Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Ole von Beust

Die Montagskolumne #99 Tor zur Welt

Das es sich bei Hamburg

um keine Weltstadt handelt, das sieht man schon an den Bezügen der S-Bahnsitze. Der siebte Mann Merkels in Folge tritt ab, auch Ole von Beust ohne wirkliche Angabe von Gründen. Verlassen die Kanzlerin die Männer, oder verlassen Ratten ein sinkendes Schiff?

Das Politik nerven kann, wenn Einzelinteressen über das Wohl vieler gestellt werden, kennt ein jeder der sich auch nur in einer Innitiative engagiert hat. Wer sich das reaktionäre Gequatsche und das Gebaren der Schulreformgegner anhört, der muß das Kotzen kriegen und wer sich klar macht, das wieder nicht genug dagegen aufgestanden sind, muß Verständnis haben dafür, wenn einer hinwirft.

Auch die ‚Vorstandsvorsitzenden‘ sind Opfer dieses Schulsystems, sind sie doch weder zu Veränderungen bereit, noch in der Lage zu innovativem Denken oder gemeinsamen lernen. Auch die Denker und Entscheider laufen weiter messbar in die selbe falsche Richtung. Sie verbringen ihre Freizeit lieber auf Sylt statt in Hamburg, mit Verdiensten aus Geschäften an dieser Stadt. Spätestens beim festzurren des Etats werden die unbequemen Resultate, (auch ohne Ole) dieser Spezies ans Licht kommen. 

Wann stoßen wir das Tor zur Welt endlich auf, anstatt es für unsere Kinder und Kindeskinder zu verrammeln?

 

 

„…bevor die Schulbank sie kriegt
und ihnen alles wegnimmt
Zeittotschläger laufen um ihr Leben
irgendwann hält Gott seine Arme auf
bis hierhin und nicht weiter
Wissen tut weh, Gott nicht
und ’33 war Adolf Hitler Gottes Sohn
Falsche Richtung..!“ Blumfeld

 
Djdeutschland


Djdeutschland trifft Ole von Beust und Guido Westerwelle

Ein Vergleich

280508ham206lac_westerwelle1_DW_812284g

Neulich, als ich so niedergeschlagen
in den heiligen Fluren des Amtsgerichts
vor der ‚Bad Bank‘ sitze und noch
über die kaputte Beleuchtung direkt über mir sinniere,
biegt er mit vier Personenschützern um die Ecke:
Der erste Bürgermeister!

Gott schütze die Personenschützer!

Mich sofort erhebend, entfährt mir ein:
„Nein,  der Bürgermeister!“
Meine ausgestreckte Hand wird sofort
schraubstockartig erwidert
und meine Frage: „Wie gehts?“,
sofort authentisch mit
stahlblauem, direktem Blick
und einem ernsten: „Man lebt“, pariert.

Das war’s und es hat mich nachhaltig beeindruckt.

Ganz anders Guido Westerwelle:
Ich traf ihn inkognito am Bahnhof,
ohne Personenschützer.
Er kam, vielleicht von einem seiner schwulen Besuche
aus St. Georg, und trug ein Dossier unterm Arm.

Auf Ansprache wollte er erst weiter stolpern
und auf meine Frage, warum er mir die Hand nicht schüttle,
entgegnete er mir, ob man sich kenne und hielt an.
„Na klar!“, sagte ich.
„Woher?“, fragte er.

Ich hätte jetzt natürlich sagen können:
„Der Personenschützer von Jürgen W. Möllemann,
Stichwort Einzelstern„, oder „ein Mossad Mann“,
oder einfach „ein Scarface wie Sie,
ein Verehrer.“

Aber er war eh schon ziemlich verunsichert
und es verschlug mir die Sprache.
So zog ich ungeschüttelter Hände weiter.

Ole ist wirklich souverän,
sieht gut aus und ist authentisch.
Wohlgemerkt mit Personenschützern
auf heimischen Boden.

Guido ist hibbelig, wohlgemerkt,
ohne Personenschützer ungeschützt,
etwas unsicher so fern von Berlin.

Im Vergleich kann ich sagen,
mit Ole von Beust hat mir ein kommender
Bundeskanzler die Hand geschüttelt.
Aber mit Guido Westerwelle ist mir kein
kommender Außenminister begegnet.

Djdeutschland


Die Montagskolumne # 51 Crisis? What Crisis?

abgaskruemmer

Wenn ich Co2 frei

mit meinem Fahrrad an irgend einer Ampel stehend,
von überdachten Fahrradwegen träume
und warte, fahren sie immer noch alleinsitzend
in ihren Sprit fressenden Geländewagen
an mir vorbei und halten mich auf.

Angst vor Verknappung
haben sie nur an langen Wochenenden;
dann stehen sie in der zweiten Reihe
mit laufenden Motor und stürmen die Supermärkte,
als wenn die nie wieder öffnen würden,
von der Angst getrieben, kein Ciabatta mehr zu kriegen.

Arbeitsplätze statt Insolvenz sagen die Einen,
Sozial ist, was Arbeit schafft, die Anderen.
Und deshalb wird das, was längst insolvent ist,
weiter am Leben gehalten.

Als ich den 1. Bürgermeister beim Amtsgericht
vor der Vollstreckungsstelle frage, wie es ihm geht,
antwortet der: „Man lebt.“
Das, und sein fester Händedruck
haben einen bleibenden Eindruck
bei mir hinterlassen.

DjDeutschland


Like A Hill!

Felsen!

Ich hab‘ Dich früher immer im Supermarkt getroffen.
Und Du hast mit mir geredet. 
Du hast ein paar Kontakte für mich gemacht
und ihr habt mich unterstützt, mich sogar ins Rathaus eingeladen;
wo ich mich beschweren wollte,
weil Ihr als Fraktion im Alleingang,
und das war bisher ohne Beispiel in Deutschland,

das Wahlrecht, das wir beschlossen hatten,
wieder ändern wolltet. 
Gegen den Willen des Volkes!

Der Abgeordnete Hecht hat mir (im Rathaus) buchstäblich ins Gesicht gelogen,
oder war unter Fraktionszwang nicht seinem Gewissen verpflichtet.

Du warst verschwunden,
auch die anderen haben Dich nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Und plötzlich las ich in einem Spiegelartikel,

daß Du (vom guten BND)  dabei beobachtet wurdest,
wie Du in den Ferrari einer der Osmani Brüder eingestiegen bist.
Auf eine Anfrage im Senat, in welcher Beziehung Du zu ihm stehst,
hast Du geantwortet,
Du würdest ihn nicht näher kennen,
Du würdest Dich nur für Autos interessieren!

Das war die Antwort eines Spitzenpolitikers!

Du bist einer von uns!
Du kannst auf jedem Pakett bestehn‘!
Natürlich kann man auf dem Kiez schon mal einen Vertreter der „Organisaton“ treffen.
Mein Gott, und vielleicht sogar ’nen Bierchen zusammen trinken,
passiert einem im Old Commercial Club oder im Übersee Room doch auch.
Jetzt das Wiedersehn,
Du kandidierst in St Pauli.
Du hast mir Deine Wahlkampf Broschüren
in den Briefkasten geworfen,
ganz viele,
Danke! 

Djdeutschland Intelligence img_2578.jpg