Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Denkmal

Denkmalen

Mein ‚Freund‘ Wolfgang Wippermann,

außerplanmäßiger Professor, bei der öffentlichen Hinrichtung Eva Herman’s während der Gutfried Kerner Schau als Faschismusexperte zugegen, erforschte schon die Rolle des Kampfhundes in der Geschichte. Nun präsentiert er sein neuestes Werk.

Wippermanns Hauptforschungsgebiet ist die Ideologiegeschichte. Hierbei liegen seine Schwerpunkte auf dem Antiziganismus, den Faschismustheorien, der Geschichte des KommunismusAntisemitismus sowie auf der geschichtlichen Rolle des Teufelsglauben und den Verteufelungen von gesellschaftlichen Randgruppen bishin zu daraus resultierenden Verschwörungstheorien (Wikipedia). 

Jetzt hat er ein weiteres Buch geschrieben: Denken statt Denkmalen. Gegen den Denkmalwahn der Deutschen‘, Rotbuch Verlag und versucht geschickt und unter Zuhilfenahme des Holocaustmahnmals, eine Debatte  über das ‚Denkmal für Deutschland‘ loszutreten. Helfen wir ihm dabei!

In diversen Telefonaten, kurz nach seinem Auftritt bei Gutfried, konnte er meiner Theorie, die Begriffe einmal umzudrehen und neu zu programmieren, nichts abgewinnen. Dass Adolf Hitler nach dem Reichstagsbrand, exakt die selben Worte wählte, wie Geroge Bush nach 9/11 zum Auftakt des ‚Krieg gegen den Terror‘, konnte er wissenschaftlich nicht bestätigen. Auch mein Bild, daß ich das wahre Gesicht des Faschismus bei dem gescheiterten Versuch gesehen hatte, auf eine der Stehlen des Mahnmahls zu malen, blieb ihm unverständlich. Mein für dreissig Millionen US-Dollar entwickelter Bleistiftersatz, der Fisher Gasdruck-Kugelschreiber ‚Spacepen‘ mit Weltraumzulassung, (Schreibt im Weltraum, unter Wasser, über Kopf , auf fettigem Untergrund, bei 34 ° C minus bis  143 ° C plus) versagte auf dem Degussa-Stein. Das Mahnmahl bleibt dennoch für mich im Dunklen eines der besten Kinder-Spielplätze der Welt! Einzige Peinlichkeit ist, dass es allein nur für die ermordeten Juden steht.

Meine Idee, statt eines physischen Denkmals für Deutschland, ob der friedlichen Überwindung von Teilung,  die Bundesrepublik als Denkspiel inmitten Europas zu entmilitarisieren und die Bundeswehr durch eine Art  Neue-Hi-Tec-Legion-Condor zu ersetzen, die weltweit sofort Hilfe leisten kann, könnte ihn allerdings inspiriert haben.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #110 Denkmal

Wie wäre es gewesen, hätten die Abgeordneten am 9. November ’89 im deutschen Bundestag eine deutsche Hymne vermischt aus beiden gesungen: „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewannt, wenn stets das Volk zu Schutz und Trutze geschwisterlich zusammenhält“. Denn an Eines haben vierzig Jahre lang scheinbar beide Teile Deutschlands, stets einig geglaubt: an die Aufhebung der Trennung ihres Landes durch eine Mauer, der Teilung Europas, von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt – Europa über alles.

Einige Abgeordnete der Grünen verließen damals den Plenarsaal. Gehörten sie auch zu den Störern der Rede Helmut Kohls in Dresden am 19.12.1989? „ …was die geschichtliche Stunde jetzt möglich macht“ und hörten durch das Trillergepfeife nicht sein: „Nie wieder Krieg, nie wieder Gewalt!“ „Von deutschem Boden muss in Zukunft immer Frieden ausgehen – das ist das Ziel unserer Gemeinsamkeit!“ Ein Denkmal der Einheit zu setzen und die Waffen beider Armeen für immer niederzulegen, aus Dankbarkeit über  unblutige Überwindung von Teilung, inmitten zweier Systeme,  als Zeichen für eine  ganze Welt, das wäre es gewesen!

Djdeutschland