Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Carola Deye

Carola Deye und Marie Rotkopf

ENTZUENDUNG

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Eroeffnung: Freitag 06. Maerz 2009, 20:00

Lesung / Konzert 21:00

Ausstellung 07.15. Maerz 2009
Oeffnungszeiten nach Vereinbarung

Herzliche Einladung von Julia Pfeiffer und Roseline Rannoch

ENTZUENDUNG

ist Aufeinandertreffen
Reibung zwischen zwei Koerpern
(das ist aber Sex, sagt Carola Deye)
zwei Klassen
(ein Bauernhof in Niedersachsen und eine Passage in Paris).

Carola Deye setzt sich mit laendlichen,
volkstuemlichen Motiven auseinander.
Holz ist fuer sie Ausdruck einer provinziellen,
baeuerlichen Dumpfheit,
die gleichzeitig zu einer malerischen visuellen Form fuehrt
und zur kontemplativen Betrachtung anregt.

Fuer Marie Rotkopf ist es ein Material, das gut brennt.
Sie sieht eine Art von Klassenkampf hinter solchen Vorstellungen.
Die Leinwand dient als Kulisse, der Vorhang wird gehoben,
und dahinter verbirgt sich das Gleiche in Gruen.

So wie die Bilder und die Texte von Marie Rotkopf
stellt er das Absurde oder die fiese Banalisierung und Nivellierung
von politischen Bedeutungen in der Gesellschaft dar.
Der Vorhang hebt sich ueber einer Taeuschung,
die das Konzept der ewigen Wiederkehr der Geschichte bestaetigt.

Die Beschaeftigung Carola Deyes mit Natur,
Provinz, mit dem Gruen und Braun
sind fuer Marie Rotkopf bildhafte Begriffe,
Klischees als Wahrheiten, eine Attitude,
um die eigene soziale Herkunft zu verschleiern
und damit zu transzendieren.

Sie schaut mit einem soziologischen und politischen Auge
(dem dritten, nicht dem von Bataille oder dem des Zyklopen).
Die Bildersymbolik verraet unsere Referenzen.
Das Auge betrachtet sie als Vakuum.
Es bleibt die Essenz dieser Begegnung:

Alles ist politisch
solange es Benzin gibt.


Taking Harbours 1 HH / Mars

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FORCE DE FRAPPE BIS


hoffentlich kommt ihr!
grüß,
marie.

 

Publikation Release Party

Das Vaterland hat verloren

Sonntag, den 6. Juli 2008 – 19 Uhr
für die Erscheinung von
Operation JOLA

Marie Rotkopf

Textem Verlag
ISBN 978-3-938801-57-4

Musik: L‘ Internationale Surplace
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MAKNETE / Silberraum
Schute – Veringkanal, Zugang über den Hof der Honigfabrik – Industriestr. 125 – HH Wilhelmsburg
Haltestelle Veddel dann Bus 13 Richtung Kirchdorf – Stübenplatz aussteigen

Textem Verlag 2008

www.textem-verlag.de

Gefördert von der

Salomo-Birnbaum-Gesellschaft

für Jiddisch in Hamburg e.V.


Finissage Carola Deye „Karla Furnier“

Donnerstag
3. Juli 2008
von 19 bis 21:00 Uhr German Kunst
bei: Grunert, Kippingstraße 22,
20144 Hamburg T: +49 41 46 96 63

 


Carola Deye, Haken und Fragen, 2008, Öl auf Leinwand, 50 x 6o cm

 

Keine malt schwarz wie Du.
Djdeutschland


Für den Weiss, seh‘ ich Gold

Burda steigt bei „Du bist Deutschland“ aus
19.12.2007 | 16:13 Uhr

München (ots) – Der Burda Verlag ist aus der spektakulären Gemeinschaftskampagne „Du bist Deutschland“ ausgestiegen. Dazu gibt es einen Beschluss des Vorstandes von Hubert Burda Media. Dies meldet das Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) in seiner neuen Ausgabe. Ein Sprecher begründete den Ausstieg mit den zahlreichen anderen sozialen Vorhaben des Medienhauses:
„Wir können nicht alles machen.“
Der Abschied des Verlages kommt um so überraschender, als gerade erst die neue Staffel der Kampagne zum Thema Kinderfreundlichkeit angelaufen ist. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kampagne „Du bist Deutschland“ ist eine konzertierte Aktion von Werbeagenturen, Medien und Unternehmen. So stellen Verlage wie Axel Springer, Gruner + Jahr und der WAZ-Konzern kostenlosen Anzeigenraum für die Sozialkampagne zur Verfügung. Der neue mediale Auftritt zum Thema Kinder und Erziehung wird von Unternehmen wie die Post, Eon und dem Konsumgüterkonzern Unilever gesponsert.

Burda ist nicht, Du bist Deutschland!
Dein Djdeutschland


Für den Weiss seh‘ ich Rot

Robby Weiss
Deutschlandbilder von 2007

Unsere Overkillzeit hat keinen Raum
und fordert mit Dringlichkeit die Zeithistorie:
Deutschland auch Du.
Zeitzeugnisse von Zeitzeugen des Krieges.
Gemeint ist die Bewunderung für jene Personen,
die ihre Zeit politisch verstanden,
militärisch angegriffen und eliminiert wurden:
die Todfeindschaft des Antagonismus deutscher Fundamentalposition.
Diese Vernichtungsbestimmung der Bundesrepublik Deutschland
aus den Jahren seiner Offensive
ist mit dem Deutschland von heute nicht zu vergleichen.

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Die Staatssicherheit des Staatsschutzes der Bundesrepublik
operierte mit Grundpfeilern eines historischen Krieges,
und zertrümmerte mit zunehmender Kulmination
seine politische Legitimation als Deutsche Autorität.

Das ist der Auftakt für Robby Weiss,
der mit der provozierenden Beflaggung seiner Farben
in diese offene Flanke der staatlichen Enge Deutschlands hineinfuhrwerkt;
die Schwarz-Rot-Goldene Tote mystisch einhüllt
in ein Zeitkorsett der Gegenwart-
man möchte fast sagen: eingefangen hält.
Deutschland hat seine Gefangenen : auch Du!
Deutschland Heute hat die konditionierte psychologische Kriegführung
als eine Art Massenpsychose :Jeder hat seinen Gefangenen zu haben,
und jeder Deutsche selbst wird gejagt,
Gefangener zu werden: auch Du.

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Beim Betrachten von Weiss‘ bizarren Deutschlandbildern
wundert man sich, wie sehr die Faszination den Betrachter gefangen hält.
Man wird zum Objekt einer Mitteilung, erschrikt darüber
und fühlt sich von einer mikroskopischen Oberflächenstrucktur erfasst –
in Deutsches Gewebe eingesperrt .Eingesperrt nicht nur optisch!
Entkommen ist nicht möglich! Kein Befreier naht!
Die Liebe zu Deutschland ist von Weiss als Banner der Schmach zu spüren,
kaum zu ertragen :Deutschland lieben!
Die Endlichkeit der Toten Helden in das Grabmal Deutschland zu pinseln,
ihrem Stolz ideologischer Identität das Leben zu nehmen
ist die Vehemenz dieses Kunstaktes.
So wird der Tod zum Ausgangspunkt des Lebens ,
der synthetischen Kunstwelt
einer avantgardistischen Gradwanderung von Robbys kühnem Weg.
Die Schlachten sind geschlagen, der Krieg ist vorbei,
und Revolution kann auch verzeihen –
politischen und militärischen Geschichtsraum gewähren: Deutschland.
Deutschland als Feind eigenen Lebens in jener Zeitepoche,
wo Illigalität von denken und handeln das Handeln
und das Denken der Kunst weiss.

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Co Bernd Roessner Hamburg

Lesen Sie auch: „Der Kampf geht weiter“


Für den Weiss seh‘ ich schwarz

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