Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Gentrification

Einladung: Leistungslose Absahner stoppen!

einladung nobnq 220210-1


Verbrechen lohnt sich

Its so easy to sell in love

viele werden auffliegen und es beginnt die Hetze.
Bei einem Sozialbetrüger, der auf der spanischen Insel
seine Harz4Heuer verprasst, wäre es genau so gegangen.
Die bösen Schweizer, die jedes Geld waschen,
müssen ins KZ, Pardon, Umerzieungslager.

Das ganze soll nur ablenken davon , daß die Lobby regiert,
die gerade am lautesten oder immer noch am reichsten ist. Vermeintlich.
Langsam knicken sie ein und wir sollten Zugeständnisse
auch als die Schwäche deuten, die sie ist!

Kein Mensch der kurzfristige Gewinne ausrechnen kann,
hat keine Angst vor Morgen.

Und dabei ist es egal, wer gerade dran ist,
in bestimmten Positionen sind auch wir selbst korrupt.
Mehr oder Weniger.

Mir müssen das Angebot machen!
Das Angebot, ein einzigartiges, modernes, wegweisendes Model
neben ein Anderes stellen zu dürfen, peacefully,
und sich einen guten Namen zu machen, statt einen schlechten.

Der Open-Air-Waschsalon oder die Brauerrei,
die das einzige noch in St.Pauli gebraute Bier brauen
und in alle Welt vertreiben wird, kann Millionen schaffen.

Friede den Palästen,

Kampf den Hütten!

Djdeutschland


Kommt Alle!


Pressemitteilung No BNQ · St. Pauli Süd

Bild: Asaf Hanuka
No-BNQ-PM-2010-01-21

Baugenehmigung für BNQ – Der Drops ist noch nicht gelutscht!

Hamburg, 21. Januar 2010 / Laut Ankündigung des Bezirksamtsleiters
wird die Baugenehmigung für das Bernhard-Nocht-Quartier erteilt.
Wir freuen uns außerordentlich darüber,
dass Investoren und Politiker schon vielen Anregungen
unserer Initiative gefolgt sind – Herzlichen Glückwunsch!

Auch sind wir gern bereit, ihre Planungen –
welche einer nachhaltigen Stadtplanung auch nach Vorgaben
der von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten zuwiderlaufen –
in Zukunft weiter zu begleiten.

So lange bis aus dem ewig gleichen Eigentumswohnungsgebaue
ein Konzept wird, das den tatsächlichen Bedürfnissen des Viertels
und seiner AnwohnerInnen gerecht wird.
Bekannt ist bereits, dass die Investoren den BewohnerInnen
und Kneipen eine Mietgarantie über zehn Jahre geben wollen.
Auch diesen Umstand begrüßen wir –
schließlich sind es nicht zuletzt unsere Steuergelder,
die da in Form von Fördergeldern die Investoren
zu diesem Zugeständnis verpflichten.

Doch zehn Jahre sind nicht genug.
Und so müssen wir jetzt schon mitteilen,
dass wir auch nach Ablauf dieser Zeit immer noch da sein werden –
und mit Spannung erwarten, was dann mit den Wohnungen geschieht…

Schade finden wir allerdings,
dass die Details zur Baugenehmigung anscheinend am Montagabend
wieder einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen wurden.
Dies zeugt vom weiterhin intransparenten Vorgehen:
Welches Treffen mag das wohl gewesen sein,
bei dem Investoren und Politik nach dem Beschluss im Bauausschuss
am 6. Januar verhandelten?
Auch nach intensiven Recherchen konnten wir kein Gremium finden,
bei dem dieser Punkt auf der Tagesordnung stand.
Ernst gemeinte Beteiligung der Nachbarinnen und Anwohner geht anders,
aber auch hier bieten wir gern Nachhilfe an.

Mit dem Ideenkonzept „Guten Morgen, Hamburg!“
haben wir Vorschläge für gemeinsame Planungen mit den AnwohnerInnen
sowie genossenschaftliche Lösungen und Ideen für eine sinnvolle Nutzung des Quartiers entwickelt –
für die Menschen, die hier leben und für die,
die in Zukunft unsere NachbarInnen sein werden.
Und ein von uns aufgestelltes, tragfähiges Finanzierungskonzept beweist:
Eine Sanierung der Häuser, günstige Mieten
und eine stadtteilgerechte Nutzung der Flächen und Gebäude
sind auch ohne Investoren und den Bau von Eigentumswohnungen bezahlbar.

Man darf von seinem Hinterhof mehr verlangen als zum Gähnen langweilige
und lediglich von Profitgier bestimmte Klötze mit 80 Eigentumswohnungen –
die Abwertung unseres nicht zuletzt auch stadtgeschichtlich bedeutsamen Viertels
werden wir nicht zulassen!

Wir sind kooperativ und gesprächsbereit.
Und unser Protest ist mit der Entscheidung des Bezirksamts noch lange nicht beendet.
Mit unseren Vorstellungen sind wir nicht allein,
sondern Teil eines stetig wachsenden Zusammenschlusses von Initiativen
in Gesamt-Hamburg, die sich einig sind: Wir können es besser!

Wir arbeiten weiter gegen die Gentrifizierung und freuen uns darauf,
den Herren Köhler und von Bargen mit unserem Konzept die Chance zu eröffnen,
ein in Hamburg bisher einmaliges Projekt umzusetzen!
Mit freundlichen Grüßen
Die Interessengemeinschaft No BNQ
__
Kontakt:
Interessengemeinschaft No BNQ
c/o GWA St. Pauli
(040) 410 9887 31
info@no-bnq.org


DIE RechtAufStadt TOURISTEN


Bewegung für St. Pauli! NoBNQ!

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Zusammen mit Rock’n’Wrestling, No BNQ, Es regnet Kaviar, Schwabinggrad Ballett,
Not in our Name Marke Hamburg, Butt und Euromayday zur Recht auf Stadt Parade am
18. Dezember 2009 – Wir gehen von St. Pauli los: Bernhard Nocht Str., 15 Uhr
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St. Pauli, 2009:

Kalt weht der Wind durch die leblosen
Gassen um das Empire Riverside. Der leer stehende
Astraturm leuchtet wie ein Tannenbaum in die Nacht –
und fügt sich damit endlich in die Jahreszeit. Die
BesitzerInnen der neuen Eigentumswohnungen, denen
das Leben im bunten St.Pauli schnell zu bunt
geworden ist, halten die Davidwache mit ihren
Beschwerden auf Trab: Subkultur wird als Störfaktor
wahrgenommen. Zwischendurch erzeugt ein
kommerzielles Event die künstliche Wärme einer
Leuchtstoffröhre…

Die Stadt der Tiefgaragen und Eigentumswohnungen
frisst den Stadtteil, der für Lebendigkeit, Vielfältigkeit und
Toleranz bekannt war. St.Pauli wird zur Marke – Charme
und Lebensqualität gehen dabei verloren.

Andere Investoren haben sich noch mehr vorgenommen.
Unter dem Label “Bernhard-Nocht-Quartier” sollen 78 sterile
Eigentumswohnungen direkt an der Hafenstraße gebaut
werden – für St.PaulianerInnen allerdings unerschwinglich.

Mit vielfältigen Aktionen und alternativen
Planungen protestiert No BNQ gegen das
geplante Bernhard-Nocht-Quartier. Der bisher gut gelaunte Protest der
AnwohnerInnen ist Teil der wachsenden Bewegung gegen
Gentrifizierung in Hamburg. Denn auf St.Pauli zeigt sich gerade besonders krass,
was in ganz Hamburg geschieht:

Mieten steigen, BewohnerInnen werden verdrängt, alternative Räume beseitigt.
Gegen die „wachsende Stadt“ der Ausgrenzung und Überwachung gehen wir auf die
Straße. Für das Recht auf Stadt.

Beweg Dich mit uns!

Wir treffen uns: am 18.12.2009 um 15.00 in der Bernhard-Nocht-Strasse
und gehen mit zwei Wagen zum Start der großen
Recht auf Stadt Parade um 16.30 an der Moorweide.

Kommt bunt, funky, gelb oder verkleidet und laut.

www.no-bnq.org * www.esregnetkaviar.de * www.rechtaufstadt.net


Zum Polizeiübergriff auf das Ahoi

 

Foto: Klena

Die beste Männerbar der Welt

ist wieder Schauplatz einer nicht unüblichen
Polizeiprovokation geworden, oder war es eine Revanche?
Unter fadenscheiniger Angabe, man ermittle im Drogenmilieu
-so schreibt’s die Einheitspresse- hatten sich Polizisten in Zivil
unters illustre Publikum gemischt.

Nach Rempeleien, Beschimpfungen, und anzüglichen Bemerkungen,
wurde ihnen Lokalverbot ausgesprochen.
Die Zwei-Hundertschaft stand schon in den Nebenstraßen bereit.
Da hat sich das tapfere Ahoipublikum natürlich komplett in die Tür gestellt.
Die Hundertschaften haben keinen Stich gemacht
und wohl auch ein paar Blessuren davongetragen.

Dabei habt Ihr noch Glück gehabt.

Mich erinnert das an eine ähnliche Szene vorm Otto.
Einer dieser übermotivierten Jungbullen hatte seine Knarre fallen lassen
und seine Kollegen glaubten wohl, sie im Onkel Otto wiederzufinden,
wollten unbedingt rein. Die Otto’s machten dicht.
Ich schlug vor: „Aufmachen und den Bullen reinzuschupsen“,
das fanden die Otto’s gut, worauf der Bulle absofort nicht mehr rein wollte.

Denkt darüber nach.

Djdeutschland


Die Vertreibung der Vertreibung

ikea-bahnRandPop

Nach dem ‚No‘ muß das ‚Yes‘ kommen, nach der Null die Eins.

Nicht nur in Hamburg bewegt sich ‚was,
zum ersten Mal seit 1982
sind in Hamburg mit dem Gängeviertel
wieder Häuser erfolgreich besetzt worden.

Die letzte Besetzung fand in Hamburg
vor siebenundzwanzig Jahren statt;
damals, als die SAGA das Erdgeschoss
eines der Hafenstraßenhäuser zumauern lässt
und Bewohner im Gegenzug den Eingang
der SAGA-Geschäftsstelle in Altona zumauern.

Man muß nicht besonders schlau sein,
um zu begreifen, daß wir uns ändern müssen.
Statt immer mehr Natur zu zerstören,
sich auszudehnen, Land zu fressen,
müssen wir uns in den Städten verdichten
und dabei statt toxisch schönem Leerstand,
Bedingungen schaffen, die für Alle
produktiv, nachhaltig und lebenswert sind.
Das hat selbst IKEA begriffen!

Die Stadt gehört allen, denen die in ihr leben und arbeiten
und damit muß die Planung ein demokratischer Prozess sein!
Die Entwicklung einer Stadt allein Investoren und Stromkonzernen zu überlassen,
deren Interessen ausschließlich dem kurzfristigen Profit gelten,
war gestern, bedeutet Leerstand, ist ungesund
und rechnet sich nicht.

Dazu muß man sich
von immer gleichen Ritualen
und Lagerdenken verabschieden.

Der Widerstand gegen Vertreibung, gegen Gentrification,
gegen die Zerstörung gewachsener Wohnquartiere und Freiräume,
gegen Kommerzialisierung, ist längst kein Anliegen mehr
von nur linksalternativen Gruppen,
sondern er ist vielfältig geworden.
Es ist ein kultureller Impuls!

Eine Doppelseite im Hamburger Abendblatt,
auf der sich 200 Architekten und Prominente
für eine andere Stadtentwicklungspolitik aussprechen,
ist nur ein weiterer Beleg dafür.

Auch die Politik ist hellhörig geworden.
Sie kann nicht mehr auf der einen Seite
eine sogenannte Politikmüdigkeit beklagen
und auf der anderen Seite eine immer größer werdende,
dezentrale Bürgerbewegung,
die nach demokratischer Teilhabe verlangt, ignorieren.

Die Investoren Köhler & von Bargen,
die gegenüber Anwohnerinitiativen wie z.B. NoBNQ
bereits scheinheilige Zugeständnisse machen,
bedienen sich allerdings des perfiden Mittels
eines bezahlten Agent Provokateurs.

Ein ehemaliger Journalist dessen vermeintliche Gegenbewegung
alteingesessener St. Paulianer, die ausgerechnet
den Bau von 74 Eigentumswohnungen befürworten,
schafften es, obwohl sich rein gar nichts dahinter verbirgt,
unter Mithilfe der Bildzeitung kurzfristig in die Charts.

Gentrification ist sicher auch ein Naturereignis,
auch ich habe damals einen Junkie aus meiner jetzigen Wohnung ‚raus gekauft.
Wie Christoph Schäfer es so schön in dem Film von Margit Czenki
‚Abwertungskit‘ sagt:
„Kaum läuft jemand mit Dreadlocks durchs Viertel, schon steigen die Mieten“

Es geht aber um mehr!
Im Zuge der ‚Krise‘ wird immer deutlicher,
was nicht sein kann; daß einige wenige kapitalkräftige Anlagebetrüger,
der überwältigen Mehrheit, steuerlich begünstigt, ihren Willen (und ihre Villen) aufzwingen können.

Das der Senat kreativ für Milliarden der HSH Nordbank
und Prestigeprojekte wie der Elbphilharmonie virtuell bürgt
aber nicht für unsere fortschrittlich, nachhaltig,
gesunden und wirtschaftlich erfolgreichen Projekte,
ist nicht mehr vermittelbar.

Der Widerstand rollt und ist nicht mehr anzuhalten,
er manifestiert sich durch die unterschiedlichsten Menschen
und deren Projekte, nicht nur in dieser unseren Stadt.

Der Letzte Schrei der Vertreibung gegen die Vertreibung,
hat gestern Nacht in einer der dunkelsten Straßen
St. Paulis seine Pforten geöffnet:
Das ‚REVOLUTION #9‘ in der Schmuckstraße,
in dem einst auch die Beatles aßen
und das sich dadurch auszeichnet,
über mehr Hinterzimmer als Gastraum zu verfügen,
empfiehlt sich hierfür als neues, herrlich konspiratives Hauptquartier.

Insider behaupten, es solle dort tagsüber am schönsten sein…

Djdeutschland

[


Wir bleiben Alle*!

Entwurf_Flyer_Kundgebung_A4

http://www.rechtaufstadt.net/
http://www.esregnetkaviar.de/
http://www.gaengeviertel.info/


Offener Brief – Betreff: Bernhard-Nocht-Quartier verhindern

363 Bild:Patrick Thomas

Offener Brief an

– die Mitglieder des Bau- und Denkmalschutzausschusses des Bezirks Hamburg-Mitte, vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Heinz Raube- die Mitglieder der Bezirksversammlung des Bezirks Hamburg-Mitte, vertreten durch die Vorsitzenden der Fraktionen Hansjörg Schmidt (SPD), Michael Osterburg (GAL), Bernhard Stietz-Leipnitz (Die Linke), Dr. Gunter Böttcher (CDU), Heinrich-Otto Patzer (FDP)

– den Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Mitte Herrn Markus Schreiber
– den stadtentwicklungspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Herrn Andy Grote

Bernhard-Nocht-Quartier verhindern, keine Baugenehmigung erteilen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie wissen, gibt es seit längerem Proteste und Widerstand gegen das Gebaren einiger Immobilienbesitzer in St. Pauli Süd, Bernhard-Nocht- und Erichstraße. No-BNQ ist eine Losung, unter der sich besorgte MieterInnen und AnwohnerInnen der näheren Umgebung zusammentun und ihre Bedenken, ihre Kritik und ihren Ärger gegen die Investorenpläne formulieren. Das am 24.9.2009 auf der so genannten „Informationsveranstaltung“ vorge-tragene Zugeständnis von Köhler & von Bargen, den jetzigen BewohnerInnen des geplanten Bernhard-Nocht-Quartiers gleiche Mietbedingungen für die nächsten 10 Jahre zu garantieren, ist unser erster großer Erfolg, entstanden aufgrund des von uns erzeugten politischen Drucks. Allerdings sind diese Zusagen bisher nicht in schriftlicher Form bei den MieterInnen angekommen.

Letztendlich werfen uns die Investoren aber nur ein kleines süßes Bonbon hin, damit St. Pauli eine fette Gentrifizierungs-Kröte schluckt: 78 Eigentums-/freifianzierte Mietwoh-nungen, die langfristig die soziale Struktur und das Gesicht der Straße und des Viertels einseitig verändern würden. Das werden wir nicht zulassen! Dagegen werden wir kämpfen!

Demokratische Gestaltungsprozesse haben in St. Pauli Süd ja bereits große Erfolge trotz großer Widerstände erzielt. Wir sagen nicht bloß “Nein” zum Bernhard-Nocht-Quartier.

Wir machen Ernst. Am Ende unserer Straße ist aus kollektiver Wunschproduktion Park Fiction entstanden. Das können wir auch mit Häusern! NO BNQ wird baldmöglichst ein eigenes Konzept zur Nutzung der Fläche des geplanten Bernhard-Nocht-Quartiers vorstellen, inklusive eines realistischen Finanzierungsmodells frei von Spekulationsinteressen. Dieser Pro-zess hat bereits begonnen. Sicher wird jeder verstehen, dass eine solche ernstzunehmende, erfinderische und soziale Planung länger dauert, als ein paar einfallslose Retortenentwürfe für Eigentumswohnungen zu generieren. Die jetzigen Investorenentwürfe zeigen trotz der „Zugeständnisse“, dass Investoren keinen Bezug zu nachhaltiger Planung oder Interesse an nachhaltigen Planungserfolgen haben, von demokratischen Prozessen und der Realität zwischen Hafenstraße und Reeperbahn mal ganz zu schweigen.

Die AnwohnerInneninitiative NO BNQ versteht sich als Teil einer urbanen Bewegung, die überall in Hamburg – ob in Altona gegen IKEA, im Gängeviertel, in Wilhelmsburg – ein Recht auf Stadt einfordert. In Hamburg braut sich ein Sturm zusammen. Aus allen Stadtteilen weht eine steife Brise gegen eine Stadtentwicklungspolitik, die allein die wirtschaftlichen Verwertungsinteressen im Blick hat und die Stadt als Standort ansieht, welcher möglichst profitträchtig am Markt positioniert werden muss. Das macht Orte nicht lebenswerter, sondern eindimensionaler. Wir sind viele und wir sind nicht einfach immer nur „dagegen“. Sondern wir, die BewohnerInnen dieser Stadt, haben großartige und realisierbare Ideen, wie wir in Hamburg wohnen, arbeiten, feiern, uns erholen, kurz gesagt: leben wollen.

Als Mitglied der Bezirksversammlung, als Mitglied des Bauausschusses, als Bezirksamts-leiter oder als stadtentwicklungspolitischem Sprecher, der im Stadtteil wohnt, sind Ihnen die BewohnerInnen von St. Pauli wichtig? Die fortschreitende Gentrifizierung in St. Pauli bereitet Ihnen Unbehagen? Zeigen Sie uns, dass Sie es ernst meinen. Butter bei die Fische!

Wir fordern mehr als Lippenbekenntnisse und mehr als die Ankündigung einer Sozialen Erhaltungsverordnung, die erst dann greift, wenn die Umwandlungsweichen längst gestellt sind und für die St. PaulianerInnen der Zug Richtung Hochhaussiedlung am Stadtrand längst abgefahren ist.

Wir fordern: 

Keine Erteilung einer Baugenehmigung für Köhler & von Bargen!
Neubeurteilung der Bebauungspläne unter Einbeziehung unserer Ideen und Konzepte!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Interessengemeinschaft NO BNQ


Kaufdemokratie

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Wenn ich faul und doof

nur einen Euro pro Stunde verdiene
und du, schlau und fleißig, hundert,
dann muß ich mich mit 99 anderen ‚doofen‘ zusammentun,
um die gleiche Kaufkraft zu entfalten wie du.

Im Verhältnis 1: 1000 ist das auch noch realistisch.
Ist das Verhältnis 1: Zehntausend wird es schwierig,
bei 1: einer Millionen annähernd unmöglich.

Schon bei einer Millionen :1
ist die Kaufmacht so ungleich verteilt,
es existiert kein freier Markt mehr,
es herrscht keine Demokratie!

Mann kann zum Beispiel ein Gebäude/Fabrik/Endlager
in deinem Quartier errichten,
ohne dass gegen alle Bedürfnisse eines freien Marktes,
sich selbst die gesamte Anwohnerschaft
mit kaufdemokratischen Mitteln dagegen zur Wehr setzen könnte.

Aufgrund eines undemokratischen Ungleichgewichts
von 100 000 000 :1 kann ich selbst dreißig Jahre verschlafen,
auf dem Weg zu besserer, effizienterer,
sauberer Antriebe und Energieproduktion.
Es kommen Milliarden auf Seiten
eines kleinen auserwählten Kreises zusammen.

Mit Milliarden kann man bessere Ideen Hunderttausender 
in Schubladen verschwinden lassen,

die so lange alles fressen müssen,
solange kein freier Markt existiert.

 

Djdeutschland


Mobilmachung

24. September 2009
17:30 bis 19:00

Ort: Cafeteria der Ganztagesschule St.Pauli, Bernhard-Nocht-Str. 12

Die Investoren werden über die geplanten Altbaumodernisierungen und die vorgesehene Neubebauung auf den Grundstücken Erichstraße 13-19, 29/35 und Bernhard-Nocht-Str. 65 – 87 ‚informieren.‘ Vertreter aus Politik und Bezirksamt werden ebenfalls teilnehmen.

Unser Kommentar dazu:

Am 24.9. 2009 um 17:30 Uhr haben Politik und Investoren eine öffentliche Veranstaltung angekündigt, bewußt kurzfristig und ohne auch nur einen Bewohner oder eine Anwohnerin, eine Clubbetreiberin oder einen Kulturschaffenden oder anliegende Wohngenossenschaften mit aufs Podium zu laden. Diese Hierarchisierung der Gesprächssituation mißfällt uns sehr. Herr Osterburg hat uns über das Hamburger Abendblatt wissen lassen, er hege große Sympathien für das Engagement, wünsche sich aber konstruktive Vorschläge. Dafür müßte allerdings zunächst mal eine Gesprächsgrundlage geschaffen werden……

www.NoBNQ.org


Absahnierungsplan

Was sind eigentlich toxische Papiere?

Zum Beispiel Anteile an einem Immobilienfond,
die ich, um Steuern zu sparen, bei meiner Sparkasse gekauft habe.
Mit der Hoffnung verbunden,
daß die Immobilien irgendwann Gewinne abwerfen
und sich meine Altersversorgung so ein wenig üppiger gestaltet.

magellanterrassenhafencity

Die Banker und ihre Vertriebe
trommeln also ein paar systemrelevante Anleger zusammen
und wenn genug Geld zusammen gekommen ist,
leiht eine Landesbank der Gesellschaft
noch mal die gleiche Summe obendrauf.
Zu einem weit über dem Leitzinssatz liegenden Zins
versteht sich, das bringt der Bank das Geld. Viel Geld.

Sogenannte Komplementäre aus der Gruppe
der Gesellschafter übernehmen die Haftung.
Sie lassen sich für ihr Risiko aus dem Gesellschaftsvermögen
entsprechend der Anlagesumme üppig entschädigen.

Aber was, wenn die Immobilien keinen Gewinn abwerfen?
Leerstand, zu hohe Mietpreiserwartungen.
Widerstand von Anwohnern oder von der Politik
erzwungene veränderte Nutzungs- oder Baubestimmungen.

Oder die Zinsen steigen, Geld wird knapp, Kreditklemme,
die Finanzierung, die Umsetzung
oder die Verwaltung des Objektes ist zu teuer.

Dann müssen die Gesellschafter nachschießen
oder das Projekt geht in den Konkurs.

Dann wird es interessant!
Die Immobilien/Liegenschaften werden am Stück weiter verkauft,
zum Beispiel an eine andere Investorengruppe
oder an einen Hedgefond,
meist für nen Butterbrot und nen Ei.

Zuerst bekommt mal die Bank
ihren Kredit plus Zinsen zurück,

der Rest wird, falls vorhanden,
an die restlichen Gesellschafter verteilt.

Die Gesellschafter sind zwar verärgert,
haben aber Steuern gespart,
somit auch keinen nennenswerten Verlust gemacht
und ziehen sich meist widerstandslos zurück.

Die Komplementäre,
in der Regel an vielen Gesellschaften beteiligt,
haben genug geschnappt und sind mit dem Verkauf
aus der Haftung raus.

Die neuen Investoren können jetzt warten,
zehn Jahre, zwanzig oder auch dreißig,
Leerstand, Brachland, billig gekauft, verursacht wenig Kosten.
Eventkünstler könnten sich derweil dort austoben,
das macht sich gut, vermeidet Verödung,
die Attraktivität wird gesteigert.

Irgendwann
wird’s Geld dafür geben. Viel Geld.
In der Zwischzeit kann man das Zeug
ja auch beleihen, um für neue schöne Projekte
Geld aus Geld zumachen.

Djdeutschland


Heiliges St. Pauli

Danke Sankt Pauli – weiter so!

bezirk

Also, ihr Tausende von Leuten auf der Bezirksversammlung: das war bombastisch! Danke EUCH ALLEN, ihr wimpelaufhängenden, stromliefernden, eure Wohnungen in Propagandazwischenlager verwandelnden, die Straße zum Kochen bringenden Nachbarinnen und Nachbarn; ihr wart super! Mit soviel Wucht und Energie lässt sich die Investorenarchitektur stoppen!

No BNQ!

Das überwältigende Echo auf einen kleinen Aufruf hätte uns warnen sollen, dass hier etwas Großes, Mächtiges anrollt: wir hatten bloß nach ein paar kleinen Dingen gefragt, die wir als Preise für die Kinder anbieten wollten. Doch die zum Zweck der Schatzsammlung in der Kogge aufgestellte Kiste quoll bald über vor tollen Geschenken. Hunderte! Nachbarn brachten Schmuck, Tiere, ganze Comicsammlungen, Autos, Gimmicks… Danke Euch allen!

Dank auch Dir, ungenannt bleiben wollender Limonadenhersteller, der Du 30 Tische und Bänke gesponsort hast;

und Dir, Schwabingjugend, für Kasperle und der Miethai, mit dem du unschuldige Kinderherzen aufgeklärt hast über den Zusammenhang von Recht auf Wohnen & Bonbons, behördliche Bestechlichkeit & Miethaie, Eis & Gefängnis;

superb wart auch Ihr, Gino, und die Violine spielenden Kinder der Ganztagsschule St. Pauli, mit Eurem tränenprovozierenden Unterstützungsauftritt für die räumungsbedrohte Kogge;

und natürlich Du selbst, Rock’n’Roll Kneipe Hotel Kogge, die Du immer wieder bereit warst Dein ausgefeiltes Musikprogramm von inhaltistischen Ansagen unterbrechen zu lassen (und das an Deinem Geburtstag…);

Ihr, Graue Panther St. Pauli Nord – für die selbstironische Sofainstallation und die Wachsende Ausstellung;

Du Michaela Melian für die investorenarchitekturkritische Hüpfburg, die Du im vergangenen Jahrtausend schufst und zu Füßen des damaligen Leerstands auf dem ersten vollprivatisierten Platz Hamburgs, dem sogenannten Fleetmarkt, platziert hattest, und die nun, am Wochenende des 5.9. 2009 hunderten von Kindern Spaß gemacht hat und durch ihre bestrumpften Füße inhaltlich aktualisiert wurde;

auch Dir sei gedankt, Golden Pudel Club Hamburg, der Du generös einen Generator beschafft hast um zu demonstrieren: Investorenarchitektur, wenn wir dir den Strom abziehen, sitzt Du in der Kreditklemme!

Danke euch ungenannt bleibenden zahlreichen Spenderinnen und Spender von Getränken für den Kindertresen, euch ungenannt bleiben wollenden Nachbarinnen und Nachbarn für das elegante Planungsbüro; Danke, Märchenerzählerin im DDR-Wohnwagen; Danke vielbesuchter Infostand, Wurfstand, danke, aggressive Merchandisingabteilung, Danke, Webmaster, Danke, Erfinderin der gelben Wimpel, für Idee und Durchführung, Logistik, Regie, Gesamtüberblick;

Danke dir, VOKÜ;

danke auch Euch, Ihr als Bäume verkleidete VorwerkstiftbesetzerInnen,

und Euch erst Recht, ihr als schöne alte Häuser verkleidete GängeviertelbesetzerInnen die ihr den als BNQ und Empire verkleideten AnrainerInnen übel zugesetzt habt;

Dir, Rock’n’Wrestling für ein Superposter,

vor allem aber Dir, Bühnencrew, für eine powervolle Bühne mit dem schönsten Licht je auf einem Strassenfest;

Dir Manuel Muerte (wäre man abergläubisch, würde man sagen: jetzt kann nichts mehr schief gehen, denn mit Dir begann auch Park Fiction 3) und Dir Nixe: für unvergleichliches Atmosphäreschaffen und Bezugherstellen;

insbesondere Dir, arbeitslos gebliebener Erste Hilfe Mann für die 45 jährige live-Version von Teenage Kicks um 3:30;

Dir, Straßenabsperrer; Dir, Obstgemüse spendender Ökoladen, Dir, anonymer Würstchengriller, Dir, mitten im Gewühle an Wodka Orange Versorgung Denkende; Dir, Bäcker einer vorzüglichen Orangentorte – ein Traum, Dir, Harry’s Hamburger Hafenbazar, Dir Sailor’s Inn – ihr habt super mitgespielt,

Danke dir Mieter Helfen Mieter Anwalt, Danke Euch, Zirkuskinder der GWA, Dir, wohlorganisierter und profitabler Getränkestand, Dir Störtebeker Musikzentrum, für Backup, Vermittlung und Bar; Dir, Gruppe 25 Jahre Hafenstraße, für die Ausstellung 50 Jahre Widerstand,

euch, Bands von der Ahoi-Bühne, Kosmo Koslowski, They want a Flughafen, 56 Boys, Motorfader, Gladbeck City Bombing, Johnny Blackheart & the Eliminators, St. Pauli Perlen;

dann aber auch Euch, Neighborettes, für einen extrem kraftvollen Auftritt und die Drohung wenn ihr hier baut, burnen wir the house down;

und, last but not least, euch, liebe sehr verehrte Nachbarn Die Goldenen Zitronen, die Ihr nicht nur ein Wahnsinnskonzert gegeben habt sondern auch noch genau gegenüber der Stelle, an der alles Anfing vor einem Vierteljahrhundert, womit wir hier abschließen und daran erinnern wollen, dass hier, in dieser Strasse, schonmal Barrikaden standen und erfolgreich verteidigt wurden.

Soweit muss es nicht kommen, liebe sehr verehrte Politiker und Investoren, lernen sie doch mal dazu, und setzen Sie sich in Bewegung – sonst tun wir’s für Sie. Oder dachten Sie ernsthaft, sie könnten so eine Nummer durchziehen in einer Straße in der wir wohnen?

Also: Danke St. Pauli – weiter so!

Eure Interessengemeinschaft No BNQ

PS: Das Bernhard Nocht Quartier ist noch nicht gestoppt – wir treffen uns jeden 2. Montag – das nächste mal am 21. September in der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Strasse, 19 Uhr.

Fotos von der Bezirksversammlung

Immer aktuelle Infos: www.no-bnq.org


Flussfahrt gegen Gentrification

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Gibt es in der:
* Kogge,
* Hafenvokü
* Lockengelöt,
Wohlwillstraße
und natürlich auch
in Hedis Landgang,
Beim grünen Jäger


Kommt in die Gänge

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Die Montagskolumne # 53 Brandrede

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An den Wochenenden

kommen sie zu Hundertausenden
und beenden ihr ereignisloses Dasein für ein, zwei Tage.
Je Sorte einmal pro Jahr.

Glatzköpfige Schlagerfuzzis
mit ihren bunten Langhaarperücken oder Hafengeburtstagsgäste.
Möchtegern-Rocker, die mit ihren nicht einmal selbst hergebrachten,
stinkenden Harleys durch unsere Straßen krachen.
Tabletenfressende Raver und Schwulenparadisten,
Fußballfans, Krawallmacher von links- bis rechtsdrehend.

Die meisten verstehen unter Freiheit Komasaufen
und das Zerschmeißen von möglichst vielen Flaschen.
Und wenn viele von einer Sorte da sind,
dann fühlen sie sich richtig frei und stark.
Wir flicken an den Tagen danach
unsere Fahrräder und Blumenbete.

Sie fallen wie Heuschrecken
bei Penny und lokalen Kiosken ein
und decken sich billig mit dem Stoff ein,
den sie dann hemmungslos
bis zur Besinnungslosigkeit in sich reinschütten.

Daß hier Menschen und auch Kinder leben,
interessiert sie nicht.
Diese laut grölende und sich prügelnde Fun-Generation
läuft durch unsere Quartiere und
holt ihre Schwänze überall raus,
auch im Angesicht von Spielplätzen
und Schulen, müllen und scheißen sie uns zu.

Ihre sich selbst verhurenden, versoffenen
Schwestern tun es ihnen gleich.
Hemmungslos, als wäre St. Pauli ihre riesige
Open-Air-Gummipisszelle.
Die erhöhten Gebühren der Stadtreinigung zahl aber ich!

Wenn es nicht glücklicherweise regnet,
stinkt ganz St. Pauli nach Pisse;
gerade in Zeiten von Pandemien
vernachlässigt der Senat,
der an diesen Touristenattraktionen prächtig verdient,
seine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Kindern und Bürgern in Gänze.
Öffentliche Toiletten gibt es so gut wie keine.

Die Ordnungskräfte, die ja nach neuem Polizeigesetz
auch für Ordnung, also für Pisser zuständig wären,
sind überfordert.
Sie sind die zusätzliche Prügel-Attraktion
und gebärden sich gleich Rausschmeißern.

Wenn ich hautnah beobachte, wie Polizisten
von völlig durchgeknallten, mit Drogen vollgepumten,
enthemmten Jugendlichen auf das Brutalste
angegangen werden, frage ich mich,
warum noch keiner der mäßig bezahlten Beamten
wirlich durchgeknallt ist.

Selbst ich habe mich schon bei Amokfantasieen ertappt,
als Exempel mal zwanzig oder dreissig dieser Drecksäcke
weg zuspritzen.

Der schrankenlose,
billige Zugang drogenunerfahrener Jugendlicher zum Alkohol,
ist katastrophal, schädlich und muß unterbunden werden.
Der Ausschank von Alkohol und damit verbundene Sicherheit
muß in den Händen von Gastronomen liegen.

Corny Littmann hat recht,
wenn er nur auf die sieben gut laufenden
Theater in St. Pauli und derer Gäste verweist,
die sich weitestgehend gut benehmen können
und zahlungskräftig sind.
Der durchgeknallte Mob ist die Minderheit,
man sollte mit ihm fertig werden können.

-Gewachsene lokale Strukturen müssen gestärkt
und deren Ruheräume ausgebaut werden.
Statt immer weiteren auswärtigen Investoren
und ihrem Gefolge Bahn zu brechen.

-Der im Parkfikction entstandene, leerstehende Osmanibau gehört uns!
Dort müssen unsere Arbeitsplätze, ein Parkachiv,
unser Geschäfte, unsere Büros und Läden entstehen.

-Das vor den Hafenstraßenhäusern liegende Vorland gehört uns!
Ein nicht kommerziell genutzter, freier Zugang zum Fluss,
für uns und unsere Kinder muß bleiben,
der Park muß ausgebaut werden!

Das Bernard-Nocht-Quartier gehört uns!
Es muß nach den Vorstellungen seiner Bewohner gestaltet,
die soziale Struktur und bezahlbarer Wohnraum erhalten werden.
Die Innenhöfe können zusammengelegt und für
ihre Bewohner und ihre Kinder attraktiv als Ruheraum
gestaltet werden.

-Wir wollen Ausgleichszahlungen.

-Das Geld dafür ist da!
Es wird hier von der Stadt auf unsere Knochen verdient
und muß statt den toxisch tanzenden Türmen
und krimminellen Vereinigungen,
den Bewohnern von St. Pauli und ihrer Kultur zu Gute kommen.

-In St. Pauli wurden mit Anwohnerplanungen seit Jahren
sehr gute Erfahrungen gemacht.
Sie rechnet sich, ist international beachtet, sie zahlt sich aus.

-Vattenfall bleib uns vom Hals!

Die Revolution geht von St. Pauli aus!

Djdeutschland


Roundhouse-Kick

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Der einst so grüne,

ergraute Joschka Fischer macht jetzt,
aprés Politik,
auch mit bei den Energiemonopolisten.
Macht korrumpiert.
Wie seine Freunde Gazprom-Gerhard,
RWE-Wolfgang und EnBW-Rezzo,
steht er jetzt auf der Gehaltsliste des Nabucco-Pipelinekonsortiums.

Neuer Wein in alten Schläuchen.
Wir brauchen keinen Sonnenstrom aus Afrika
auch keine Pipelines. Auch keine Atomkraft,
die sowieso nur einen verschwindend kleinen Teil
der weltweiten Energieerzeugung stellt.

Wir brauchen keine Energiemachtkonglomerate,
die teuer den Strom besorgen.
Wir brauchen Energieeffizienz, Einsparung
und eine dezentrale Stromerzeugung, Macht!
Wir produzieren selber unseren sauberen Strom.

Wir brauchen auch keine soziale Erhaltungsverordnung
Mindestlohn, Konjunkturpakete und Abwrackprämien.
Wir brauchen Geld! Wir brauchen einen freien Markt.
Geld gerecht verteilt, eine Good- statt eine Bad Bank,
faire Steuerpolitik – also Grundeinkommen.

Wir sind auch nicht abhängig vom Exportgeschäft,
das nimmt nur ein Fünftel der Gesamtwirtschaft ein.
Wir brauchen Binnenkonjunktur!

Wir brauchen auch keine Gesetze gegen Holocaustleugner
und diese Holocausleugner-Suchgeräte,
die uns von den anderen Sauereienn nur ablenken sollen –
Der Holocaust ist nicht zu leugnen und nicht zu relativieren, fertig!

Wir brauchen kein NPD-Verbot.
Auch keine Killerspielverbote und schärfere Waffengesetze.
Wir brauchen Antworten auf die Fragen unserer Kinder,
die nichts härter und schärfer trifft als Ungerechtigkeit,
denen wir Schulden aufhalsen, die Rohstoffe klauen
und sie in Kriegen opfern, in denen mit ferngesteuerten Drohnen,
Hochzeitsgesellschaften weg gebombt werden.

Wir brauchen keine Atomwaffen.
Iraner und Koreaner auch nicht!
Wenn wir inklusive Israel unsere abschaffen
und nicht alles und jeden doppelmoralisch belehren und bedrohen,
was Freiheit ist, aber selbst auf Platz zehn
der Überwachungsstaaten stehen,
entführen, foltern, bestechen und manipulieren.

Wir brauchen auch keinen Krieg!
Und keinen Minister Schäuble, der Terroristen in Deutschland jagt,
die sein Amtskollege Jung in Afghanistan züchtet.

Wir müssen sofort aufhören, weltweit die meisten Waffen zu produzieren

Wir brauchen keine Musikindustrie,
ihre Vertriebswege und dümmlichen Trendsetter,
die uns sagen, was gut ist.
Wir produzieren selbst.
Notfalls ohne Strom.

Und keine SPD.
Wozu?
Das können doch DIE GRÜNEN machen.
Die sind inzwischen genauso korrupt und wollen
unsere Freiheit nur noch am Hindukusch verteidigen.

 

Djdeutschland,


Die Montagskolumne # 52 Vertreibung

Cello 07 ohne Kopf

Ausgerechnet Klaus Töpfer

1994 bis 1998 CDU-Bundesminister für Raumordnung,
geigt uns Einen in der NDR-Talkschow:
„Wir können diesen unseren Lebenstil
nicht weiter exportieren!“

Denn wenn auch Chinesen und Inder,
wie wir fleisch- und raumfressend im ‚Wohlstand‘
Energie und Rohstoffe verschleudernd
in Eigenheimen mit Opel sitzen wollen,
dann geht, Co2 hin oder her,
bei vorangerittener Bevölkerungsexplosion,
diese Welt garantiert unter.

Man muß nicht studiert sein, um zu begreifen,
daß wir uns ändern müssen.
Wir müssen uns in den Städten verdichten
und statt toxisch schönem Leerstand
Bedingungen schaffen, die für Alle
nachhaltig und lebenswert sind.

Dazu muß man sich
von immer gleichen Ritualen
und Lagerdenken verabschieden.

Nicht nur das Schanzenfest

und die sich anschließende ‚Kristallnacht‘,
auch ein Piraten-Bundesparteitag,
sollte für die Legislative in dieser Stadt
ein ‚Weckruf‘ (Video anschauen!) sein.
Die soziale Unruhe ist längst da!

Das gazastreifenmäßig
über dem Viertel Kreisen mit Hubschraubern,
überbordende Polizeipräsenz und die
schwarzrot-nur-nicht-Gold-typisch-deutsch-Autonomen
haben sicher das Ihrige dazu getan.

Doch getobt haben hier,
wie Twitterer Sven Wiessners Bilder
vom Ort des Geschehens belegen,
in dieser Nacht die Geister, die man rief.
Der auswärtige, alkoholgeschwängerte Mob!
In bemerkenswerter Hemmungslosigkeit.

Die Vertreibung, die Überwachung.
Diese gänzlich an den Bedürfnissen
der Bewohner vorbeigehende Planung
unserer ‚wachsenden Stadt‘, zu Gunsten
toxischer, fremder Investoren und ihrer Autos,
nach überholten Berechnungsgrundlagen,
ist nicht mehr akzeptabel!

Hamburg hat gute Erfahrung mit
der städteplanerischen Beteiligung seiner Bürger gemacht!
Freie Projekte wie die Hafenstraße,
die Lomus, das Centro Soziale, Park Fiction,
Empire St. Pauli, das Skam, Es Regnet Kaviar u.v.m.
waren in dieser Stadt möglich
und sind bis heute wegweisend.
Sie machen diese Stadt lebenswerter und
haben zum kulturellen und wirtschaftlichen Erfolg beigetragen!

Die, die sich nur bereichern und berauschen wollen,
die nur die alten Wachstumsformeln im Munde führen
und deren überholtes Gedankengut
müssen vertrieben werden!

Djdeutschland


Livestream Schanzenfest

„Die Mutter der Ordnung
ist die Ordnungswidrigkeit.
Der Vater der Staatssicherheit
der Staatsfeind.“

„Ein Staat ohne Feind ist kein Staat.“

Heiner Müller


Ich will so bleiben wie ich bin

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BERNHARD NOCHT

ES REGNET KAVIAR

 THADENSTRAßE25

HAUSPAULI

ELBETAGEN

 

DJDEUTSCHLAND UNTERSTÜTZT DIE FORDERUNG

NACH EINEM ALKOHOLVERBOT IM ÖFFENTLICHEN RAUM.

ÜBERLASST DEN ALKOHOL UND DIE SICHERHEIT 

DEN GASTRONOMEN!

 

       

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Breit aufgestellt

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Auftakt am Freitag abend in der Ganztagsgrundschule Ludwigstraße Ort: Centro Sociale, Sternstr, 2 in 20357 Hamburg


Die Stadt gehört Allen!

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Aufruf:

DIE STADT GEHÖRT ALLEN!

13. JUNI 2009 – DEMONSTRATION

GEGEN MIETERHÖHUNG, PRIVATISIERUNG & VERTREIBUNG


Montagmorgenkultur

schlachtengemaelde

Einladung zur Vernissage:

Wie aus Presse, Funk und Fernsehen bekannt, wurde am 20. August 2008 die Finissage desinteraktiven Landgangs durch die Sonderrechtszone von einem Rollkommando der Polizei überfallen. Jetzt stehen jedoch nicht die verantwortlichen Beamten vor Gericht, sondern einer der angegriffenen Performer von Es regnet Kaviar.

Das Aktionsnetzwerk gegen Gentrification hat deshalb den lettischen Maler Kristofs Sèfers mit der Darstellung der Vorgänge in einem Schlachtenbild betraut. Das Gemälde wird (vor der Verhandlung in Raum 142) vor dem Strafjustizgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt.

Einführung: Dr. A. Vonvalckenberg
Dresscode: Schanzen-Schick, New-York-Bohemia, Berlin-Mitte-Style
Internet: www.esregnetkaviar.de

18. Mai, 9 Uhr, auf den Stufen des Strafjustizgebäudes, Sievekingplatz 3, Hamburg