Irritation und Verwirrung

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Auf einem Auge blind

nir_hod_i_love_2006_542_539Nir Hod        

Zu Ostern haben die SEALS zwei Neger abgeknallt

Oder waren es drei?
Sie hatten amerikanische Seeleute als Geiseln genommen.
In Somalia gibt es keine wirkliche Regierung,
kein Militär, keine Polizei, keine Jobs.
Die Europäer fangen vor der Küste die Fische weg.
Mit großen Fabrikschiffen.

Überhaupt wird Afrika von uns ausgebeutet,
Gold, Oel, Diamanten – oder zu Tode subventioniert –
und die Völkermorde begangen mit Waffen
aus westlicher Produktion.

Vor der Küste des Landes wird illegale Atommüll-
und Giftmüllentsorgung betrieben.

70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang
zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung.
Hunderte, wenn nicht tausende
ersaufen bei dem Versuch Afrika
in Richtung Europa zu verlassen.

Außer sie bleiben da
und holen sich den ‚westlichen Reichtum‘
im Golf von Aden,
den wir vor ihrer Küste
hin und her um’s Horn von Afrika fahren.

Reichtum, der sich nicht zuletzt
auf der Ausbeutung afrikanischer Rohstoffe gründet,
die in die Produktion von Gütern entrechteter
Arbeiterheere in Asien mündet.

Etwa elf Prozent des weltweit verschifften Rohöls
sowie ein Großteil der Waren aus Asien
gelangen über den Golf von Aden nach Europa.

Rund 92 Prozent aller global gehandelten Waren
werden heute über das Wasser transportiert.
Jedes Jahr fahren rund 25 000 Handelsschiffe
durch die gefährdete Wasserstraße.

Bisher war Geiselnahme ein unblutiges Geschäft,
doch das könnte sich nach der österlich amerikanischen Heldentat bald ändern.
Piratenchef Abdi Garad kündete Vergeltungsmaßnahmen
für die getöteten jugendlichen Seeräuber an.

Ein überlebender Seeräuber, er ist erst sechzehn,
wurde inzwischen nach New York überstellt
und soll dort vor Gericht gestellt werden.
Denn Seeräubern ist verboten und wird verfolgt,
Folterer dagegen gehen dort straffrei aus.