Irritation und Verwirrung

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Die Montagskolumne # 83 Cholesterin

Manchmal

schmerzt die Welt so sehr, daß ich es,
wie in der letzten Woche nicht schaffe,
das mir selbst auferlegte montägliche Kolumnieren abzusondern.
Solange der Cholesterinspiegel noch so hoch ist,
wird sich in der westlichen Welt nichts ändern.

Keine Bewegung!
Es gibt einfach noch zu billig zuviel zu fressen.
Ohne Schwein will ich nicht sein.
Wie viele auch verrecken,
ohne Verknappung, ohne Mangel, ohne Not,
wird Nichts passieren.

Bei den Hellenen kann man es schon sehen,
Bei den noch schlimmeren Italienern stapelt sich Müll turmhoch,
solange der Himmel noch azurblau ist, wählen die weiter Berlusconi.

In Deutschland führt die schwarzgelbe-geistigmoralische Wende,
nichtgewählt, weiter so in den Rekordschuldenblödenstaat,
selbst Onkel Dieter frisst Becel pro-aktiv
und schnappt dabei noch ne Millionen.

Die Türken wollen sich nicht vor den Schuldkarren spannen lassen:
„Wir wollen nicht, daß man mit dem türkischen Volk das macht,
was man mit dem deutschen Volk gemacht hat“

In Island votierten 93,1 Prozent der Wähler gegen das Ende 2009
von ihrer Regierung beschlossene Spekulantenentschädigungsgesetz.

Kubas Mangelwirtschaftsgesellschaft hat weltweit die höchste Lebenserwartung,
gar nicht schlecht so’n Máximo Líder – billiger als ne ganze Regierung
und nur wegen ihm die jahrelangen Sanktionen,
sind seine Menschenrechtsverletzungen ja auch viel schlimmer
als die Israels, der USA und Russlands zusammen.

Egal, genug der Klage, erstmal eine rauchen
und nen Alkopop kippen, dann gucke ich Heidi sucht die Supersau,
feiere Weltfrauentag und buche den nächsten Urlaub nach Sierra Leone.

Djdeutschland


Staatsstreich in der Schweiz

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Was für die Türken der Atatürk,

ist für die Schweizer

das Bankgeheimnis.

„Dass die Schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma)
in einer bisher einmaligen Aktion
Daten von einigen hundert Kunden der UBS
an die amerikanischen Behörden ausliefert,
ist ein folgenschwerer Schlag für den Finanzplatz Schweiz.

Der Preis der ganzen Aktion ist umso höher,
als keineswegs sicher ist,
wie viel eine solche staatspolitisch begründete Torpedierung
des Bankgeheimnisses der Bank, die es zu retten gilt, wirklich nützt.
So ist das «Settlement» trotz einer Herausgabe von Daten
mit einer Buße von einigen hundert Millionen Dollar verbunden.“ (Quelle NZZ)

Der Schweizer ist normalerweise nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen,
es gibt dort die Redensart: „Man kann den Hunden das bellen nicht verbieten“,
aber beim Bürgerrecht Bankgeheimnis hört der Spaß für den Eidgenossen auf.

Die Schweizer sind hoffentlich nicht so blöd wie die Deutschen und lassen sich
wie im Falle Hypo Real Estate mit Steinbrücks und Merkels Stammtischparolen
Sand ins Auge streuen.

Jetzt ist es Zeit, Armbrust und Apfel wieder aus der Tasche zu holen
und den räsen Junkern Einhalt zu gebieten.

DjDeutschland