Irritation und Verwirrung

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Die Montagskolumne #170 Schwarmstrom Revolution

Die ‚Revolution‘ im Energiebereich, von der die Kanzlerin gesprochen hat, ist in Gefahr. Nicht zuletzt, weil auch die Kanzlerin den kriminellen Netzmonopolisten das Wort reden muss. Das Stromnetz, in das wir seit Jahren zwei Drittel unserer Stromrechnung investieren, ist ineffizient und soll jetzt endlich ausgebaut werden und wir sollen ein weiteres Mal dafür bezahlen. Warum? Das Erdgasleitungsnetz ist eine effizientere, sicherere, umweltfreundliche und gesellschaftlich akzeptierte Energieinfrastruktur! Aufgrund seines Aufbaus ist es prinzipiell für die Fortleitung von Wasserstoff oder Methan aus regenerativer elektrischer Energie geeignet. Die Nutzung der Gasinfrastruktur und seiner Komponenten bietet daher die Chance für einen ökologisch und volkswirtschaftlich sinnvollen Übergang von einer fossilen zu einer regenerativen Energiewirtschaft und wird so zum unverzichtbaren Teil eines zukünftigen Energiesystems.

Energie ist Macht, sie wird mit allen Mitteln verteidigt, es wird gelogen und betrogen. Die INSM’s und ihre Clements, geben Millionen dafür aus uns zu verwirren. Die Lobby der Energiemachteliten arbeitet auf Hochtouren, denn Wind bläst umsonst, Sonne scheint umsonst, die Entwicklung dezentraler Stromerzeuger schreitet ähnlich schnell voran wie die im Computerbereich. Überschüssige Energie in erneuerbares Gas umgewandelt und in den vorhandenen Gastrassen gespeichert und verlustfrei transportiert, bringt insbesondere dezentral produziert Geld für jedermann und eben nicht nur einer koruppten Minderheit. Eine Gastrasse ersetzt zehn Stromtrassen! Wir müssen uns vor RWE- und Gasprom Schröders ‚reingeschleppten, unberechenbar lupenreinen Demokraten schützen, die unser Gasnetz für Ihre fossile Verbrennung greifen wollen!

Djdeutschland


Der Einzige und sein geistiges Eigentum

Christian Ziegler ‎Sechs Gründe für eine Überwindung des Konzeptes vom ‚geistigen Eigentum‘:

1) Demut: Jeder, der mit seinen geistigen Erzeugnissen geizt, lebt auch von anderen, die das nicht getan haben.

2) Fairness: Das gegenwärtige Urheberrecht belohnt nicht geistige Leistungen, sondern die Fähigkeit, sich geistige Leistungen schützen zu lassen. Das sind prinzipiell zwei ganz verschiedene Dinge.

3) Übergeordneter kultureller Wert: Die kulturelle Aufgabe unserer Zeit wäre es, nicht in erster Linie immer neue Inhalte zu produzieren, sondern die vorhandenen zu ordnen, aufeinander zu beziehen und sinnvoll zu erschließen. Der Kulturheros dieser Epoche wäre der brilliante Bibliothekar, nicht der ’schöpferische Genius‘ der Romantik. Der Bibliothekar braucht die Erlaubnis, fremde ‚Bücher‘ arrangieren zu dürfen.

4) Bildung: Zur Zukunft der Bildung gehört in viel stärkerem Maße als bisher die Autodidaktik. Diese wird umso besser gelingen, umso mehr wertvolle Lehrmittel jedermann zugänglich sind. (Vorausgesetzt, wir können auch die Lernlandschaft defragmentieren und Qualitätssicherungsmechanismen implementieren.) Es ist unsinnig, den Wert der Bildung zu loben und Chancengleichheit zu befürworten, wenn man nicht gleichzeitig für Lehrmittelfreiheit sorgt.

5) Wissenschaft: Der wissenschaftliche Wert des Internets wird sich nicht darin erschöpfen, MEDIUM wissenschaftlicher Kommunikation zu sein. In Zukunft noch wichtiger wird die Möglichkeit sein, die Datenmengen des Internets selbst automatisiert bzw. halbautomatisiert auswerten zu können. Urheberrechtliche Datenschranken führen dann zu einem ‚availability bias‘. Wir verfälschen also durch einen falsch verstandenen Urheberschutz unsere Welterkenntnis. (Und berauben uns damit auch der Chance, Politik auf rationalerer Grundlage betreiben zu können.)

6) Wirtschaft: Einschränkungen der Mitteilbarkeit von Arbeiten, die auf vorhandene Werke aufsatteln, führen zu erheblichen Redundanzen und der Verschwendung geistiger Ressourcen. Es ist sinnvoller, etwa ein paar gut strukturierte Musik- oder Filmdatenbanken allgemein zugänglich zu haben, als Millionen von Menschen Millionen von Arbeitsstunden zubringen zu lassen, ihre persönlichen, lückenhaften Archive aufbauen zu lassen. (So wie man in Maos China feststellen mußte, das millionenfache Hinterhof-Stahlkocherei doch keine gute Idee ist.)

Fazit: Weil es einen kulturell-moralischen Imperativ gibt, geistige Schöpfungen allgemein verfügbar zu machen, DARF sich die gegenwärtige Diskussion nicht mehr auf die Verteidigung eines dysfunktionalen status quo beschränken. Ausgangspunkt der Diskussion MUSS die Frage sein: Welche ANDEREN Möglichkeiten gibt es, geistig Schaffenden eine angemessene Teilhabe an den materiellen Ressourcen zu sichern?

Und untendrein:  ‚Geistiges Eigentum‘, ebenso ‚Enteignung‘ oder ‚Raub‘ sind lediglich polemische Metaphern in diesem Zusammenhang. Eigentum gibt es in unserer Rechtsordnung nur an SACHEN, zum Raub gehören Drohung oder Gewalt. Die Frage, ob es SINNVOLL ist, Urheberrechte als ‚eigentumsähnlich‘ zu konstruieren, kann und sollte man ergebnisoffen erörtern und diskutieren – statt diese Frage durch moralische Drohgesten verhindern zu wollen. Copyleft by Christian Ziegler.