Irritation und Verwirrung

Weiss

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Danke Benny Bo

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Einer geht rein

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Schankweiler, von Brensc, der Hafen haben es immer gewusst,
Jan Fride, Ockenfels glauben an mich. Eine Spezial Ausbildung! Nun kommt: 
‚Einer geht rein zwei‘ (II) Jetzt bin ich auf dem Olymp: Einer geht rein:
Vor ihm liegen sechs Jahre Gefängnis, hinter ihm kein rechtschaffenes Leben. Und dazwischen? Von Wolfgang Bauer

 


Kein schöner Land

IMG_1458Dieses mal war Weihnachten besonders wichtig! Nirgendwo singt man Stille Nacht – heilige Nacht schöner als in St. Pauli – schwer, schleppend. Die Kirche war diesmal brechend voll. Die `Buschmänner`, die die rassistischen Konsumenten anlocken, sind freundlich und gesprächsbereit. Sie haben sich verzehnfacht. Die, die guten Willens sind, scheinen sich hier zu sammeln. Je mehr Ghetto, desto weniger hirnlose Investoren. Das von mir Propagierte scheint sich zu bewahrheiten: die Revolution geht von St. Pauli aus!

Gegenüber in Dock 11 werden Kriegsschiffe gewartet, oder Luxusjachten –  von Milliarden schweren Waffen- Öl- Schrottschiebern. Geheim eingerüstet und eingeplant. Keiner soll es sehen, keiner soll es wissen. Merken!

Cruiser, um jede Menge Leute trockenen Fußes sicher reinzubringen, sind genug da. Geld, Feuerwerk und der dazugehörige Müll bis zum Abwinken vorhanden.

Mein Schwiegervater sagt, ich solle wegen der Kinder hier wegziehen, ich meine: Geld ist out, wenn die Massenpsychose ausbricht, bin ich hier sicher. Sitze ich auf der Straße, serviert man mir hier kostenlos Kaffee und Kuchen, ich bekomme jeden Tag handgeschriebene Briefe von hier, selbst die`Angler` umarmen mich zum Trost!

Jetzt fällt Schnee, es ist saukalt, der Sylvester-Grünkohl kam gerade richtig. Lionels diesjährige Plattenlieferung vom Feinsten! Noch einmal den Akku aufladen für das nächste neue lange Jahr.

Der nächste Sommer kommt bestimmt, wir werden da sein.

Djdeutschland


Invictus (Unbezwungen)

Aus dieser Nacht, die mich umhüllt,
von Pol zu Pol schwarz wie das Grab,
dank ich welch immer Gottes Bild
die unbezwung’ne Seel mir gab.

Wenn grausam war des Lebens Fahrt,
habt ihr nie zucken, schrein mich sehn!
Des Schicksals Knüppel schlug mich hart –
mein blut’ger Kopf blieb aufrecht stehn!

Ob zornerfüllt, ob tränenvoll,
ob Jenseitsschrecken schon begann:
das Grauen meines Alters soll
mich furchtlos finden, jetzt und dann.

Was kümmert’s, daß der Himmel fern
und daß von Straf‘ mein Buch erzähl‘,
ICH bin der Herr von meinem Stern,
ICH bin der Meister meiner Seel‘!


Invictus (Unconquered)

Out of the night that covers me,
Black as the Pit from pole to pole,
I thank whatever gods may be
For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance
I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
My head is bloody, but unbowed.

Beyond this place of wrath and tears
Looms but the Horror of the shade,
And yet the menace of the years
Finds, and shall find, me unafraid.

It matters not how strait the gate,
How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate:
I am the captain of my soul.


Weiss


Die Montagskolumne #121 Störfall Realität

Die Karawane zieht weiter durch

St. Pauli Süd wird kaputtgeschlagen. Anwohner unter Androhung von Haft aus ihren Häusern ‚rausgeschmissen und ihrer Lebensgrundlage beraubt. Nichts mit Rente ab 67 und Eigenverantwortung! Neue, bessere Konzepte, langfristig gewinnbringende öffentliche Stadtplanung, werden sich gar nicht erst angeschaut. Dem Gaunerstück, Becker, Osmani, Köhler & von Bargen; 1.9,-2.5, -10,- Millionen, ohne einen Stein auf den anderen gestellt zu haben, schwanen seine spekulativen Gewinne. Die Denker, Macher und Entscheider, die zugunsten kurzfristiger Gewinne, billiger Kredite und öffentlicher Förderung von Luxus-Eigentum auf alle pfeifen, wohnen schon morgen im Luxusbauwagen mit Elbblick. Hypo Real gehört uns, Bambule delüx! Dieses wutbürgerlich herauszuarbeiten, wußten bisher nur die ‚Yuppies gegen Gentrification‘. Friede den Palästen, Kampf den Hütten! Geile Polemik, weiter so!

Djdeutschland


Die Montagskolumne #116 Angst ist eine gute Sache

Hält den Bürger stehts in Schach

Vor einigen Wochen wußte man mal wieder zu berichten, >>>Bin Laden sei lebendig in einem Haus im Grenzgebiet zu Pakistan und habe einen Hamburger Terroristen höchstpersönlich befehligt, den Terror nach Europa zu tragen und den Eifelturm zu sprengen. Schon hatte man gehofft, eine bevorstehende Gefangennahme des Gottvaters des Terrors könnte die wunderbare Wende im amerikanischen Wahlkampf bringen, als die Paketbomenverschickung die Runde machte. Die Pakete enthalten Druckerpatronen, in denen der >>>Sprengstoff PETN versteckt ist. Von denen ist allerdings kein einziges hochgegangen, was die sarrazinische These untermauert, daß Moslems blöd seien. Das Einflugverbot aus dem Jemen wurde schon wieder gelockert. Das einzige was explodiert, ist das Triebwerk des A 380.

Einen Vorteil hat die Sache natürlich: Die verschärften Kontrollen im Frachtbereich könnten Aufschluss über die sich im Umlauf befindliche Menge Schwarzgeld erbringen. Dank der hervorragenden Verbindungen der Amerikaner zum Königreich Saudi-Arabien konnten Geheimdienste und ihre Informanten im Vorfeld und in Kenntnis der jeweiligen >>>Package Tracking Number, die Bomben rechtzeitig entschärfen. Viele Terroristen sind Saudi-Araber, wenige Saudi-Araber sind Terroristen, manche sind Agenten.

Djdeutschland


Go go Gaga!


WM 2010 Afrika Bronze


Das jüngste Team des Turniers, hat nach Schwarz und Rot, nun Bronze geholt. Noch kein Gold!
Aber die Bundespräsidenten sagen es: Diese Mannschaft steht auch zusammen, wenn sie verliert. Günther Netzer lobt den dazugehörigen Teamchef, der tut was er sagt und seine Zusagen einhält, sich nicht selbst überschätzt. Ich hoffe diese Maßstäbe werden bald auch in der Realität Beachtung finden. Die Frau in Führungsposition, die dieser alternden Gesellschaft vorsteht – bei gleicher Bezahlung, verbringt die meiste Zeit damit die vermeintliche Konkurrenz in der eigenen Mannschaft auszuschalten, ohne dabei wirklich zu verändern. Fast hundert Prozent, der von mir befragten Frauen, wissen nicht, daß 2011 die Fußballweltmeisterschaft der Frauen in diesem Land stattfinden wird. Sicher nicht bei gleicher Bezahlung, auch nicht zu gleichen Regeln. Aber es gibt eine Chance, eben auch aus anderer Perspektive. Djdeutschland


Rauchst, sterbst, rauchst net, sterbst a

Die Welt ist am Arsch

Im Golf läuft das Oel, unaufhörlich wird Atommüll produziert,
der Millionen von Jahren strahlen wird, zu jedem Zeitpunkt toben
weltweit 40 bis 50 Kriege und bewaffnete Konflikte an dem dieses Land
kräftig mitverdient und sogar beteiligt ist! Es wird gefoltert.

Wie viele sterben pro Sekunde an Hunger?
Etwa 1.4 Milliarden Menschen müssen im Freien, über offenem Feuer kochen
und setzen sich einem erheblich höherem Krebsrisiko aus,
als jeder Raucher, der ein Leben lang Kette raucht.

Und ihr Warmduscher fahrt mit Euren Karren mit läppischen 31% Wahlbeteiligung
zum Urnieren und denkt, dass ihr euch gerade macht und verkauft uns das
als Volksentscheid, als Plebiszit, als direkte Demokratie?

Fahrt zur Hölle ihr Ökofaschisten!

Macht Euch stark für die wichtigen Sachen!
Zum Beispiel für die Legalisierung von Hanf!
Das könnte die Welt verändern, die Macht der Mineralöl-Konzerne brechen
und die Tabakindustrie wirklich treffen mit ihren süchtig machenden
Additiven und Brandbeschleunigern. Das ist nachweislich Krebsprävention!

Es würde die Macht der Pharma brechen, die uns aussaugt und unsere
Gesundheitssysteme ausplündert und den Alkoholismus zurückdrängen,
der diese Gesellschaft aggressiv macht, zerstört und Milliardenschäden verursacht!
In Hamburg, das garantiere ich Euch, werdet Ihr auf Granit beissen.

Gott schütze uns, vor lustfeindlichen Spießern
Gesundheitsaposteln und Erbsen zählenden Rappenspaltern,
deren Dummheit und Ignoranz!

Djdeutschland


WM 2010 Africa Kein schöner Land


Wer die Scholle, auf der er steht nur bespuckt, der wird darauf weltweit nichts ernten. Das in den lützowschen Farben der Freiheit und Einheit Deutschlands aufspielende, junge, bunte, Neue Deutschland, begeistert sein Land auf ein Neues.
Nach dem 4:1 gegen England, jetzt ein 4:0 gegen Argentinien. Das wird sicher nicht einem „Kommando Kevin-Prince Boateng“ gefallen, das sich in diesen Tagen mit dem „Erbeuten schwarz-rot-goldenener Lumpen“ beschäftigt. Nie wieder Deutschland. Aber man ist gleich, wie Leute, die Schwule durch Berlins Straßen jagen, deutlich in der Minderheit. „Gebt den Irren Reservate zum gegenseitig auf die Fresse hauen“, twittert Dieter Nuhr folgerichtig. Nur schwarz rot goldene Autokorso sind angesichts des laufenden Oels im Golf fast nicht erträglich, auch eine Kanzlerin und ihre politische Klasse vermag mich nicht durch Spiele davon abzuhalten, meinen Schädel auch für anderes als Köpfen einzusetzen. Es dreht sich was und ich fange an mich zu fragen, wie lange wird es noch dauern, bis Deutschland endlich einig Mutterland, kollektiv auch tanzen kann? Djdeutschland 


WM 2010 Africa Rage Against the Machine

Ein Hoch auf Joseph Blatter! Der FIFA-Präsident schließt zwar die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball für die Zukunft nicht mehr aus, aber er hat sich zumindest dagegen gewehrt und die Romantik im Fußball verteidigt. Glaubt ihr, wir hätten am Sonntag so viel Spaß gehabt, wäre Deutschland ’66 Fußballweltmeister geworden und nicht England? Weil ein Torschiedsrichter oder ein chip im Ball die Schmach von Wembley verunmöglicht hätte? Dann trügen wir bereits den vierten Stern! Glaubt ihr, ohne diese Dramaturgie hätten wir die Engländer und sie uns all die Jahre so geliebt? Glaubt ihr allen Ernstes, Diego Armando Maradonna wäre heute das, was er für den Weltfußball ist, hätten unbemannte Drohnen unter Androhung das Spielfeld mit roten Karten zu bombardieren, durch Gentests, oder Abnahme von Fingerabdrücken ’88 die ‚Hand Gottes‘, die Gotteslästerung bewiesen? NEIN! Diese ganze elektronische Erbsenzählerei, dieses Rappenspalten wird der Manipulation erst Tür und Tor öffenen! Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir, WM 2022: Jugendliche Hacker manipulieren das Sportgerät im Endspiel, Traumquoten im Wettgeschäft: Lappland schlägt die Auswahl der vereinigten Emirate mit 12 zu 3 ? NEIN! Stoppt die Roboter, bleibt menschlich! Laut Infratest sind 98% der Deutschen dafür den Briten das nicht gegebene Tor zu schenken und das Spielergebnis Deutschland England auf 3:2 zu korrigieren! DjDeutschland


Die Montagskolumne #97 Altes Geld

Flamingo Reflection

Der Toronto-Gipfel

«symbolisiert einen epochalen Wandel»,
das Treffen zeige eine Verschiebung im internationalen Machtgefüge,
schreibt der kluge Tagesanzeiger aus der Schweiz.

Ist es in Wirklichkeit nicht ganz anders
und der selbe Dreck in den selben alten dreckigen Händen,
hat nur scheinbar Nationalität, Namen und Ort gewechselt?

Die Vorzeichen bleiben die gleichen.

Genau wie die Lüge, Deutschland sei Exportweltmeister,
obwohl wir wissen könnten, daß sich diese angeblich deutsche
Exportweltmeisterschaft, gar nicht in deutschen Händen befindet!

Die Monopole sind sich über alle Grenzen und Religionen einig:
Wir machen weiter wie bisher.
Keine Wende im Energiebereich,
ein weiteres Stützen der Banken, der Verursacher, in kapitalsozialistischer Weise;
kein freier Markt, Manipulation der Finanzmärkte, statt Regulierung.
Das Geld bleibt in den gleichen Händen,
(Kauf)demokratie existiert weiterhin nicht.

Man lebt weiter auf Pump, zerstört, beutet weiter aus, plündert, verschmutzt
und die weitere Verhinderung jeglicher Erneuerung und eines jeden Wandels
zu Gunsten der selben alten ‚Eliten‘ bleibt bestehen.

Die Monopole müssen weg!

Djdeutschland


WM 2010 Africa Engeland

Mit meiner Prognose gestern: „Die Schwarzen werden gewinnen“, lag ich absolut richtig, meine Solidarität mit der Familie Boateng hat sich jedenfalls ausgezahlt. Özil wir lieben dich! Es war spannend und unser aller kühnsten Träume werden war. England! Du kannst jeden Fußballfreund in England/Deutschland fragen, welches Aufeinandertreffen er am liebsten sehen würde, er wird dir antworten: Deutschland – England. Der Klassiker. Schon als ich hörte das Kapitän Ballack verletzungsbedingt nicht mitspielen würde, sagte mir mein fußballerischer Aberglaube: Deutschland wird Weltmeister. Gegen England glaube ich an die Wiederholung,  den Fluch des dritten Tores. Um es mit den Worten Sheikh Yabutis zu sagen: „Müller wird England am Sonntag auf die Insel zurückschießen, so wie es 1970 Mex auch ein Müller tat. 1954-1974…1990-2010 Alles wird gut.“              

Disigned by: Dj-DSL

Djdeutschland


WM 2010 Africa Das Blaue vom Himmel

Das mit Résistance haben die Franzosen irgendwie ernst genommen und machen Revolution, der  Spielerstreik  wird Staatsaffäre, Sackgesicht hat sogar angerufen, entweder Contenance oder Raab-Kercher. Bravo Les Bleus, das nenne ich authentisch! Die französische Gesellschaft spiegelt sich in der Équipe Tricolore wieder. Das mit Didier Drogbas Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) tut mir leid, ich hätte euch lieber gewinnen seh’n. Die ‘Hand Gottes’ war gegen euch und der Schiedsrichter blind, hat aber nachgefragt. Hoffentlich wird diese Gotteslästerung Luís Fabianos‘ kein Nachspiel haben. Respekt All Whites, auch auf der anderen Seite kann man Fussball spielen, ein Remies gegen den Weltmeister die Squadra Azzurra, das Ende der blauen Wunder? Djdeutschland

 

WM 2010 Africa parteiisch
WM 2010 Africa Résistance
WM 2010 Africa Sounds of Silence
WM 2010 Africa MC Schurkenstaat
WM 2010 Africa Afghanistan
WM 2010 Africa

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™: Die letzten Spiele


WM 2010 Africa Tage der Einheit

Ich traf einen lieben Freund mit Glatze im Supermarkt, oder war es in der besten Männerbar der Welt? Er beschwerte sich über die ganze „Deutschtümelei“ in diesen Tagen. Es sagte, es würde ihm geradezu körperliches Unbehagen bereiten. Ich sagte: „Du mußt Dein ganzes Denken unendlich erweitern, Deutschland muß leben, damit wir sterben können, ich will nicht, daß es dir schlecht geht!“ Die Frage, ob er mit mir, den Gewinn des Titels einer deutschen Mannschaft feiern würde, verneinte er entschieden. „Einen Sieg der ‚All Whites‘ (Neuseeland)?“ Er: Ja! „Der Koreaner?“ Er: „Ja.“ „Ghana, Serbien, Algerien, Schweiz, Brasilien..?“ Er sagte: „Ja“ Ich fragte mich: „Wer hat hier eigentlich das nationalistische Problem?“ Tage später hatte jemand unbekannt eine original verpackte Vuvuzela an meine Haustür geklebt. In SCHWARZROTGOLD! Das war am 17. Juni 2010, am (ehemaligen) Tag der Einheit. Erst jetzt gab er sich mir zu erkennen: Es war mein lieber Freund und Nachbar aus dem Supermarkt, oder war er aus der besten Männerbar der Welt?

Djdeutschland


WM 2010 Africa parteiisch
WM 2010 Africa Résistance
WM 2010 Africa Sounds of Silence
WM 2010 Africa MC Schurkenstaat
WM 2010 Africa Afghanistan
WM 2010 Africa

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™: Die letzten Spiele


WM 2010 Africa Afghanistan

Unsere Jungs haben ihre ersten vier Treffer in Afrika erzielt. Trotz Verletzungspech. Das ist in Afghanistan erheblich größer, Abseitsfallen mitunter tödlich. Wieder hat es zwei der Verteidiger der Freiheit am Hindukusch erwischt, einen davon schwer. Ihre Verletzungen werden nicht so minutiös besprochen wie der Riss des Syndesmosebandes des ‚Kapitäns‘ und wohl auch nicht so schnell heilen. Die Gesichter kennt man nicht. Fast vierzig unserer Soldaten sind bereits tot, das sind so viele wie zwei Spielerkader zusammen.

 

Djdeutschland

>>>Fernsehzeiten


Die Montagskolumne #85 No means no!

Foto: spani3r

Verspekuliert

Als Anwohnerinnen eher zufällig,
durch ein ihnen zugespieltes Protokoll davon erfuhren,
daß Politik und die Investoren ‚Köhler & von Bargen‘
unter Ausschluß der Öffentlichkeit versuchten,
74 Eigentumswohnungen in ihre Innenhöfe
und durch den Bauausschuss zu mogeln,
sagten sie „No“ und ergriffen die Initiative. NoBNQ!

Und nicht nur das, es regnete auch noch Kaviar!

Auch Andere erfuhren von Plänen,
in direkter Nähe zu wegweisenden Projekten wie Hafenstraße und Park Fiction,
ein sogenanntes ‚Bernhard-Nocht-Quartier‘ bauen zu wollen.

Der angrenzenden Rock & Roll Herberge Kogge wurde die Miete verdoppelt.
‚Denker, Entscheider und Macher‘, trafen sich in unmittelbarer Nähe
zum ‚C(r)ash Creativity‘.

Nur mit solch‘ geballter Kreativität hatte man nicht gerechnet.
St. Pauli Süd versammelte sich, es wurde mobil gemacht.
Es wurden Filme gedreht, Hits geschrieben,
Gedichte aufgesagt, Geschichten erzählt,
Konzerte gegeben, vernetzt straßengefeiert,
wunschproduziert beraten und stadtparadiert.

Hatte man hier doch schon Erfahrung gemacht.
Weder der Macher und Gründer des Erotic-Art-Museums Claus Becker,
noch Osmani, der später unter Vorwurf der Beihilfe zu schwerem Betrug
und unter dem Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung verhaftet wurde,
hatten jemals zur Instandhaltung der Objekte oder zur Verbesserung der Verhältnisse beigetragen.

Trotzdem stieg der spekulative Wert des Objektes
von 1.9 auf 4.5 bis zuletzt auf 10 Millionen Euro!
Peanuts!

Die Initiative zeigt Erfolg.
Aufgeschreckt durch den Protest der Anwohner,
und einem international beachteten Gegenentwurf, ‚Guten Morgen Hamburg‘,
machten Köhler & von Bargen bei einer eilig einberufenen Investorenveranstaltung,
Zugeständnisse; die Mieten der noch bewohnten Häuser
sollten die nächsten zehn Jahre nicht erhöht werden.

Nur was soll danach geschehen?
Auch stellt sich bei weiteren Verhandlungen mit den Investoren dar,
daß KvB den höchsten Gewinn mit dem Bau von Eigentumswohnungen erzielt.

Selbst wenn sie den Rest verschenken würden,
wäre auf lange Sicht ein Prozess der Vertreibung,
der Austausch der Bevölkerung durch unbezahlbare Mieten,
Gentrification, nicht aufzuhalten.

Der Imageverlust auf beiden Seiten wäre zu groß.
Nun unterbreitet NoBNQ ein Kaufangebot für das gesamte Gelände,
welches Köhler & von Bargen nicht ablehnen können.
KvB gibt in der Presse bekannt, verkaufen zu wollen.

Es soll ein von Anwohnern geplantes, genossenschaftliches Modell entstehen,
das die Objekte dem Spekulationmarkt unter dem Dach des ‚Mietshäusersyndikats‘
für immer entzieht, bereits Vertriebenen eine Rückkehr ermöglicht
und vornehmlich den alten Bewohnern, aber auch neuen,
ein Leben und Arbeiten, zu bezahlbaren Mieten auf lange Sicht ermöglicht.

Auch die Politik scheint umzudenken
und stellt ihr Mitwirken in Aussicht!

Die von den kooperativen Investoren Köhler & von Bargen
in Aussicht gestellten Zahlen, Daten und Fakten
und eine Begehung der Sachverständigen von ‚Stadtbau‘ stehen noch aus.

Nur so ist eine seriöse Kalkulation und Planung
für die basisdemokratische Initiative und ihre Geldgeber möglich,
und wenn man sich dann über den letztendlichen Kaufpreis verständigt,
kann aus dem No für alle Beteiligten ein prächtiges Yes werden.-)

We can.

Djdeutschland


Bernd Roessner exklusiv für Djdeutschland


Deutschland hat seine Gefangenen : auch Du!
Deutschland Heute hat die konditionierte psychologische Kriegführung
als eine Art Massenpsychose:
Jeder hat seinen Gefangenen zu haben,
und jeder Deutsche selbst wird gejagt,
Gefangener zu werden: auch Du.

Bernd Roessner


No milk today

Die dümmsten Bauern
haben immernoch die vollsten Milchkannen

 

Vor nicht allzu langer Zeit,
sorgte man noch für Verunsicherung,
durch die Meldung:
Das gestiegene Interesse der ‚fiesen Chinesen‘
an europäischen Milchprodukten,
könnte zu deutlichen Preissteigerungen führen.

Eine der Forderungen der „Bauern“ war,
die Milchquoten zu erhöhen.
Mehr Milch.
Mehr verdienen.

Jetzt ist aber zuviel Milch da.
Der Markt funktioniert, reguliert, die Preise fallen.

Was kann man tun?
Man könnte weniger, bessere Milch produzieren
ober man schüttet die Milch auf seine Felder,
aber das würde kein Bauer tun.
Oder, man gibt denen nach, die meinen,
sie würden zu wenig an der Milch verdienen,
und subventioniert.

Wenn man den Markt aber so reguliert, dann funktioniert er nicht.
Das sieht man zum Beispiel in Burkina Faso,
Dort in Afrika, liefert die EU so billig subventioniertes Milchpulver,
daß noch nicht einmal im ärmsten Land der Welt
mit der Produktion von frischer Milch,
Geld verdient werden kann.

Die Bauern werden arbeitslos.
Zudem herrscht Inflation.
Fünf Löffel Zucker kosten 30 Millionen.
Dämmert es Euch?

Noch eine Bauernweisheit:
Die Schweine von Heute, sind die Schinken von Morgen.

 

Djdeutschland WeihenstephanWaldfruchtbuttermilchFanclub St. Pauli Süd 


Die Montagskolumne # 53 Brandrede

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An den Wochenenden

kommen sie zu Hundertausenden
und beenden ihr ereignisloses Dasein für ein, zwei Tage.
Je Sorte einmal pro Jahr.

Glatzköpfige Schlagerfuzzis
mit ihren bunten Langhaarperücken oder Hafengeburtstagsgäste.
Möchtegern-Rocker, die mit ihren nicht einmal selbst hergebrachten,
stinkenden Harleys durch unsere Straßen krachen.
Tabletenfressende Raver und Schwulenparadisten,
Fußballfans, Krawallmacher von links- bis rechtsdrehend.

Die meisten verstehen unter Freiheit Komasaufen
und das Zerschmeißen von möglichst vielen Flaschen.
Und wenn viele von einer Sorte da sind,
dann fühlen sie sich richtig frei und stark.
Wir flicken an den Tagen danach
unsere Fahrräder und Blumenbete.

Sie fallen wie Heuschrecken
bei Penny und lokalen Kiosken ein
und decken sich billig mit dem Stoff ein,
den sie dann hemmungslos
bis zur Besinnungslosigkeit in sich reinschütten.

Daß hier Menschen und auch Kinder leben,
interessiert sie nicht.
Diese laut grölende und sich prügelnde Fun-Generation
läuft durch unsere Quartiere und
holt ihre Schwänze überall raus,
auch im Angesicht von Spielplätzen
und Schulen, müllen und scheißen sie uns zu.

Ihre sich selbst verhurenden, versoffenen
Schwestern tun es ihnen gleich.
Hemmungslos, als wäre St. Pauli ihre riesige
Open-Air-Gummipisszelle.
Die erhöhten Gebühren der Stadtreinigung zahl aber ich!

Wenn es nicht glücklicherweise regnet,
stinkt ganz St. Pauli nach Pisse;
gerade in Zeiten von Pandemien
vernachlässigt der Senat,
der an diesen Touristenattraktionen prächtig verdient,
seine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Kindern und Bürgern in Gänze.
Öffentliche Toiletten gibt es so gut wie keine.

Die Ordnungskräfte, die ja nach neuem Polizeigesetz
auch für Ordnung, also für Pisser zuständig wären,
sind überfordert.
Sie sind die zusätzliche Prügel-Attraktion
und gebärden sich gleich Rausschmeißern.

Wenn ich hautnah beobachte, wie Polizisten
von völlig durchgeknallten, mit Drogen vollgepumten,
enthemmten Jugendlichen auf das Brutalste
angegangen werden, frage ich mich,
warum noch keiner der mäßig bezahlten Beamten
wirlich durchgeknallt ist.

Selbst ich habe mich schon bei Amokfantasieen ertappt,
als Exempel mal zwanzig oder dreissig dieser Drecksäcke
weg zuspritzen.

Der schrankenlose,
billige Zugang drogenunerfahrener Jugendlicher zum Alkohol,
ist katastrophal, schädlich und muß unterbunden werden.
Der Ausschank von Alkohol und damit verbundene Sicherheit
muß in den Händen von Gastronomen liegen.

Corny Littmann hat recht,
wenn er nur auf die sieben gut laufenden
Theater in St. Pauli und derer Gäste verweist,
die sich weitestgehend gut benehmen können
und zahlungskräftig sind.
Der durchgeknallte Mob ist die Minderheit,
man sollte mit ihm fertig werden können.

-Gewachsene lokale Strukturen müssen gestärkt
und deren Ruheräume ausgebaut werden.
Statt immer weiteren auswärtigen Investoren
und ihrem Gefolge Bahn zu brechen.

-Der im Parkfikction entstandene, leerstehende Osmanibau gehört uns!
Dort müssen unsere Arbeitsplätze, ein Parkachiv,
unser Geschäfte, unsere Büros und Läden entstehen.

-Das vor den Hafenstraßenhäusern liegende Vorland gehört uns!
Ein nicht kommerziell genutzter, freier Zugang zum Fluss,
für uns und unsere Kinder muß bleiben,
der Park muß ausgebaut werden!

Das Bernard-Nocht-Quartier gehört uns!
Es muß nach den Vorstellungen seiner Bewohner gestaltet,
die soziale Struktur und bezahlbarer Wohnraum erhalten werden.
Die Innenhöfe können zusammengelegt und für
ihre Bewohner und ihre Kinder attraktiv als Ruheraum
gestaltet werden.

-Wir wollen Ausgleichszahlungen.

-Das Geld dafür ist da!
Es wird hier von der Stadt auf unsere Knochen verdient
und muß statt den toxisch tanzenden Türmen
und krimminellen Vereinigungen,
den Bewohnern von St. Pauli und ihrer Kultur zu Gute kommen.

-In St. Pauli wurden mit Anwohnerplanungen seit Jahren
sehr gute Erfahrungen gemacht.
Sie rechnet sich, ist international beachtet, sie zahlt sich aus.

-Vattenfall bleib uns vom Hals!

Die Revolution geht von St. Pauli aus!

Djdeutschland


Tage der Einheit

APTOPIX IRAN ELECTION

Der Tag zum Gedenken

des Volksaufstands unserer Brüder und Schwestern
im anderen Teil Deutschlands, mit vielen Toten,
am 17. Juni 1953, wurde als Feiertag abgeschafft.
Zu Gunsten des 3. Oktobers,
der ein 9. November war.

Der Bilder des Mauerfalls vom 9. Nov.1989;
Schabowski hatte auf einer im DDR-Fernsehen
übertragenen Pressekonferenz die Gewährung
von Reisefreiheit bekanntgegeben;
bringen mich noch heute zum weinen.

Doch es ist unauslöschlich,
der 9. November ist der Reichspogromnacht gewidmet.
Zur offiziellen Einheit am 3. Oktober 1990
weigerten sich die deutschen Kirchen –
typisch deutsch und uneinig,
landesweit die Glocken zu läuten.
Es wäre wunderschön gewesen.

Die Bilder des 17. Juni ’53
erinnern uns an die von heute aus dem Iran.
Nur das bis jetzt im Gegensatz zum damaligen Volksaufstand
keine Panzer gegen das eigene Volk aufgefahren werden.

17juni

„Gegen Panzer ist Zivilcourage machtlos.“

Der 17. Juni wäre im Zusammenhang
mit geschichtlicher Aufarbeitung, gegenseitiger Akzeptanz,
Respekt und einem gesunden, gemeinsamen nationalem Bewusstsein,
zum Gedenken, ein guter Feiertag.

Am 3. November 2004 forderte
der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, auch
den 3. Oktober als Feiertag der Deutschen Einheit abzuschaffen,
um so das Wirtschaftswachstum zusätzlich anzukurbeln.

Wo es im Iran hinführt,
ob zu Mir Hossein Mussawi oder Mahmud Ahmadinedschad,
ob zu mehr Demokratie oder mehr Diktatur,
ob das dort überhaupt ein Volksaufstand ist,
vermag ich nicht zu sagen.

Aber ich gebe zu bedenken,
wem nützt ein Aufstand,
wenn er nur in die nächste Diktatur führt
und wenn auch nur in die des Kapitals.

 

DjDeutschland


Die Stadt gehört Allen!

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Aufruf:

DIE STADT GEHÖRT ALLEN!

13. JUNI 2009 – DEMONSTRATION

GEGEN MIETERHÖHUNG, PRIVATISIERUNG & VERTREIBUNG


Auf einem Auge blind

nir_hod_i_love_2006_542_539Nir Hod        

Zu Ostern haben die SEALS zwei Neger abgeknallt

Oder waren es drei?
Sie hatten amerikanische Seeleute als Geiseln genommen.
In Somalia gibt es keine wirkliche Regierung,
kein Militär, keine Polizei, keine Jobs.
Die Europäer fangen vor der Küste die Fische weg.
Mit großen Fabrikschiffen.

Überhaupt wird Afrika von uns ausgebeutet,
Gold, Oel, Diamanten – oder zu Tode subventioniert –
und die Völkermorde begangen mit Waffen
aus westlicher Produktion.

Vor der Küste des Landes wird illegale Atommüll-
und Giftmüllentsorgung betrieben.

70 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang
zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung.
Hunderte, wenn nicht tausende
ersaufen bei dem Versuch Afrika
in Richtung Europa zu verlassen.

Außer sie bleiben da
und holen sich den ‚westlichen Reichtum‘
im Golf von Aden,
den wir vor ihrer Küste
hin und her um’s Horn von Afrika fahren.

Reichtum, der sich nicht zuletzt
auf der Ausbeutung afrikanischer Rohstoffe gründet,
die in die Produktion von Gütern entrechteter
Arbeiterheere in Asien mündet.

Etwa elf Prozent des weltweit verschifften Rohöls
sowie ein Großteil der Waren aus Asien
gelangen über den Golf von Aden nach Europa.

Rund 92 Prozent aller global gehandelten Waren
werden heute über das Wasser transportiert.
Jedes Jahr fahren rund 25 000 Handelsschiffe
durch die gefährdete Wasserstraße.

Bisher war Geiselnahme ein unblutiges Geschäft,
doch das könnte sich nach der österlich amerikanischen Heldentat bald ändern.
Piratenchef Abdi Garad kündete Vergeltungsmaßnahmen
für die getöteten jugendlichen Seeräuber an.

Ein überlebender Seeräuber, er ist erst sechzehn,
wurde inzwischen nach New York überstellt
und soll dort vor Gericht gestellt werden.
Denn Seeräubern ist verboten und wird verfolgt,
Folterer dagegen gehen dort straffrei aus.