Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Krieg

Keine Freiheit am Hindukusch und auch nicht anderswo

Morgens die Meldung,

im Eilverfahren 60 gepanzerte Eagle IV
bei den Schweizern bestellen zu wollen.
Mittags dann die Gewissheit, daß auch Panzerfahrzeuge
keinen Schutz vor Angriffen mit Raketen und Panzerfäusten bieten.
Vier weitere Soldaten sterben im Eagle,
fünf werden verletzt.

Die Zahl der getöteten steigt auf 43.

Deutschland im Krieg?
Deutschland im Schock?
Nicht wirklich, die Espressomaschinen dampfen weiter,
Deutschland sucht den Superstar, Menowin Fröhlich
und Mehrzad Marashi kämpfen um ihr Leben,
Aschewolken statt Vulkanausbruch, Afghanistan ist weit weg.

Unerträglich die Politikerinnen,
Andrea Nahles spricht von einem feigen Angriff,
Merkel erinnert daran, daß unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt wird.
Sterben tuen Männer:

Ich könnte mich bekotzen.

Dieser Krieg ist weder von der deutschen Bevölkerung,
noch vom afghanischen Volk legitimiert.
Krieg ist immer kriminell!

Nur zu Guttenberg kehrt um, um bei seinen Soldaten zu sein.
Weiss er doch, wer noch nicht getötet, oder noch schlimmer: verstümmelt ist,
ist traumatisiert.

Djdeutschland


Global Zero Brain

Auf der Atomkonferenz,

sorgt man sich besonderes darum,
daß ein schiitischer Gottesstaat in den Besitz
von Atomwaffeen gelangen könnte.
Man glaubt an die Bombe.

Deswegen haben die Gastgeber dieser ‚Gläubigen‘,
die als erste und einzige Nation Hunderttausende damit vernichtet haben,
den Iran auch nicht eingeladen.

„Es muß verhindert werden,
daß Terroristen in den Besitz solcher Waffen gelangen.“

Dass ein Apartheitsstaat wie Israel, im Gegensatz zum Iran
den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat,
höchstwahrscheinlich im Besitz solcher Waffen ist,
ständig abseits des Menschenrechts Krieg führt
und sich für besser als den Rest der Welt hält,
beunruhigt dort keinen Menschen.
Jedenfalls nicht im Lager der ‚Gläubigen‘.

Ohne Krieg, das hatte Obama ja bei der Verleihung
des Friedensnobelpreises gesagt, geht nicht.
Krieg gehört zum Menschen dazu.

Und deswegen brauchen wir den Iran.
Mit dem immer gleichem Muster wie schon seit der Kubakrise,
wird uns das Böse, der Feind, der Grund,
ein nächster Krieg vorgezeichnet.

In den Arsenalen der Militärs gibt es Tonnen
von waffenfähigem Uran und Plutonium,
für hunderte Atombomben.
Auch zivil wird weiter und weiter
spaltbares Material produziert,
das ’sicher‘ für Millionen von Jahren, nicht noch einmal
in die falschen Hände geraten darf!

Glauben wir das?

Das können nur Leute,
die an Endsieg glauben wirklich glauben!
Ich glaube nicht ‚mal an ein Endlager.

Djdeutschland


Bernd Roessner exklusiv für Djdeutschland


Deutschland hat seine Gefangenen : auch Du!
Deutschland Heute hat die konditionierte psychologische Kriegführung
als eine Art Massenpsychose:
Jeder hat seinen Gefangenen zu haben,
und jeder Deutsche selbst wird gejagt,
Gefangener zu werden: auch Du.

Bernd Roessner


Konjunkturprogramm

      Mangel
an einsatzfähigen
Hubschraubern
für EU-Missionen
wird jetzt dazu führen,
daß alte russische Hubschrauber
hergeschraubt werden.04_bild_gallery_11

Der größte europäische

Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS
hat im Geschäftsjahr 2008 seinen Umsatz um 8% gesteigert. Mit Hubschraubern!

„Wenn ein Hubschrauber in der Lage ist, in Europa zu fliegen,
ist er noch lange nicht dafür geeignet, in Afrika oder Afghanistan zu fliegen.“

Die Europäische Verteidigungsagentur (EVA)
plant einen Militärtransporthubschrauber,
der für die Militäreinsätze der EU von Afrika bis Afghanistan benötigt wird.
Die Produktion soll auf 120 Maschinen verdoppelt werden,
so könne sich die zwei Milliarden Euro teure Entwicklung besser auszahlen.
Notwendig ist ein leistungsstarkes Triebwerk
und ein elektronischer Schutzschild gegen Raketenangriffe.

Das Bundesverteidigungsministerium plant die Anschaffung von 40,
Frankreich hat einen Bedarf von 20 Hubschraubern angemeldet.
Die ersten der 32 bis 35 Tonnen schweren Hubschrauber sollen
2018 oder 2020 einsetzbar seien.

Das klingt nach Konjunkturprogramm.

Denn wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

(Verfasser Unbekannt)


Schwere Verluste

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Die heldenhafte israelische Hightech Kriegsmaschinerie
metzelt weiter im Gefängnis Gazastreifen,
auch am 19. Tag ohne Erfolg;
die gegen die israelischen Besatzer abgefeuerten Raketen fliegen weiter.
Verluste gibt es weiterhin besonders bei Kindern.
1040 Tote,
5ooo Verletzte.  

Bild: Matthieu Lavanchy & James Thom

Dieses ‚Fische schießen im Fass‘ erinnert an die Bilder vom Highway des Todes im Irak,
wo man ebenfalls gegen ‚Terror‘ kämpfend, sich im Rückzug befindliche Iraker,
die sich auf der Straße zwischen Kuwait und Basra im Stau nicht mehr vor und zurück bewegen konnten,
von oben mit überlegenen modernen Waffensystemen, Flugzeugen und Hubschraubern verbrannte.

Damals wie Heute bemühte sich die ‚Freie Welt‘, eine unabhängige Berichterstattung
weitestgehend zu unterdrücken und aufwendig zu desinformieren,
damals wie Heute hat es keinen Frieden und keine Sicherheit gebracht,
der Hass und die Gewalt sind geblieben und dieses ist gewollt,
in Blei gegossen.

Ohne Frage bekleckern sich nur Wenige in diesem Konflikt mit Ruhm,
weder die ihren Gott im Munde führenden umliegenden Regime,
noch Obama, noch die UN, oder die EU, Wir, die wir schweigen und zuschauen.

Wenn Kritik an dieser Vorgehensweise der Regierung Israels,
die sogar unabhängige Beobachter der Vereinten Nationen bedroht, beschießt und tötet,
Antsemitismus ist, dann bin ich Antisemit.

DjDeutschland


Hör auf Israel!

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www.boston.com

Das Recht auf Selbstverteidigung
und seine Bevölkerung vor Angriffen zu schützen,
gilt nicht nur für Israel allein!

Der bis zur Erschöpfung wiederholte Vorwurf des Terrorismus
während man selbst terroristisch agiert, ist nicht aufrecht zu erhalten.

Die Bilder der verstümmelten Kinder, Mütter und Väter aus Gaza,
und wäre es nur ein einziges, sind nicht von Al Jazira gefälscht.
Das wir als Journalisten dort nicht herein gelassen werden,
läßt weit blicken und verstößt gegen israelisches Recht.
Die Waffe, daß Kritik an Israel immer Antsemitismus ist,
ist stumpf geworden.
Das ist nicht gut!

Wenn Einer jetzt auf Auschwitz, Gaza antwortet
und man erklärt, es sei nicht statthaft, die Zahl
Millionen vorsätzlich Getöteter der Nazis
mit nur hunderten getöteter Palästinensern zu vergleichen,
aber Israels Botschafter in Österreich sich dort im Fernsehen,
den Vergleich der unverhältnismäßigen Zahlen Getöteter in Gaza zu Israel verbittet,
kann man kaum noch etwas entgegnen.

Daß die Hamas ihre Bevölkerung im umzäunten Gazastreifen
als Schutzschild benutzt, ist zutiefst zynisch.
Wenn man den übervölkerten kinderreichen Gazastreifen
mit diesen Waffensystemen bombardiert,
trifft man immer ein Kind!
Welche Wahl hat ein Paramilitär in Gaza, in der Logik des Krieges,
welche die Kinder, seiner gezielten Tötung von oben zu entgehen?

Wenn es stimmt, daß Abschußrampen in Mitten von Schulen aufgestellt werden;
wenn es stimmt, daß ein Kämpfer beim Abschuß eine Rakete
und der Reaktion darauf, in Kauf nimmt, umringt von Kindern getötet zu werden,
dann nimmt der, der tötet dieses ebenfalls in Kauf!

Was ist gewollt?
Eine in die Steinzeit gebombte, in ihrem Hass auf Israel fanatisierte Masse
und ein ewig bedrohtes Israel, das sich ob seiner ständigen Bedrohung
abseits jeden Appells und jeden Rechtes stellt?
Vielleicht ein nächster Krieg, gegen den Iran?
Eine zerrüttete Welt?

„Von den Propheten Israels
bis hin zu den hebräischen Humanisten
galt die Vision,
daß das Lied vom Zion für alle Welt –
nicht nur für die Juden – eine Melodie der Befreiung werden würde.“

Hört auf Israel!

DjDeutschland


„Sogar im Krieg ist es möglich, daß man miteinander kommuniziert“

„Ich habe die Tage seit der israelischen Bodenoffensive damit verbracht,
mit den einzelnen Orchestermusikern zu sprechen.
Natürlich gibt es keine einheitliche Haltung zu diesem Krieg.
Und natürlich ist die Lage hoch komplex – emotional, mental und auch politisch.
Da kommen junge Menschen zusammen, deren Völker Krieg gegeneinander führen.
Der eine lebt in Israels Süden und wird seit Jahren von den Raketen der Hamas bedroht.
Der andere hat Angehörige in Gaza.
Und der dritte, der aus Ägypten oder aus Syrien stammt, wird von seiner Familie unter Druck gesetzt.
Alle aber haben mir gesagt: Wir müssen spielen und wir wollen spielen.
Weil wir nicht an eine militärische Lösung des Konflikts glauben.
Davor habe ich großen Respekt.“ (Quelle: Interview Zeit)

Daniel Barenboim, Dirigent des West-Eastern Divan Orchestra,  das 2009 zehn Jahre alt wird.