Irritation und Verwirrung

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Professor Hastig erklärt die Finanzkrise im Kunstverein

wtc

Auf Einladung der
noroomgallery

Dr. Ernst Josef Pauw,
Banker und Vorstandsmitglied des Hamburger Kunstvereins,
erklärt Künstlern die Finanzkrise:

 

Schuld hat Amerika

mit seiner zügellosen Geldpolitik
und dem sich anschließenden Immobilielnboom.
Das Platzen der Hightechspekulatinsblase
und 9/11 sind schon vergessen.
Das deutsche Bankensystem ist natürlich erheblich sicherer,
die Presse hat keine Ahnung und schreibt haarsträubenden Unsinn.
Bei der Erklärung des Transfers der KFW an Lehmann,
einer automatisiert ausgelösten Swap-Zahlung von 300 Millionen,
bedient sich Pauw allerdings gleicher populistischer Rethorik.
Dass es sich um eine Krise handelt, die so noch nie da war
und selbst Fachleuten Rätsel aufgibt,
ist das selbe uns Sand ins Auge streuen,
wie es auch die Kanzlerin von der Kanzel lügt.

 

Das Geld ist nicht weg!
Das Geld ist da!

Es ist immer noch in den gleichen Händen
und es wird weiterhin auch in dieser Stadt,
toxisch in Leerstand von Immobilien investiert und abgeschrieben.
Wir freuen uns auf die Elbphilharmonie,
ein um ein vielfaches teurer als geplant werdendes Prestige-Objekt.

Wir werden es bespielen!

Leider bleiben viele Fragen der Künstler unbeantwortet,
zum Beispiel wäre interessant zu wissen, nach welchen Parametern
sich eine im Umlauf befindliche Geldmenge richtet.
Eine sich anschließende Diskussion blieb leider aus
oder fand nur im Kleinen statt.

Immerhin beweist Josef Pauw am Ende Sachverstand
und prognostiziert Deflation und man muß seinen Versuch anerkennen.
Nun weiß natürlich ein Künstler, will er kommerziellen Erfolg,
will er von seiner Arbeit leben,
um seine Abhängigkeit vom Auf und Ab des Kapitals.

Wir haben eine Systemkrise

Die Krise eines Systems,
das sich selbst nicht mehr traut,
in der das Kapital auch weiterhin gänzlich ungleich verteilt bleibt,
in den Händen Weniger.
Einer Wirtschaftsordnung,
die den Hungertod Hunderttausender in Kauf nimmt, 
die Mehrheit ausbeutet, auf Krieg basiert
und eine nachhaltige Entwicklung Aller
auf diesem unserem einzigen Planeten
konsequent verweigert.

Solange wir nicht erkennen,
daß wir Uns
diesem System entziehen müssen

um es zu verändern, wird nichts besseres passieren!
Wir brauchen kein Schutzschild für den Interbankenhandel,
wir brauchen eine Revolution.

DjDeutschland

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Die Montagskolumne # 22 Grüne Gurken

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Özdemir ist kein Obama,

seine Antrittsrede hätte er so auch bei der SPD halten können.
Daß ihn das Volk nicht ins Parlament wählen wollte, macht klar;
eine schlechte Wahl.
Die Grünen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Auf unsere Forderungen, wie Legalisieren, kein Krieg,
bedingungsloses Grundeinkommen, warten wir vergebens.
Cem Özdemir sammelt weiter Meilen und auch er
wird irgendwann im Vorstand eines Stromkonzerns landen.

Das vertraulich gesprochene Wort ist nicht mehr geschützt.

War es wahrscheinlich noch nie.
Hierzulande beschimpft man sich lieber weiter gegenseitig als
Holocaustleugner und Naziverbrechenverharmloser,
während im Mittelmeer auch künftig die Leichen der Afrikaner schwimmen werden.
Der Völkermord-Vergleich dort mit Deckung deutscher, europäischer und amerikanischer
Rohstoffirmen ist nicht verhältnismäßig.

Die Rohstoffpreise steigen, unsere Waffenverkäufe auch.

Unsere Jugend will sich nicht mehr in Parteien engagieren,
trifft sie doch nichts schärferer und bitterer als Ungerechtigkeit.
Die Kultusminister und Lehrer sind weiter vom Beamtenrecht geschützt
und es wird weiter nach den selben, alten, falschen Berechnungsgrundlagen verfahren.
In diesem System kann man nichts verändern.

Man muß das System ändern!

Vom Unrechtssystem Russlands
läßt man sich, auch trotz der Mahnung
kleinerer europäischer Staaten, weiter erpressen,
anstatt Die Energiewende zu schaffen.
Der Europapräsident und Sonnenkönig Sarkozy
setzt weiter auf Force de Frappe
und vertritt die Interessen derer,
auf deren Yachten und Inseln er urlaubt.

Nur ein freier Markt macht grüne Politik.
Nur ein hoher Öl/Gaspreis macht Investitionen in Alternativen möglich,
nur das Investieren in Alternativen lassen den Ölpreis wieder fallen.

Auch beim internationalen Finanzgipfel
wird man auf das schon 1930 geschriebene Wort
des ‚begabtesten, widerwärtigsten, jüdischen, Antisemiten‘ Tucholski nichts geben.
Man wird das immer gleiche System auf dieselbe Art und Weise retten.

DjDeutschland