Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Tag X

Schotter

 

  

Der X-Train

startet am Freitag, 5. November frühmorgens in München.  

Am selben Tag Abends wird er in Bonn eintreffen, wo der Zug nach einer Übernachtung am 6. November morgens auch wieder starten wird.
Der X-Train fährt durch Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, NRW sowie Niedersachsen und macht dabei an zahlreichen Bahnhöfen halt.

 

Haltebahnhof Abfahrtstag Abfahrtszeit (nicht definitiv!!!)



Zone I (alles Liegewagen)





München Hbf. (Demo) 05.11.10 ca. 7 Uhr
Augsburg Hbf. 05.11.10 ca. 9 Uhr
Ulm Hbf. 05.11.10 ca. 10 Uhr
Stuttgart Hbf.(Demo) 05.11.10 ca. 11 Uhr
Karlsruhe Hbf. 05.11.10 ca. 13 Uhr
Heidelberg Hbf. 05.11.10 ca. 15 Uhr
Mannheim Hbf. 05.11.10 ca. 15 Uhr
Darmstadt Hbf.(Demo) 05.11.10 ca. 16 Uhr
Frankfurt Süd 05.11.10 ca. 17 Uhr
Koblenz Hbf. (Demo) 05.11.10 ca. 19 Uhr
Bonn Hbf. (Demo) 05.11.10 ca. 20 Uhr



Pause und Übernachtung im Schlafwagen




Zone II (alles Sitzplätze)





Bonn Hbf. 06.11.10 ca. 3 Uhr
Köln Hbf. 06.11.10 ca. 3:30 Uhr
Solingen Hbf. 06.11.10 ca. 4 Uhr
Wuppertal Hbf. 06.11.10 ca. 4 Uhr
Hagen Hbf. 06.11.10 ca. 5 Uhr
Dortmund Hbf. 06.11.10 ca. 5 Uhr
Hamm Hbf. 06.11.10 ca. 6 Uhr
Münster Hbf. 06.11.10 ca. 7 Uhr
Osnabrück Hbf. 06.11.10 ca. 8 Uhr
Hannover Hbf. (Demo) 06.11.10 ca. 9 Uhr



Ankunft Uelzen 06.11.10 ca. 12 Uhr
Abfahrt Uelzen nach Dannenberg 06.11.10 ca. 12:20 Uhr



Rückfahrt der Busse von

Dannenberg 06.11.10 ca. 19 Uhr


Der X-Train rollt…

Direkt zur Online-Bestellung>>>


Wiederaufbereitung

Das war erst der Anfang

Sowohl die Landesregierung in Baden-Württemberg, wie auch die Bundesregierung sind entschlossen, ihre Klientelpolitik durchzuziehen; diskutiert wird nicht. „Ein Herbst voller Entscheidungen.“ Doch diese Sicht ist fatal und hat in Stuttgart zur Eskalation geführt. Die ungleiche Wahrnehmung der politischen Klasse und ihrem Volk, ist bemerkenswert und erinnert an ’89. Und dabei kann man die Linke nicht ausnehmen, die uns einen Wullf aufgebunden hat!

Mich erinnern die Bilder an vergangene Schlachten in Wackersdorf und Brokdorf, die mich als damals jungem Menschen ob ihrer staatlichen Gewalt und Ungerechtigkeit, mit ihrer Strategie der Kriminalisierung, beinahe in den politischen Untergrund geführt hätten. Ich habe damals nicht, wie ein Fischer, Steine geworfen – Gewalt ist kein politisches Mittel – aber Polizisten unterm Regenbogen getroffen, die noch jünger waren als ich, mit denen mich die Ablehnung der Million Jahre strahlenden Fehleinschätzung einte. Auch die Sympathie für Oberpfälzer Sägefische. Vergesst das nie!

Unglaublich, daß man die Zeit bis heute nicht zu nutzen wusste, auf transparentem Entscheidungswege, weg von Oel und Kohle, bessere Verkehrssysteme, bessere Netze, effizientere Leitungen und Antriebe zubauen!  Und jetzt so weitermachen?

Meine Kinder sind größer geworden; sie haben schon diverse Male hinter meinem Rücken gegen Bildungsabbau und Atomkraft protestiert, sogar Bahnhofsvorplätze besetzt. Wir hören Johnny Cash in der dritten Generation! Wir haben einen völlig gewaltfreien, umweltgerechten Plan zu Abwehr von Luftüberwachung bei Demonstrationen entwickelt!

Ich und meinesgleichen, sind jetzt die Mehrheit in diesem Land! Die Generation der Erben, die nicht unbedingt so glücklich sind mit ihrem Erbe. Aber wir sind im Geiste von ‚Nie wieder Krieg‘ und einem gesunderen Umgang mit sich und der Natur, für eine lebenswerte, gerechte und friedliche Zukunft unserer Kinder, sozialisiert worden.

Natürlich darf man sich nicht immer dem Druck der Straße beugen, natürlich ist Volksentscheid nicht immer wehrhafte Demokratie. Es bedarf der üblichen Entscheidungsprozesse, sicher auch durch die Parteien. Den Grünen in Hamburg hätte es nicht schlecht zu Gesicht gestanden, durch vorgezogene Neuwahlen dem Protest gegen das Umschmeißen des Atomausstiegs und Moorburg Ausdruck zu verleihen. Das Eigentor in Stuttgart und die Kaltschnäuzigkeit schwarzgelben Regierens, könnten uns schon in der nächsten Legislaturperiode eine grüne Bundeskanzlerin Künast bescheren. Ist man dort bereit, aus vergangenen Fehlern zu lernen, die Bundeswehr zu entwaffnen und zukunftsträchtiger Technologie und daraus resultierendem wirtschaftlichem Fortschritt zum Durchbruch zu verhelfen, könnte dieses Land, mit Perspektive Europa, sehr schnell anders aussehen. 

Djdeutschland


Natürlich muß ins Grundgesetz, daß wir nachfolgenden Generationen kein jahrtausendelang strahlendes Erbe hinterlassen dürfen!

bxmediaone220335file

Am gestrigen Montag

wollte ich meine beiden Jung’s von der Schule abholen.
Kurz vorher bekam ich vom Größeren die Kurznachricht,
daß er keine Zeit für mich habe.
So holte ich den Kleineren ab
und unsere Erkundigungen in der Klasse des Größeren ergaben,
er habe sich zu einer Demonstration abgemeldet.
Näheres wusste man dort nicht.

Wir entschlossen uns, den Weg in die Stadt zu Fuß zu gehen.
Kurz vor dem Stadttor, in der Nähe des Bahnhofs,
kam uns der große Bruder in Begleitung eines Klassenkameraden entgegen.
Sie waren beide mit Atomkraft-Nein-Danke Stickern bepflastert
und mein Sohn zog einen Vordruck aus der Tasche,
auf dem ich als Erziehungsberechtigter
mein Einverständnis für sein Fehlen in der Schule
wegen der Wahrnehmung seines Grundrechts auf Demonstration,
durch Unterschrift erlauben sollte.

Es kamen Erinnerungen in mir hoch.

Sie berichteten von der Besetzung des Bahnhofs mit anderen Mitschülern,
aus Protest gegen den Atommülltransport.
Mein noch so junger größerer Sohn berichtete euphorisch von den Vorkommnissen
und dem damit verbundenen Polizeieinsatz und einer Anzeige gegen seine Schule.

„Die, die sich auf der Strecke haben einbetonieren lassen,
waren auch da!“ „Rein zufällig.“
„Das mache ich das nächste Mal auch“!

„NEIN!“ sage ich.
„Ich schaffe Arbeitsplätze;
von zehntausend Polizeibewerbern werden nur zehn Prozent genommen.
Mehr Einsätze; mehr Polizisten“,
höre ich den Jungen schwadronieren.

Woher hat er das bloß?

„Aus einer friedlichen Demonstration heraus können schnell gewalttätige Aktionen geführt werden“,
höre ich aus mir herauskommen…
Während ich den Vordruck unterschreibe, bittet mich der Klassenkamerad,
seinen auch zu unterschreiben und gibt mir einen Anti-Atomkraft-Sticker.

Ich schlage ein gemeinsames Essen beim Inder vor,
wo wir angeregt gewaltfreie Widerstands- und Sabotageformen diskutieren.
„Schließlich sind viele Polizisten auch gegen Atomkraftwerke,“ gebe ich zu bedenken.
Es kommen noch mehr Erinnerungen in mir hoch.

„Ich habe im Gegensatz zum Ex-Außenminister Fischer
noch niemals Gewalt gegen Menschen auf Demonstrationen angewendet.“

„Höchstens Druck.“

Ich muß mir auf die Zunge beißen, um ihnen nicht von meinen ‚Kriegserlebnissen“
und den diversen Ermittlungsverfahren wegen Widerstands
oder versuchter Gefangenenbefreiung zu erzählen…
Ich kann aber einen gewissen Stolz auf die Jungs nicht verhehlen.

Abends sitzen dann die Papas in der Bar
und jeder hat viel ‚Gutes‘ von seinen Kindern zu berichten…

Heute höre ich im Radio einen französischen Wissenschaftler,
der damit beschäftigt ist, Kommunikationsformen und Materialien zu entwickeln,
die in einer Millionen Jahren Menschen darauf hinweisen können,
wo sich radioaktiver Müll befindet.

Jungs, daß nächste Mal bin ich wieder mit dabei!

Der Kampf geht weiter!

YES WE CAN!

power
Bild: Djunior
DjDeutschland