Irritation und Verwirrung

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Sondersitzung der PIRATEN einzige öffentliche Kandidatenvorstellung

Nach dem Rücktritt

von Markus Schreiber als Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte wird am 26.04.2012 eine neue Bezirksamtsleitung von der Bezirksversammlung gewählt. Die Gruppe PIRATEN lädt zur öffentlichen Kandidatenvorstellung ein:

Datum: 20.04.2012
Zeit: 18:00h
Ort: Sitzungssaal der Bezirksversammlung, Klosterwall 4, Block B, 1. Stock

Die Kandidaten stellen sich vor der Wahl den Fraktionen und Gruppen der Bezirksversammlung vor. Die Sitzungen der PIRATEN-Gruppe sind grundsätzlich – wie alle Piratenveranstaltungen – öffentlich.

Zugesagt haben die drei durch eine Auswahlkommission bestätigten Bewerber Andy Grote, Karsten Wagner und Rüdiger Günther.

Voraussichtlicher Ablauf:
1. Selbstvorstellung der Bewerber (10 Minuten pro Bewerber)
2. Fragen der PIRATEN-„Fraktion“
3. Publikumsfragen / Diskussion

Wir freuen uns auf viele Experten aus Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Finkenwerder, HafenCity, Hamburg-Altstadt, Hamm,Hammerbrook, Horn, Kleiner Grasbrook, Neustadt, Neuwerk (!), Rothenburgsort, St. Georg, St. Pauli,Steinwerder, Veddel, Waltershof und Wilhelmsburg.

Die Veranstaltung wird voraussichtlich zwei Stunden dauern.

Diese Sondersitzung der Gruppe PIRATEN ist die einzige öffentliche Kandidatenvorstellung. Die Auswahlkommission, an der die PIRATEN mangels Fraktionsstatus nicht beteiligt waren, hatte entschieden, eine Einladung der Anwohnerinitiative „S.O.S. St. Pauli“ zu einer öffentlichen Vorstellung nicht an die Kandidaten weiterzuleiten. Eine solche öffentliche Vorstellung hatte sie „für nicht zielführend“ erklärt.

Die SPD hatte sich zuvor nur auf Druck der Opposition aus PIRATEN, CDU, GAL und LINKE entschlossen, überhaupt eine öffentliche Ausschreibung zu beantragen. Sie sollte, wie von der Opposition vorgeschlagen, nach dem bereits mehrmals erfolgreich durchgeführten „Bergedorfer Modell“ stattfinden, jedoch ausdrücklich ohne die dort übliche öffentliche Kandidatenvorstellung. Der Antrag der PIRATEN, die Bewerber sollten sich auch in Hamburg-Mitte der Öffentlichkeit vorstellen, wurde abgelehnt.

„Wir hätten es lieber gesehen, wenn der Bezirk eine Bürgerinformationsveranstaltung in die Ausschreibung aufgenommen und durchgeführt hätte. Dass die PIRATEN sich an dieser Stelle als einzige um Transparenz und Bürgerbeteiligung bemühen, ist schon traurig. Selbst eine öffentliche Kandidatenvorstellung auf Initiative von Bürgern wurde verhindert, obwohl sie ja das Verlangen nach mehr Offenheit seitens des Bezirks belegt. Eine bürgernahe Verwaltung, wie sie auch im Ausschreibungstext gefordert wird, geht anders!“, sagt Andreas Gerhold, Sprecher der PIRATEN-Gruppe in der Bezirksversammlung.

Für weitere Hintergrundinformationen, siehe auch den folgenden Artikel auf dem Abgeordnetenblog:
http://hamburg-mitte.bezirkspiraten.de


Die Montagskolumne #101 Viel Harmonie


noroomgalery

Der Sonntagsspaziergang

sollte diesmal – ganz Entdeckungsreise – in die Hafencity gehen.
Wohl dem, der einen Sohn hat!
Wir durchquerten das windige, menschenleere neue Brauviertel.
Schon auf der Seewartenstraße beim ehemaligen Hafenkrankenhaus
hörte es auf, nach Pisse und Alkohol zu stinken.
Wir warteten auf der Aussichtsplattform, mit Blick auf die Landungsbrücken,
die unter uns hergleitende U-Bahn ab und tranken einen Schluck Wasser.

Am Gruner und Jahr Pressehaus trafen wir auf erste Touristenströme.
Es fiel uns ein, daß wir noch nie den Michel bestiegen hatten.
Sechseurofünfzig später erklommenen wir die Stufen.

Auf dem Weg nach oben gab es viel zu sehen,
zum Beisspiel das Uhrwerk des Michels und einige Glocken.
Der Schweiß lief in Strömen, die Waden spannten.
Es hat sich gelohnt, jetzt wissen wir,
daß auf dem Dach eines jeden Hochhauses Schienen liegen,
für die Körbe der Fensterputzer.

Wieder unten, überquerten wir die Brücke zur Hafencity bei der Kehrwiederspitze.
Der Touristenstrom schwoll an, alle möglichen Sprachen, es begann zu regnen.
Keine Massenpanik.

Wir kauften ein italienisches Eis für jeden am Eiswagen:
„Wieviel Kugeln?“ „Unter tausend“!
Wir setzte uns auf eine überdachte Bürohaustreppe und wunderten uns
über das Interesse der vielen Touristen an diesem Teil der Stadt
und beobachteten eine Frau mit Kapitänsmütze beim Flaschensammeln.

Wir setzten unseren Weg auf einem Privatweg mit Aschenbechern
auf eigene Gefahr fort. Nach einigen Windungen, Treppe rauf, Treppe runter,
wurde der Blick auf die zur Touristenmeile mutierten Magelanterassen frei.

Auf unserem Weg dorthin, stießen wir auf weißen Treppen,
hindurch zwischen futuristischen Häusern zu einem Basketballcourt.
Bei einem Schanzenbäcker nahmen wir etwas zur Stärkung ein
und betrachteten die Gebäude, in denen wir gerne wohnen würden.
Zu teuer. Noch!
Der Schanzenbäcker verweigerte den Pfand für die dort gekaufte Plastikflasche.
Kein Kleingeld.

Auf den Terrassen bestiegen wir den Elbphilharmonie-Showroom
der aus Hörnern, in die man hineinhören konnte,
Lust auf Orchestermusik machen sollte.
In seiner Kuppel konnte man den Musiksaal, wie er einmal seien wird,
mit seinen vielen kleine Figuren betrachten.

Wir lernten eine Dame kennen, die ihre Herkunft nicht verleugnen konnte,
uns von einem Überfall erzählte und von ihrem Mann.
Er hatte ehemals mit Finanzierungen sein Geld verdient.
Nur die Häuser der Hafencity hätte keiner finanzieren wollen:
Denn wenn das Wasser kommt, so meinte sie, würden die schönen neuen Häuser verschwinden.

Wir gingen über die Brücken nach Hause.
Es war ein schöner Tag

djdeutschland family


Etwas besseres als Gazastreifen

Wie aus Presse, Funk & Fernsehen zu erfahren, sollen die sog. BEACHCLUBS

an St.Paulis Fischmarkt ziehen.

Geht es nach Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, dürfen Sie ab Sommer also nicht

mehr an der Elbe längs‘ spazieren.

Dort stehen dann mit Bastmatten verkleidete SCHALLSCHUTZMAUERN.

Nachdem man die WUNDERSCHÖN GELEGENEN FLÄCHEN AM

HAFEN jahrelang hat brach liegen lassen,

sollen sie nun privatisiert und der Öffentlichkeit entzogen werden. 

BENÖTIGT ST. PAULI DIESE EINFÄLTIGE FORM VON BELEBUNG?

Der Kiezgänger mit MEHR GELD ALS GESCHMACK wird direkt zwischen Kiez,

Kupfertürmen und dem Security-bewachten Areal an der Elbe hin und her cruisen.

Mit im Boot: die Betreiber der Riverkasematten, deren aggressiv raumgreifende

Bautätigkeit

sich bereits in videoüberwachten Gastrobauten vor der Hafenstrasse verwirklicht.

Was unter Markennamen wie Largo Bay, River Bay, HCB oder Hamburg del mar

daher kommt,

gilt in der Stadtentwickler-Szene als Mittel, um

Räume EVENTGASTRONOMISCH für größere Immobilienprojekte

interessant zu machen. Und tatsächlich entstehen an sämtlichen Beachclub-

Standorten Hamburgs

heute INVESTORENARCHITEKTUREN – vor der Haifischbar an der Elbe, in

den Docklands,

in der Schanze, in der Hafencity.

Möchten Sie,

dass die Stadt begehbar bleibt?

Wollen auch Sie

den Elbblick freihalten?

Nervt Sie

die Privatisierung

öffentlicher Räume

auf St. Pauli?

AKTIONSNETZWERK GEGEN GENTRIFICATION