Irritation und Verwirrung

Beiträge mit Schlagwort “Abwrackprämie

MÜLL

„Es geht ja, auch das lehrte uns Einstein, absolut nichts verloren: kein Quentchen Energie, kein bisschen Masse, nicht mal eine einzige Tüte Müll. Doch während Energie und Masse uns im Alltag weitgehend egal sein können, ist der Müll ein philosopisches Problem. Denn Müll ist nicht nur durch seine Wertlosigkeit definiert, Müll ist auch das, was verschwinden muss. Indem der Mensch “Müll” sagt, denkt er Vernichtung; Müll ist der Inbegriff des zu Vernichtenden. Das wiederum gehört zu den Besonderheiten der menschlichen Spezies: Der Mensch ist das Müll denkende und dadurch Müll produzierende Wesen. Diese Tatsache hat eine geradezu theologische Dimension. Wenn nämlich die Kreation von Dingen ein göttlicher Zug ist, dann ist die Destruktion des Abfalls ein eher teuflischer.“ Burkhard Müller-Ullrich


Die Montagskolumne #151 Griechendorf

Weniger als die NPD!

Schau Dir die Autowahnschau an, das regt keinen auf! Da wird höchstsubventioniert,
inklusive Sprit-, Steuer- und Strommobilitätslüge; mit milliardenschwerer Abwrackprämie; schön in zwangsbereicherter Familienhand; auf unsere Knochen jahrzehntelang Scheiße produziert!

Die FDPs sind dagegen – hat’s auch ’ne gewaltig geordnete Quittung gegeben – daß wir so viel von unseren hart exportgeweltmeisterten Steuergeldern bürgen sollen! Weil die faulen Griechen alles richtig machen!  Äh – es sich zu gut gehen lassen – äh – also völlig falsch sparen!

Derweil tobt der internationale Autowahn in Krankfurt. „Zukunft Serientätermäßig –  Eine Stütze der Gesellschaft – Innovation und Wettbewerbskraft – Hoher Beitrag zur Wertschöpfung“ , oder wie Philipp Rösler sagt: „Ein gutes Wachstum.“ Das Bananenfernsehen meldet ununterbrochen: „Eurokrise, Eurokrise!“ Überwacher Dobrindt sitzt in der Berliner Runde, aber kein einziger Pirat, die Sensation!

Die Banker wissen nicht wohin mit ihren Boni, sie müssen dringend ihre alten Firmenwagen abwracken. Die total veralteten Spritgurken laufen richtig gut in Fernost. Konjunkturbeschleunigung wird da zur Katastrophenbeschleunigung. In Deutschland sterben 2000 Kinder jährlich an der Luftverschmutzung, in China sind es 600 000! Die sechzehn führenden Wirtschaftsexperten sind Krücken! Klimalüge hin oder her, die Polkappen schmelzen.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #89 Oberstadt adieu

Akropolis

Gestern haben wir die DDR gekauft,
heute kaufen wir Griechenland.

Man darf in der Krise alles kürzen,
nur nicht die Blutzufuhr zum Kopf.
Was uns betrifft, am Meisten schulden die Griechen der Hypo Real Estate (HRE)
und die gehört uns, Dir und mir!
Zum Jahresende 2009 belief sich das Volumen
griechischer Anleihen dort auf 7,9 Milliarden Euro.

Also warum die ‚Real‘ nicht einfach an die Griechen verschenken?

Denn: wenn es jemand versteht aus Schrottimmobilien
langfristig Kapital zu schlagen, dann die Helenen!

Griechen erst mit dem Euro zu schwängern
und sie dann hängen zu lassen, geht nicht.
Der Euro ist, gemessen an der Aufgabe
nationalstaatlicher Rechte der einzelnen souveränen Staaten,
eine der größten Friedensleistungen der Menschheitsgeschichte.

Dass sich die Banken jetzt unter Führung
Josef Ackermanns an der ‚Rettung‘ beteiligen wollen,
ist tatsächlich scheinheilig, das ist eine Finanz- keine Wirtschaftskrise!

Wir brauchen die Finanztransaktionssteuer,
den freien Marktwirtschaft, gerechte Verteilung und Teilhabe!
Nicht die Privilegien des einfachen Griechen
müssen beschnitten werden, sondern Monopole, die von Banken!

Binnenkonjunktur stärken durch Grundeinkommen,
einhergehend mit der Abschaffung von Arbeitslosigkeit.
Hätte man dem Volk, statt Abwrackprämie Aktien der HRE gegeben,
hätte sich die Kohle in unseren Taschen schon mehr als verdoppelt
und wir könnten selbst entscheiden, wofür wir sie verprassen.

Gern auch bei den Griechen.

Djdeutschland


Auf einem Auge blind

nir_hod_i_love_2006_542_539Nir Hod        

Zu Ostern haben die SEALS zwei Neger abgeknallt

Oder waren es drei?
Sie hatten amerikanische Seeleute als Geiseln genommen.
In Somalia gibt es keine wirkliche Regierung,
kein Militär, keine Polizei, keine Jobs.
Die Europäer fangen vor der Küste die Fische weg.
Mit großen Fabrikschiffen.

Überhaupt wird Afrika von uns ausgebeutet,
Gold, Oel, Diamanten – oder zu Tode subventioniert –
und die Völkermorde begangen mit Waffen
aus westlicher Produktion.

Vor der Küste des Landes wird illegale Atommüll-
und Giftmüllentsorgung betrieben.

70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang
zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung.
Hunderte, wenn nicht tausende
ersaufen bei dem Versuch Afrika
in Richtung Europa zu verlassen.

Außer sie bleiben da
und holen sich den ‚westlichen Reichtum‘
im Golf von Aden,
den wir vor ihrer Küste
hin und her um’s Horn von Afrika fahren.

Reichtum, der sich nicht zuletzt
auf der Ausbeutung afrikanischer Rohstoffe gründet,
die in die Produktion von Gütern entrechteter
Arbeiterheere in Asien mündet.

Etwa elf Prozent des weltweit verschifften Rohöls
sowie ein Großteil der Waren aus Asien
gelangen über den Golf von Aden nach Europa.

Rund 92 Prozent aller global gehandelten Waren
werden heute über das Wasser transportiert.
Jedes Jahr fahren rund 25 000 Handelsschiffe
durch die gefährdete Wasserstraße.

Bisher war Geiselnahme ein unblutiges Geschäft,
doch das könnte sich nach der österlich amerikanischen Heldentat bald ändern.
Piratenchef Abdi Garad kündete Vergeltungsmaßnahmen
für die getöteten jugendlichen Seeräuber an.

Ein überlebender Seeräuber, er ist erst sechzehn,
wurde inzwischen nach New York überstellt
und soll dort vor Gericht gestellt werden.
Denn Seeräubern ist verboten und wird verfolgt,
Folterer dagegen gehen dort straffrei aus.


Verfassungsbeschwerde gegen Abwrackprämie

devils2
Devils Tramping Ground

Eines ist sonnenklar,

ein Auto, egal wieviel Sprit es verbraucht,
ist, wenn man es so lange fährt bis es auseinander fällt,
immer noch umweltverträglicher als ein Neues zu produzieren.

Die Umwelt/Abwrackprämie ist ein Schildbürgerstreich.
Die teilweise noch hochwertigen Karren, die jetzt abgewrackt werden,
würden oft noch weit mehr bringen als die lumpige Prämie.
2500 kann man beim Kauf eines Neuen – bei der Flaute –
eh ‚runterhandeln.

Aber wie ein Freund aus Scheden mir so schön sagte:
„Kannst du Etwas nicht verkaufen,
stelle es auf eine Sonderfläche und schreibe Sonderangebot daran,
dann kaufen die Leute wie die Blöden,
zum gleichen Preis.

Fünf Milliarden Euronen,
der ja bekanntlich unendlich vorhandenen
Ressource Geld, werden dafür verbraten.
Auf Pump!

Wie kann es sein,
daß jemand, der kein Auto hat keine Prämie kriegt,
für ein neues Fahrrad oder eine Waschmaschine?
Daß diese ‚Umweltanleihe‘ bei zukünftigen Generationen
nur Wenige begünstigt, die noch dazu das Meiste verbrauchen?

Hiermit lege ich Verfassungsbeschwerde ein!


Montagskolumne #42 – Abfälle und Aufschwünge

Wer bringt den Müll runter?

Danach habe ich nichts mehr mit ihm zu tun. Den Abtransport übernimmt hier die Stadtreinigung für circa 20 Euro pro 500 Liter für den Verbraucher. Den Müll im Weltraum zu entfernen, ist ungleich teurer für die Nationen, auch haben sie keine allgemeine ‚Weltraumreinigungsfirma‘, die ihn abholen würde. Die Länder einigten sich vielmehr darauf, daß jedes für seinen eigenen Abfall zuständig ist. Die umher schwirrenden Teile interessiert es natürlich wenig, welchem Land sie gehören…

Dabei wäre es zuletzt in dieser Angelegenheit sinnvoll, global (beziehungsweise orbital) zu agieren, doch statt den Erdenschrott im All, Wirtschaftskrise oder Flüchtlingsströme zum Anlass für eine Denkwende zu nehmen, schütten Politiker weltweit mit Konjunkturbillionen, Abwrackprämien und Pendlerpauschale Öl ins Feuer des ökonomisch-ökologischen Vernichtungsbrandes. Die ungerechten Systeme, die sich nicht nur nicht bewährt, sondern diese Krise entfesselt haben, werden durchgeschleppt –

Mögliche Krisenreaktionen
Athenische Anarchie
Banker ins Arbeitslager
Bad Bankgeheimnis – Schweigen
Kultureller Impuls – Bedingungsloses Grundeinkommen
Kontaktbörse für Automobilzulieferer – IHK Darmstadt
Afrikanische Flüchtlinge und chinesische Todeskandidaten zum Aufräumen ins All
Ich weiß was Besseres und zwar; mailto: producere@djdeutschland.eu
Auswertung

es mangelt nicht an guten Ideen, sondern bloß an ehrlichen und mutigen Politikern, die ihre Länder in Richtung Progress lenken. Das Wort Krisis aus dem Griechischen bedeutet; Entscheidung.

Um die geistig-moralische Wende machen zu können, muss insbesondere die allgemeine Einsicht gewonnen werden, daß man mit Geld allein keine Werte schafft (Mit Billionen von noch nicht eimal gedrucktem, virtuellen Geld schon gar nicht); daß öffentliche Verkehrsmittel sexy, weil CO2sparend sind und Schrottwagen für einen Afrikaner mehr als 2.500 Euro Wert haben.


Die Montagskolumne # 36 Der Letzte Opel

ie7pannenhilfe

Das Highlight nach dem Schulmädchentatort
gestern Abend war ohne Frage der Opelaner Peter Jaszczyk.
Oscarverdächtig verkörpert er authentisch wie ein Mickey Rourke
den Niedergang der glorreichen Autoindustrie.
Schon bevor er überhaupt etwas gesagt hatte, konnte jeder erkennen,
der Mann hat die letzten dreißig Jahre in einem Opel gesessen.

Wer Opel fährt, der ist kein Blender,
der braucht sich nicht verstellen
und etwas vorzugeben, was er gar nicht ist;
man ist Opel und raucht, steht man nicht am Band, Kette.
So befürchtete man auch während er redete,
er könne jederzeit in Tränen ausbrechen,
oder noch während der Sendung an Lungenversagen sterben.

Was unglaublich gewesen wäre,
wenn man sich vorstellt, die Schlagzeile
‚Opel stirbt noch während der Sendung‘
hätte uns am Montag statt der Holocausleugner
aus dem Schlaf gerissen.

Aber das allerbeste war die in Anne Wills Sendung
präsentierte Unterschriftensammlung zur Verstaatlichung Opels.
Bereitwillig unterschrieb jeder die auf dem Opel Werksgelände
und in der Bochumer Innenstadt dargereichte Pro-VEB-Opel-Liste.
‚Wollt ihr die totale Verstaatlichung?‘

Purer Nationalsozialismus.

Hätte auf dem Papier zusätzlich gestanden,
daß man statt des CEO’s einen Reichsverweser einsetzen
und jedwedes Brandopfer verleugnen würde,
die hätten unterschrieben.

Hauptsache Opel.

DjDeutschland (be)grüßt das bedingungslose Grundeinkommen.