Irritation und Verwirrung

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Kein schöner Land

IMG_1458Dieses mal war Weihnachten besonders wichtig! Nirgendwo singt man Stille Nacht – heilige Nacht schöner als in St. Pauli – schwer, schleppend. Die Kirche war diesmal brechend voll. Die `Buschmänner`, die die rassistischen Konsumenten anlocken, sind freundlich und gesprächsbereit. Sie haben sich verzehnfacht. Die, die guten Willens sind, scheinen sich hier zu sammeln. Je mehr Ghetto, desto weniger hirnlose Investoren. Das von mir Propagierte scheint sich zu bewahrheiten: die Revolution geht von St. Pauli aus!

Gegenüber in Dock 11 werden Kriegsschiffe gewartet, oder Luxusjachten –  von Milliarden schweren Waffen- Öl- Schrottschiebern. Geheim eingerüstet und eingeplant. Keiner soll es sehen, keiner soll es wissen. Merken!

Cruiser, um jede Menge Leute trockenen Fußes sicher reinzubringen, sind genug da. Geld, Feuerwerk und der dazugehörige Müll bis zum Abwinken vorhanden.

Mein Schwiegervater sagt, ich solle wegen der Kinder hier wegziehen, ich meine: Geld ist out, wenn die Massenpsychose ausbricht, bin ich hier sicher. Sitze ich auf der Straße, serviert man mir hier kostenlos Kaffee und Kuchen, ich bekomme jeden Tag handgeschriebene Briefe von hier, selbst die`Angler` umarmen mich zum Trost!

Jetzt fällt Schnee, es ist saukalt, der Sylvester-Grünkohl kam gerade richtig. Lionels diesjährige Plattenlieferung vom Feinsten! Noch einmal den Akku aufladen für das nächste neue lange Jahr.

Der nächste Sommer kommt bestimmt, wir werden da sein.

Djdeutschland


The Beat goes on

Mein Leben lang

träume ich davon, Musiker zu sein, mit anderen neue Stile zu prägen, mein Werk auf Platten zu pressen und Millionen zu Tränen zu rühren. Noch lebe ich und just heute, nur noch wenige Tage davon entfernt ein neues Jahrzehnt mit prägen zu dürfen, erreicht mich das ‚Kalendarium toter Musiker‘, als ein verspätetes, veritables Weihnachtsgeschenk. Welche Freude! Schon im Vorwort, die unumstößlichen Regeln, sind ganz auf meiner Linie: „ELVIS IST UND BLEIBT DER KING. MICHAEL JACKSON IST MICHAEL JACKSON. ALLES IST SUBJEKTIV, DIE REDAKTION ENTSCHEIDET STRENG NACH LUST UND LAUNE.“

Nachdem ich die Toten des 17. Dezembers im vorhandenen Space handschriftlich um Captain Beefheart, gestorben 2010 ergänzt habe, widme ich mich dem ‚Toten der Woche‘ vom 17.Januar in der Ausgabe 2011 ‚Colonel Tom Parker‘, der ‚mysteriöse‘ Manager von ‚Elvis Presley‘, an dem es laut Kalendarium schwer fällt, ein gutes Haar zu lassen. Schwer wiege der Vorwurf: „den King of Rock n‘ Roll gezähmt, ihn ausgenutzt, verkauft und schließlich verheizt zu haben.“ Man erfährt, daß Al Dvorin *18. November 1922, der legendäre Ansager des King – „Elvis has left the building.“ – am 22. August 2004 auf der Heimfahrt von einem Konzert eines Elvis-Impersonators starb und der serbische Musiker ‚Suba‘ am 2. November 1999 (*23. Juni 1961) bei dem Versuch, bei einem Brand seine letzten Aufnahmen aus seiner Wohnung zu retten.

Johnny „Guitar“ Watson *3. Februar 1935, starb standesgemäß am 17. Mai 1996 auf der Bühne an Herzversagen, ‚Kieth Moon‘ *23. August 1946, am 7. September 1978 an einer Überdosis des Beruhigungsmittels Heminevrin. Und, man erfährt, daß ‚Peter Carl Goldmark‘ *2. Dezember 1906, an der Entwicklung der Vinyl-Schallplatte beteiligt war! Er starb am 7. Dezember 1977.

Ich lege meine neuwertig zur Weihnacht geschenkte Captain Beefheart „Bluejeans & Moonbeams“ von 1974 auf den Plattenteller, erste Seite, zweites Stück: „‚The same old blues.“ Again and again, old records never die.-)

djdeutschland

Kalendarium toter Musiker, Edition Observatör Berlin, M. Ebert, S. Hauser, O. Höckner, M. Tillich, ISBN 978-3-9420029-65-2


Elvis the King

Grab

„Er lies seine weitgespreizten
Beine schlottern

und zuckte kaum merklich mit dem rechten Knie.
Es war eine Art Mischung aus rasantem Schlurfen
und Charleston-Geschlenker.
Er grinste höhnisch, senkte seine Augenlider,
lächelte aus dem linken Mundwinkel
und zuckte mit den Hüften.“

Presley
hatte bis 1977 rund 500 Millionen LP’s und Singles abgesetzt.
Seine Fernsehshow ‚Aloha from Hawaii‘ am 14. Januar 1973
wurde über Satelit weltweit live übertragen
von etwa eine Milliarde Menschen gesehen. (Quelle: Rocklexikon)

Drecks GEMA

 

Als ich vom Münzfernsprecher

in seinem Haus, 3764 Elvis Presley Boulevard
versuchte die Fans in Deutschland zu erreichen,
erreichte ich meine Mutter.
Ich erzählte ihr das unser Jüngster gerade am Grab von Elvis,
das Laufen gelernt habe!

Ich hätte ihr auch noch von Memphis erzählen können,
der sterbenden Stadt, dem Tand,
daß wir unsere großen Zehen
vorher in den Missisippi getaucht hatten
und mit ein paar Rednecks
auf dem Parkplatz vor Graceland gekifft hatten.
Aber ich erzählte ihr nur das Wesentliche:

„Mama, Elvis lebt“