Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Fußball

Die Montagskolumne #1

             
Lehmann spuckt uns in die Suppe,
oder wie die Türken sagen würden, „fickt meine Seele“.

Kann er’s nicht für sich behalten?
Auch ein sportlicher Qualitätsunterschied zum Titan.
Na ja, im Gegensatz zu den Türken haben wir einen
ganzen Sack voll guter Spieler, auf jeder Position.

Aber die türkische Mannschaft bleibt brandgefährlich!
Die halten schön zusammen!

Gutfried Kärnär hat sich ja im ZDF Sorgen gemacht,
wir könnten uns nicht gut versteh’n
beim einem Sieg der jeweils anderen Mannschaft.
Er versprach uns friedliche Springer Titelseiten,
„nicht so wie die Polen.“

Gutfried Du verlogener Hund!
Du weißt genau das das „Polenblatt“ Springer gehört
und man sich die Bälle zuspielt!

In Polen weiß das jeder,
warum nicht in der Hochdemokratie Deutschland,
Du Mitläufer?

Apropos,

warum ist Glos (CSU) eigentlich Wirtschaftsminister?
Der beherrscht scheinbar nicht mal die vier Grundrechenarten,
die Mechanismen des Marktes hat er schon gar nicht verstanden.
Sonst würde er kaum bei der OPEC so einen Unsinn reden.

Gloooos!
Öl is‘ bald alle!
Umdrehn!

Das haben sogar die Ölproduzierenden begriffen!
Das Emirat Quatar baut gerade 35 Km überdachte Fahrradwege!
(Wegen der Sonne!!!)

Aber Du bist und bleibst eben eine Marionette
der süddeutschen „Spielzeugindustrie“.

Und jetzt willst Du Atom, das hast Du mit Teheran
gemeinsam, aber die dürfen das nicht, sonst Krieg.

Ganz anders Mugabe, da hält die EU die Hand drüber,
da wird ja geschnappt.

Räumt erst mal den ganzen Atommüll der Schutzmacht weg!
Aber nicht in den Salzstock, der hat keine zwölf Jahre gehalten.

Und belügt uns nicht!
Jeder Tag, den wir warten, kostet bares Geld!
Abschalten!

Ach ja, und dann wär da noch Varenhold, der „Windexperte“,
heute im Radio, genauso korrupt und verlogen?
Ich weiß, er muß RWE-Strom verkaufen, der Ex-Umweltminister.

Mal sehen, wie lange das Volk sich noch verarschen lässt
und Elektrogeräte kauft, die Strom verbrauchen,
selbst wenn sie aus sind.

Wir feiern weiter Fußball,
auch wenn wir wissen,
daß die politische Klasse die Gunst der Stunde zu nutzen weiß,
gerade bei internationalen Turnieren,
uns in die Pfanne zu hauen.

Wir jedenfalls fahren nach Wien,

leider ohne die Spaghettierfinder und die Thomatenfälscher.

Wir alle feiern Europa –

aber nicht ohne die Iren!

Djdeutschland.eu


Say it loud, I am deutsch and proud!


DEUTSCHLAND CUM HÜRRIET

Ist es nicht unglaublich, 
welch‘ fußballerische Fähigkeiten,
sich die Söhne und Enkel
der einstigen Gastarbeiter in
Deutschland aneignen konnten?

Ohne Spaß!

Mit welcher Moral und Kampfkraft
diese junge, türkische Mannschaft
den 0:2 Rückstand gegen „Böhmen und Mähren“
noch zum 3:2 Endstand hat drehen können.

Respekt!

Auf meinem Weg gestern Abend nach Hause
durch’s türkische Fahnenmeer,
kam mir schon der unangenehme Gedanke,
ihr könntet es doch noch bis Wien schaffen.

Eure Liebe und Verbundenheit zur Türkei
ist wirklich beeindruckend.
Danke, daß ihr uns daran teilhaben lasst.
Ohne euch wäre Djdeutschland nicht erfunden worden.

Es lebe die deutsch-türkische Freundschaft!
Es lebe Europa!

nervös, DJdeutschland


Hop Schwiez!

Neulich, kurz vor Spielbeginn Deutschland – Polen:
Mein Fahrrad war kaputt,

Mannesmann Chrommolybdänstahl, handmade in Germany!

und ich war gerade im Stechschritt auf dem Weg in mein EM Studio,
als ich einen anderen Herrn traf.
Wir hatten den gleichen Weg und marschierten zusammen.

„Gegen Polen hilft nur Blitzkrieg„, sagte ich.
„Die Geschichte wiederholt sich“, sagte er.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellten wir fest,
daß wir beide, damals noch Kinder,
während der Fußballweltmeisterschaft 1974,
vor 56.000 Zuschauern im
Niedersachsenstadion,
der Begegnung Brasilien vs. Argentinien beigewohnt hatten.

„Rivelino, Franzisco Marinio, Paolo Cesar…“
Wir lagen uns weinend in den Armen.

Das mit Podolski ist eine Unverschämtheit!
Unter der Regierung Kohl haben die damaligen Spätaussiedler
in den entsprechenden Formularen auf die Frage
„wann haben Sie das Territorium der Bundesrepublik verlassen“,
grundsätzlich mit NIE geantwortet.
Sie durften ihre eigene Sprache nicht sprechen
und mussten die polnische Identität annehmen.

Beinahe hätte der, in der Schweiz aufgewachsene,
Schweizer Türke, Hakan Yakin, den Türken den Sieg vermasselt.
Fast alle Spieler der türkischen Nationalmannschaft
sind in Deutschland aufgewachsen.

Wir haben nicht nur Döner erfunden,
wir haben euch auch Fußball beigebracht!

Ich fand es jedenfalls nett,
daß ihr nach dem Spiel in die beste Männerbar der Welt gekommen seid
um mich zu demütigen.
O.k. ihr habt die Schweizer aus dem Turnier geworfen,
aber nochmal mal werdet ihr es nicht bis Wien schaffen!
Deutschland Cum Hürriyet!

Djdeutschland


„Force de Frappe“

MUTTERSPRACHE

VATERLAND

DER ZUFALL HAT UNS VEREINIGT

Operation JOLA

Marie Rotkopf

Ausstellung vom 29. Mai bis zum 15. Juni 2008 geöffnet jeden Donnerstag und Freitag (16:00-19:00 Uhr)

Samstag und Sonntag (14:00-19:00 Uhr) und nach Vereinbarung

Lesungen: Sonntags, 8. und 15. Juni um 16:00 Uhr

Silberraum – Schute – Veringkanal – Zugang über den Hof der Honigfabrik –

Industriestraße 125 – 21107 HH-Wilhelmsburg – silberraum@yahoo.de

Haltestelle Veddel aussteigen – bus 13 Richtung Kirchdorf – Stübenplatz aussteigen –

Hintergrund der Ausstellung ist die Begegnung der Polin Jola Waszkiewicz und der Französin Marie Rotkopf. Beide besuchten einen Deutschkurs der Volkshochschule in Hamburg. Neben der gemeinsamen Aufgabe Deutsch zu lernen, begannen die beiden Frauen einen Intensiven Austausch über ihre Länder und ihre Herkunft. Marie Rotkopf sah sich durch die Bekanntschaft mit Jola Waszkiewicz wieder mit der polnisch jüdischen Geschichte ihrer Familie konfrontiert. Ihre Gespräche und das Schreiben Jola Waszkiewiczs Biographie ist auch die eigene Suche nach ihrer geschichtlichen Identität. Polen, Deutschland und die jüdisch polnische Abstammung Marie Rotkopfs bilden so einen Raum, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und die auf die Möglichkeit einer Zukunft gerichteten Suche der Frauen treffen.

gefördert von Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch in Hamburg e.V.:

Corinna Koch
Isestrasse 64
20149 Hamburg
mailto: coko@iphh.de