Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Hafenstraße

Heiliges St. Pauli

Danke Sankt Pauli – weiter so!

bezirk

Also, ihr Tausende von Leuten auf der Bezirksversammlung: das war bombastisch! Danke EUCH ALLEN, ihr wimpelaufhängenden, stromliefernden, eure Wohnungen in Propagandazwischenlager verwandelnden, die Straße zum Kochen bringenden Nachbarinnen und Nachbarn; ihr wart super! Mit soviel Wucht und Energie lässt sich die Investorenarchitektur stoppen!

No BNQ!

Das überwältigende Echo auf einen kleinen Aufruf hätte uns warnen sollen, dass hier etwas Großes, Mächtiges anrollt: wir hatten bloß nach ein paar kleinen Dingen gefragt, die wir als Preise für die Kinder anbieten wollten. Doch die zum Zweck der Schatzsammlung in der Kogge aufgestellte Kiste quoll bald über vor tollen Geschenken. Hunderte! Nachbarn brachten Schmuck, Tiere, ganze Comicsammlungen, Autos, Gimmicks… Danke Euch allen!

Dank auch Dir, ungenannt bleiben wollender Limonadenhersteller, der Du 30 Tische und Bänke gesponsort hast;

und Dir, Schwabingjugend, für Kasperle und der Miethai, mit dem du unschuldige Kinderherzen aufgeklärt hast über den Zusammenhang von Recht auf Wohnen & Bonbons, behördliche Bestechlichkeit & Miethaie, Eis & Gefängnis;

superb wart auch Ihr, Gino, und die Violine spielenden Kinder der Ganztagsschule St. Pauli, mit Eurem tränenprovozierenden Unterstützungsauftritt für die räumungsbedrohte Kogge;

und natürlich Du selbst, Rock’n’Roll Kneipe Hotel Kogge, die Du immer wieder bereit warst Dein ausgefeiltes Musikprogramm von inhaltistischen Ansagen unterbrechen zu lassen (und das an Deinem Geburtstag…);

Ihr, Graue Panther St. Pauli Nord – für die selbstironische Sofainstallation und die Wachsende Ausstellung;

Du Michaela Melian für die investorenarchitekturkritische Hüpfburg, die Du im vergangenen Jahrtausend schufst und zu Füßen des damaligen Leerstands auf dem ersten vollprivatisierten Platz Hamburgs, dem sogenannten Fleetmarkt, platziert hattest, und die nun, am Wochenende des 5.9. 2009 hunderten von Kindern Spaß gemacht hat und durch ihre bestrumpften Füße inhaltlich aktualisiert wurde;

auch Dir sei gedankt, Golden Pudel Club Hamburg, der Du generös einen Generator beschafft hast um zu demonstrieren: Investorenarchitektur, wenn wir dir den Strom abziehen, sitzt Du in der Kreditklemme!

Danke euch ungenannt bleibenden zahlreichen Spenderinnen und Spender von Getränken für den Kindertresen, euch ungenannt bleiben wollenden Nachbarinnen und Nachbarn für das elegante Planungsbüro; Danke, Märchenerzählerin im DDR-Wohnwagen; Danke vielbesuchter Infostand, Wurfstand, danke, aggressive Merchandisingabteilung, Danke, Webmaster, Danke, Erfinderin der gelben Wimpel, für Idee und Durchführung, Logistik, Regie, Gesamtüberblick;

Danke dir, VOKÜ;

danke auch Euch, Ihr als Bäume verkleidete VorwerkstiftbesetzerInnen,

und Euch erst Recht, ihr als schöne alte Häuser verkleidete GängeviertelbesetzerInnen die ihr den als BNQ und Empire verkleideten AnrainerInnen übel zugesetzt habt;

Dir, Rock’n’Wrestling für ein Superposter,

vor allem aber Dir, Bühnencrew, für eine powervolle Bühne mit dem schönsten Licht je auf einem Strassenfest;

Dir Manuel Muerte (wäre man abergläubisch, würde man sagen: jetzt kann nichts mehr schief gehen, denn mit Dir begann auch Park Fiction 3) und Dir Nixe: für unvergleichliches Atmosphäreschaffen und Bezugherstellen;

insbesondere Dir, arbeitslos gebliebener Erste Hilfe Mann für die 45 jährige live-Version von Teenage Kicks um 3:30;

Dir, Straßenabsperrer; Dir, Obstgemüse spendender Ökoladen, Dir, anonymer Würstchengriller, Dir, mitten im Gewühle an Wodka Orange Versorgung Denkende; Dir, Bäcker einer vorzüglichen Orangentorte – ein Traum, Dir, Harry’s Hamburger Hafenbazar, Dir Sailor’s Inn – ihr habt super mitgespielt,

Danke dir Mieter Helfen Mieter Anwalt, Danke Euch, Zirkuskinder der GWA, Dir, wohlorganisierter und profitabler Getränkestand, Dir Störtebeker Musikzentrum, für Backup, Vermittlung und Bar; Dir, Gruppe 25 Jahre Hafenstraße, für die Ausstellung 50 Jahre Widerstand,

euch, Bands von der Ahoi-Bühne, Kosmo Koslowski, They want a Flughafen, 56 Boys, Motorfader, Gladbeck City Bombing, Johnny Blackheart & the Eliminators, St. Pauli Perlen;

dann aber auch Euch, Neighborettes, für einen extrem kraftvollen Auftritt und die Drohung wenn ihr hier baut, burnen wir the house down;

und, last but not least, euch, liebe sehr verehrte Nachbarn Die Goldenen Zitronen, die Ihr nicht nur ein Wahnsinnskonzert gegeben habt sondern auch noch genau gegenüber der Stelle, an der alles Anfing vor einem Vierteljahrhundert, womit wir hier abschließen und daran erinnern wollen, dass hier, in dieser Strasse, schonmal Barrikaden standen und erfolgreich verteidigt wurden.

Soweit muss es nicht kommen, liebe sehr verehrte Politiker und Investoren, lernen sie doch mal dazu, und setzen Sie sich in Bewegung – sonst tun wir’s für Sie. Oder dachten Sie ernsthaft, sie könnten so eine Nummer durchziehen in einer Straße in der wir wohnen?

Also: Danke St. Pauli – weiter so!

Eure Interessengemeinschaft No BNQ

PS: Das Bernhard Nocht Quartier ist noch nicht gestoppt – wir treffen uns jeden 2. Montag – das nächste mal am 21. September in der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Strasse, 19 Uhr.

Fotos von der Bezirksversammlung

Immer aktuelle Infos: www.no-bnq.org


Wir nehmen uns das Recht auf Stadt!

bezirksversammlungshort

Kommt zahlreich und heiter!

Wir bieten anspruchsvolle Unterhaltung
mit den besten Anwohnern aller Zeiten!

Grills sowie Grillgut,
Tische und Stühle solltet ihr mitbringen.

Intelligent verbindet – Djoining resident


Die Montagskolumne # 52 Vertreibung

Cello 07 ohne Kopf

Ausgerechnet Klaus Töpfer

1994 bis 1998 CDU-Bundesminister für Raumordnung,
geigt uns Einen in der NDR-Talkschow:
„Wir können diesen unseren Lebenstil
nicht weiter exportieren!“

Denn wenn auch Chinesen und Inder,
wie wir fleisch- und raumfressend im ‚Wohlstand‘
Energie und Rohstoffe verschleudernd
in Eigenheimen mit Opel sitzen wollen,
dann geht, Co2 hin oder her,
bei vorangerittener Bevölkerungsexplosion,
diese Welt garantiert unter.

Man muß nicht studiert sein, um zu begreifen,
daß wir uns ändern müssen.
Wir müssen uns in den Städten verdichten
und statt toxisch schönem Leerstand
Bedingungen schaffen, die für Alle
nachhaltig und lebenswert sind.

Dazu muß man sich
von immer gleichen Ritualen
und Lagerdenken verabschieden.

Nicht nur das Schanzenfest

und die sich anschließende ‚Kristallnacht‘,
auch ein Piraten-Bundesparteitag,
sollte für die Legislative in dieser Stadt
ein ‚Weckruf‘ (Video anschauen!) sein.
Die soziale Unruhe ist längst da!

Das gazastreifenmäßig
über dem Viertel Kreisen mit Hubschraubern,
überbordende Polizeipräsenz und die
schwarzrot-nur-nicht-Gold-typisch-deutsch-Autonomen
haben sicher das Ihrige dazu getan.

Doch getobt haben hier,
wie Twitterer Sven Wiessners Bilder
vom Ort des Geschehens belegen,
in dieser Nacht die Geister, die man rief.
Der auswärtige, alkoholgeschwängerte Mob!
In bemerkenswerter Hemmungslosigkeit.

Die Vertreibung, die Überwachung.
Diese gänzlich an den Bedürfnissen
der Bewohner vorbeigehende Planung
unserer ‚wachsenden Stadt‘, zu Gunsten
toxischer, fremder Investoren und ihrer Autos,
nach überholten Berechnungsgrundlagen,
ist nicht mehr akzeptabel!

Hamburg hat gute Erfahrung mit
der städteplanerischen Beteiligung seiner Bürger gemacht!
Freie Projekte wie die Hafenstraße,
die Lomus, das Centro Soziale, Park Fiction,
Empire St. Pauli, das Skam, Es Regnet Kaviar u.v.m.
waren in dieser Stadt möglich
und sind bis heute wegweisend.
Sie machen diese Stadt lebenswerter und
haben zum kulturellen und wirtschaftlichen Erfolg beigetragen!

Die, die sich nur bereichern und berauschen wollen,
die nur die alten Wachstumsformeln im Munde führen
und deren überholtes Gedankengut
müssen vertrieben werden!

Djdeutschland


Etwas besseres als Gazastreifen

Wie aus Presse, Funk & Fernsehen zu erfahren, sollen die sog. BEACHCLUBS

an St.Paulis Fischmarkt ziehen.

Geht es nach Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, dürfen Sie ab Sommer also nicht

mehr an der Elbe längs‘ spazieren.

Dort stehen dann mit Bastmatten verkleidete SCHALLSCHUTZMAUERN.

Nachdem man die WUNDERSCHÖN GELEGENEN FLÄCHEN AM

HAFEN jahrelang hat brach liegen lassen,

sollen sie nun privatisiert und der Öffentlichkeit entzogen werden. 

BENÖTIGT ST. PAULI DIESE EINFÄLTIGE FORM VON BELEBUNG?

Der Kiezgänger mit MEHR GELD ALS GESCHMACK wird direkt zwischen Kiez,

Kupfertürmen und dem Security-bewachten Areal an der Elbe hin und her cruisen.

Mit im Boot: die Betreiber der Riverkasematten, deren aggressiv raumgreifende

Bautätigkeit

sich bereits in videoüberwachten Gastrobauten vor der Hafenstrasse verwirklicht.

Was unter Markennamen wie Largo Bay, River Bay, HCB oder Hamburg del mar

daher kommt,

gilt in der Stadtentwickler-Szene als Mittel, um

Räume EVENTGASTRONOMISCH für größere Immobilienprojekte

interessant zu machen. Und tatsächlich entstehen an sämtlichen Beachclub-

Standorten Hamburgs

heute INVESTORENARCHITEKTUREN – vor der Haifischbar an der Elbe, in

den Docklands,

in der Schanze, in der Hafencity.

Möchten Sie,

dass die Stadt begehbar bleibt?

Wollen auch Sie

den Elbblick freihalten?

Nervt Sie

die Privatisierung

öffentlicher Räume

auf St. Pauli?

AKTIONSNETZWERK GEGEN GENTRIFICATION


Feiger HSV-Nazi-Überfall auf St. Pauli Hafenstraße

Italienische Verhältnisse auf St. Paulis Straßen;

Samstag, 1. November o8 – Der HSV verliert 3:0 in Hannover
Gegen 0:30 Uhr überfällt ein Pulk von circa 100 bis 200 Nazi-Schlägern,
laut „HSV“ skandierend, die Hafenbar „Onkel Otto“ an der Hafentreppe
und reißt die Anwohner der umliegenden Straßen aus dem Schlaf. 

Kurz bevor sich die Reichspogromnacht am 9. November
zum 70. Mal jährt, gefriert Einem das Blut in den Adern. 

Solche Verhältnisse auf Hamburgs Straßen sind inakzeptabel!
Vereine mit derlei Fans müssen vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden!

 

Fußball während der Nazi-Herrschaft:
Im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft 1938 muss HSV-Keeper
Walter Warning gegen Hannover 96 zum dritten Mal hinter sich greifen.

 

DjDeutschland gegen Terror