Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Köhler & von Bargen

Der PR-Mann und das Ultimatum der Firma


Verbrechen lohnt sich

Its so easy to sell in love

viele werden auffliegen und es beginnt die Hetze.
Bei einem Sozialbetrüger, der auf der spanischen Insel
seine Harz4Heuer verprasst, wäre es genau so gegangen.
Die bösen Schweizer, die jedes Geld waschen,
müssen ins KZ, Pardon, Umerzieungslager.

Das ganze soll nur ablenken davon , daß die Lobby regiert,
die gerade am lautesten oder immer noch am reichsten ist. Vermeintlich.
Langsam knicken sie ein und wir sollten Zugeständnisse
auch als die Schwäche deuten, die sie ist!

Kein Mensch der kurzfristige Gewinne ausrechnen kann,
hat keine Angst vor Morgen.

Und dabei ist es egal, wer gerade dran ist,
in bestimmten Positionen sind auch wir selbst korrupt.
Mehr oder Weniger.

Mir müssen das Angebot machen!
Das Angebot, ein einzigartiges, modernes, wegweisendes Model
neben ein Anderes stellen zu dürfen, peacefully,
und sich einen guten Namen zu machen, statt einen schlechten.

Der Open-Air-Waschsalon oder die Brauerrei,
die das einzige noch in St.Pauli gebraute Bier brauen
und in alle Welt vertreiben wird, kann Millionen schaffen.

Friede den Palästen,

Kampf den Hütten!

Djdeutschland


Wir haben uns zu unterhalten


Pressemitteilung No BNQ · St. Pauli Süd

Bild: Asaf Hanuka
No-BNQ-PM-2010-01-21

Baugenehmigung für BNQ – Der Drops ist noch nicht gelutscht!

Hamburg, 21. Januar 2010 / Laut Ankündigung des Bezirksamtsleiters
wird die Baugenehmigung für das Bernhard-Nocht-Quartier erteilt.
Wir freuen uns außerordentlich darüber,
dass Investoren und Politiker schon vielen Anregungen
unserer Initiative gefolgt sind – Herzlichen Glückwunsch!

Auch sind wir gern bereit, ihre Planungen –
welche einer nachhaltigen Stadtplanung auch nach Vorgaben
der von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten zuwiderlaufen –
in Zukunft weiter zu begleiten.

So lange bis aus dem ewig gleichen Eigentumswohnungsgebaue
ein Konzept wird, das den tatsächlichen Bedürfnissen des Viertels
und seiner AnwohnerInnen gerecht wird.
Bekannt ist bereits, dass die Investoren den BewohnerInnen
und Kneipen eine Mietgarantie über zehn Jahre geben wollen.
Auch diesen Umstand begrüßen wir –
schließlich sind es nicht zuletzt unsere Steuergelder,
die da in Form von Fördergeldern die Investoren
zu diesem Zugeständnis verpflichten.

Doch zehn Jahre sind nicht genug.
Und so müssen wir jetzt schon mitteilen,
dass wir auch nach Ablauf dieser Zeit immer noch da sein werden –
und mit Spannung erwarten, was dann mit den Wohnungen geschieht…

Schade finden wir allerdings,
dass die Details zur Baugenehmigung anscheinend am Montagabend
wieder einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen wurden.
Dies zeugt vom weiterhin intransparenten Vorgehen:
Welches Treffen mag das wohl gewesen sein,
bei dem Investoren und Politik nach dem Beschluss im Bauausschuss
am 6. Januar verhandelten?
Auch nach intensiven Recherchen konnten wir kein Gremium finden,
bei dem dieser Punkt auf der Tagesordnung stand.
Ernst gemeinte Beteiligung der Nachbarinnen und Anwohner geht anders,
aber auch hier bieten wir gern Nachhilfe an.

Mit dem Ideenkonzept „Guten Morgen, Hamburg!“
haben wir Vorschläge für gemeinsame Planungen mit den AnwohnerInnen
sowie genossenschaftliche Lösungen und Ideen für eine sinnvolle Nutzung des Quartiers entwickelt –
für die Menschen, die hier leben und für die,
die in Zukunft unsere NachbarInnen sein werden.
Und ein von uns aufgestelltes, tragfähiges Finanzierungskonzept beweist:
Eine Sanierung der Häuser, günstige Mieten
und eine stadtteilgerechte Nutzung der Flächen und Gebäude
sind auch ohne Investoren und den Bau von Eigentumswohnungen bezahlbar.

Man darf von seinem Hinterhof mehr verlangen als zum Gähnen langweilige
und lediglich von Profitgier bestimmte Klötze mit 80 Eigentumswohnungen –
die Abwertung unseres nicht zuletzt auch stadtgeschichtlich bedeutsamen Viertels
werden wir nicht zulassen!

Wir sind kooperativ und gesprächsbereit.
Und unser Protest ist mit der Entscheidung des Bezirksamts noch lange nicht beendet.
Mit unseren Vorstellungen sind wir nicht allein,
sondern Teil eines stetig wachsenden Zusammenschlusses von Initiativen
in Gesamt-Hamburg, die sich einig sind: Wir können es besser!

Wir arbeiten weiter gegen die Gentrifizierung und freuen uns darauf,
den Herren Köhler und von Bargen mit unserem Konzept die Chance zu eröffnen,
ein in Hamburg bisher einmaliges Projekt umzusetzen!
Mit freundlichen Grüßen
Die Interessengemeinschaft No BNQ
__
Kontakt:
Interessengemeinschaft No BNQ
c/o GWA St. Pauli
(040) 410 9887 31
info@no-bnq.org


Die Vertreibung der Vertreibung

ikea-bahnRandPop

Nach dem ‚No‘ muß das ‚Yes‘ kommen, nach der Null die Eins.

Nicht nur in Hamburg bewegt sich ‚was,
zum ersten Mal seit 1982
sind in Hamburg mit dem Gängeviertel
wieder Häuser erfolgreich besetzt worden.

Die letzte Besetzung fand in Hamburg
vor siebenundzwanzig Jahren statt;
damals, als die SAGA das Erdgeschoss
eines der Hafenstraßenhäuser zumauern lässt
und Bewohner im Gegenzug den Eingang
der SAGA-Geschäftsstelle in Altona zumauern.

Man muß nicht besonders schlau sein,
um zu begreifen, daß wir uns ändern müssen.
Statt immer mehr Natur zu zerstören,
sich auszudehnen, Land zu fressen,
müssen wir uns in den Städten verdichten
und dabei statt toxisch schönem Leerstand,
Bedingungen schaffen, die für Alle
produktiv, nachhaltig und lebenswert sind.
Das hat selbst IKEA begriffen!

Die Stadt gehört allen, denen die in ihr leben und arbeiten
und damit muß die Planung ein demokratischer Prozess sein!
Die Entwicklung einer Stadt allein Investoren und Stromkonzernen zu überlassen,
deren Interessen ausschließlich dem kurzfristigen Profit gelten,
war gestern, bedeutet Leerstand, ist ungesund
und rechnet sich nicht.

Dazu muß man sich
von immer gleichen Ritualen
und Lagerdenken verabschieden.

Der Widerstand gegen Vertreibung, gegen Gentrification,
gegen die Zerstörung gewachsener Wohnquartiere und Freiräume,
gegen Kommerzialisierung, ist längst kein Anliegen mehr
von nur linksalternativen Gruppen,
sondern er ist vielfältig geworden.
Es ist ein kultureller Impuls!

Eine Doppelseite im Hamburger Abendblatt,
auf der sich 200 Architekten und Prominente
für eine andere Stadtentwicklungspolitik aussprechen,
ist nur ein weiterer Beleg dafür.

Auch die Politik ist hellhörig geworden.
Sie kann nicht mehr auf der einen Seite
eine sogenannte Politikmüdigkeit beklagen
und auf der anderen Seite eine immer größer werdende,
dezentrale Bürgerbewegung,
die nach demokratischer Teilhabe verlangt, ignorieren.

Die Investoren Köhler & von Bargen,
die gegenüber Anwohnerinitiativen wie z.B. NoBNQ
bereits scheinheilige Zugeständnisse machen,
bedienen sich allerdings des perfiden Mittels
eines bezahlten Agent Provokateurs.

Ein ehemaliger Journalist dessen vermeintliche Gegenbewegung
alteingesessener St. Paulianer, die ausgerechnet
den Bau von 74 Eigentumswohnungen befürworten,
schafften es, obwohl sich rein gar nichts dahinter verbirgt,
unter Mithilfe der Bildzeitung kurzfristig in die Charts.

Gentrification ist sicher auch ein Naturereignis,
auch ich habe damals einen Junkie aus meiner jetzigen Wohnung ‚raus gekauft.
Wie Christoph Schäfer es so schön in dem Film von Margit Czenki
‚Abwertungskit‘ sagt:
„Kaum läuft jemand mit Dreadlocks durchs Viertel, schon steigen die Mieten“

Es geht aber um mehr!
Im Zuge der ‚Krise‘ wird immer deutlicher,
was nicht sein kann; daß einige wenige kapitalkräftige Anlagebetrüger,
der überwältigen Mehrheit, steuerlich begünstigt, ihren Willen (und ihre Villen) aufzwingen können.

Das der Senat kreativ für Milliarden der HSH Nordbank
und Prestigeprojekte wie der Elbphilharmonie virtuell bürgt
aber nicht für unsere fortschrittlich, nachhaltig,
gesunden und wirtschaftlich erfolgreichen Projekte,
ist nicht mehr vermittelbar.

Der Widerstand rollt und ist nicht mehr anzuhalten,
er manifestiert sich durch die unterschiedlichsten Menschen
und deren Projekte, nicht nur in dieser unseren Stadt.

Der Letzte Schrei der Vertreibung gegen die Vertreibung,
hat gestern Nacht in einer der dunkelsten Straßen
St. Paulis seine Pforten geöffnet:
Das ‚REVOLUTION #9‘ in der Schmuckstraße,
in dem einst auch die Beatles aßen
und das sich dadurch auszeichnet,
über mehr Hinterzimmer als Gastraum zu verfügen,
empfiehlt sich hierfür als neues, herrlich konspiratives Hauptquartier.

Insider behaupten, es solle dort tagsüber am schönsten sein…

Djdeutschland

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Offener Brief – Betreff: Bernhard-Nocht-Quartier verhindern

363 Bild:Patrick Thomas

Offener Brief an

– die Mitglieder des Bau- und Denkmalschutzausschusses des Bezirks Hamburg-Mitte, vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Heinz Raube- die Mitglieder der Bezirksversammlung des Bezirks Hamburg-Mitte, vertreten durch die Vorsitzenden der Fraktionen Hansjörg Schmidt (SPD), Michael Osterburg (GAL), Bernhard Stietz-Leipnitz (Die Linke), Dr. Gunter Böttcher (CDU), Heinrich-Otto Patzer (FDP)

– den Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Mitte Herrn Markus Schreiber
– den stadtentwicklungspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Herrn Andy Grote

Bernhard-Nocht-Quartier verhindern, keine Baugenehmigung erteilen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie wissen, gibt es seit längerem Proteste und Widerstand gegen das Gebaren einiger Immobilienbesitzer in St. Pauli Süd, Bernhard-Nocht- und Erichstraße. No-BNQ ist eine Losung, unter der sich besorgte MieterInnen und AnwohnerInnen der näheren Umgebung zusammentun und ihre Bedenken, ihre Kritik und ihren Ärger gegen die Investorenpläne formulieren. Das am 24.9.2009 auf der so genannten „Informationsveranstaltung“ vorge-tragene Zugeständnis von Köhler & von Bargen, den jetzigen BewohnerInnen des geplanten Bernhard-Nocht-Quartiers gleiche Mietbedingungen für die nächsten 10 Jahre zu garantieren, ist unser erster großer Erfolg, entstanden aufgrund des von uns erzeugten politischen Drucks. Allerdings sind diese Zusagen bisher nicht in schriftlicher Form bei den MieterInnen angekommen.

Letztendlich werfen uns die Investoren aber nur ein kleines süßes Bonbon hin, damit St. Pauli eine fette Gentrifizierungs-Kröte schluckt: 78 Eigentums-/freifianzierte Mietwoh-nungen, die langfristig die soziale Struktur und das Gesicht der Straße und des Viertels einseitig verändern würden. Das werden wir nicht zulassen! Dagegen werden wir kämpfen!

Demokratische Gestaltungsprozesse haben in St. Pauli Süd ja bereits große Erfolge trotz großer Widerstände erzielt. Wir sagen nicht bloß “Nein” zum Bernhard-Nocht-Quartier.

Wir machen Ernst. Am Ende unserer Straße ist aus kollektiver Wunschproduktion Park Fiction entstanden. Das können wir auch mit Häusern! NO BNQ wird baldmöglichst ein eigenes Konzept zur Nutzung der Fläche des geplanten Bernhard-Nocht-Quartiers vorstellen, inklusive eines realistischen Finanzierungsmodells frei von Spekulationsinteressen. Dieser Pro-zess hat bereits begonnen. Sicher wird jeder verstehen, dass eine solche ernstzunehmende, erfinderische und soziale Planung länger dauert, als ein paar einfallslose Retortenentwürfe für Eigentumswohnungen zu generieren. Die jetzigen Investorenentwürfe zeigen trotz der „Zugeständnisse“, dass Investoren keinen Bezug zu nachhaltiger Planung oder Interesse an nachhaltigen Planungserfolgen haben, von demokratischen Prozessen und der Realität zwischen Hafenstraße und Reeperbahn mal ganz zu schweigen.

Die AnwohnerInneninitiative NO BNQ versteht sich als Teil einer urbanen Bewegung, die überall in Hamburg – ob in Altona gegen IKEA, im Gängeviertel, in Wilhelmsburg – ein Recht auf Stadt einfordert. In Hamburg braut sich ein Sturm zusammen. Aus allen Stadtteilen weht eine steife Brise gegen eine Stadtentwicklungspolitik, die allein die wirtschaftlichen Verwertungsinteressen im Blick hat und die Stadt als Standort ansieht, welcher möglichst profitträchtig am Markt positioniert werden muss. Das macht Orte nicht lebenswerter, sondern eindimensionaler. Wir sind viele und wir sind nicht einfach immer nur „dagegen“. Sondern wir, die BewohnerInnen dieser Stadt, haben großartige und realisierbare Ideen, wie wir in Hamburg wohnen, arbeiten, feiern, uns erholen, kurz gesagt: leben wollen.

Als Mitglied der Bezirksversammlung, als Mitglied des Bauausschusses, als Bezirksamts-leiter oder als stadtentwicklungspolitischem Sprecher, der im Stadtteil wohnt, sind Ihnen die BewohnerInnen von St. Pauli wichtig? Die fortschreitende Gentrifizierung in St. Pauli bereitet Ihnen Unbehagen? Zeigen Sie uns, dass Sie es ernst meinen. Butter bei die Fische!

Wir fordern mehr als Lippenbekenntnisse und mehr als die Ankündigung einer Sozialen Erhaltungsverordnung, die erst dann greift, wenn die Umwandlungsweichen längst gestellt sind und für die St. PaulianerInnen der Zug Richtung Hochhaussiedlung am Stadtrand längst abgefahren ist.

Wir fordern: 

Keine Erteilung einer Baugenehmigung für Köhler & von Bargen!
Neubeurteilung der Bebauungspläne unter Einbeziehung unserer Ideen und Konzepte!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Interessengemeinschaft NO BNQ


Wir helfen euch da raus

köler_von_bargenKöhler & von Bargen

Lieber Markus Schreiber, Andy Grote, Köhler & von Bargen
 
Bezirksamtsleiters Markus Schreiber hatte geglaubt,
inzwischen sei man schon ergraut.
„Ich glaube, das wird gerade ein Seniorenstift.“
Hatte er in einen Interview in der Taz
von sich gegeben.

Die geballte, bunte, hundertfache
Widerstandskraft bei der Investoren ‚Vorführung‘
der Becker- und Osmani-Nachfolger
Köhler & von Bargen, überraschte ihn dann doch.

Die Anwohnerinitiative NoBNQ
mit ihrer Weltklasse PR-Abteilung
ist kampferprobt und hat Frauen und Männer,
die jeden Alters in jeder Position,
auf hohem Niveau professionell spielen können.

Aber keine Angst.
Ihr müsst nicht einmarschieren,
es braucht auch keine Boden/Luftraketen,
Druckbomben und Flächenbombardements.

Wir helfen euch da raus.


 

Idea by Tim