Irritation und Verwirrung

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Mehdorn

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Politik ist ein schmutziges Geschäft,

das wird am Fall Mehdorn besonders deutlich.
Klar, ein Bahnchef ist nicht immer beliebt,
weil fast alle Bahn fahren und es immer besser wissen.
Fahrpreiserhöhung, Verspätungen, lange Wartezeiten an den Schaltern,
überfüllte Züge, schmutzige Toiletten…

„Leider überträgt sich die Pingeligkeit der Deutschen,
mit der sie ihre Autos pflegen, nicht auf die Bahn“,
sagte er in einem „Stern“-Interview.
Abends sehen Züge „wie ein Saustall“ aus.

Der Datenabgleich zwecks Korruptionsbekämpfung
ist nicht der Skandal, zu dem ihn die Politik
mit Hilfe der Medien gemacht hat und
ist nach Mehdorns Abtritt vergessen.

Ob seiner Verdienste,
Global Player am Logistikmarkt –
und sein Auftrag war es, die Bahn an die Börse zu bringen –
Tausende Arbeitsplätze wurden wegrationalisiert,
ohne dabei jemanden zu entlassen;
ein konzerninterner Arbeitsmarkt und damit
verbesserte Serviceleistungen trugen dazu bei,
daß die Bahn trotz Krise nicht defizitär fuhr.

Zu einem Verkauf des Volkseigentums Bahn
wird es vorerst nicht kommen,
würde man sich dann doch dem Vorwurf aussetzen,
Tafelsilber zur Rettung von Banken zu opfern.

Dieser Abgang war dem in Warschau geborenen
Maschinenbauingenieur nicht würdig,
hat er doch trotz allem, im Vergleich
zu vielen anderen Managern in diesen Tagen,
vor allem nach Maßgabe derer, die sich nun von ihm abwenden,
einen guten Job gemacht.


Die Montagskolumne # 41 Tiefenrausch

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Alle hacken auf Mehdorn rum,
statt auf Tiefensee

dabei hat der Bahnchef einen guten Job gemacht,
gemäß seines Auftrags die Bahn zu privatisieren,
ein korruptionsfreies, top Logistikunternehmen
und Verkehrsmittel daraus zu machen,
das Gewinne abwirft.

Die schweigende Mehrheit geht auf die Straße,
fühlt sich von den Bankern falsch beraten.
Mahnwachen vor den Filialen der Citibank.
Volk und Kanzlerin regen sich über die popligen Millionenboni auf,
die die Banker jetzt bekommen
und auch dringend brauchen,
können sie sich doch nirgendwo mehr blicken lassen.

Gefährlich sind aber die Auftraggeber, die Retter,
die mit MillionenMilliarden-Rettungsschirmen
retten wollen, was nicht zu retten ist.
Wir können so nämlich nicht mehr weiter machen.

Aber keine Angst,
euer Geld ist noch da,
es hat nur den Besitzer gewechselt.


Neues Jahr, alte Berechnungsgrundlagen

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Man muß

dieses Bild veröffentlichen und es ist dabei egal,
ob es sich hierbei um ein paleästinensisches
oder um ein israelisches Kind handelt,
um einen Jungen oder ein Mädchen,
einen Juden oder einen Moslem,
ob der Mann auf dem Bild sein Bruder,
sein Nachbar oder sein Papa ist.

Es ist schrecklich.
Ich bin ein Papa und muß weinen.
Der Schmerz soll nie aufhören.

Gegossenes Blei.

 

Wo hat uns das hingeführt, wo soll es uns hinführen?

Es vergeht keine Minute, ohne daß irgend ein Experte
den gleiche Schwachsinn wie immer von sich gibt,
aus den selben Quellen informiert,
die selben Methoden wie immer zur Anwendung bringen will.

‚Sozial ist was Arbeit schafft‘-Angela Merkel
bräuchte im Kanzleramt
nur auf Google Earth Gazastreifen klicken,
um sehen zu können.

Man braucht kein studierterter Fachmann sein,
um sehen, fühlen und schmecken zu können,
was gut, was böse ist,
wer Opfer, wer Täter ist,
wer Gewinner, wer Verlierer,
wer groß, wer klein,
was richtig was falsch,
was arm, was reich ist
und warum.

DjDeutschland


Sei kein Frosch sei ein Neger

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LOMU ruft!

Liebe LOMU-Freunde,

im Mai hieß es „Schatz, wir müssen reden“
(leider noch nicht im Netz)
– Was ist seitdem passiert?

Einerseits: Krise, wohin man auch schaut, Banken, Rezession,
Klimawandel…
Andererseits: Obama wird Präsident und dabei so gefeiert, wie ein
langersehnter Prophet, ein wahr gewordener Traum.

 

Wie steht es um unsere Utopien?

Wo kommen sie her, wer hat sie
vorgedacht und haben wir selbst überhaupt (noch) welche? Geht es dabei
um Menschliches, Geld, Arbeit, Technik oder Liebe?

Darüber wollen wir gerne mit euch sprechen, direkt oder indirekt über
kommentierbare Utopieposter und auch noch solche die selbst gemacht/
geschrieben werden können.

Und weil Utopie für einige eine Welt nach dem Geld bedeutet, wird das
Ganze mit einer Tauschbörse verbunden.
Jeder bringt mit, was er nicht mehr braucht, aber bisher nicht
wegwerfen wollte: Bücher, CDs, Klamotten, Sextanten, Flummis…
Und weil Utopien für einige eher Gedanken sind, können auch nicht mehr
gebrauchte Utopien getauscht werden. z.B. „…früher mal hatte ich
davon geträumt, dass……vielleicht passt diese Utopie jetzt gut zu
dir…“.

LOMU ruft also:

Ich würde mich so freuen, wenn ihr alle kommt!