Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Geistiges Eigentum

Produziert Content! ACTA (Freundliche Übernahme)

 ‚Die Alten‘ müssen aufwachen und der zur Verfügung stehenden Technik ins Auge sehen. Es hilft nichts, sie ist da, ob es uns gefällt oder nicht, sie funktioniert, sie ist leider geil! ‚Alte‘ wie Sven, sind geimpft von den alten Systemen und Wegen und Ihren alten Beherrschern: Homerecording ist NICHT killing music, das war und ist Unsinn! Warum schafft der von mir so geliebte Sven Regener nicht, was andere schaffen, trotz und obwohl er aus einem Song fünf Platten machen kann? Deichkind verdient Geld durch Auftritte; wer seine Tonträger selbst verkauft, verdient das Zehnfache! Wer sich vor den Karren von Gema und Industrie; den geheimen Entscheidern, ‚Murdochs und Berlusconis‘ spannen lässt, verhindert Vielfalt und wird zu den zu spät gekommenen gehören, die das Leben bestraft. Ich kaufe Musik am liebsten zum Anfassen und im Original exklusiv analog, ich will es besitzen!  In Hamburg gibt es einen Laden, der heisst Hanseplatte und verkauft lokal produzierte Musik. Der Laden ist voll, auch mit Touristen! Ich habe weltweit oft vergebens so etwas gesucht! Nicht die Idioten werden siegen, sondern ACTA, das Alte, das Mächtige, die Verwerter. Was können wir tun, wenn uns Facebook YouTube und Co, wie unsere Smartphones nur personalisieren, abzocken, aber nicht bezahlen wollen? Das Neue schaffen und alles Alte bewahren, selber Content produzieren! Eigene PORTALE aufbauen, eigene BLOGS, eigene CLOUDS. Denn unsere Freiheit ist wie das Wasser: Groß im Aufgeben, ist es groß im erreichen!

Wir müssen JETZT damit anfangen! Djdeutschland


ACTA

 


Rettet den rosaroten Panther!

 „Empörend, aber nur schwer zu bestrafen“ Rechtsradikale spielen bei einem Umzug in München Paulchen Panther.
Der Münchener Grüne Siegfried Benker, fordert, das Abspielen des „Paulchen Panther“-Liedes als Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu werten! Die Staatsanwaltschaft ermittelt! Seid Ihr wahnsinnig den Nazis unser geistiges Eigentum zu überlassen!!!

The Pink djdeutschland


Der Einzige und sein geistiges Eigentum

Christian Ziegler ‎Sechs Gründe für eine Überwindung des Konzeptes vom ‚geistigen Eigentum‘:

1) Demut: Jeder, der mit seinen geistigen Erzeugnissen geizt, lebt auch von anderen, die das nicht getan haben.

2) Fairness: Das gegenwärtige Urheberrecht belohnt nicht geistige Leistungen, sondern die Fähigkeit, sich geistige Leistungen schützen zu lassen. Das sind prinzipiell zwei ganz verschiedene Dinge.

3) Übergeordneter kultureller Wert: Die kulturelle Aufgabe unserer Zeit wäre es, nicht in erster Linie immer neue Inhalte zu produzieren, sondern die vorhandenen zu ordnen, aufeinander zu beziehen und sinnvoll zu erschließen. Der Kulturheros dieser Epoche wäre der brilliante Bibliothekar, nicht der ’schöpferische Genius‘ der Romantik. Der Bibliothekar braucht die Erlaubnis, fremde ‚Bücher‘ arrangieren zu dürfen.

4) Bildung: Zur Zukunft der Bildung gehört in viel stärkerem Maße als bisher die Autodidaktik. Diese wird umso besser gelingen, umso mehr wertvolle Lehrmittel jedermann zugänglich sind. (Vorausgesetzt, wir können auch die Lernlandschaft defragmentieren und Qualitätssicherungsmechanismen implementieren.) Es ist unsinnig, den Wert der Bildung zu loben und Chancengleichheit zu befürworten, wenn man nicht gleichzeitig für Lehrmittelfreiheit sorgt.

5) Wissenschaft: Der wissenschaftliche Wert des Internets wird sich nicht darin erschöpfen, MEDIUM wissenschaftlicher Kommunikation zu sein. In Zukunft noch wichtiger wird die Möglichkeit sein, die Datenmengen des Internets selbst automatisiert bzw. halbautomatisiert auswerten zu können. Urheberrechtliche Datenschranken führen dann zu einem ‚availability bias‘. Wir verfälschen also durch einen falsch verstandenen Urheberschutz unsere Welterkenntnis. (Und berauben uns damit auch der Chance, Politik auf rationalerer Grundlage betreiben zu können.)

6) Wirtschaft: Einschränkungen der Mitteilbarkeit von Arbeiten, die auf vorhandene Werke aufsatteln, führen zu erheblichen Redundanzen und der Verschwendung geistiger Ressourcen. Es ist sinnvoller, etwa ein paar gut strukturierte Musik- oder Filmdatenbanken allgemein zugänglich zu haben, als Millionen von Menschen Millionen von Arbeitsstunden zubringen zu lassen, ihre persönlichen, lückenhaften Archive aufbauen zu lassen. (So wie man in Maos China feststellen mußte, das millionenfache Hinterhof-Stahlkocherei doch keine gute Idee ist.)

Fazit: Weil es einen kulturell-moralischen Imperativ gibt, geistige Schöpfungen allgemein verfügbar zu machen, DARF sich die gegenwärtige Diskussion nicht mehr auf die Verteidigung eines dysfunktionalen status quo beschränken. Ausgangspunkt der Diskussion MUSS die Frage sein: Welche ANDEREN Möglichkeiten gibt es, geistig Schaffenden eine angemessene Teilhabe an den materiellen Ressourcen zu sichern?

Und untendrein:  ‚Geistiges Eigentum‘, ebenso ‚Enteignung‘ oder ‚Raub‘ sind lediglich polemische Metaphern in diesem Zusammenhang. Eigentum gibt es in unserer Rechtsordnung nur an SACHEN, zum Raub gehören Drohung oder Gewalt. Die Frage, ob es SINNVOLL ist, Urheberrechte als ‚eigentumsähnlich‘ zu konstruieren, kann und sollte man ergebnisoffen erörtern und diskutieren – statt diese Frage durch moralische Drohgesten verhindern zu wollen. Copyleft by Christian Ziegler.