Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Männerbar

Hände weg von Hollenbeck!

2012-03-28 21.49.57

Sternen-Freundschaft. — Wir waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so und wir wollen’s uns nicht verhehlen und verdunkeln, — als ob wir uns dessen zu schämen hätten. Wir sind zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat; wir können uns wohl kreuzen und ein Fest miteinander feiern, wie wir es getan haben, — und dann lagen die braven Schiffe so ruhig in Einem Hafen und in Einer Sonne, dass es scheinen mochte, sie seien schon am Ziele und hätten Ein Ziel gehabt. Aber dann trieb uns die allmächtige Gewalt unserer Aufgabe wieder auseinander, in verschiedene Meere und Sonnenstriche und vielleicht sehen wir uns nie wieder, — vielleicht auch sehen wir uns wohl, aber erkennen uns nicht wieder: die verschiedenen Meere und Sonnen haben uns verändert! Dass wir uns fremd werden müssen, ist das Gesetz über uns: eben dadurch sollen wir uns auch ehrwürdiger werden! Eben dadurch soll der Gedanke an unsere ehemalige Freundschaft heiliger werden! Es gibt wahrscheinlich eine ungeheure unsichtbare Kurve und Sternenbahn, in der unsere so verschiedenen Strassen und Ziele als kleine Wegstrecken einbegriffen sein mögen, — erheben wir uns zu diesem Gedanken! Aber unser Leben ist zu kurz und unsere Sehkraft zu gering, als dass wir mehr als Freunde im Sinne jener erhabenen Möglichkeit sein könnten. — Und so wollen wir an unsere Sternen-Freundschaft glauben, selbst wenn wir einander Erden-Feinde sein müssten.

Advertisements

Takamatsu


Xiao bu hu


WM 2010 Africa Tage der Einheit

Ich traf einen lieben Freund mit Glatze im Supermarkt, oder war es in der besten Männerbar der Welt? Er beschwerte sich über die ganze „Deutschtümelei“ in diesen Tagen. Es sagte, es würde ihm geradezu körperliches Unbehagen bereiten. Ich sagte: „Du mußt Dein ganzes Denken unendlich erweitern, Deutschland muß leben, damit wir sterben können, ich will nicht, daß es dir schlecht geht!“ Die Frage, ob er mit mir, den Gewinn des Titels einer deutschen Mannschaft feiern würde, verneinte er entschieden. „Einen Sieg der ‚All Whites‘ (Neuseeland)?“ Er: Ja! „Der Koreaner?“ Er: „Ja.“ „Ghana, Serbien, Algerien, Schweiz, Brasilien..?“ Er sagte: „Ja“ Ich fragte mich: „Wer hat hier eigentlich das nationalistische Problem?“ Tage später hatte jemand unbekannt eine original verpackte Vuvuzela an meine Haustür geklebt. In SCHWARZROTGOLD! Das war am 17. Juni 2010, am (ehemaligen) Tag der Einheit. Erst jetzt gab er sich mir zu erkennen: Es war mein lieber Freund und Nachbar aus dem Supermarkt, oder war er aus der besten Männerbar der Welt?

Djdeutschland


WM 2010 Africa parteiisch
WM 2010 Africa Résistance
WM 2010 Africa Sounds of Silence
WM 2010 Africa MC Schurkenstaat
WM 2010 Africa Afghanistan
WM 2010 Africa

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™: Die letzten Spiele


Prosit!


Pressemitteilung des Ahoi-Kollektivs

Pressemitteilung

Die in der Presse vorherrschende Darstellung der Ereignisse von Freitag auf
Samstag Nacht (4./5.12.09) stellt eine völlige Verdrehung der Tatsachen dar.
Die Polizei hat sich mit der fadenscheinigen Begründung der Strafverfolgung
brutal den Weg in die Räume freigeprügelt und damit für die Eskalation der
Ereignisse gesorgt.

In dem Vereinsraum Ahoi wurde gegen 0:45 Uhr eine Gruppe von ca. 15 Personen einer weiteren Person gegenüber handgreiflich . Das zunächst harmlos erscheinende Handgemenge entwickelte sich im weiteren Verlauf zu einer heftigen Rangelei. Die Situation wurde zunehmend unübersichtlich und stellte sich den Kollektivmitglieder_innen und Gästen als ?Wirtshausschlägerei? dar. Sie versuchten deeskalierend einzuwirken und drängten die Gruppe aus den Räumen. Erst jetzt stellte sich durch Anwesenheit Uniformierter heraus, dass die Gruppe aus Zivilpolizisten bestand.

Nach wenigen Minuten stürmten zahlreiche Streifen- und Bereitschaftspolizisten in die Situation vor dem Ahoi. Dabei wurden herumstehende Personen wahllos niedergeprügelt, eine Scheibe eingeschlagen und die Polizisten verschafften sich Zugang zum Ahoi. Nach einer Festnahme rückte die Polizei unter massivem Einsatz von Pfefferspray ab. Insgesamt kam es zu mehreren Ingewahrsamnahmen
und Festnahmen, sowie etlichen Verletzten durch Schlagstock-
und Pfeffersprayeinsatzunter den Gästen.

Wir werten dies als hemdsärmligen Racheversuch der Polizei für den als Schmach empfundenen Vorfall an der Lerchenwache 24 Stunden zuvor.
Parallelen zum Überfall auf das Jolly Roger drängen sich auf, wo grundlos das Lokal mit Pfefferspray vollgepumpt und einem Unbeteiligten die Zähne ausgeschlagen wurde.

Solche Provokationen des Staatsapparates dienen als Rechtfertigung für die
Verschärfung von Repressionsmaßnahmen, wie sie zuletzt bei der
Innenministerkonferenz beschlossen worden waren. Wir bewerten diesen Angriff der Polizei als gezieltes Vorgehen gegen alternative Projekte generell.

das Ahoi-Kollektiv


Zum Polizeiübergriff auf das Ahoi

 

Foto: Klena

Die beste Männerbar der Welt

ist wieder Schauplatz einer nicht unüblichen
Polizeiprovokation geworden, oder war es eine Revanche?
Unter fadenscheiniger Angabe, man ermittle im Drogenmilieu
-so schreibt’s die Einheitspresse- hatten sich Polizisten in Zivil
unters illustre Publikum gemischt.

Nach Rempeleien, Beschimpfungen, und anzüglichen Bemerkungen,
wurde ihnen Lokalverbot ausgesprochen.
Die Zwei-Hundertschaft stand schon in den Nebenstraßen bereit.
Da hat sich das tapfere Ahoipublikum natürlich komplett in die Tür gestellt.
Die Hundertschaften haben keinen Stich gemacht
und wohl auch ein paar Blessuren davongetragen.

Dabei habt Ihr noch Glück gehabt.

Mich erinnert das an eine ähnliche Szene vorm Otto.
Einer dieser übermotivierten Jungbullen hatte seine Knarre fallen lassen
und seine Kollegen glaubten wohl, sie im Onkel Otto wiederzufinden,
wollten unbedingt rein. Die Otto’s machten dicht.
Ich schlug vor: „Aufmachen und den Bullen reinzuschupsen“,
das fanden die Otto’s gut, worauf der Bulle absofort nicht mehr rein wollte.

Denkt darüber nach.

Djdeutschland