Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Seeräuber

Freiheit für die in Hamburg inhaftierten Piraten!

Es gibt Menschen,

 
die kapern Schiffe mit Hilfsgütern,
um sich notzuwehren und erschießen die Besatzung.
Es gibt welche, die müssen zurücktreten, weil sie etwas sagen,
was so auch im Weissbuch der Bundeswehr steht,
sich gegen Angriffe auf ‚unsere‘ Handelswege
mit militärischer Gewalt zu erwehren.
Es gibt Reeder, die ausflaggen um ihre Steuern nicht hier bezahlen zu müssen
um sich bezahlte Killer/Söldner oder Ex_Bundeswehrsoldaten anzuheuern,
nur um sich notzuwehren.

Es gibt Menschen, denen keine schulische Bildung zu Teil wird,
die keine Gesundheitsversorgung kennen und auch keine
ausreichende Versorgung mit Wasser.
Um die sich keine Regierung kümmert, weil es sie nicht gibt.
Deren Kontinent seit Jahrhunderten ausgebeutet wird.
Vor ihrer Küste gibt es keine Fische mehr, keine Jobs,
weil unsere Fabrikschiffe sie wegfangen.
‚Unsere‘ Schiffe, erbeutete Rohstoffe aus denen rechtlose Arbeiterheere
die Reihenweise von den Dächern ihrer Betriebe in den Tod springen,
unsere IPhones bauen und ums Horn von Afrika fahren.

Einer der zehn von holländischen Spezialeinheiten eingefangen ‚Piraten‘
ist erst 14 Jahre alt. Er wurde bereits von den anderen, älteren in Hamburg
Inhaftierten isoliert und in Hahnöfersand arrestiert,
Wie muss er sich fühlen? Wir müssen ihm beistehen!

„Am Schicksal Afrikas entscheidet sich die Menschlichkeit der Welt“
(Bundespräsident Köhler bei seiner Antrittsrede im deutschen Bundestag)

 

Djdeutschland


Auf einem Auge blind

nir_hod_i_love_2006_542_539Nir Hod        

Zu Ostern haben die SEALS zwei Neger abgeknallt

Oder waren es drei?
Sie hatten amerikanische Seeleute als Geiseln genommen.
In Somalia gibt es keine wirkliche Regierung,
kein Militär, keine Polizei, keine Jobs.
Die Europäer fangen vor der Küste die Fische weg.
Mit großen Fabrikschiffen.

Überhaupt wird Afrika von uns ausgebeutet,
Gold, Oel, Diamanten – oder zu Tode subventioniert –
und die Völkermorde begangen mit Waffen
aus westlicher Produktion.

Vor der Küste des Landes wird illegale Atommüll-
und Giftmüllentsorgung betrieben.

70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang
zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung.
Hunderte, wenn nicht tausende
ersaufen bei dem Versuch Afrika
in Richtung Europa zu verlassen.

Außer sie bleiben da
und holen sich den ‚westlichen Reichtum‘
im Golf von Aden,
den wir vor ihrer Küste
hin und her um’s Horn von Afrika fahren.

Reichtum, der sich nicht zuletzt
auf der Ausbeutung afrikanischer Rohstoffe gründet,
die in die Produktion von Gütern entrechteter
Arbeiterheere in Asien mündet.

Etwa elf Prozent des weltweit verschifften Rohöls
sowie ein Großteil der Waren aus Asien
gelangen über den Golf von Aden nach Europa.

Rund 92 Prozent aller global gehandelten Waren
werden heute über das Wasser transportiert.
Jedes Jahr fahren rund 25 000 Handelsschiffe
durch die gefährdete Wasserstraße.

Bisher war Geiselnahme ein unblutiges Geschäft,
doch das könnte sich nach der österlich amerikanischen Heldentat bald ändern.
Piratenchef Abdi Garad kündete Vergeltungsmaßnahmen
für die getöteten jugendlichen Seeräuber an.

Ein überlebender Seeräuber, er ist erst sechzehn,
wurde inzwischen nach New York überstellt
und soll dort vor Gericht gestellt werden.
Denn Seeräubern ist verboten und wird verfolgt,
Folterer dagegen gehen dort straffrei aus.


Was die Piraten zu erwarten haben

kg1Khuong Nguyen

17. Dezember 2008, 14:00, NZZ Online
Was die Piraten zu erwarten haben
spi. Die Resolution 1851 des Uno-Sicherheitsrats ruft alle Staaten, «die dazu in der Lage sind» auf, sich aktiv am Kampf gegen die Piraten zu beteiligen. Dies soll zum einen geschehen, indem Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge eingesetzt werden, um Wasserfahrzeuge, Waffen und sonstige Ausrüstung der Seeräuber unschädlich zu machen. Auch die Festnahme von Freibeutern durch sogenannte «shipriders» – Srafverfolgungsorgane von Drittländern aus der Region – sind nun möglich. Dass all dies vor der Küste auf offener See geschehen kann, war unbestritten.
Der Resolutionstext gibt aber keine eindeutige Antwort darauf, ob auch die vermutlich effizienteste Methode gegen die Piraten nun sanktioniert wird. Kenner der Lage sind nämlich der Ansicht, dass die Piraten vor allem dadurch geschwächt werden könnten, indem ihre Basen auf dem somalischen Festland aus der Luft angegriffen werden. In dem Dokument heisst es, die Uno-Mitglieder seien angehalten, die somalische Übergangsregierung darin zu unterstützen, die von ihrem Territorium aus operierenden Piraten zur Rechenschaft zu ziehen. Dazu könnten «alle notwendigen Massnahmen, die in Somalia angemessen sind,» ergriffen werden. Auf Einspruch von Indonesien wurde eine Passage in einem Entwurf der Resolution gestrichen, in der es hiess «einschliesslich des Luftraums». Explizit ausgeschlossen wird die Möglichkeit von Luftangriffen auf das Festland in der nun angenommenen Fassung allerdings auch nicht.