Irritation und Verwirrung

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Gaza Reloaded

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Nachfrage
nach Immobilen
in Gaza steigt.

 

Nicht irgend jemand hat mal wieder,
scheiß‘ auf Sicherheitsrat, scheiß‘ auf internationales Recht,
einen ganzen Landstrich weg gebombt.
Die Infrastruktur muß wieder aufgebaut werden,
Elend macht sich breit, das stärkt die Radikalen.

Also Geberkonferenz.

Nur wem soll man die MillionenMilliarden geben?
Nicht einmal schweizerischen Bänkern jüdischen Glaubens
kann man so viel Knete wirklich noch anvertrauen.

Der Autonomiebehörde?
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Die EU hatte schon mal
’ne geile Autonomiebehörde für Arafat hochgezogen,
Helmut Kohl hatte sogar schon die Pässe für die Palestinenser bezahlt.
Doch Arafat hat genervt und Ariel alles wieder kaputt gebombt,
während Arafat drinsaß, in seiner Autonomiebehörde.

Daß die Hamas die Wahlen in den
Autonomiegebieten haushoch gewonnen 
und sich gegen die korrupte Fatah  
– die ihre Pfründe nicht verlieren 
und auch noch mit Hilfe Ägyptens putschen wollte – 
behauptet hatte, war zu viel der Demokratie.

Sämtliche Vergünstigungen gestrichen.
Doch der Versuch, die Hamas zu isolieren,
auszubluten oder auszulöschen, ist fehlgeschlagen.
Nach der ‚Bleispritze‘ ist sie stärker denn je,
Abbas geschwächt.

Die Tunnellösung

Wird die Belagerung Gazas nun aufgegeben,
gibt es die drei Staaten Lösung?
Oder wird mit der 5-Milliarden-Geldspritze
der achtzig Geberländer
ein zweispuriger Versöhnungstunnel gebaut,
der über eine Welthauptstadt Jerusalem
den Gazastreifen mit dem Westjordanland verbindet?

DjDeutschland


Ein blutiges Exempel im Gazastreifen

5.01.09 Neue Zürcher Zeitung

vk. (Limassol)

Die israelischen Streitkräfte haben nach einer Woche des Luftkriegs am Samstag eine Bodenoffensive im Gazastreifen begonnen, um mit dem Unwesen der Kassam-Raketen gegen Städte wie Ashkelon, Ashdod und Beersheva aufzuräumen. Verteidigungsminister Barak will eine «nachhaltige Veränderung der Sicherheitslage in Südisrael» erzielen.
Auf den Abwurf schwerer Fliegerbomben auf das Parlamentsgebäude, ein halbes Dutzend Ministerien, mehrere Moscheen, möglichst alle Kasernen der Polizei und der Sicherheitskräfte sowie zuletzt die Residenzen von zwei Dutzend Hamas-Führern folgen nun also die Aufteilung des Gazastreifens in mehrere Sektoren sowie Schneisen der Zerstörung durch Kampfpanzer und Riesenbulldozer quer durch dicht bewohnte Flüchtlingslager. Die vernichtende Eroberung des Lagers Jenin im Januar 2002 ist in lebhafter Erinnerung. Blutige Strassenkämpfe dürften sich mit Hetzjagden auf Kämpferzellen und untergetauchte Hamas-Führer vom Kaliber eines Mahmud Zahhar oder Said Siyam abwechseln.
Der Lauf der Dinge
Irgendwann wird wahrscheinlich der internationale Druck zu hoch, und Israel lenkt zu einem Waffenstillstand ein. Nach früheren Andeutungen zu schliessen, verlangt es als Preis dafür wirksame Garantien gegen jegliches Raketenfeuer durch die Palästinenserkämpfer. Falls die westlichen Protagonisten arglos und willig genug sind, läuft das auf ein «Outsourcing» der Knebelung der Hamas hinaus, ähnlich der Verstärkung der Unifil-Truppen in Südlibanon nach dem Sommerkrieg von 2006 als Puffer gegen die Hizbullah-Miliz. In Ermangelung einer solchen Regelung wäre wohl damit zu rechnen, dass in einigen Jahren der nächste Krieg bevorsteht, dann nämlich, wenn die Kämpfergruppen ihre Kräfte wieder aufgebaut haben.
Mancher Palästinenser und Araber mag im Stillen denken, dass eine militärische Zähmung der Hamas nicht schadet: Die Gruppierung verficht das ideologische Zwangsmodell einer islamisierten Gesellschaft, wie es zu den weltoffenen levantinischen Palästinensern schwerlich passt. Umgekehrt ergreift sie der nackte Schrecken ob der Brutalität, die Israels Kriegsmaschinerie zur Durchsetzung der Interessen des jüdischen Staats entfaltet. In Gaza werden nicht einfach die Hamas-Kämpfer aufgerieben. Barak sprach deutlich vom Wiederherstellen der Abschreckungskraft der israelischen Armee. Der jüdische Staat statuiert im Gazastreifen ein Exempel dafür, wie es denen ergeht, die nicht auf Gewaltanwendung verzichten. Der bis zur Erschöpfung wiederholte Vorwurf des Terrorismus lenkt wirksam von den Gemeinsamkeiten der Hamas und der Fatah von Präsident Abbas ab. Abbas will den gleichen Palästinenserstaat, doch hält er sich als alter Pazifist getreulich an jenen Gewaltverzicht, welchen 1993 Yasir Arafat in seinem ersten Briefwechsel mit dem damaligen Ministerpräsidenten Rabin zugesichert hat. Rabin vergalt damals Arafats Anerkennung von Israels Existenzrecht lediglich mit der Anerkennung der PLO als Verhandlungspartner. Und die daraus erwachsenen Oslo-Verhandlungen führten zu nicht mehr als einem geknebelten Autonomieregime in den palästinensischen Städten.
Was wäre die Alternative?
Präsident Bush stellte dann zwar die ersehnte Eigenstaatlichkeit in Aussicht. Aber er liess nach der Konferenz von Annapolis gleichzeitig einen Verhandlungsprozess laufen, in dem Israel seine Zusagen zur Räumung von Dutzenden von widerrechtlichen Siedlungsvorposten, zum Abbau von Hunderten von Strassensperren und zur Freigabe der Übergänge zum Gazastreifen ganz einfach nicht einhielt. Die Hamas distanziert sich vom Gewaltverzicht und beansprucht ein Recht auf bewaffneten Widerstand bis zum Ende der Besetzung. Das zielt allerdings nicht auf die Zerstörung Israels, wie man in Jerusalem behauptet. Der abgesetzte Hamas-Regierungschef Haniya beruft sich nicht auf die Hamas-Charta, sondern auf jenen Vorschlag des umgebrachten Hamas-Gründers Scheich Yassin: eine langfristige Waffenruhe gegenüber Israel, falls dieses sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht.
Für die Palästinenser ergibt sich daraus, dass die Hamas und ganz Gaza nun dafür bestraft werden, dass die Islamistenpartei an den Grenzen von 1967 festhält und sich bewaffnet dafür zur Wehr setzt. Was wäre die Alternative? Abbas wurde bei seinen Verhandlungssitzungen mit Olmert immer mit Vorschlägen für eine zweite Teilung Palästinas konfrontiert: Cisjordanien, Ostjerusalem und Gaza stellen nur noch 22 Prozent des ehemaligen Mandatsgebietes Palästina dar, und Olmert wollte überdies den Ostteil der Heiligen Stadt gänzlich davon ausschliessen und dazu noch über 5 Prozent des Westjordanlands – die grossen Siedlungsblöcke – im Tausch gegen nicht präzisierte Territorien annektieren.
Die Zukunft verspricht den Palästinensern offenbar einzig, im heutigen Zustand der Rechtlosigkeit weiter zu warten, bis die Israeli ihren Glauben an den Nutzen militärischer Unterdrückung verlieren und Hand zu einer fairen politischen Lösung bieten.
 


Die Montagskolumne # 6

Obama war für seine Rede in Berlin just aus Jerusalem gekommen,
Seine Äußerung, Jerusalem sei unteilbare Hauptstadt Israels, hatte er schon relativiert.
Die deutsche Rappenspalterfraktion bemühte sich wieder mal nur, 
herauszuarbeiten, was er alles nicht gesagt hatte.

In Jerusalem, das nach Frieden schreit,
de jure unter UN-Verwaltung steht, auf heiligem Boden,
steht nur eine Religionsgruppe unter Waffen.

„Alle Mauern müssen weg, schaut auf Berlin“

Wer eine Mauer durch Jerusalem bauen will, der hat nun gar nichts verstanden.

Tote als Geiseln halten sich nur Terroristen, beim letzten Austausch wurde wieder deutlich, daß ein israelischer Toter eine große Zahl palästinensischen Kadavers wert ist.
Eine humanitäre Geste der Palästinenser an die in Israel in Unklarheit wartenden Familien der zwei im Feld gefallenen Soldaten, für die ein ganzes Land zerbombt wurde, blieb aus.

Die Nachricht, die Hamas habe im Gazastreifen die Macht gewaltsam an sich gerissen, bleibt falsch!

Die Hamas hat sich überraschend erfolgreich gegen einen von außen gesteuerten Putschversuch gewehrt.
Das System destabilisieren und desinformieren, funktioniert aber immer noch gut, es wird weiter erfolgreich niedergewalzt und Öl ins das Feuer des Hasses der Entrechteten gegossen.

Das was in Gaza geschieht, steht Dafur um nichts nach.
Doch das internationale Recht, die Veränderung, sind nicht mehr aufzuhalten.

Auch wenn ein Berlusconi zwecks Lex-Berlusconi, inmitten Europas, drei Mal Präsident werden kann, auch wenn ein Olmert noch nicht der Korruption überführt, ein Abbas nicht als Kolloberateur erkannt,
auch wenn ein Bush, ein Blair, ein Rumsfeld noch nicht in Den Haag des Kriegsverbrechens angeklagt,

finden wir derlei Verbrecher,
Mörder und Menschenfeinde
und deren Müll immer sicherer.

Djdeutschland