Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Mahmud Ahmadinedschad

Die Montagskolumne #109 Polemik

Filipa

Provokation

gezieltes Hervorrufen eines Verhaltens oder einer Reaktion, die wach macht, Kontroverses, vielleicht Wahres hervorruft, herausfordert, kann nützlich sein.

Provokationen werden nur selten untersucht, weil Quellen fast stets ungenügend und verfälscht sind, durch diese Vernachlässigung entsteht meist eine gefährliche Verzerrung des Geschichtsbildes.

Selbst Hendryk M. Broder muß polemisch in ‚Israel muss weg‘ einräumen, daß Ahmadineschads: „Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte verschwinden.“ und „Wenn es den Holocaust gab, muss Israel in Europa liegen und nicht in Palästina.“ weder Israel zerstören, noch den Holocaust leugnen kann.

Daß die Islamische Republik Iran immer noch die Heimat der größten jüdischen Gemeinde außerhalb Israels im gesamten Nahen und Mittleren Osten ist, verschweigt er geflissentlich.

Mahmud Ahmadinedschads Anschuldigungen, die USA hätten die Terroranschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert,  ist eine gekonnte Provokation. Bei seiner Rückkehr aus New York forderte er in Teheran erneut die Einsetzung einer Untersuchungskommission, die Hintergründe der Terroranschläge vom 11. September aufzuklären. „Wenn es nichts zu verbergen gibt, können diesem Gremium alle wichtigen Unterlagen vorgelegt werden, so daß alle gemeinsam gegen die Terroristen vorgehen können.“

 

Djdeutschland


Montagskolumne #61 Holocaustleugning

 

 

gaza-1

Woran liegt es,

daß man ausgerechnet in dem Moment 
die gleiche ‚erneute Holocaustleugnung‘ Ahmadinedschad
aus der Tasche zieht, in dem der Goldstone-Bericht
erscheint, der Israel der Kriegsverbrechen bezichtigt?

In dem Moment, in dem Obama
Racketenabwehrpläne seines Vorgängers Bush,
auch aufgrund der veränderten Bedrohungslage
des Irans zurückzieht

und in dem US-Sonderermittler Mitchell,
aus dem Nahen Osten abreist,
ohne daß sich Israel nur einen Millimeter
in der ‚Siedlungsfrage‘ bewegt hätte.

DER HOLOCAUST IST NICHT ZU LEUGNEN,
ALSO IST DER, DER ES TUT, NICHT RELEVANT!

Mahmud Ahmadinedschad, noch Präsident des Irans,
einem Land, in dem es viele Synagogen gibt,
hatte auf dem diesjährigen Jerusalem/al-Quds-Tag,
das Selbe gesagt, was er immer sagt:

„Das zionistische Besatzerregime muß Geschichte werden
und wenn der Holocaust in Europa stattgefunden hat,
warum muß das palästinensische Volk dafür bezahlen?“

Der Qualitätsjournalismus meldet
landauf, landab, Stunde um Stunde 
die erneute Holocaustleugnung.

Warum?

Selbst der Israel Korrespondent Ulrich Sahm
räumt im persönlichen Gespräch ein,
daß Jerusalem de jure der UN untersteht.

Nach der vierten Genfer Konvention
ist es der Besatzungsmacht nicht gestattet,
die eigene Bevölkerung in besetzte Gebiete zu bringen.

Der Bericht des Leiters der Uno-Kommission,
Richard Goldstone, einem angesehenen Juristen
und Autorität auf dem Gebiet von
Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen,
stellt in Gaza ganz klar schwere Kriegsverbrechen
gegen die palästinensische Zivilbevölkerung fest:

„Die Bevölkerung im Gazastreifen insgesamt zu treffen und zu bestrafen.“

Schon an der Art der Waffen, die zum Einsatz kamen,
wird klar, man wollte die Bevölkerung schocken
und verängstigen. ‚Shock and Awe‘ Das ist Terror!

Die Integrität und Kompetenz Goldstones
kann schwer angezweifelt werden,
ihm kann man nicht unterstellen, er würde das Leid
der Palästinenser funktionalisieren, 
um Antisemitismus zu schüren.

Wird der Bericht es vor den Sicherheitsrat schaffen?
Genau dies hat unter anderem Amnesty International gefordert.
Die Menschenrechtsorganisation war in eigenen Untersuchungen
zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Präsident Obama wird erstmals die Sitzung
des höchsten Uno-Gremiums am 24. September leiten.

Bringt man Israel nicht zur Vernunft,
kommt keine Zweistaaten-Lösung,
dann – bringt es Bettina Marxs
in einer brillanten Analyse auf den Punkt: (Podcast)

bleibt nur die Einstaatenlösung.

„Dann müssen Israelis und Palästinenser
gemeinsam in dem einen Staat zwischen Mittelmeer und Jordan leben,
mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten.“

Das Ende des jüdischen Staates.

 

Djdeutschland


Tage der Einheit

APTOPIX IRAN ELECTION

Der Tag zum Gedenken

des Volksaufstands unserer Brüder und Schwestern
im anderen Teil Deutschlands, mit vielen Toten,
am 17. Juni 1953, wurde als Feiertag abgeschafft.
Zu Gunsten des 3. Oktobers,
der ein 9. November war.

Der Bilder des Mauerfalls vom 9. Nov.1989;
Schabowski hatte auf einer im DDR-Fernsehen
übertragenen Pressekonferenz die Gewährung
von Reisefreiheit bekanntgegeben;
bringen mich noch heute zum weinen.

Doch es ist unauslöschlich,
der 9. November ist der Reichspogromnacht gewidmet.
Zur offiziellen Einheit am 3. Oktober 1990
weigerten sich die deutschen Kirchen –
typisch deutsch und uneinig,
landesweit die Glocken zu läuten.
Es wäre wunderschön gewesen.

Die Bilder des 17. Juni ’53
erinnern uns an die von heute aus dem Iran.
Nur das bis jetzt im Gegensatz zum damaligen Volksaufstand
keine Panzer gegen das eigene Volk aufgefahren werden.

17juni

„Gegen Panzer ist Zivilcourage machtlos.“

Der 17. Juni wäre im Zusammenhang
mit geschichtlicher Aufarbeitung, gegenseitiger Akzeptanz,
Respekt und einem gesunden, gemeinsamen nationalem Bewusstsein,
zum Gedenken, ein guter Feiertag.

Am 3. November 2004 forderte
der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, auch
den 3. Oktober als Feiertag der Deutschen Einheit abzuschaffen,
um so das Wirtschaftswachstum zusätzlich anzukurbeln.

Wo es im Iran hinführt,
ob zu Mir Hossein Mussawi oder Mahmud Ahmadinedschad,
ob zu mehr Demokratie oder mehr Diktatur,
ob das dort überhaupt ein Volksaufstand ist,
vermag ich nicht zu sagen.

Aber ich gebe zu bedenken,
wem nützt ein Aufstand,
wenn er nur in die nächste Diktatur führt
und wenn auch nur in die des Kapitals.

 

DjDeutschland


Die Montagskolumne #26 Neue Berechnungsgrundlagen

galvani1Andrea Galvani

Schrumpfen

Nach einer Prognose des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo,
wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr um dramatische 2,2 Prozent schrumpfen.
Daß das Papier nicht die Millionen wert ist, das es kostet,
kann man an vorherigen IFO-Prognosen messen.

Heute wie damals, die falschen Berechnungsgrundlagen.

Wenn Etwas zu schnell im Garten wächst, wird es ungenießbar,
nimmt Anderem die Sonne weg und lässt es verkrüppeln.
Geht es jetzt also in die richtige Richtung?

Man braucht kein Spezialist zu sein um zu begreifen,

daß der Verkauf eines Krankenhauses in Hamburg
gegen den Willen des Volkes, falsch ist.
Die Verpflegung für die Patienten wird jetzt aus Düsseldorf geliefert
und in Hamburg ‚regeneriert‘, weil billiger.
Wird nun jemand ausgebeutet, oder ist die Quallität schlecht;
es hat in jedem Fall keine Kultur.

Der schlaue Mehdorn meldet schon mal Bedarf an

wegen falscher Berechnungsgrundlagen,
braucht die Bahn 300 neue ICE-Züge.
Böse Achsenprobleme.
Preissteigerungen wegen zu hoher Personal- und Stromkosten, Automaten.
Mehdorn will Atomstrom und billig an die Börse.
Is‘ nich‘!

Von nun an wird alles billig zurückgekauft.

Der Markt funktioniert, Deflation;
nach Weihnachten werden wir alles,
was wir uns vorher nicht leisten konnten,
billig zurückkaufen!
Der Klimagipfel in Posen bedeutet einen Paradigmenwechsel.
Auch wenn manche mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind,
ein Vertrag ist unterschrieben, die Türen geöffnet,
europäische Standards kommen,
verhandelt wird später.

 

Das Nicolas Sarkozy seinen iranischen Kollegen
Mahmud Ahmadinedschad

auf der Afghanistan-Konferenz den Handschlag verweigert,
ist dumm und unangemessen und zeugt von Großmannssucht.
Gordon Brown lebt ebenfalls weit über die Verhältnisse,
Ismail Hanija, wie auch der iranische Präsident,
werden immer noch falsch übersetzt,
Warum?
Wollt ihr Krieg?

DjDeutschland.eu