Irritation und Verwirrung

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Montagskolumne #176-671 – Geht doch nach drüben

montags_kulisseDas Schlimmste, was der NATO je passiert ist, waren der Fall der Mauer und Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Ein Russe ist der größte Friedensstifter des Zwanzigsten Jahrhunderts!

Der uns als Feindbild aufgemachte, nach Weltmacht strebende Kommunismus war bald verschwunden, das in der US-Verfassung garantierte und nach Weltmacht strebende Recht auf das Tragen einer Waffe nicht. Wir sollten nicht vergessen, dass es nicht Obama, sondern ein Gorbatschow war, der unsere Hoffnungen auf Wiedervereinigung, Frieden und Freiheit erfüllt hat. Dennoch sollten wir auch die Hoffnung, die wir mit Obama verbanden nie vergessen!

Die ganze Welt, Europa, wir werden in Stress versetzt, auf Krieg gebürstet – Bankenkrise, Klimawandel, Flüchtlingsströme, Kalifat – ein neues Feindbild muss her. Das Gelände beim Natogipfel in Wales war mit Panzern und Kriegsflugzeugen aus Pappmaché vollgestellt. Jeder Journalist, jeder Kommentator, jeder Politiker stand in der Kulisse der Potemkinschen Waffen. Ein Rassismussen rasselte mit den Säbeln, selbst der Bundespräsident ließ sich in Polen dazu hinreißen, aus dem deutschen Schiksalsdatum 9. Novemeber falsche Rückschlüsse zu ziehen und redete den Waffenschiebern das Wort.

Wir brauchen keine Waffen, keine Bomben und keine NATO. Wir brauchen die High-Tech-Eingreiftruppe, die binnen 24 Stunden weltweit Flüchtlingslager aufbauen und mit Wasser, Energie, Nahrungsmitteln und Medizin versorgen kann; ein Engagement, das auf diesem unseren einzigen Planeten, jeden Ort, an dem Menschen leben, lebenswert macht.

DJD im Arrest


Montagskolumne #21 Kulturkrampf

irmaThomas Doering

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum Pogrom vor 70 Jahren in Deutschland, haben gestern in Berlin Charlotte Knobloch & Angela Merkel ihre Reden gehalten. Die Kanzlerin resümierte:

„Also, meine Damen und Herren, fassen wir die Lehre unserer Geschichte in einem Satz zusammen: Wir dürfen nicht schweigen.“

Gleichwohl nennt sie die Kritik am Krieg Isreals gegen Palästina antisemitisch und man geht wohlmöglich bald in den Knast, wenn man selbe äußert.

Es war Obama, der bei seiner Sieges-Rede an den Mauerfall in Deutschland vor 19 Jahren erinnerte, an das friedliche Ende eines jahrzente andauernden Krieges am 9. November 1989. Er steht heute für die Überwindung von Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Weltweit setzen Menschen ihre Hoffnungen auf Frieden in seine Politik während in Deutschland immer noch viel der Worte um unsere grauenhafte Vergangenheit gemacht werden, so als könne man sich mit einem gehörigen Maß an Schuldgefühl und Scham aus der Verantwortung für eine friedliche Gegenwart im Nahen Osten stehlen.

Liebe Frau Kanzlerin, ich will die von Ihnen angesprochenen Grundrechte Freiheit und Menschenwürde mal mit den Worten einer wunderbaren deutschen Band zusammenfassen:

Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen.
Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen.
Du bist nicht besser als der neben dir.
Keiner hat das Recht, Menschen zu regier’n.

Hoffen wir, daß nicht nur Frau Knobloch und der Zentrarat in Deutschland etwas über eine friedliche Wiedervereinigung lernen können.

Daringlyjunes grüßt Djdeutschland