Irritation und Verwirrung

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Gold zu Gold

Benefiz-Ausstellung zum Erhalt des Gastateliers im Goldbekhof
Eröffnung: Mittwoch, 26. September 2012, 19 Uhr
Dauer: Do 27.9.- So 30.9. jeweils 15-19 Uhr

Gastatelier Goldbekhof, Moorfurthweg 9B, 22301 Hamburg

Es wurde in der Vergangenheit versucht, alles Mögliche in Gold
zu verwandeln. Die beste Methode ist und bleibt: Gold zu Gold des Magnetismus:
Der Teufel scheißt bekanntlich auf den größten Haufen. Olympia ist vorbei.
Wir erwarten einen Medaillenregen.

Ellen Gronemeyer, Helena Huneke, Markus Amm, Claus Becker, Tillmann Terbuyken,
Monika Michalko, Dirk Meinzer, Anke Wenzel, Fabienne Mueller, Jan Köchermann, Carola Deye


HART AM GLÜCK


Absahnierungsplan

Was sind eigentlich toxische Papiere?

Zum Beispiel Anteile an einem Immobilienfond,
die ich, um Steuern zu sparen, bei meiner Sparkasse gekauft habe.
Mit der Hoffnung verbunden,
daß die Immobilien irgendwann Gewinne abwerfen
und sich meine Altersversorgung so ein wenig üppiger gestaltet.

magellanterrassenhafencity

Die Banker und ihre Vertriebe
trommeln also ein paar systemrelevante Anleger zusammen
und wenn genug Geld zusammen gekommen ist,
leiht eine Landesbank der Gesellschaft
noch mal die gleiche Summe obendrauf.
Zu einem weit über dem Leitzinssatz liegenden Zins
versteht sich, das bringt der Bank das Geld. Viel Geld.

Sogenannte Komplementäre aus der Gruppe
der Gesellschafter übernehmen die Haftung.
Sie lassen sich für ihr Risiko aus dem Gesellschaftsvermögen
entsprechend der Anlagesumme üppig entschädigen.

Aber was, wenn die Immobilien keinen Gewinn abwerfen?
Leerstand, zu hohe Mietpreiserwartungen.
Widerstand von Anwohnern oder von der Politik
erzwungene veränderte Nutzungs- oder Baubestimmungen.

Oder die Zinsen steigen, Geld wird knapp, Kreditklemme,
die Finanzierung, die Umsetzung
oder die Verwaltung des Objektes ist zu teuer.

Dann müssen die Gesellschafter nachschießen
oder das Projekt geht in den Konkurs.

Dann wird es interessant!
Die Immobilien/Liegenschaften werden am Stück weiter verkauft,
zum Beispiel an eine andere Investorengruppe
oder an einen Hedgefond,
meist für nen Butterbrot und nen Ei.

Zuerst bekommt mal die Bank
ihren Kredit plus Zinsen zurück,

der Rest wird, falls vorhanden,
an die restlichen Gesellschafter verteilt.

Die Gesellschafter sind zwar verärgert,
haben aber Steuern gespart,
somit auch keinen nennenswerten Verlust gemacht
und ziehen sich meist widerstandslos zurück.

Die Komplementäre,
in der Regel an vielen Gesellschaften beteiligt,
haben genug geschnappt und sind mit dem Verkauf
aus der Haftung raus.

Die neuen Investoren können jetzt warten,
zehn Jahre, zwanzig oder auch dreißig,
Leerstand, Brachland, billig gekauft, verursacht wenig Kosten.
Eventkünstler könnten sich derweil dort austoben,
das macht sich gut, vermeidet Verödung,
die Attraktivität wird gesteigert.

Irgendwann
wird’s Geld dafür geben. Viel Geld.
In der Zwischzeit kann man das Zeug
ja auch beleihen, für neue schöne Projekte
Geld zu Geld zumachen.

Djdeutschland