Irritation und Verwirrung

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Montagskolumne #176-617: Haben wir keinen Verstand?

Die Saat der Waffenschieber geht auf.

Haben wir vergessen, dass eine amerikanische Regierung und einen Handvoll Geschäftsmänner auf der Basis einer Lüge einen Krieg im Irak lostraten und das Land ins Chaos stürzten?

Haben wir die Hundertausenden von Toten vergessen, die Verletzungen des internationalen Rechts, die Folter, Entführungen, Abbu Graib, den Highway des Todes?

Glauben wir wirklich, dass wir die aus dem Nichts aufgetauchten Jesiden, die im Gegensatz zu den Menschen in Gaza wenigstens weglaufen können, mit noch mehr Waffen retten?

Wir, die einer menschenverachtenden, umweltzerstörenden Geldreligion anhängen, wundern uns tatsächlich darüber, dass Kinder und Jugendliche, die nichts bitterer und schärfer trifft als Ungerechtigkeit, Amok denken und einem Islam-Pop folgen?

Ist es nicht in Wirklichkeit eine Falle, in die ihre Rattenfänger da liefen, indem sie die im Irak abgelegten und über Katar und Saudi Arabien quersubventionierten Waffen vorfanden, mit denen sie ihr steinzeitlich barbarisches Treiben entfalten können?

Hat bis jetzt nicht noch jedes NATO-Bombardement in die Sharia geführt? Ist dieses in biblischem Glauben an Vergeltung verwurzelte „Fischeschießen im Fass“ im Gazastreifen nicht in Wirklichkeit das Kreieren des Feindes, den es braucht? Wäre das friedliche Zusammenleben aller Religionen im Heiligen Land, in einem Staat mit gleichen Rechten, nicht das Ende des jüdischen Staates?

Was, wenn die um einen Genozid (wieder einmal) zu verhindern gelieferten panzerbrechenden deutschen Waffen in die Hände radikaler Palästinenser fallen und sich gegen israelische Panzer richten? Wird dann wieder ein deutscher Außenminister, wie damals Genscher, mit einem Scheck über 250 Millionen und der Zusage auf ein atomwaffenfähiges U-Boot der Dolphinklasse nach Israel reisen?

DJDeutschland im Arrest

 


Die Rechnung ist aufgegangen

Die Sprengung eines Gebäudes

kann die Welt verändern. Alan Greenspan, der US-Notenbankchef, nahm gerade an den Verhandlungen zu Basel II teil, wir saßen in unseren Büros und waren guter Dinge, die Futures waren fünfzig Punkte im Plus. Natürlich hatten wir Technologiewerte gekauft, all das Zeug, das wochenlang gefallen war. Die Münchner Rück wurde in großem Stil verkauft, wir hatten unsere Hochtechnologie mit QQQ-Verkäufen im Nasdaq gegen einen eventuellen Crash abgesichert, als die Futures plötzlich fünfzig Punkte ins Minus drehten.

Wir dachten erst an den Fehler eines Keypunchers, es gab im Büro keine Fernsehgräte, wir riefen unser Broker an, die meinten, es sei etwas in die New Yorker Twin Towers geflogen.

Die Bilder, die uns alle wenig später erreichten, waren von solcher Unglaublichkeit, daß man sich nicht daran satt sehen konnte. Der Komponist Karlheinz Stockhausen würde später unter schärfster Kritik, zurecht von einem Kunstwerk sprechen. Der Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung legte mir den Hörer auf, als ich von einem Gegenschlag sprach. War Hiroshima etwa kein Terror? Mindestens siebzigtausend Menschen starben in den ersten Sekunden nach Detonation der Atombombe. Ist es richtig oder falsch, daß kriegerischen Auseinandersetzungen, an denen die USA nach dem zweiten Weltkrieg beteiligt war, mehr Menschen zum Opfer gefallen sind, als in zwei Weltkriegen? Oder bezieht es sich nur auf Zivilisten?

Wir riefen von da an unsere Kunden nur noch mit dem Osama Bin Zusatz zu unseren jeweiligen Namen an und forderten mehr Geld. Der Nasdaq würde ins Bodenlose stürzen, die QQQ Powershare puts machten die Leeverkäufer kurzfristig reich.

Djdeutschland