Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Rassismus

Die Montagskolumne #43 Disqualifikation

270505

Im Jahre 2000

wurde erstmals in der Geschichte der Europäischen Union
ein Mitgliedsland mit diplomatischen Sanktionen belegt.
Als Reaktion auf den Eintritt der damals noch als ultrarechts, später
als rechtspopulistisch bezeichneten Freiheitlichen Partei (FPÖ) Jörg Haiders
in die österreichische Regierung, wurden die bilateralen Beziehungen eingefroren.

Die neue israelische Regierung,
der Leute angehören, deren Politik und Verständnis von Zionismus
man durchaus mit Rassismus gleichsetzen kann,
wecken hierzulande kaum Interesse.

Die Intention einiger arabischer Staaten,
Israel wegen rassistischer Behandlung der Palästinenser anzuprangern,
diente den USA als offizielle Begründung schon
der ersten und der zweiten UN-Rassismuskonferenz
in den Jahren 1978 und 1983 fernzubleiben.

Daß der iranische Präsident Ahmadinedschad,
der bis heute von seriösen, öffentlich-rechtlichen Journalisten wider besseren Wissens und in verfälschender Weise zum Holocaustleugner geschrieben wird,
auf der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus sprechen will
und die Befürchtungen, dass die am heutigen Montag in Genf beginnende Konferenz
erneut eine Anklage-Veranstaltung gegen Israel werden könnte,
führt ein weiteres Mal zu Boykottmaßnahmen.

Die USA, Kanada, Australien, Deutschland, Italien aber auch Polen und Holland
werden der Konferenz fern bleiben.
Frankreich und 35 weitere Staaten haben ihre Teinahme zugesagt,
auch die britische Regierung hält daran fest, bei der Konferenz in Genf
«eine kollektive Willenserklärung zum Kampf gegen den Rassismus»
zu erreichen.

Das würde allerdings ein Ende des mit zweierlei Maßmessens voraussetzen!
Man kann nicht die Belagerung Sarajevos als Terror verurteilen,
eine Belagerung des Gazastreifens dagegen gutheißen.

Man kann die Unterstützung des palästinensischen Widerstandskampfes
durch den Iran nicht als Unterstützung des Terrors brandmarken,
ohne die Frage zu stellen, wer Israel Phosphorgranaten
und anderere geächtete Waffen
im Kampf gegen die palästinensische Zivilbevölkerung liefert.

Wer aber solche Fragen fürchtet,
oder einer zu einseitige Kritik an Israel nichts entgegen zusetzen hat,
der fürchtet gleichsam Kritik an der eigenen Außenpolitik und entzieht sich
feige der internationalen, demokratisch, völkerrechtlichen Kontroverse
und mit Bezugnahme auf den Iran tut er dieses auf höchst rassistische Weise.


Montagskolumne #21 Kulturkrampf

irmaThomas Doering

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum Pogrom vor 70 Jahren in Deutschland, haben gestern in Berlin Charlotte Knobloch & Angela Merkel ihre Reden gehalten. Die Kanzlerin resümierte:

„Also, meine Damen und Herren, fassen wir die Lehre unserer Geschichte in einem Satz zusammen: Wir dürfen nicht schweigen.“

Gleichwohl nennt sie die Kritik am Krieg Isreals gegen Palästina antisemitisch und man geht wohlmöglich bald in den Knast, wenn man selbe äußert.

Es war Obama, der bei seiner Sieges-Rede an den Mauerfall in Deutschland vor 19 Jahren erinnerte, an das friedliche Ende eines jahrzente andauernden Krieges am 9. November 1989. Er steht heute für die Überwindung von Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Weltweit setzen Menschen ihre Hoffnungen auf Frieden in seine Politik während in Deutschland immer noch viel der Worte um unsere grauenhafte Vergangenheit gemacht werden, so als könne man sich mit einem gehörigen Maß an Schuldgefühl und Scham aus der Verantwortung für eine friedliche Gegenwart im Nahen Osten stehlen.

Liebe Frau Kanzlerin, ich will die von Ihnen angesprochenen Grundrechte Freiheit und Menschenwürde mal mit den Worten einer wunderbaren deutschen Band zusammenfassen:

Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen.
Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen.
Du bist nicht besser als der neben dir.
Keiner hat das Recht, Menschen zu regier’n.

Hoffen wir, daß nicht nur Frau Knobloch und der Zentrarat in Deutschland etwas über eine friedliche Wiedervereinigung lernen können.

Daringlyjunes grüßt Djdeutschland


‚Ich bin ein Neger und das ist auch gut so!‘


joshua hoffine

Es ist noch nicht allzu lange her, da wurden Homosexuelle als Schwule beschimpft.
Sie waren so schlau und adaptierten die Beleidigung ’schwul‘ für sich.
Sie nehmen heute führende Plätze in Staat und Gesellschaft ein.

Eines ist klar und das ist wirklich das Bemerkenswerte,

Er will ALLE Mauern einreißen!
„Eine Schlacht der Ideen!“
„Eine Welt ohne Nuklearwaffen!“
„Folter ablehnen!“
„Rassismus abschaffen!“

Eine Boulevardzeitung titelte: „Wieviel Kennedy steckt in Obama?“
Und man ist versucht zu sagen: ‚Das hängt davon ab, wieviele Projektile ihn treffen werden‘.

Eine Hillary Clinton wartet immer noch darauf!

Eines wird Barack Hussein Obama jedenfalls; eine Veränderung.

Yes we can!

Djdeutschland