Irritation und Verwirrung

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Weil wir eine Menschheit sind

Polemik

Doch die Konten der Bad Bank werden nur weiter gefüllt, damit das Alte, das Falsche weiter überleben kann, die Angst. Die schweren Verluste, werden nur weitergebucht, ihr Überleben künstlich verlängert und mit Verschrottungsprämien gemästet. Machen wir eine neue Bank auf. Eine Bank, für die Wachstum nicht nur das wachsen der Geldmengen bedeutet, die schmutzig durch Zerstörung und Vernichtung geschöpft wurde, sondern Wachstum: Dem Wohlergehen aller Menschenkinder, weil wir eine Menschheit sind.

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Muammar al-Gaddafi

Polemik

Ohne Mitleid und Größe gegenüber dem geschlagenen Feind, ohne jedes Mitgefühl, laut „Gott ist groß“ rufend, treibt ein blutrünstiger Mob den nach der: ‚Es-soll-so-sein-Berichterstattung‘ bösen Gaddafi vor sich her und lyncht ihn schliesslich vor den Augen der ganzen Welt. Wen hat man da gerufen? War die christlich bewurzelte Nato nicht ausgezogen das Menschenrecht zu schützen? 2009 beschimpft der Oberst den Sicherheitsrat das erste Mal als Terrorrat und fordert im Namen von „1000 afrikanischen Königreichen“ fünf Billionen Euro für Afrika.“ Was für ein Verbrechen hat er begangen?“ Hätte es damals bei Pilatus schon Smartphones gegeben, hätte es ähnliche Bilder von Jesus auf seinem Weg nach Golgatha gegeben! Auch in seinem Namen wird später ohne Vergebung gemetzelt und getötet. Gaddafi wird ähnlich gedacht haben: Mein Gott, mein Volk – meine Geschäftspartner, warum habt ihr mich verlassen? Doch die schrien immer lauter: Ans Kreuz mit ihm! Wieder mal läßt man einen ‚Barabbas‘ frei…

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Julian Assange

Polemik

Julian Assange wird verfolgt, weil er Informationen veröffentlicht, welche die Mächtigen kompromittieren, weil er Wahrheiten publiziert und damit Korruption und ernste Menschenrechtsverletzungen in aller Welt enthüllt!

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„Presse im Knast“ zu den Vorkommnissen in der JVA „Santa FU“

 

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Stellungnahme der Gruppe PIK – „Presse im Knast“  zu den Vorkommnissen in der JVA  „Santa FU“

Anonym, Anonym, Anonym

Die Behauptung „Santa Fu“ stünde bezüglich der Sicherheit vor dem Kollaps ist ein Witz!
Wir sind davon überzeugt, dass es sich bei den anonymen Hinweisen, es gäbe Waffen in Santa Fu, um eine gezielte Indiskretion, um einen fake handelte; um eine Atmosphäre des Notstands zu schaffen, der nicht der Realität entspricht!
Unserer Ansicht nach, ist dieser Alarmismus politisch motiviert und nichts anderes als ein Angriff auf den Justizsenator!

Santa Fu hat kein Sicherheitsproblem, es hat vielmehr strukturelle Probleme!
Engagierte Beamte, die sich im persönlichen Gesprächen an uns wenden, werden von alten und sinnlosen Verkrustungen in der Organisation, in ihrer Arbeit behindert und demotiviert!                                                                                                                                                      Es herrscht eine Atmosphäre des Misstrauens und der Missgunst!
Es gibt etliche Krankschreibungen – auch von Paaren – über Monate! Nicht nur die Arbeit der Abteilungsleiter wird dadurch über lange Zeiträume verschleppt! Tat-Aufarbeitung, Vollzugs-Pläne, Stellungnahmen werden aufgeschoben und fortlaufend abgeschrieben, Gefangene unnötig lange und teuer beherbergt und festgehalten. Eine Resozialisation findet nicht statt. Die Betreuung der Gefangenen wird, wenn überhaupt, von wenigen‘ motivierten Abteilungsleitern, die mitunter mehrere Stationen zu betreuen haben, allein abgearbeitet. Auch wenn man weitere Beamte bereitstellt, auch wenn es sich um hochmotivierte neue Bewerber handelt, wird sich daran nichts ändern! Viele Beamte verbringen ihre Zeit mit surfen im Internet und Kaffetrinken. Trotz guter Ausbildung dürfen diese Beamten nichts entscheiden, das führt zu Frustration und lethargischem Warten auf die Pension. In freier Wirtschaft hätten solche Zustände keine Chance! Verbesserungsvorschläge, Maßnahmen zur Resozialisierung, werden konsequent weggebügelt. Es gibt in dem berühmtesten Gefängnis Deutschlands keine Gefängniszeitung!
Es heißt immer wieder: „Kein Personal“, während zig Beamte abwartend und Tee trinkend, nichts dürfen und nichts können.

Es wurden trotz großem personellen Aufwands keine Waffen gefunden! Zwei gefundene Handys im Iso- und SV-Bereich, können eigentlich nur dort hingelangen, wenn Beamte entweder ihren Job nicht machen, oder an deren Heranschaffen beteiligt sind!
Können Sie sich vorstellen was es heißt mehrere Tage unter „Einschluss“ auf einer Fläche von acht Quadratmetern dahin vegetieren zu müssen, ohne zu wissen was los ist?  Von hereinstürmenden SEK’s zu Boden geworfen zu werden und die Klamotten, Zweck ’s Durchsuchung, buchstäblich vom Leib geschnitten zu bekommen?

Das schürt Unruhe und Unsicherheit!

Solche ‚Aktionen‘ und ‚anonyme Brandbriefe‘ bringen nichts! Sie dienen ausschließlich der Verunsicherung der Bevölkerung, der Diskreditierung von Beamten, der Anstalt und der Gefangenen! Das Problem ist nicht fehlendes Personal, das Problem ist schlechte Organisation und ein schon lange überholter Ansatz. Es geht ausschließlich um das Bekämpfen des politischen Gegners auf dem Rücken der Gefangenen ohne Lobby!

„Angst ist eine gute Sache, hält den Bürger steht’s in Schach, Angst hält für die Ordnung Wache, denn wer Angst hat macht kein Krach.“

Gruppe PIK (PresseImKnast)


Hundeportrait

Tierzeichnungen Tierportraits Pferdeportraits Hunde Katzen und Tierkunst

Parson Jack Russel Terrier <3

Aquarell Terrier Aquarell Terrier

Ich male liebevoll ausdrucksstarke Tierportraits und Tierzeichnungen von Deinem tierischen Gefährten!

Dein Liebling individuell verewigt in Kohle oder Grafit (auf Wunsch auch Aquarellstifte)!

Ein originelles Geschenk (zu Weihnachten, zum Geburtstag, für die Liebsten oder für sich selbst), ein besonderes Andenken Deines einzigartigen Lieblings als handgezeichnetes Bild nach Fotovorlage!

Gern zeichne ich auch deinen tierischen Liebling (es besteht keine Abnahmeverpflichtung ;))

Sende mir einfach ein gutes Foto Deines Lieblings (auf dem er so zu sehen ist, wie Du ihn gezeichnet haben möchtest) an:

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Ich freue mich auf deine Email an tierzeichnung@gmail.com

Viel Freude und einen tierisch tollen Tag wünscht Simone

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Beutelsbacher Konsens

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Gemäß dem Überwältigungsverbot (auch: Indoktrinationsverbot) dürfen Lehrende Schülern nicht ihre Meinung aufzwingen, sondern sollen Schüler in die Lage versetzen, sich mit Hilfe des Unterrichts eine eigene Meinung bilden zu können. Dies ist der Zielsetzung der politischen Bildung geschuldet, die Schüler zu mündigen Bürgern heranzubilden.


Tage der Einheit

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„Von deutschem Boden soll nie wieder Gewalt, nie wieder Krieg ausgehen!“
Heute am deutschen Schicksalstag, der eigentlich der neunte November war; an dem wir uns in Mitten zweier Systeme friedlich wiedervereinigten, sollten wir uns klar machen: Wir brauchen keine Waffen, keine Bomben und keine NATO. Wir brauchen die High-Tech-Eingreiftruppe, die binnen 24 Stunden weltweit Flüchtlingslager aufbauen, mit Wasser, Energie, Nahrungsmitteln und Medizin versorgen und Schutz bieten kann; ein Engagement, das auf diesem unseren einzigen Planeten, jeden Ort, an dem Menschen leben, lebenswert macht.


Same as ist ever was

gaddafi_12Die Bombenleger und Waffenschieber haben eine Art wirtschaftliches Perpetuum Mobile erfunden, erst werden gute, willige Rebellen aufgerüstet und dann wieder weggebombt. Eine ausgeklügelte Unsicherheitsarchitektur, aus Lügen, Angst und Desinformation, die für eine immer währende Bedrohungslage und Krieg sorgen. Was gestern noch Freund war, ist heute Bedroher unserer Freiheit und unseres Wohlstands.

Am Anfang stehen nicht etwa Rohstoffinteressen, sondern Massenvergewaltigungen, oder Massenvernichtungswaffen; Angriffe auf das eigene Volk, Baby’s die aus ihren Brutkästen gerissen werden, oder wie bei den Nazis: Juden die Kinder fressen. Keiner hat’s gesehen, aber es soll tatsächlich passiert sein. Am Ende verdienen immer die selben. Kaum zu glauben, daß wir uns das gleiche Muster immer wieder neu aufbinden lassen!


Punk Trump

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Alle machen Kampagne gegen den Punk Trump, sogar der SPIEGEL! Warum eigentlich?

Toller Titel, toller Bericht – aber können wir nun in der nächste Ausgabe – ganz demokratisch – die ‚Wahrheit‘ über die nachweislich größte Waffenhändlerin aller Zeiten Hillary Clinton erwarten?

Clinton hat den Krieg im nahen Osten, in Syrien über Saudi Arabien, Katar, Bahrain quersubventioniert und ist damit mittelbar für die Fluchtbewegung verantwortlich! Außerdem steht sie für den Wallstreetkapitalismus der Waffenschieber, der immer Armut, Zerstörung und Fluchtbewegung zur Folge hat!

Vielleicht wird es ja dieses Mal anders und die Hoffnung, die wir mit dem ‚wahrhaftigen‘ Obama verbanden – und die sich nicht erfüllt hat – erfüllt sich wider Erwarten und wider der Propaganda bei diesem verdorbenen  „Lügner und Hetzer“.

Fällt Euch nicht langsam auf, daß mit Bevormundungen und Ettikettierungen wie diesen, manche erst groß werden? Sogar in Berlin!

 

Dj under Arrest


Die Gedanken sind noch frei

Polemik

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Total überwacht bin ich auf handgeschriebene Briefe umgestiegen, ohne Strom. Habe selbst viel Handgeschriebenes gelesen, wunderschöne Briefe. Wie ich finde, genau das Richtige im Edward Snowden Zeitalter! Ich weinte nie aus Traurigkeit, nur vor Glück. Ausgepäht zu werden ist nichts Neues, aber das ist nur die eine Richtung, daß sie in unsere Köpfe ‚reinkriechen, daß sie Dich ungefragt anfunken können, weil Du vielleicht Schweinebraten-Fan bist, um Dich darauf ‚hinzuweisen‘, daß eine Straße weiter Schweinebraten-Happyhouer ist und daß sie Dir sicher bald auch noch die Duft-App dazu schicken, Dich manipulieren, Dich kontrollieren, Dich steuern, das ist der wahre Hammer! Sie checken per Knopfdruck in Sekunden wie wir drauf sind, wo wir sind und spielen uns dann die (Des)Informationen ‚rein, die wir brauchen, um so zu reagieren, wie wir wollen sollen. „Angriff auf’s eigene Volk, Terror, Weapons of Mass Distruktion, Kinderporno, Veggieday, Holocaustleugning, Tebartz van Elst“ – und schon ticken wir richtig…

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Mein nationaler Gedanke

Dieses Verteufeln, Beschimpfen und Diffamieren von jedwedem Menschen, das fällt einem auf die Füße! Diese Propaganda, dieses „laufen Sie bei denen nicht mit“, kauft nicht bei Rechten; das wird die ‚Alternative‘ – die bei Gründung gar keine war – erst groß machen! Nicht die AFD hat die nationale Frage gestellt, sondern die, die unser Land, Europa, die ganze Welt, dem Kapitalismus, den Waffenschiebern und seinen Fluchtbewegungen zum Fraß geben!


Der Rassistische Konsument

A visitor poses for a portrait during Lisbon Fashion Week

Wenn ich einen Schwarzen gezielt auf Drogen anspreche, bin ich dann ein rassistischer Konsument?

Die Polizei der rassistischen Kontrolle zu bezichtigen, ist für mich eine dummdreiste Frechheit! ‚Neger-Kalle‘ hat recht: selbst durch eine sehr dunkle Sonnenbrille kann jeder seit Jahren sehen, daß diese Dienstleistungen fast ausschließlich von Afrikanern angeboten werden.

Dealer haben sich im Wohngebiet mindestens verzehnfacht und das man dort etwas zu Rauchen, oder zum Rüsseln kriegt, ist selbst dem über Fünfzigjährigen seit Jahrzehnten bekannt. Diese Leute sind aber auch sonst ansprechbar und sie sind freundlich, eine Bereicherung! Die packen sofort mit an, wenn ich Hilfe brauche, weil ich mit dem Kinderwagen die Hafentreppe runter will!  Aber ihnen bleibt nichts anderes übrig als ihre Notdurft in den Straßen draußen zu  verrichten und das ist für mich als Papa auch ein Problem! Ausserdem werden dauernd die von den ‚Helden‘ liebevoll gepflegten Blumenbeete zerwühlt – ein Umstand, der sehr weh tut.

Als ich vor zwei Wochen an einem Sonntag im Park Fiktion mit meinen drei kleinen Kindern dort zum spielen gehen will, schickt sich eine Gruppe engagierter junger Leute gerade an ihre Plattenspieler und Verstärker aufzubauen, um – wie sie mir auf Ansprache versichern  „eine politsche Aktion“ durchzuführen:  Gegen rassistische Kontrollen!

Ich habe auch jahrelang für diesen Park gekämpft und dachte eigentlich es sei klar, daß der Park für alle da sein soll und nicht für komerzielle, parteipolitische, oder sonst welche eigenen Süppchen. Ich will mich dort entspannen und nicht bum bum bum, lautes Abspielen von Musik oder sonst etwas ertragen müssen. Ich will übrigens auch nicht ungefragt fotografiert werden!

Ausserdem ist der Park Sonntags voll mit Müll und Scherben! Ich weiss, daß dafür nicht etwa die Schwarzen verantwortlich sind, sondern vor allem Touristen, Feierbiester, Griller und Alkoholliebhaber aller Couleur.

Wer kauft mir einen >>> Arenga Besen mit langem Stil, damit ich ab und zu mal da durchharken kann? 

Ich finde, wir sollten anstatt in schlechter politscher Kultur uns gegenseitig auf die Palme zubringen, lieber mal vernunftige Lösungen für diese unbestreitbaren Probleme finden! Schließlich müsste unserem St. Pauli erfahrenen ‚Freund‘ und Innensenator Andy Grote  klar zu machen sein, daß  Legalisierung – Stichwort Angebot und Nachfrage – die Lösung für dieses Problem wäre! Es würde vor allem auch weniger Kräfte für sinnlose Kämpfe binden! An jenem Sonntag traten meine Kinder und ich jedenfalls erst einmal den Rückzug an.

Wir müssen nicht Menschen den übelsten kapitalistischen Strukturen, der Ausbeutung und der Bandenkriminalität überlassen. Wir müssen sie in unsere Mitte nehmen!

Zum Schluß noch eine Provokation zum besseren Verständnis: Jeder hat in diesem Land eine Lobby, außer ein gesundes deutsches Kind!

djdeutschland


Die AFD-Sau

Kein Tag vergeht, ohne dass eine AFD-Sau durchs Dorf gejagt wird. Es gibt zwar weit wichtigere Themen, wie Vereitelung der Energiewende, Abgasskandal, FIFA-Korruption, Waffenlieferungen, Umweltzerstörung und Ausbeutung, aber etablierte Parteien und Wahrheitspresse sorgen sich um ihre Bedeutungslosigkeit. Hat Alexander Gauland nicht Recht, dass sich zwar jeder gern im Schein der Sonne der Antirassisten und Flüchtlingsbejubler sonnt, aber wenn es um Ansammlungen von Ausländern und Flüchtlingslagern in der Nähe ihrer Immobilen geht, soll die böse Welt schön draußen bleiben. Die Guten und Aufrechten greifen zum Smartphone – ihrer Kinderschokolade. Dem Inbegriff kapitalistischer Ausbeutung, Kinderarbeit und Weltverschwörung! Wasserverschmutzung, Kinder- und Zwangsarbeit und letztendlich der Grund für Flüchtlingsströme. Sie posten: Dass sie nichts schöner finden, als jede Menge Schokos auf die Hütte zu bekommen. Die Hetze nimmt mittlerweile gestapomäßige Formen an! Es werden revolutionär, freiheitlich demokratisch, die AFD-Säue öffentlich an den Pranger gestellt. Es wird bedroht, diffamiert und angegriffen. Hauptsache der post geht ab. Ich kann diese verlogenen, fun-generierten Vollpfosten nicht ausstehen und zieh mir erstmal analog ein Paar Jérôme-Boateng-Schaumküsse rein. Love is everywere!

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Heuchler!

girl_with_gun_01Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes (UZwG)
§ 11 Schußwaffengebrauch im Grenzdienst

(1) Die in § 9 Nr. 1, 2, 7 und 8 genannten Vollzugsbeamten können im Grenzdienst Schußwaffen auch gegen Personen gebrauchen, die sich der wiederholten Weisung, zu halten oder die Überprüfung ihrer Person oder der etwa mitgeführten Beförderungsmittel und Gegenstände zu dulden, durch die Flucht zu entziehen versuchen. Ist anzunehmen, daß die mündliche Weisung nicht verstanden wird, so kann sie durch einen Warnschuß ersetzt werden.
(2) Als Grenzdienst gilt auch die Durchführung von Bundes- und Landesaufgaben, die den in Absatz 1 bezeichneten Personen im Zusammenhang mit dem Grenzdienst übergen sind.
Logo Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Sternenfreunde

Sternen-Freundschaft. — Wir waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so und wir wollen’s uns nicht verhehlen und verdunkeln, — als ob wir uns dessen zu schämen hätten. Wir sind zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat; wir können uns wohl kreuzen und ein Fest miteinander feiern, wie wir es getan haben, — und dann lagen die braven Schiffe so ruhig in Einem Hafen und in Einer Sonne, dass es scheinen mochte, sie seien schon am Ziele und hätten Ein Ziel gehabt. Aber dann trieb uns die allmächtige Gewalt unserer Aufgabe wieder auseinander, in verschiedene Meere und Sonnenstriche und vielleicht sehen wir uns nie wieder, — vielleicht auch sehen wir uns wohl, aber erkennen uns nicht wieder: die verschiedenen Meere und Sonnen haben uns verändert! Dass wir uns fremd werden müssen, ist das Gesetz über uns: eben dadurch sollen wir uns auch ehrwürdiger werden! Eben dadurch soll der Gedanke an unsere ehemalige Freundschaft heiliger werden! Es gibt wahrscheinlich eine ungeheure unsichtbare Kurve und Sternenbahn, in der unsere so verschiedenen Straßen und Ziele als kleine Wegstrecken einbegriffen sein mögen, — erheben wir uns zu diesem Gedanken! Aber unser Leben ist zu kurz und unsere Sehkraft zu gering, als dass wir mehr als Freunde im Sinne jener erhabenen Möglichkeit sein könnten. — Und so wollen wir an unsere Sternen-Freundschaft glauben, selbst wenn wir einander Erden-Feinde sein müssten.

Friedrich Nietzsche – die fröhliche Wissenschaft


Zur Sonne zur Freiheit

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Als die Kanzlerin in ihrer Neujahransprache 2014 auf 2015 sagte: „Laufen sie bei denen nicht mit“, fragte ich mich, wieso erwähnt sie ‚die‘ überhaupt, will sie die groß machen? Es hörte sich für mich an wie ein: KAUFT NICHT BEI RECHTEN. Es löste einen Impuls in mir aus, den es bei jedem auslösen sollte. Ich bin mir sicher:  Verteufeln, Beschimpfen und Diffamieren von jedwedem Menschen, wird einem immer wieder gewaltig auf die Füße fallen!

Ich finde nicht, daß der Islam zu Deutschland gehört und ich kann auch verstehen, daß die, denen man jahrelang den Unsinn erzählt hat, unsere Freiheit würde am Hindukusch verteidigt, langsam das Gefühl kriegen, sie jetzt hier verteidigen zu müssen.

Wir hätten die Sarrazin-Diskussion besser führen sollen, ohne dieses Geschrei, dann wüssten wir jetzt vielleicht auch besser, was wir nicht wollen. Dieses Land, in das nun alle wollen, weil es so ist wie es ist, muß in EINIGKEIT UND RECHT AUF FREIHEIT für das was es ist, verteidigt werden! Es muß die Kinder beim Namen nennen (dürfen). Es darf nicht zulassen, von dummen Arschlöchern, die NICHT guten Willens sind, konzertiert terrorisiert zu werden. Flüchtlinge und Immigranten die uns bescheißen uns ausnutzen wollen; Konflikte hier her zu uns tragen und damit die große Menge von Hilfesuchenden, die guten Willens sind, in Misskredit bringen, müssen selbstbewusst rausgeschmissen werden!

Was dieses Land auszeichnet, ist seine gesellschaftliche Stabilität und der Umgang mit seiner Geschichte. Damit meine ich nicht nur den ersten und zweiten Weltkrieg und das Holocaustmahnmal, sondern auch die friedliche Wiedervereinigung in mitten zweier unterschiedlicher Machtblöcke!

Wir, die in unverhältnismäßiger, dummer Weise als Gutmenschen und Sozialromantiker Beschimpften, die gute Erfahrungen mit Ausländern und Internationalität haben; wir die wir uns darüber klar sind, daß es nur diesen einen einzigen Planeten gibt und daß dieser Kapitalismus in seiner Zerstörung und Schaffung von Ungleichgewichten immer Fluchtbewegung zur Folge haben wird, sollten keine Blödmenschen sein und aufwachen!

Denn daß Menschen über eine so weite Strecke religösem Gemetzel und Stellvertreterkriegen entfliehen, anstatt in die überreichen Oelstaaten ihrer Glaubensbrüder den naheliegensten Schutz zu suchen, kann nicht normal sein und es ist als Verschwörung für mich keine Theorie mehr! Europa soll destabilisiert werden. Mehr Polizei, mehr Überwachung, weniger Bürger- und Freiheitsrechte. Wer bombt weiß auch immer um die daraus resultierende Terror- und Fluchtbewegung!

Wo ist der deutsche Politiker, der von den dafür verantwortlichen Staaten und ihren Regierungen Reperationen für die herbeigebombten Fluchtbewegten verlangt?

Wenn dieses Europa sich von seinen Werten, vom Bürgerrecht, von Freiheitsrechten verabschiedet und sich einzelne Mitglieder ihrer Verantwortung entziehen und uns mit den Problemen alleine lassen und Deutschland für alles verantwortlich machen wollen, dann bedarf es jetzt einer Paradoxen Intervention.
Dann müssen wir es sein, die für alles die Verantwortung, die Schuld übernehmen und die mit dem Ausstieg aus dem Euro und Europa drohen!

Djdeutschland


Kein schöner Land

IMG_1458Dieses mal war Weihnachten besonders wichtig! Nirgendwo singt man Stille Nacht – heilige Nacht schöner als in St. Pauli – schwer, schleppend. Die Kirche war diesmal brechend voll. Die `Buschmänner`, die die rassistischen Konsumenten anlocken, sind freundlich und gesprächsbereit. Sie haben sich verzehnfacht. Die, die guten Willens sind, scheinen sich hier zu sammeln. Je mehr Ghetto, desto weniger hirnlose Investoren. Das von mir Propagierte scheint sich zu bewahrheiten: die Revolution geht von St. Pauli aus!

Gegenüber in Dock 11 werden Kriegsschiffe gewartet, oder Luxusjachten –  von Milliarden schweren Waffen- Öl- Schrottschiebern. Geheim eingerüstet und eingeplant. Keiner soll es sehen, keiner soll es wissen. Merken!

Cruiser, um jede Menge Leute trockenen Fußes sicher reinzubringen, sind genug da. Geld, Feuerwerk und der dazugehörige Müll bis zum Abwinken vorhanden.

Mein Schwiegervater sagt, ich solle wegen der Kinder hier wegziehen, ich meine: Geld ist out, wenn die Massenpsychose ausbricht, bin ich hier sicher. Sitze ich auf der Straße, serviert man mir hier kostenlos Kaffee und Kuchen, ich bekomme jeden Tag handgeschriebene Briefe von hier, selbst die`Angler` umarmen mich zum Trost!

Jetzt fällt Schnee, es ist saukalt, der Sylvester-Grünkohl kam gerade richtig. Lionels diesjährige Plattenlieferung vom Feinsten! Noch einmal den Akku aufladen für das nächste neue lange Jahr.

Der nächste Sommer kommt bestimmt, wir werden da sein.

Djdeutschland


Liebste

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Heute ist unser zweiter Hochzeitstag!
Du bist die einzige Frau in meinem Leben die den Quantensprung mit mir gewagt hat. Du hast mir so viel beigebracht, Du hast mir so viel geschenkt, Du hast mir so viel abverlangt! Du bist es, die es mit mir – und ohne mich aushält. Du bist so stark! Du verlierst nie den Glauben an uns, Du gibst nie nach. Trotz alledem! Du bist bulletproved…
Ich liebe Dich über alles. Ich bin Dein.


Einigkeit und Recht auf Freiheit

Head2Head_Merkel_1992Heute Nachmittag habe ich AU gemacht, Arbeitsunfähig, der Dottore steht in meiner Schuld. Ich konnte also die Rede der Kanzlerin live auf dem CDU Parteitag und meine Lieblingstelenovelas sehen! Die Rede war wirklich grandios und es lohnt sich wirklich sie in voller Länge anzuschauen und nicht auf die Berichterstattung zu vertrauen.

Passte auch ganz gut, weil ich heute Stress mit einem Syrer bei der Arbeit hatte, der mich als Nazi beschimpfte, sich von mir religiös beleidigt fühlte und dann – nach meiner Entschuldigung, auch noch zum Beamten rannte um mitzuteilen, daß er mich schlagen würde, wenn man mich nicht „auf Haus“ schicke. Wie ich heute Abend von Kundschaftern erfahre, hat es ihm ne gelbe Karte und die Androhung des Rausschmisses eingebracht.

Ich hatte ihm schon im Betrieb mitgeteilt, daß ich ihn liebe, aber nach seinem Versuch, mich bei den Beamten anzuschwärtzen, nicht mehr weiter mit ihm kommuniziere.

Na ja, die Kanzlerin hat mir jedenfalls Mut gemacht, daß wir das schaffen können –  auch diese aggressiven, religiösen, „Barmherzigen“, Hermann-Lietz-Schüler in unser Europa zu integrieren: „Unser Recht steht über Familien- Stammes- und Religionsrecht,“ gab die Kanzlerin in ihrer Rede an.

Neun Minuten Beifall.

Djd unter Arrest


Weltmeister

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Für tausend bittere stunden sich trösten, mit 120 minuten welche schön sind. seite an seite mit den argentinischen fans in der hamburger botschaft weltmeister geworden, durch boateng, ozil, semi kedira, müller, mario götze, neuer… ich witme den titel ISRAEL! deutschland ist europa, wir sind friedlich vereint, oder um es frei nach Tayyip Erdoğan zu sagen, wir sind fair im fußball, ihr seit gut im töten.

djdeutschland


Warnung

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Manchmal könnte einen die Wut da hin zurück bringen, die Flinte derer die glaubten sich notwehren zu müssen wieder aus dem Korn zu holen.


Wehrt Euch!

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NSA Affäre ~ Erhebt euch und wehrt euch. Vor über einem Jahr kamen die ersten Informationen von Edward Snowden an die Öffentlichkeit. Bisher ist nichts passiert! Seid kreativ und setzt euch der totalen Überwachung entgegen – Wehrt euch.


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Sieben Tage Später

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Die besten Obst und Gemüsehändler der Welt

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Torsten und Doris Terheyde verkaufen Obst und Gemüse wie auf dem Wochenmarkt – nur mit Dach über dem Kopf (von Miriam Opresnik erschienen im Hamburger Abendblatt vom 1.06.14 HELDEN DES HANDELS – Der Gemüseflüsterer von St. Pauli)

Nichts. Kein Ladenschild. Keine Schaufensterbeschriftung. Kein Aufsteller. Kein Straßenständer. Keine Waren auf dem Fußgängerweg. Nichts. Nur dieser schmale Eingang mit zwei Stufen. Wer das Geschäft nicht kennt, läuft erst einmal vorbei. Vorbei an dem Laden in der Paul-Roosen-Straße 5. Vorbei an dem Gemüseflüsterer von St. Pauli, wie Torsten Terheyde genannt wird. Weil er ein Händchen für Obst und Gemüse hat. Weil er nur Waren verkauft, die er selbst am Großmarkt ausgesucht, die er selbst probiert hat. Und die ihn überzeugt haben. Etwas anderes kommt ihm nicht in den Laden.

Der Laden von Torsten Terheyde, 56, und seiner Frau Doris, 50, erinnert an eine vergangene Zeit. Eine Zeit, in der Obst und Gemüse noch nicht eingeschweißt und etikettiert in Kühltheken präsentiert und an Supermarktkassen gescannt wurde. Sondern in Kisten und Stiegen lag, altertümlich abgewogen und in dreieckige Papiertüten gefüllt wurde. Sein Laden erinnert an einen Einkauf auf dem Wochenmarkt. Nur mit Dach über dem Kopf. So beschreibt es eine Kundin im Internet, wo Torsten Terheyde als „bester Gemüsehändler der Welt“ bezeichnet wird. Obwohl, oder gerade weil die Schlange manchmal bis auf die Straße reicht. Klar freue er sich, so bezeichnet zu werden. Noch schöner findet er es aber, dass viele Kinder in der Umgebung nicht „Kaufmannsladen“ spielen. Sondern „Doris & Torsten“.

Torsten Terheyde ist jemand, mit dem gut Kirschen essen ist. Mit dem man schnacken kann. Über Kartoffelsorten oder Kinder. Über Linda und Annabelle. Das sind nicht seine Kinder, sondern seine Kartoffeln im Laden. Annabelle, die Verlässliche, die konstant im Geschmack ist. Und Linda, die Sensiblere von beiden, die stark wetterabhängig und daher wechselhaft schmeckt. Wer Torsten Terheyde so reden hört, könnte denken, er spreche über seine Kinder. Seine drei Jungs, auf die er so stolz ist. Auch, wenn keiner von ihnen bisher im Laden einsteigen will. Oder vielleicht gerade deshalb. Weil sie ihren eigenen Weg gehen. Ihr eigenes Ding machen. So wie er selbst damals. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

Eigentlich ist er Kaufmann im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe, erzählt Torsten Terheyde, während er die Spitzen der Lauchstangen abschneidet und die äußeren Blätter entfernt. Sein Großvater Heinrich hat den Laden übernommen, als Torsten zwölf oder 13 Jahre alt war. Ende der 1960er-Jahre muss das gewesen sein. Genau weiß er das nicht mehr. Aber er weiß noch, wie er als Teenager im Laden Zwiebeln sortiert hat und dafür ab und zu eine Mark bekommt. Manchmal kauft er sich dafür Brausepulver, meistens spart er es. Für ein Tonbandgerät, mit dem er sich seine Musik zusammenstellt. Elvis Presley, George Harrison, Simon and Garfunkel. „Ein Jüngling“ sei er damals gewesen, sagt er und lacht. Der Lauch ist fertig, Torsten Terheyde noch lange nicht. Er hat viel zu erzählen.

Schon während seiner Kindheit in Altona sei er fasziniert von dem Hafen gewesen und habe sich gewünscht, eine Ausbildung in diesem Metier zu machen. „Eine aufregende Zeit war das“, sagt er. Ein Lebensgefühl, unbeschreiblich. Clique, Basketball, Disco. Eigene Wohnung. Wenn es dort zu kalt ist, legt er sich in die heiße Badewanne – oder zieht zeitweise zurück zu seinen Eltern. Dort ist es warm. Dort ist sein Zuhause. Dort beschließt er irgendwann, den Obst- und Gemüseladen seines Opas zu übernehmen, als dieser zu alt dafür ist. Die Selbstständigkeit habe ihn gereizt. Die Vorstellung, sein eigener Herr zu sein. Sein Ding zu machen. Auch wenn seine Eltern ihm davon abraten. Sie führen selbst bereits ein Obst- und Gemüsegeschäft und wissen, wie viel Arbeit das ist. Doch Torsten Terheyden sind die Einwände egal. Alles Banane.

30 Jahre ist das her. Torsten Terheyde hat sich verändert. Das sieht man an dem alten Bild aus den 1980er-Jahren, das ihn vor dem Laden zeigt. Mit Dauerwelle, einer Kiste Erdbeeren im Arm und einer Zigarette im Mund. Die Haare sind kurz, das Rauchen hat er vor langer Zeit aufgegeben. Doch sein Enthusiasmus ist heute der gleiche, wie er ihn auf dem alten Foto ausstrahlt. „Vielleicht ist das unser Geheimnis“, sagt er und meint: dass er jeden morgen selbst zum Großmarkt fährt. Nicht, um Obst und Gemüse einzukaufen. Sondern um Waren auszusuchen. Auszuwählen. Mit dem Anspruch, die besten Sachen zu finden. Für seine Kunden. Schließlich würden sich diese auf ihn verlassen.

Auf ihn persönlich. „Ich will damit aber nicht behaupten, dass ich etwas besser mache als andere“, sagt er. Das liegt ihm nicht. Ihm geht es nicht darum, andere schlechtzumachen. Er will kein Gegeneinander. Sondern ein Miteinander. Deswegen empfindet er die anderen 172 Obst- und Gemüseläden in Hamburg oder den gegenüberliegenden Edeka-Markt auch nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung. „Wenn es Edeka hier nicht gäbe, würden viel weniger Menschen in diese Straße kommen“, sagt er. Und überhaupt: Man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Apropos Äpfel: „Diese Äpfel sind der Knüller“ hat Torsten Terheyde auf ein Stück Pappe geschrieben. Weil das mehr aussagt als jeder Werbeslogan. Weil das seine Meinung ist. Und die wollen die Leute hören. Deswegen kümmert sich Torsten Terheyde persönlich um den Einkauf. Andere Einzelhändler delegieren diese Aufgabe inzwischen und schalten sogenannte Logistikdienstleister in der Warenbeschaffung ein. Er nicht. Weil er selbst am besten weiß, bei welchem Großhändler es die „Knüller“-Äpfel gibt und bei welchem die besten Kartoffeln. Rund acht Großhändler sind es, von denen Torsten Terheyde sein Obst und Gemüse bezieht. Acht von rund 400 Marktfirmen, die auf dem Großmarkt ihre Waren verkaufen.

Rund 1,5 Millionen Tonnen sind es jährlich. „Das entspricht einem Warenwert von zwei Milliarden Euro pro Jahr“, sagt Torsten Berens. Er ist Geschäftsführer des Landesbetriebes Großmarkt Obst, Gemüse und Blumen und beobachtet seit 2008, wie sich der Großmarkt, wie sich die Branche verändert. Nach Angaben des Deutschen Fruchthandelsverbandes werden inzwischen mehr als 85 Prozent der frischen Obst- und Gemüsewaren über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft, kaum noch über Wochenmärkte. „In Deutschland spielen die Discounter – wie Aldi und Lidl – eine besondere Rolle“, sagt Andreas Brügger, Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes, dem Zusammenschluss von Großhändlern und Importeure. Bei frischem Obst und Gemüse beträgt ihr Marktanteil bereits rund 50 Prozent. Das Problem: „Aufgrund ihrer vorherrschenden Marktstellung und des wahnsinnigen Wettbewerbs, bestimmt der Discount die Preise. Dieser Druck geht weiter auf andere Einzelhändler, Großhändler, Importeure und natürlich auf die Erzeuger in aller Welt“, so Brügger.

Er wird täglich mit den Problemen der Branche konfrontiert. Problemen wie dem Konkurrenzkampf, den täglich steigenden Kosten für Transportmittel, Energie, Zertifizierungen, Laboruntersuchungen, Verpackungsmitteln, Rückverfolgbarkeitssystemen. Demgegenüber steht ein rückläufiger Obst- und Gemüseverbrauch in Deutschland. Von 2008 bis 2013 ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse von 34,8 auf 33,5 Kilo gesunken, der Verbrauch von Obst von 46,2 auf 41,9 Kilo pro Kopf und Jahr. Großmarkt-Chef Torsten Berens beobachtet die Entwicklung mit Sorge: „Immer mehr Einzelhändler müssen aufgeben, weil sie im Preiskampf untergehen oder keinen Nachfolger für ihr Unternehmen finden“, so Berens.

Rund 5000 Einzelhändler von Obst- und Gemüsefachgeschäften, Wochenmärkten, Gastronomiebetrieben, Cateringunternehmen und Großküchen haben derzeit einen Ausweis für den Großmarkt, der mit 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für Obst und Gemüse, sowie 10.000 Quadratmetern für Blumen Deutschlands größter Großmarkt ist und dessen Einzugsgebiet sich bis nach Skandinavien und Osteuropa erstreckt.

Ab zwei Uhr morgens ist der Obst- und Gemüsebereich für die Einkäufer geöffnet. Wenn die Verkaufszeit sieben Stunden später, um neun Uhr, endet, beginnt für Torsten Terheyde die Arbeit im Laden. Die Waren müssen ausgeladen, eingeräumt und sortiert werden. Jeder Apfel, jede Erdbeere, jeder Salat und jede Paprika wird kontrolliert. Was nicht vollkommen in Ordnung ist, kommt in die Restpostenabteilung, in der die Waren zu stark ermäßigten Preisen angeboten werden. Für’n Appel und ’n Ei, sozusagen. „Da die Sachen oft nur kleine Schönheitsfehler haben, sind sie heiß begehrt“, sagt Torsten Terheyde. Stolz, weil sie seitdem kaum noch Waren wegschmeißen müssen. Stolz, weil jeden Tag 100 Kunden zu ihm kommen. Weil der Laden läuft. Brummt, wie er es nennt. Hart sei das Geschäft trotzdem, sagt er, als er darauf angesprochen wird. Weil Obst und Gemüse ein Saisongeschäft sei und er in der Hauptsaison überproportional viel Gewinn machen müsse, um über die lauen Herbst- und Wintermonate zu kommen. Um auch dann seine laufenden Kosten decken zu können. Seine Sozialabgaben, Geschäftskosten. Rund 1400 Euro sind es allein für Kranken- und Pflegeversicherung und Rente.

Seinen Stundenlohn rechnet er schon lange nicht mehr aus. „Wenn es mir darum ginge, könnte ich den Job nicht machen“, sagt er und meint: Wenn es ihm um geregelte Arbeitszeiten ginge, um ein gutes Einkommen, regelmäßigen Urlaub. Früher hat er gar keinen Urlaub gemacht, heute nur manchmal. „Weil es nicht drin ist, eine Reise zu bezahlen und gleichzeitig die laufenden Kosten zu decken – während der Laden geschlossen ist und nichts reinkommt“, sagt er. Deswegen seien die Kinder viele Jahre mit seinen Schwiegereltern in den Urlaub gefahren, nicht mit ihm. Weil er in der Zeit gearbeitet hat. Aber Torsten Terheyde will nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht. Dass die Menschen glauben, er beklage sich oder sei unglücklich darüber. Im Gegenteil: Torsten Terheyde ist glücklich. Zufrieden. „Lebensfroh“, wie er es selbst nennt. Er habe Spaß am Leben. Spaß an der Arbeit, dem Kontakt mit den Kunden. Er kennt ihre Vornamen, kennt ihre Vorlieben. Er weiß, wer lieber Linda oder Annabelle isst, wer keine Tomaten mag oder die Avocados zwei Tage im Voraus kauft und sie erst dann entsprechend reif haben möchte.

Er kennt seine Kunden – und seine Kunden kennen ihn. Viele davon schon, seit er bei seinem Großvater im Laden geholfen hat. „Deswegen nennen mich die meisten auch beim Vornamen“, sagt er. Er mag diese Vertrautheit im Stadtteil, auch wenn er lange schon nicht mehr hier wohnt, irgendwann nach Pinneberg gezogen ist. Warum er dort kein Geschäft eröffnet hat? Obwohl es dort für ihn doch viel praktischer, näher, wäre? „Weil ich nicht irgendeinen Laden führen will“, sagt er bestimmt. „Sondern genau diesen.“ Diesen Laden mit dem alten Linoleumfußboden und den vergilbten Werbeplakaten an den Wänden. Mit den Pappkartons, Kartoffelsäcken und Obststeigen. Dieser „tolle Laden“, wie ihn die Kunden nennen, und damit nicht die moderne Ausstattung meinen, sondern das Ambiente. Dieser Laden, der kein Ladenschild braucht. Keine Schaufensterbeschriftung. Keine Werbetafel. Nichts. Nur Torsten Terheyde und seine Frau Doris.

Doris, die sich kurz nach der Geburt des dritten Sohnes eigentlich nur um den Blumenverkauf im Laden kümmern wollte, dann aber ganz ins „Obst- und Gemüsebusiness“ eingestiegen ist. Auf Anraten ihrer Mutter. „Kind, lass dir doch lieber alles im Laden zeigen. Dann kannst du mal einspringen, wenn Torsten krank ist“, hat ihre Mutter damals zu ihr gesagt. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann“, sagt Doris Terheyde und erinnert sich daran, wie sie in den sauren Apfel biss und bei Torsten in die Lehre ging. Torsten, „der nicht gerade ein geduldiger Lehrer“ ist und jedes Mal neben ihr stand, wenn sie einen Kunden bedient hat.

Drei bis vier Jahre geht das so, bis die Eheleute die Aufteilung der Arbeitstage unter sich beschlossen. Damit Doris sich an „ihren“ Tagen voll ausleben konnte und Torsten mehr Zeit für die Jungs hatte. Für die Jungs, die inzwischen Männer sind. Rico, 17, der „Kleine mit der kreativen Ader“, wie Doris ihn nennt, auch wenn er schon 1,92 Meter groß ist. Timo, 24, der als Fachkraft für Süßwarentechnik tätig ist – „als Gegenpol zu unserem gesunden Kram“, so ein gängiger Scherz der Eltern. Und Marco, 28, der Wirtschaftsingenieur studiert und mit dem Doris den Laden geführt hat. Im August 2012, als genau das eingetreten ist, was Doris Mutter einst befürchtet hatte. Als Torsten Terheyde krank wird. Operiert werden muss. Wochenlang ausfällt. „Die Herzklappe war fast abgerissen“, sagt Doris Terheyde und probiert das Unbeschreibliche zu beschreiben. Den Schock, die Angst. Todesangst. Existenzangst. Irgendwann in dieser Zeit fängt sie an, Tagebuch zu schreiben. Um die Gedanken zu sortieren. Um eine Situation zu beherrschen, die sie beherrscht. „Um 4.45 Uhr holt uns der Wecker in die knallharte Realität“, schreibt sie am 22. August. Es ist der Tag, an dem Torsten ins Krankenhaus kommt und sie das erste Mal alleine zum Großmarkt fährt, alleine die Waren auswählt. Sie, die keine Ahnung vom Großmarktgeschehen hat. Sie, die gerade als Model entdeckt worden war und Modenschauen lief. Sie, die immer die Frau an Torstens Seite gewesen war. Bis sie seinen Platz einnehmen musste.

Zwei Jahre ist das jetzt her. Die Narbe auf der Brust von Torsten Terheyde ist verblasst, die Erinnerung nicht. Und das ist gut so. Denn Doris Terheyde erinnert sich nicht nur an den Strudel aus Angst und Verzweiflung. Sondern auch an dieses großartige und starke Lebensgefühl. Das Gefühl, es geschafft zu haben. Alles schaffen zu können. Wenn man an sich arbeitet und an sich glaubt. Wenn man sich auf die Menschen einlässt. „Vielleicht kommen die Leute deswegen so gerne zu uns“, sagt sie. Denkt nach, überlegt. Schweigt. Weil es vielleicht keine Erklärung gibt. Weil man den Laden vielleicht selbst erleben muss. Irgendwo in der Paul-Roosen-Straße. Dort, wo es kein Ladenschild gibt. Keine Schaufensterbeschriftung. Keinen Aufsteller. Weil dieser Laden keine Werbung braucht. Nichts. Weil er alles schon hat.