Irritation und Verwirrung

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Die Montagskolumne #122 Rettet Europa!

Europa’s surface

Helmut Schmidt hat recht

Es geht um nichts Geringeres als die europäische Zivilisation! Wenn man sich jetzt nicht den Feinden der Freiheit entgegenstellt, denen, die sich nicht an die vereinbarte Charta halten, nicht an Kriterien und die damit verbunden Automatismen und vor allem denen, die dem supranationalen Gedanken Europas zuwiderhandeln, wird nichts gut werden. Der nationale Gedanke ist tot! Wer das nicht begriffen hat und in Regierungsverantwortung der Herde „Multikuli ist tot“ zubrüllt,  gehört abgewählt – denn er kann nicht rechnen! Es lebe die nationale Identität, denn sie bedeutet Vielfalt! Nur der, der sein eigen Lied auch singen darf, wird ein neues lernen. Doch wer uns nicht mitnimmt und wahrnimmt, wer sich mit überbordenden Organen über unsere Köpfe von Egoismen, von der Lobby, den Banken steuern lässt, entmachtet und enteignet Europa, ’statt es weiter voran zu treiben!

„Wir haben keine gemeinsame Sprache. Wir haben eigentlich nicht einmal eine gemeinsame Religion, denn Katholiken und Protestanten haben sich jahrhundertelang bekämpft – auch mit Waffen, und gemeinsam haben sie die Juden und die Muslime verfolgt und unterdrückt. Wohl aber haben wir eine große Zahl gemeinsamer Grundwerte. Wir sind gemeinsam Kinder der Aufklärung. Wir haben unsere Staaten und unsere Kirchen und Religionsgemeinschaften voneinander getrennt. Wir haben alle innerhalb unserer Staaten ein System der Gewaltentrennung etabliert. Wir sind gemeinsam von den Vorzügen der parlamentarischen Demokratie überzeugt.“
Helmut Schmidt 18.12.2010 ZEIT


Die Montagskolumne # 40 Billion

todesstern

Eine Billion Euro,

bestehend aus 500-€-Scheinen,
aufeinandergestapelt,
hätte eine Höhe von etwa 210 Kilometern.
Da fragt man sich doch, wozu noch
das Bankgeheimnis abschaffen.

Während sich das Publikum noch über
ein paar lumpige hundert Millionen Boni aufregt,
pumpt die amerikanische Notenbank
1ooo ooo ooo ooo in den Markt.

Nicht per Notenpresse,  per Knopfdruck,
virtuell wandert durch den Amokkauf von Wertpapieren
frisches Geld auf die Konten der Banken.

Apropos drucken.
Attac hat eine täuschend echte Nachbildung der Zeit
mit Datum 1. Mai 2010 gedruckt und hunderttausend Mal kostenlos verteilteit.
Zusätzlich wurde Zeit online bis ins Detail nachempfunden.
Darin wird das Ende des Kasinokapitalismus proklamiert und
die Verstaatlichung der einen oder anderen Bank bestätigt.
Die Idee ist nicht neu,
gleiches wurde schon mit der New York Times gemacht.

Wozu der Aufwand?
Warum habt ihr nicht Geld gedruckt?
Zum Beispiel eine Billion;
durch achtzig Millionen Bundesbürger, wäre

12.500 für jeden!

DjDeutschland


„Sogar im Krieg ist es möglich, daß man miteinander kommuniziert“

„Ich habe die Tage seit der israelischen Bodenoffensive damit verbracht,
mit den einzelnen Orchestermusikern zu sprechen.
Natürlich gibt es keine einheitliche Haltung zu diesem Krieg.
Und natürlich ist die Lage hoch komplex – emotional, mental und auch politisch.
Da kommen junge Menschen zusammen, deren Völker Krieg gegeneinander führen.
Der eine lebt in Israels Süden und wird seit Jahren von den Raketen der Hamas bedroht.
Der andere hat Angehörige in Gaza.
Und der dritte, der aus Ägypten oder aus Syrien stammt, wird von seiner Familie unter Druck gesetzt.
Alle aber haben mir gesagt: Wir müssen spielen und wir wollen spielen.
Weil wir nicht an eine militärische Lösung des Konflikts glauben.
Davor habe ich großen Respekt.“ (Quelle: Interview Zeit)

Daniel Barenboim, Dirigent des West-Eastern Divan Orchestra,  das 2009 zehn Jahre alt wird.