Irritation und Verwirrung

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Ein blutiges Exempel im Gazastreifen

5.01.09 Neue Zürcher Zeitung

vk. (Limassol)

Die israelischen Streitkräfte haben nach einer Woche des Luftkriegs am Samstag eine Bodenoffensive im Gazastreifen begonnen, um mit dem Unwesen der Kassam-Raketen gegen Städte wie Ashkelon, Ashdod und Beersheva aufzuräumen. Verteidigungsminister Barak will eine «nachhaltige Veränderung der Sicherheitslage in Südisrael» erzielen.
Auf den Abwurf schwerer Fliegerbomben auf das Parlamentsgebäude, ein halbes Dutzend Ministerien, mehrere Moscheen, möglichst alle Kasernen der Polizei und der Sicherheitskräfte sowie zuletzt die Residenzen von zwei Dutzend Hamas-Führern folgen nun also die Aufteilung des Gazastreifens in mehrere Sektoren sowie Schneisen der Zerstörung durch Kampfpanzer und Riesenbulldozer quer durch dicht bewohnte Flüchtlingslager. Die vernichtende Eroberung des Lagers Jenin im Januar 2002 ist in lebhafter Erinnerung. Blutige Strassenkämpfe dürften sich mit Hetzjagden auf Kämpferzellen und untergetauchte Hamas-Führer vom Kaliber eines Mahmud Zahhar oder Said Siyam abwechseln.
Der Lauf der Dinge
Irgendwann wird wahrscheinlich der internationale Druck zu hoch, und Israel lenkt zu einem Waffenstillstand ein. Nach früheren Andeutungen zu schliessen, verlangt es als Preis dafür wirksame Garantien gegen jegliches Raketenfeuer durch die Palästinenserkämpfer. Falls die westlichen Protagonisten arglos und willig genug sind, läuft das auf ein «Outsourcing» der Knebelung der Hamas hinaus, ähnlich der Verstärkung der Unifil-Truppen in Südlibanon nach dem Sommerkrieg von 2006 als Puffer gegen die Hizbullah-Miliz. In Ermangelung einer solchen Regelung wäre wohl damit zu rechnen, dass in einigen Jahren der nächste Krieg bevorsteht, dann nämlich, wenn die Kämpfergruppen ihre Kräfte wieder aufgebaut haben.
Mancher Palästinenser und Araber mag im Stillen denken, dass eine militärische Zähmung der Hamas nicht schadet: Die Gruppierung verficht das ideologische Zwangsmodell einer islamisierten Gesellschaft, wie es zu den weltoffenen levantinischen Palästinensern schwerlich passt. Umgekehrt ergreift sie der nackte Schrecken ob der Brutalität, die Israels Kriegsmaschinerie zur Durchsetzung der Interessen des jüdischen Staats entfaltet. In Gaza werden nicht einfach die Hamas-Kämpfer aufgerieben. Barak sprach deutlich vom Wiederherstellen der Abschreckungskraft der israelischen Armee. Der jüdische Staat statuiert im Gazastreifen ein Exempel dafür, wie es denen ergeht, die nicht auf Gewaltanwendung verzichten. Der bis zur Erschöpfung wiederholte Vorwurf des Terrorismus lenkt wirksam von den Gemeinsamkeiten der Hamas und der Fatah von Präsident Abbas ab. Abbas will den gleichen Palästinenserstaat, doch hält er sich als alter Pazifist getreulich an jenen Gewaltverzicht, welchen 1993 Yasir Arafat in seinem ersten Briefwechsel mit dem damaligen Ministerpräsidenten Rabin zugesichert hat. Rabin vergalt damals Arafats Anerkennung von Israels Existenzrecht lediglich mit der Anerkennung der PLO als Verhandlungspartner. Und die daraus erwachsenen Oslo-Verhandlungen führten zu nicht mehr als einem geknebelten Autonomieregime in den palästinensischen Städten.
Was wäre die Alternative?
Präsident Bush stellte dann zwar die ersehnte Eigenstaatlichkeit in Aussicht. Aber er liess nach der Konferenz von Annapolis gleichzeitig einen Verhandlungsprozess laufen, in dem Israel seine Zusagen zur Räumung von Dutzenden von widerrechtlichen Siedlungsvorposten, zum Abbau von Hunderten von Strassensperren und zur Freigabe der Übergänge zum Gazastreifen ganz einfach nicht einhielt. Die Hamas distanziert sich vom Gewaltverzicht und beansprucht ein Recht auf bewaffneten Widerstand bis zum Ende der Besetzung. Das zielt allerdings nicht auf die Zerstörung Israels, wie man in Jerusalem behauptet. Der abgesetzte Hamas-Regierungschef Haniya beruft sich nicht auf die Hamas-Charta, sondern auf jenen Vorschlag des umgebrachten Hamas-Gründers Scheich Yassin: eine langfristige Waffenruhe gegenüber Israel, falls dieses sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.
Für die Palästinenser ergibt sich daraus, dass die Hamas und ganz Gaza nun dafür bestraft werden, dass die Islamistenpartei an den Grenzen von 1967 festhält und sich bewaffnet dafür zur Wehr setzt. Was wäre die Alternative? Abbas wurde bei seinen Verhandlungssitzungen mit Olmert immer mit Vorschlägen für eine zweite Teilung Palästinas konfrontiert: Cisjordanien, Ostjerusalem und Gaza stellen nur noch 22 Prozent des ehemaligen Mandatsgebietes Palästina dar, und Olmert wollte überdies den Ostteil der Heiligen Stadt gänzlich davon ausschliessen und dazu noch über 5 Prozent des Westjordanlands – die grossen Siedlungsblöcke – im Tausch gegen nicht präzisierte Territorien annektieren.
Die Zukunft verspricht den Palästinensern offenbar einzig, im heutigen Zustand der Rechtlosigkeit weiter zu warten, bis die Israeli ihren Glauben an den Nutzen militärischer Unterdrückung verlieren und Hand zu einer fairen politischen Lösung bieten.
 


Mörder Israel

burka

Deutschland hat
eine besondere
Verantwortung
gegenüber Israel!

Nie war deutlicher als in Nazideutschland,
daß dieses Volk in seiner Existenz bedroht ist.
Deutschland hat sich wie kein Land der Erde
mit seiner Schuld,
der Analyse von Gewaltherrschaft
und der daraus resultierenden Vernichtung auseinandergesetzt.

Wir haben zwei totalitäre Regime erlebt
und die Teilung unseres Landes durch eine Mauer
im beiderseitigen Willen friedlich überwunden.
Deutschland hat eine führende Rolle
bei der Einigung Europas eingenommen.
Die Einführung der europäischen Einheitswährung
ist eine der größten Friedensleistungen der Menschheitsgeschichte.

Israels Bombardierung des Gazastreifens, ist nicht nur unverhältnismäßig;
die Bombardierung dicht besiedelter, eingezäunter Gebiete
von der Größe Bremens,
Vätern, Müttern und Kindern
mit F-16 Kampfjets und Apachi-Kampfhubschraubern ist
industrielle Vernichtung, Terror, ein

Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die immer wieder verwendete Behauptung,
die Hamas habe die Macht gewaltsam an sich gerissen, bleibt falsch.
Die Hamas ist mit überwältigender Mehrheit,
demokratisch vom Palästinensischen Volk gewählt worden
und hat sich gegen einen von außen gesteuerten Putsch
erfolgreich zur Wehr gesetzt.

Die Berichterstattung, die Palästinenser würden das Existenzrecht Israels verneinen,
ist falsch, Israel verneint das Existenzrecht der Palästinenser seit 1967.

Diese von israelischen Behörden als korrupt entlarvte Führung
des Staates Israel will keine friedliche Koexistenz beider Völker,
sie will die Eskalation, sie provoziert den Beschuß mit selbst gebauten Raketen,
sie ignoriert die vereinbarten Abkommen, sie braucht die Bedrohung.

Die Palästinenser werden im Gazastreifen wie Ratten gehalten,
entrechtet, belagert, ausgehungert und ihre gewählte Führung
gezielt getötet.
Dieses asymmetrische Vorgehen Israels verstößt gegen jegliches Recht
und ist im Fall Sarajevo vor internationalen Gerichten
als Kriegsverbrechen geahndet worden.

Damit Israel so existieren kann, wie es existieren muß, friedlich,

muß auch das Existenzrecht der Palästinenser gewährleistet sein.
Die demographische Bombe tickt,
noch vor Ablauf einer Dekade werden mehr Palästinenser auf Israelischem Gebiet
leben als Juden und die Wut wird sich, wie der Lauf der Natur nunmal so ist, Bahn brechen
und zwar um so vehementer, je stärker sie unterdrückt wird!

Deutschland muß zu seiner Verantwortung stehen,

an der Seite der Juden stehen
und Kräfte, wie das Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland,

Rolf Verleger (DLF-Podcast unbedingt anhören!)

und viele anderer Freunde auch in Israel in dieser Meinung unterstützen.

Die Äußerungen Angela Merkels zu diesem
wieder einmal weihnachtlichen Morden, sind zynisch.
Die Europäische Union hat durch das Aussetzen von Hilfen
an die Palästinenserwesentlich zur Eskalation beigetragen.
Europäische Standards müssen auch für Israel gelten!
Die internationale Gemeinschaft, vertreten durch die zahnlose UN,
ist dabei, jegliche Legitimation vor den Augen der Welt zu verspielen.

DjDeutschland


Montagskolumne#28 Montag zwischen den Jahren

kopfe

Ich lösche entnervt die letzten ‚MC & HNY‘-E-Mails* ungelesen.
Jede blöde Gans hat mir Weihnachtwünsche an undisclosed-recipient geschickt…!

Gefechts-Kratzer wegpoliert, Kampfgewicht zugelegt,
und mit den Lieben Kriegsmeldungen disputiert.
Flugzeugstarts und -abstürze auf der Lichtung,
Flugzeugangriffe in der Tagesschau.

Eine wunderschöne Zimtstern-Krise –
stark und zusammen vom Feinsten gelebt,
Weihnachtslieder im Chor gesungen und
selbst ein bißchen Weltfrieden gespürt.

Daringlyjunes
Monday Michiru & ACTION!

*Merry Christmas & Happy New Year!