Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Die Individualisierung der Schuld

Klima

Ich habe vom Klima keine Ahnung. Im Kern bezeichnet der Klimawandel die Abkühlung oder Erwärmung des Klimas auf der Erde über einen langen Zeitraum. Gemessen an der Weltgeschichte sind wir demnach nur ein Wimpernschlag. Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß der Mensch in solchen Zeiträumen die Temperatur, das Klima auf dem Planeten beeinflussen kann. Zumal Deutschland bislang nur für 2% des weltweiten ausgestossenen CO2’s verantwortlich ist.

Ein Nebeneffekt des menschengemachten Klimawandels ist inzwischen selbst aus dem All zu erkennen: Die Erde wird grüner.

Ich halte es für richtig Ressourcen des Planeten nicht leichtfertig zu verbrennen und zu verschwenden, die Welt nicht zu verschmutzen. Ich habe kein Auto, kein Smartphone, ich dusche kalt und kaufe vornehmlich lokal, aber die Berichterstattung verwirrt mich. Regnet es viel, ist es der Klimawandel schuld, regnet es zu wenig, ist der Klimawandel schuld. Gibt es viele Waldbrände, ist der Klimawandel schuld. Wurde der Wald angesteckt, ist es eine Individualisierung der Schuld. Haben die Inuit recht und die Achse des Planeten hat sich verschoben, ist es die Sonne, oder ist der sich stetig wandelnde Wandel ganz einfach normal?

Djdeutschland


Deutschland auch Du

Deutschland heute hat das Zeug zur Einigungsrolle in Europa und in der Welt, nicht weil wir alles besser können, sondern weil wir wissen, wie man es schlechter machen kann! Weil wir uns so glücklich friedlich und schnell einer Mauer inmitten zweier Blöcke in EINIGKEIT und FREIHEIT entledigt haben und weil wir wissen, wie wichtig RECHT ist und weil wir wissen, daß FREIHEIT immer auch eine Plage ist.

Oder frei nach Bernd Rössner: Deutschland auch Du: Deutschland hat seine Schuld zu haben : auch Du! Deutschland Heute hat die konditionierte psychologische Kriegführung als eine Art Massenpsychose: Jeder hat seine Schuld zu tragen und jeder Deutsche selbst wird gejagt sich schuldig zu bekennen: auch Du.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #139 Immer weniger immer mehr

Spanien ist nicht Deutschland

werden die Leute sagen. Doch beide Länder liegen in Europa. In Spanien gehen die Menschen für mehr Demokratie auf die Straße, in Deutschland nicht einmal zur Wahl. Die Beteiligung in Bremen war niederschmetternd, jeder zweite blieb zur Hause. Nicht einmal die Jugend ist zu begeistern, immer Weniger entscheiden über immer mehr. Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist mit einer offiziellen Quote von 21,3 Prozent so hoch wie in keinem anderen EU-Land. Unter den 18- bis 25-Jährigen liegt sie sogar bei 45 Prozent. In Deutschland liegt die Quote niedriger, bereinigt und schöngerechnet durch die Arbeitbeschaffungsmaßnahmen, hast Du einen Ein-Euro-Job, bist Du auch nicht arbeitslos.

Der Aufschwung ist da, doch wo kommt er her und wo kommt er an? Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland steigt, Ende September 2010 gab es mehr als 7,3 Millionen geringfügig entlohnte Beschäftigte, die bis zu 400 Euro abgabenfrei verdienen können. Das sind fast 1,6 Millionen mehr als 2003, Knapp fünf Millionen arbeiten demnach ausschließlich als Minijobber. Die Bruttolohnquote fällt ständig, Arbeit wird staatlich subventioniert, nur die Staatsverschuldung und der Kapitalertrag der Abzocker und Banker steigen kräftig an.

Die Individualisierung der Schuld, Gewinne werden privatisiert. Hast du keinen Job, verdienst du zu wenig, sitzt du seit Jahren im Billigjob oder im Praktikum, bist du selber schuld. Eine Minderheit verdient immer mehr und die Mehrheit immer weniger. Noch ist Deutschland ruhig, die Sprit- und Lebensmittelpreise noch zu niedrig, die Monopolisten exportweltmeistern weiter vor sich hin, gestern haben sie die DDR gekauft, morgen kaufen sie Griechenland.

Djdeutschland