrikas fischt.

Unbekannter Verfasser


Vermögensabgabe

Zu einer Vermögensabgabe der ‚Superreichen‘ für Investitionen im eigenen Land, würden die ‚Superhelden‘ vielleicht nichts sagen, doch wenn diese SuperGutBezahlten Politdarsteller ihnen aber durch Verschenken eben dieses Steuergeldes das Dasein vermiesen, dann ist die Steuervermeidung, ein probates Mittel und ein Ausweichen in aller Herren Länder buchstäblich unausweichlich.

Djdeutschland


braun

Es tobt ein Kulturkampf, Facebook nennt ZENSUR jetzt: Community vor Spam zu schützen. Elon Musk kauft Twitter um uns das freie Wort, das Versprechen der Aufklärung und Trump zurück zu bringen! Alle sehen überall Nazis, Klimaleugner und Rassisten. Wir sollen jetzt Gendern, in jedem TATORT muss eine jüdisch schiitische Transe und eine Schwuchtel mit Migartionshintergrund mitspielen. Keine Werbung ohne schwarze Testimoniel. Ein Kollektiv aus dunkelhäutigen Künstlern besetzt in der Stadt Zürich Theaterräume und fordert ein nichtweisses Theaterhaus – entweder man will uns einen Spiegel vorhalten, oder man will uns daran gewöhnen. Wenn man alle Farben durcheinander mischt kommt braun – Europa wird braun.

Djdeutschland


Summa Cum Laude, magna cum laude

Ist es nicht bemerkenswert, daß ausgerechnet die beiden umstrittensten Frauen im deutschen Bundestag ihre Promotionen – Wagenknecht Magna cum laude und Weidel Summa Cum Laudeabgeschlossen haben? Sie sind die Opposition im deutschen Bundestag! NOCH. Ihnen gegenüber steht eine vielstimmige, rastlos, politisch bunte Bundesregierung mit eher geringer Qualifikation.

Man könnte auch sagen, zu viele Köche verderben den Brei. Aber wie wäre Zusammenarbeit? Klares Nein bei rechts, bei Links, vielleicht?

Sie werden Euch jagen.

Djdeutschland


Love it

Love it:

„Ich habe es satt, oder, um es noch klarer auszudrücken: ich habe die Schnauze voll vom permanenten und immer religiöser werdenden Klima-Geschwafel, von Energie-Wende-Phantasien, von Elektroauto-Anbetungen, von Gruselgeschichten über Weltuntergangs-Szenarien von Corona über Feuersbrünste bis Wetterkatastrophen.
Ich kann die Leute nicht mehr ertragen, die das täglich in Mikrofone und Kameras schreien oder in Zeitungen drucken. Ich leide darunter miterleben zu müssen, wie aus der Naturwissenschaft eine Hure der Politik gemacht wird.

Ich habe es satt, mir von missbrauchten, pubertierenden Kindern vorschreiben zu lassen, wofür ich mich zu schämen habe. Ich habe es satt, mir von irgendwelchen Gestörten erklären zu lassen, dass ich Schuld habe an Allem und an Jedem – vor allem aber als Deutscher für das frühere, heutige und zukünftige Elend der ganzen Welt.

Ich habe es satt, dass mir religiöse und sexuelle Minderheiten, die ihre wohl verbrieften Minderheitenrechte mit pausenloser medialer Unterstützung schamlos ausnutzen, vorschreiben wollen, was ich tun und sagen darf und was nicht. Ich habe es satt, wenn völlig Übergeschnappte meine deutsche Muttersprache verhunzen und mir glauben beibringen zu müssen, wie ich mainstream-gerecht zu schreiben und zu sprechen habe.

Ich habe es satt mitzuerleben, wie völlig Ungebildete, die in ihrem Leben nichts weiter geleistet haben, als das Tragen einer fremden Aktentasche, glauben Deutschland regieren zu können. Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn unter dem Vorwand einer „bunten Gesellschaft“ Recht und Sicherheit dahinschwinden und man abends aus dem Hauptbahnhof kommend, über Dreck, Schmutz, Obdachlose, Drogensüchtige und Beschaffungskriminelle steigen muss, vorbei an vollgekrakelten Wänden.

Ich möchte, dass in meinem Land die Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe und gleich welcher Herkunft wertgeschätzt und unterstützt werden, die täglich mit ihrer fleißigen, produktiven und wertschöpfenden Arbeit den Reichtum der ganzen Gesellschaft hervorbringen: die Mitarbeiter in den Unternehmen, die Handwerker, die Freiberufler, die vielen engagierten und sozial handelnden Unternehmer der kleinen und mittständischen Wirtschaft.
Ich möchte, dass die Lehrer unserer Kinder, die Ärzte und Pfleger unserer Kranken und Hilfebedürftigen die Anerkennung, die Wertschätzung und die Unterstützung erhalten, die sie täglich verdienen.

Ich möchte, dass sich die Jungen und Ungestümen in den wohlgesetzten Grenzen unseres Rechtsraumes austoben aber sich auch vor ihren Eltern und Großeltern, vor den Alten und Erfahrenen verneigen, weil sie die Erschaffer ihres Wohlstandes und ihrer Freiheit sind.“

Prof. Dr. Knut Löschke,
Mitglied des Hochschulrates in der Universität Leipzig, Kuratoriumsmitglied des Max-Planck-Institutes für Mathematik in den Naturwissenschaften, Aufsichtsratsvorsitzender des Universitätsklinikums Leipzig und des IT-Beratungsunternehmens Softline AG.


Rollstuhl

Ich muss das Laufen erst wieder lernen, es ist scheiße auf Andere, auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Zweimal haben sie mich schon angerufen, um den Rollstuhl zurück zu fordern, weil ich verstorben sei. Am liebsten lasse ich mich von meinen Söhnen herumschieben, sie sind vorsichtig, freundlich und rücksichtsvoll, ein Verdienst der Mutter. Ich schleppe einen ganzen Sack Tabletten und Eratzteile mir mir rum. Aber ich will nicht klagen, Fahrrad, Urlaub, Schwimmen im See und Pool gehen noch, Glück auf!

Djdeutschland


Hotel Monaco

In den Urlauben mit meinen Eltern fuhren wir jedes Jahr nach Pai di Sotto, in das versteckte, in einem wunderschönen Park gelegene Hotel Monaco am Gardasee. Das Hotel gehörte Signore Bertoluzza einem alten, sehr freundlichen und feinem italienischem Signore, der Jahre seines Lebens in München verbracht hatte und ein perfektes Deutsch sprach.

Betoluzza lies nicht jeden in sein Hotel, zu schön, zu gepflegt war sein Garten, nein sein Park, in dem üppig Oliven, Blumen, Zitronen, Palmen, Zypressen, Lorbeer, Agaven und sogar ein kleiner Bambuswald wuchsen. Es trafen sich dort fast immer die gleichen Leute, die die Ruhe, das Ambiente, die geschmackvollen Zimmer und das schöne Wetter genossen. Ich erinnere mich an einen Kölner Immobilienbesitzer mit Jaguar, der weil er eine Menge Motta Aktien besaß, immer dieses Eis aß und an alle verschenkte in der Hoffnung seine Aktien könnten steigen. Er hatte einen missratenen Sohn, der mich immer an Tolksdorf erinnerte.

Mein Vater kaufte mir ein Schlauchboot, eine Taucherbrille und Flossen, sodaß ich den ganzen Tag beschäftigt war. Ich beobachtete im Park die Ameisen und Käfer, die ich wegen ihres Aussehens Nashorn Käfer nannte. Ich las den von meinem Vater im Tabacchi gekauften Roman: „Heiß weht der Wind am Yucatan“ und einmal fand ich ein nacktes aus dem Nest gefallenes Vögelchen, das drohte von den Ameisen aufgefressen zu werden, doch meine Versuche es mit Würmern zu füttern und gesund zu päppeln scheiterten kläglich.

Manchmal versuchten mein Vater und ich uns bei Einbruch der Dunkelheit im Grundangeln. Man zog ein Stück der Angelschnur aus den Ösen der Angelrute und hängte ein Stück Papier ein und wartete bis ein Fisch, gelockt von einem Stück Gorgonzola auf dem Grund des Sees anbiss und das Papier sich bewegte. Mir taten allerdings die Fische leid, besonders das Töten der Fische brachte ich nicht übers Herz.

Einmal verbrachten wir dort ganze sechs Wochen, meine Mutter und ich waren vor gefahren und mein Vater, der ja der Meister und Chef eines Dental Labors war, folgte drei Wochen später. Ich war seinerzeit ein in vollem Wachstum stehender Teenager, der Tonnen von Spagetti und Cotolettas alla Milanese an Insalata Mista in sich reinstopfte. Außerdem entwickelte ich eine Leidenschaft zu Kaffee und Cappuccino.

Ich schwamm und tauchte im See, paddelte mit meinem Schlauchboot, lag faul in der Sonne, oder spielte mit einem Münchener Staatsanwalt stundenlang Risiko in der Lobby des Hotels. Einmal füllte ich mit Leo, einem Hotelbediensteten, im Weinkeller, der noch unter dem Keller des Hotels lag, Wein aus großen Korbflaschen in kleinere Flaschen bis Leo und ich einen sitzen hatten.

Es war eine herrliche Zeit, man beobachtete die eleganten Rivaboote mit ihren mondänen Wasserskis und fuhr abends nach Torri del Benaco um bei Fortunato am See eine Pizza zu essen. Wir lernten Diego Donalatta kennen, einen Geschäftsmann, der Diskotheken wie Number One, oder Bars wie Don Diego am See betrieb und wenn sie gut liefen, teuer wieder verkaufte. Er hatte das Monaco gepachtet um etwas kürzer treten zu können, seine Frau, die aus Süd Tirol kam, machte für uns den besten Apfelstrudel den ich je gegessen habe!

Nun sind Jahrzehnte vergangen und Bertoluzza sicher schon lange verstorben, das Hotel Monaco ist, wie wir erfuhren seit zehn Jahren verweist und Bertoluzzas Park liegt verlassen hinter dicken Eisentoren, im Dornröschenschlaf, versteckt und ungenutzt hinter einer grün wuchernden Wand aus Bäumen und Gestrüpp. Ich träume davon das Hotel zu besitzen und es mit meiner Familie zu betreiben. Alle Freunde, Bekannte und Familie könnten zu uns kommen um im Monaco Urlaub zu machen. Das Haus am See. Alle kommen vorbei, ich brauch nie rauszugehen… Ich wäre der Hoteldirektor und unsere Tante Hubi aus Ligurien könnte die Küche übernehmen.

Wünscht uns Glück, das dieser Traum in Erfüllung geht und wir die Tradition des Hotels Monaco weiter führen und den Park zu Ehren Bertoluzzas aus seinem Schlaf erwecken können!

„Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht’ ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn! (…) Wie sehr wünschte ich meine Freunde einen Augenblick neben mich, dass sie sich der Aussicht erfreuen könnten, die vor mir liegt.“ (Johann Wolfgang von Goethe am Gardasee)

Djdeutschland


Ich Jude Du Hure

Du Depp, du Schaf, du Trottel, du Troll, du Nazi, du Jude, du Hure, du Fangirl, du Populist, du Rechte, du Linke, du rotgrün versiffte, du Antisemit, du Nullschnaller, du Idiot, du Unwissende, du Pazifist, du Kriegstreiber, du ohne Abschluß – Es ist immer Du, nicht ich, immer der andere der doof ist und keine Ahnung hat. Wir erschlagen uns gegenseitig mit zu Kampfbegriffen mutierten totgerittenen Phrasen. Die Mutter der Ordnung ist die Ordnungswidrigkeit.

Ich Hure Du Jude! Ruhe bewahren.

Djdeutschland


Vögeln

Hier der Beweis, wie groß der Einfluss von Vögeln auf die große Politik hat.


Equilibrato





Thomas Mann hat mal gesagt:

„Ich bin ein Mensch des Gleichgewichts. Wenn das Boot nach links zu kentern droht, lehne ich mich automatisch nach rechts. Und umgekehrt.“

Und ganz genau das haben wohl nun auch die Wähler in Schweden und Italien gemacht. Das VOLK hat sich nach „rechts“ gelehnt und die linke Politik ihrer alten Regierungen mehrheitlich abgewählt.

Und all die sogenannten Demokraten, seien es nun Politiker oder Journalisten, die jetzt die Wahlergebnisse in Italien als „undemokratisch“ geißeln, haben überhaupt nicht verstanden, was „Demokratie“ eigentlich bedeutet. Demokratie heißt nur, dass die Entscheidung vom Volke getroffen wird. Und wir alle haben sie zu akzeptieren, und zwar ganz unabhängig davon, ob sie uns nun gefällt oder nicht. Ich jedenfalls wünsche der neuen Regierung in Italien viel Weisheit und viel Kraft.

Auch in Deutschland droht der Kahn zu kentern. Und der CDU fällt nichts besseres ein, als sich zusammen mit den Öko-Sozialisten an die Backbord-Reling zu klammern. Friedrich Merz hat seine historische Chance vertan die CDU wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Ich jedenfalls habe keine Hoffnung mehr, dass ihm das noch gelingen könnte.

Kauft euch Schwimmwesten Leute, ihr werdet sie brauchen…

Udo Kellmann


Tutti Fratelli

«In Italien hat Parteichefin Georgia Meloni Anspruch auf die Bildung der nächsten Regierung erhoben. Die Italiener haben eine klare Botschaft zugunsten einer rechten Regierung unter Führung von Fratelli d’Italia ausgesendet», sagte Meloni in der Nacht zum Montag vor Journalisten in Rom. «Wir werden für alle regieren», fügte sie hinzu.»


Überalles Deutschland

Man stelle sich vor alles wäre Deutschland! Ein Land das bis zur Besinnungslosigkeit mit seiner Schuld und seinen zwei totalitären Systemen und sich selbst kritisch gerungen hat. Das Land, das sich ohne einen einzigen Tropfen Blut, inmitten zweier unterschiedlicher Systeme friedlich wieder vereinigt hat, eine der größten Friedensleistungen der Menschheitsgeschichte!

Deutschland ist in aller Welt geliebt, jeder will in Deutschland sein! Deutschland über alles. Wenn überall Deutschland ist, muss niemand mehr fliehen, niemand ertrinken, oder sich irgendwelchen Gefahren aussetzen: Er ist ja schon in Deutschland! Dort wo er sein Handtuch ausbreitet, ist sein Land, Deutschland!

Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugwewandt. An jedem Ort ein EDEKA, ein Lidl, ein Pennymarkt, ein Aldi, ein Kaufland – überall richtiges Brot und Bier! In jeder halbwegs größeren Stadt ein Holocaustmahnmal, an jeder Ecke ein Sozialamt für den reibungslosen Geldkreislauf. Es gild Gemeinnutz vor Eigennutz und nur eine Bank, die Deutsche Bank.

Wir sprechen alle die selbe Sprache und in Integrationskursen werden unsere verschiedenartigen Kulturen einander angeglichen. Alle sind in gleicher Weise Schuld und können sie sich selbst vergeben, wie auch sie vergeben ihren Schuldigern.

Wenn steht’s das Volk zu Schutz und Trutze geschwisterlich zusammen hält, muss keiner mehr arm sein, alle können reich sein. Nie wieder Krieg! Alle Bodenschätze, alle Ressourcen, alles Land gehören uns, die Klima- Energie-, Hunger- und Demographie Krisen gelöst, die Würde eines jeden Menschen und seine Bildung unantastbar, alle sind vor dem Gesetz gleich.

Wir zahlen allen ein Bedingungsloses Grundeinkommen, das Steuer- und Beamtenrecht wird geändert, die angstfreie Gesellschaft geschaffen, alles Made in Germany, bei bester Gesundheit und Qualität – kein schöner Land.

Deutschland.

A

Djdeutschland


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Zur Erinnerung an Jürgen Heinrich Simonis

Er war klug, er war ein Einzelgänger, konnte Faust Teil II auswendig und hat Zeit seines Lebens gearbeitet wie ein Pferd. Er hat mir ein Gedicht hinterlassen.
Er wollte von seinen Enkeln Großvater genannt werden. Er wünschte sich immer ein Mädchen, das er dann auch noch bekommen sollte.

Die intimsten Momente hatte ich mit ihm als Kind damals noch in der Schweiz, wenn ich mit ihm auf dem Wohnzimmertisch mit meinen Spielzeug Autos auf einer Unterlage mit Straßen und Häusern spielte. Wir gaben uns Namen, schoben die Autos hin und her, spielten Stau, hatten Pannen, parkten, verunfallten und schleppten uns ab. Er bezeichnete einmal an einem meiner Geburtstage, den Tag meiner Geburt, als den schönsten Tag seines Lebens.

An Wochenenden brachten wir die Mutter nach Deutschland zum Friseur und nutzten dann die Zeit um mit dem 17M zum Spielzeugladen Franz Karl Weber in Basel zu fahren um neue Autos zu kaufen. Ich hetschelte, pflegte und sammelte sie, das Auto spielte immer eine große Rolle, ich kannte schon als Kind bald alle Typen und Marken! Gegenüber unserer Wohnung gab es einen Chevrolet Autosalon, an dessen Scheiben wir uns regelmäßig die Nasen platt drückten.

Wir sammelten Pilze im Schwarzwald, picknickten, aßen Landjäger und von meiner Mutter in Silberpapier eingewickelte belegte Brote und rohe Gurken und wenn wir beim Spazierengehen, an einer Giftgrube der Ciba-Geigy vorbei kamen, die aussah wie Jogurt, warf er dicke Steine für mich hinein.

An den Wochenenden ging er immer mit mir zum Kiosk im Dorf, um dort etwas Süßes für mich und Zigaretten für sich zu kaufen. Im Dorf war immer etwas los und so konnte unser Spaziergang schnell einige Stunden dauern. Er sang unter der Dusche: „Wunderbar, wunderbar, eine Kuh mit Pferdehaar.“ Egal wo wir waren, mein Vater war immer der Größte und er ragte aus jeder Menschen Menge heraus!

Später in Deutschland, als wir mit mit dem BMW 520 in Hannover die Arbeiten seines Dental Labors ausfuhren und er mir mit seiner ‚zwei Finger Zange‘ ans Knie griff, um mich zu erschrecken und aus meinen Träumen aufzuwecken. Später, nach dem meine Mutter gestorben war, saßen wir oft stundenlang in der weißen Küche seines Hauses, kochten, aßen, tranken Kaffee, rauchten und diskutierten über die aktuelle Weltpolitik, Energie – über Gott und Die Welt. – Ich habe ihn geliebt!

Er war am liebsten allein. Manchmal, wenn wir unseren Besuch ankündigten – nur zu zweit – und nur kurz – lehnte er ab: „Es passt mir heute nicht.“ Er aß jeden Morgen einen stichfesten LüneBest Spezial Jogurt und mochte keine Milch. Einmal hatte er sogar ein Fax aus Deutschland an uns in die USA gesandt, auf dem er mit einem von ihm gemaltes Flugzeug sein Kommen ankündigte. Nicht ein einziges Mal hat er mich und seine Enkel besucht, immer kam etwas dazwischen, die Arbeit, die Hunde… Er liebte Italien, die Natur und hatte einen wunderschönen Rhododendren Garten, in dem im Sommer über sechzig verschiedenfarbige Büsche blüten, er liebte Tiere, besonders Hunde.

Er hat viel Geld in mich (fehl)investiert und ich habe ihn wohl enttäuscht, er nannte mich im Streit seinerzeit als Teenager aus Wut „Frei schwebendes Arschloch“, einen Nichts, was ich schon damals als eine ausserordentlich intelligente und humorvolle Wortkreation hinnahm, doch es kam noch schlimmer.

Ich wuchs bei meinem Großeltern und in Internaten auf und kam zu eigenen Entschlüssen. Noch vor kurzen versicherten wir uns unserer gegenseitigen Liebe. Er hat es sehr bedauert zu viel gearbeitet, so viele unserer/seiner Träume nicht verwirklicht zu haben, obwohl vieles möglich gewesen wäre. Er war es, der mir das Sprechen beigebrachte, was meine Kunstlehrerinnen, Frau Dunkel, damals als „gedrillte Aussprache“ quittierte.

Er war sechs Jahre alt am Ende des II. Weltkriegs, hatte Operation Gomorrha 1943 mitgemacht, „die Stadt war hell wie am Tag“, er wurde aus einem US Hubschrauber beschossen, die Familie floh aus dem ausgebombten Hamburg Barmbek ins Weserbergland. Sein Vater Walter, ein Dentist, folgte später verwundet aus dem Krieg, in dem er als Maschinist auf einem Seenotrettungskreuzer gedient hatte. Sein Sohn war mit den Wandervögeln bis Italien gekommen.

Er erzählte wenig über diese Zeit, nur das er sich damals als Junge abgelehnt und überflüssig gefühlt hatte. Er hatte alles für seinen Tod vorbereitetet, Sterbeversicherung, den Nachlass geregelt, alles war geordnet, er wollte niemandem zur Last fallen. „Wer so gewirkt im Leben, wer so erfüllte sein Pflicht und steht sein Bestes hat gegeben, für immer bleibt er euch ein Licht.“ Ich bin im Besitz einer seiner lieblings Schallplatten, Johnny Horton, Greatest Hits, die er seinerzeit für fünf Mark einem US amerikanischen GI abgekauft hatte.

Sein kleines Mädchen hat er dann doch noch bekommen. Wie er einmal ganz allein auf sie aufpassen musste, als ihr größerer Bruder mit seinem Papa in Hannover im Kinderkrankenhaus lag, da ist er noch einmal richtig aufgeblüht. Nur selten habe ich ihn glücklicher gesehen.

Am Morgen des 24. Februars des Jahres 2022, zu Beginn des Ukraine Krieges, hat ihn die Kriegsnachricht wohl umgebracht, er verstarb an einem Herzinfarkt.

Djdeutschland

Der Vogel fraß sein Eio. Da gab er mir die Schalen. Ich sollt es niemand sagen. Da sagets ich, da schlug er mich, da grien ich. Da gab er mir ein Käs ein Brot. Da schwieg ich.

Jürgen Heinrich Simonis * 2.12. 36, † 24.2. 2022