Irritation und Verwirrung

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Die Argumentation

Die Argumentation, dass Nationen und Grenzen nur Konstrukte seien, ist im Grunde naturalistisch. Denn von Natur aus gibt es sowas ja nicht, also sind das bloß menschliche Hirngespinste. Stimmt! Kein Einspruch! Aber argumentieren wir ebenso naturalistisch dagegen: Welche Rotte verteidigt nicht ihr Revier? Welches Rudel heißt einen Eindringling im eigenen Territorium willkommen, ohne ihn gründlichst zu beschnuppern? Und welche Herde füttert bitte ein Fremdgnu durch ohne Gegenleistung?

Klar, man kann mit Konstrukten argumentieren, aber dann muss man sie auch zu Ende denken. Das fällt vielen sehr schwer, weil es irgendwann zu einer unangenehmen kognitiven Dissonanz führt. Also stoppt man lieber an einem bestimmten Punkt, und je lauter der sich aufdrängt, desto greller schmäht man den, der ihn als unausweichliche Konsequenz er eigenen Logik aufzeigt.

Das ist übrigens auch eine Erfahrung aus der jahrelangen Diskussion mit gewissen Gläubigen: Es könne ja nicht etwas ohne einen Konstrukteur entstanden sein, so wenig, wie sich aus verschrottenden Metallteilen eine richtig tickende Uhr bildet. Fragt man sie aber nach der Herkunft dieses ominösen Konstrukteurs, heißt es, er sei eben einfach da oder aus dem Nichts entstanden.

Marc Sieberg 


Der Fall der Mauer

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Der Fall der Mauer, wohlgemerkt am deutschen Schicksalstag dem 9. November, wird meines Erachtens viel zu wenig gefeiert. Diese friedliche Wiedervereinigung inmitten zweier unterschiedlicher Machtblöcke, hätte ein Schluss des Kreises sein können und müsste als eine besondere Friedensleistung viel mehr in das Bewusstsein der deutschen Bevölkerung und der gesammten Welt gerückt werden! Es hätte der Zeitpunkt sein müssen ein Zeichen zu setzen! Der Startschuss für die Abschaffung des Militärs und die Gründung einer friedlichen Hightech-Eingreiftruppe, die binnen 48 Stunden weltweit Flüchtlingslager aufbauen, mit Wasser, Energie, Nahrungsmitteln und Medizin versorgen und Schutz bieten kann; ein Engagement, das auf diesem unseren einzigen Planeten, jeden Ort, an dem Menschen leben, lebenswert macht.  Es wäre in diesen Tagen weitaus hilfreicher, als sich zu entzweien und sich Probleme ins Land zu holen, die natürlich nur dort gelöst werden können wo sie bestehen.

Djdeutschland