Irritation und Verwirrung

Rock

Die Montagskolumne #71 BERLIN

BERLIN BERLIN,

ICK LIEBE DIR.

DU STINKST MAL DA,

DU STINKST MAL HIER.

DIE GANZE WELT LIEGT DIR ZU

FÜßEN,

NY?

PARIS?

BERLIN LÄSST GRÜßEN!

KID


Die Vertreibung der Vertreibung

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Nach dem ‚No‘ muß das ‚Yes‘ kommen, nach der Null die Eins.

Nicht nur in Hamburg bewegt sich ‚was,
zum ersten Mal seit 1982
sind in Hamburg mit dem Gängeviertel
wieder Häuser erfolgreich besetzt worden.

Die letzte Besetzung fand in Hamburg
vor siebenundzwanzig Jahren statt;
damals, als die SAGA das Erdgeschoss
eines der Hafenstraßenhäuser zumauern lässt
und Bewohner im Gegenzug den Eingang
der SAGA-Geschäftsstelle in Altona zumauern.

Man muß nicht besonders schlau sein,
um zu begreifen, daß wir uns ändern müssen.
Statt immer mehr Natur zu zerstören,
sich auszudehnen, Land zu fressen,
müssen wir uns in den Städten verdichten
und dabei statt toxisch schönem Leerstand,
Bedingungen schaffen, die für Alle
produktiv, nachhaltig und lebenswert sind.
Das hat selbst IKEA begriffen!

Die Stadt gehört allen, denen die in ihr leben und arbeiten
und damit muß die Planung ein demokratischer Prozess sein!
Die Entwicklung einer Stadt allein Investoren und Stromkonzernen zu überlassen,
deren Interessen ausschließlich dem kurzfristigen Profit gelten,
war gestern, bedeutet Leerstand, ist ungesund
und rechnet sich nicht.

Dazu muß man sich
von immer gleichen Ritualen
und Lagerdenken verabschieden.

Der Widerstand gegen Vertreibung, gegen Gentrification,
gegen die Zerstörung gewachsener Wohnquartiere und Freiräume,
gegen Kommerzialisierung, ist längst kein Anliegen mehr
von nur linksalternativen Gruppen,
sondern er ist vielfältig geworden.
Es ist ein kultureller Impuls!

Eine Doppelseite im Hamburger Abendblatt,
auf der sich 200 Architekten und Prominente
für eine andere Stadtentwicklungspolitik aussprechen,
ist nur ein weiterer Beleg dafür.

Auch die Politik ist hellhörig geworden.
Sie kann nicht mehr auf der einen Seite
eine sogenannte Politikmüdigkeit beklagen
und auf der anderen Seite eine immer größer werdende,
dezentrale Bürgerbewegung,
die nach demokratischer Teilhabe verlangt, ignorieren.

Die Investoren Köhler & von Bargen,
die gegenüber Anwohnerinitiativen wie z.B. NoBNQ
bereits scheinheilige Zugeständnisse machen,
bedienen sich allerdings des perfiden Mittels
eines bezahlten Agent Provokateurs.

Ein ehemaliger Journalist dessen vermeintliche Gegenbewegung
alteingesessener St. Paulianer, die ausgerechnet
den Bau von 74 Eigentumswohnungen befürworten,
schafften es, obwohl sich rein gar nichts dahinter verbirgt,
unter Mithilfe der Bildzeitung kurzfristig in die Charts.

Gentrification ist sicher auch ein Naturereignis,
auch ich habe damals einen Junkie aus meiner jetzigen Wohnung ‚raus gekauft.
Wie Christoph Schäfer es so schön in dem Film von Margit Czenki
‚Abwertungskit‘ sagt:
„Kaum läuft jemand mit Dreadlocks durchs Viertel, schon steigen die Mieten“

Es geht aber um mehr!
Im Zuge der ‚Krise‘ wird immer deutlicher,
was nicht sein kann; daß einige wenige kapitalkräftige Anlagebetrüger,
der überwältigen Mehrheit, steuerlich begünstigt, ihren Willen (und ihre Villen) aufzwingen können.

Das der Senat kreativ für Milliarden der HSH Nordbank
und Prestigeprojekte wie der Elbphilharmonie virtuell bürgt
aber nicht für unsere fortschrittlich, nachhaltig,
gesunden und wirtschaftlich erfolgreichen Projekte,
ist nicht mehr vermittelbar.

Der Widerstand rollt und ist nicht mehr anzuhalten,
er manifestiert sich durch die unterschiedlichsten Menschen
und deren Projekte, nicht nur in dieser unseren Stadt.

Der Letzte Schrei der Vertreibung gegen die Vertreibung,
hat gestern Nacht in einer der dunkelsten Straßen
St. Paulis seine Pforten geöffnet:
Das ‚REVOLUTION #9‘ in der Schmuckstraße,
in dem einst auch die Beatles aßen
und das sich dadurch auszeichnet,
über mehr Hinterzimmer als Gastraum zu verfügen,
empfiehlt sich hierfür als neues, herrlich konspiratives Hauptquartier.

Insider behaupten, es solle dort tagsüber am schönsten sein…

Djdeutschland

[


Heiliges St. Pauli

Danke Sankt Pauli – weiter so!

bezirk

Also, ihr Tausende von Leuten auf der Bezirksversammlung: das war bombastisch! Danke EUCH ALLEN, ihr wimpelaufhängenden, stromliefernden, eure Wohnungen in Propagandazwischenlager verwandelnden, die Straße zum Kochen bringenden Nachbarinnen und Nachbarn; ihr wart super! Mit soviel Wucht und Energie lässt sich die Investorenarchitektur stoppen!

No BNQ!

Das überwältigende Echo auf einen kleinen Aufruf hätte uns warnen sollen, dass hier etwas Großes, Mächtiges anrollt: wir hatten bloß nach ein paar kleinen Dingen gefragt, die wir als Preise für die Kinder anbieten wollten. Doch die zum Zweck der Schatzsammlung in der Kogge aufgestellte Kiste quoll bald über vor tollen Geschenken. Hunderte! Nachbarn brachten Schmuck, Tiere, ganze Comicsammlungen, Autos, Gimmicks… Danke Euch allen!

Dank auch Dir, ungenannt bleiben wollender Limonadenhersteller, der Du 30 Tische und Bänke gesponsort hast;

und Dir, Schwabingjugend, für Kasperle und der Miethai, mit dem du unschuldige Kinderherzen aufgeklärt hast über den Zusammenhang von Recht auf Wohnen & Bonbons, behördliche Bestechlichkeit & Miethaie, Eis & Gefängnis;

superb wart auch Ihr, Gino, und die Violine spielenden Kinder der Ganztagsschule St. Pauli, mit Eurem tränenprovozierenden Unterstützungsauftritt für die räumungsbedrohte Kogge;

und natürlich Du selbst, Rock’n’Roll Kneipe Hotel Kogge, die Du immer wieder bereit warst Dein ausgefeiltes Musikprogramm von inhaltistischen Ansagen unterbrechen zu lassen (und das an Deinem Geburtstag…);

Ihr, Graue Panther St. Pauli Nord – für die selbstironische Sofainstallation und die Wachsende Ausstellung;

Du Michaela Melian für die investorenarchitekturkritische Hüpfburg, die Du im vergangenen Jahrtausend schufst und zu Füßen des damaligen Leerstands auf dem ersten vollprivatisierten Platz Hamburgs, dem sogenannten Fleetmarkt, platziert hattest, und die nun, am Wochenende des 5.9. 2009 hunderten von Kindern Spaß gemacht hat und durch ihre bestrumpften Füße inhaltlich aktualisiert wurde;

auch Dir sei gedankt, Golden Pudel Club Hamburg, der Du generös einen Generator beschafft hast um zu demonstrieren: Investorenarchitektur, wenn wir dir den Strom abziehen, sitzt Du in der Kreditklemme!

Danke euch ungenannt bleibenden zahlreichen Spenderinnen und Spender von Getränken für den Kindertresen, euch ungenannt bleiben wollenden Nachbarinnen und Nachbarn für das elegante Planungsbüro; Danke, Märchenerzählerin im DDR-Wohnwagen; Danke vielbesuchter Infostand, Wurfstand, danke, aggressive Merchandisingabteilung, Danke, Webmaster, Danke, Erfinderin der gelben Wimpel, für Idee und Durchführung, Logistik, Regie, Gesamtüberblick;

Danke dir, VOKÜ;

danke auch Euch, Ihr als Bäume verkleidete VorwerkstiftbesetzerInnen,

und Euch erst Recht, ihr als schöne alte Häuser verkleidete GängeviertelbesetzerInnen die ihr den als BNQ und Empire verkleideten AnrainerInnen übel zugesetzt habt;

Dir, Rock’n’Wrestling für ein Superposter,

vor allem aber Dir, Bühnencrew, für eine powervolle Bühne mit dem schönsten Licht je auf einem Strassenfest;

Dir Manuel Muerte (wäre man abergläubisch, würde man sagen: jetzt kann nichts mehr schief gehen, denn mit Dir begann auch Park Fiction 3) und Dir Nixe: für unvergleichliches Atmosphäreschaffen und Bezugherstellen;

insbesondere Dir, arbeitslos gebliebener Erste Hilfe Mann für die 45 jährige live-Version von Teenage Kicks um 3:30;

Dir, Straßenabsperrer; Dir, Obstgemüse spendender Ökoladen, Dir, anonymer Würstchengriller, Dir, mitten im Gewühle an Wodka Orange Versorgung Denkende; Dir, Bäcker einer vorzüglichen Orangentorte – ein Traum, Dir, Harry’s Hamburger Hafenbazar, Dir Sailor’s Inn – ihr habt super mitgespielt,

Danke dir Mieter Helfen Mieter Anwalt, Danke Euch, Zirkuskinder der GWA, Dir, wohlorganisierter und profitabler Getränkestand, Dir Störtebeker Musikzentrum, für Backup, Vermittlung und Bar; Dir, Gruppe 25 Jahre Hafenstraße, für die Ausstellung 50 Jahre Widerstand,

euch, Bands von der Ahoi-Bühne, Kosmo Koslowski, They want a Flughafen, 56 Boys, Motorfader, Gladbeck City Bombing, Johnny Blackheart & the Eliminators, St. Pauli Perlen;

dann aber auch Euch, Neighborettes, für einen extrem kraftvollen Auftritt und die Drohung wenn ihr hier baut, burnen wir the house down;

und, last but not least, euch, liebe sehr verehrte Nachbarn Die Goldenen Zitronen, die Ihr nicht nur ein Wahnsinnskonzert gegeben habt sondern auch noch genau gegenüber der Stelle, an der alles Anfing vor einem Vierteljahrhundert, womit wir hier abschließen und daran erinnern wollen, dass hier, in dieser Strasse, schonmal Barrikaden standen und erfolgreich verteidigt wurden.

Soweit muss es nicht kommen, liebe sehr verehrte Politiker und Investoren, lernen sie doch mal dazu, und setzen Sie sich in Bewegung – sonst tun wir’s für Sie. Oder dachten Sie ernsthaft, sie könnten so eine Nummer durchziehen in einer Straße in der wir wohnen?

Also: Danke St. Pauli – weiter so!

Eure Interessengemeinschaft No BNQ

PS: Das Bernhard Nocht Quartier ist noch nicht gestoppt – wir treffen uns jeden 2. Montag – das nächste mal am 21. September in der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Strasse, 19 Uhr.

Fotos von der Bezirksversammlung

Immer aktuelle Infos: www.no-bnq.org


THE LIMA CRICKET CLUBS ~ Give So Much Joy and Delight

Nicht nur ihr Fußballspiel vermag es, die Herzen der Zuschauer mit purer júbilo zu erfüllen!

Ihr neuestes Album „Give so much joy and delight“ (Aug. 2009) gehört zu dem Besten und Revolutinärsten, was Lima seit 1914 gehört hat. Die Gruppe nimmt erstmals Abstand von den miefigen Peruanischen Hutmoden und findet mit Stücken wie Browien oder Torte de Chockolate zurück zu den Wurzeln ihrer Musik auf dem harten Rasen.

So betont „schmutzig“ klingt auch suspiro a la LimeÑa – Dardos (vocals) und Natación (flutes) geben hier einen Einblick in ihr großes Können als perfekt harmonierende Libero und Stürmer. Doch der große Hit des 12er-Teams in diesem Sommer ist zweifelsohne Panqueque con manjar Blanco – unzählige Fans liegendem begnadeten Gitarristen Fronton bereits zu Füßen und wenn nun zahlreiche Neue dazu kommen, dann ist das angesichts dieses Werkes nur verständlich. Eine weltklasse Leistung bei der erfolglosesten Blogparade aller Zeiten;  „Give so much joy and delight“ (Aug. 2009)

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Elvis the King

Grab

„Er lies seine weitgespreizten
Beine schlottern

und zuckte kaum merklich mit dem rechten Knie.
Es war eine Art Mischung aus rasantem Schlurfen
und Charleston-Geschlenker.
Er grinste höhnisch, senkte seine Augenlider,
lächelte aus dem linken Mundwinkel
und zuckte mit den Hüften.“

Presley
hatte bis 1977 rund 500 Millionen LP’s und Singles abgesetzt.
Seine Fernsehshow ‚Aloha from Hawaii‘ am 14. Januar 1973
wurde über Satelit weltweit live übertragen
von etwa eine Milliarde Menschen gesehen. (Quelle: Rocklexikon)

Drecks GEMA

 

Als ich vom Münzfernsprecher

in seinem Haus, 3764 Elvis Presley Boulevard
versuchte die Fans in Deutschland zu erreichen,
erreichte ich meine Mutter.
Ich erzählte ihr das unser Jüngster gerade am Grab von Elvis,
das Laufen gelernt habe!

Ich hätte ihr auch noch von Memphis erzählen können,
der sterbenden Stadt, dem Tand,
daß wir unsere großen Zehen
vorher in den Missisippi getaucht hatten
und mit ein paar Rednecks
auf dem Parkplatz vor Graceland gekifft hatten.
Aber ich erzählte ihr nur das Wesentliche:

„Mama, Elvis lebt“


Flussfahrt gegen Gentrification

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Gibt es in der:
* Kogge,
* Hafenvokü
* Lockengelöt,
Wohlwillstraße
und natürlich auch
in Hedis Landgang,
Beim grünen Jäger


Ich will so bleiben wie ich bin

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BERNHARD NOCHT

ES REGNET KAVIAR

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HAUSPAULI

ELBETAGEN

 

DJDEUTSCHLAND UNTERSTÜTZT DIE FORDERUNG

NACH EINEM ALKOHOLVERBOT IM ÖFFENTLICHEN RAUM.

ÜBERLASST DEN ALKOHOL UND DIE SICHERHEIT 

DEN GASTRONOMEN!

 

       

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Plattenspieler

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Von Zeit zu Zeit
machen wir jetzt den Plattenspieler.
Analoges zur Echtzeit.
Es können Wünsche geäußert werden!
Den channel loaden dauert ein wenig
und es knistert.


Bevor die Glut verlischt

Bevor die Glut in dir erlischt
Verlass die Stadt
Die keine ist
Ein neuer Wundbrand in Athen
Ist an der Zeit endlich zu gehn
Nimm meine Hand
Und führ mich weg
Aus meiner Stadt
An jenen Ort
Der mich vermisst
Dort führ mich hin
Nimm meine Hand

Und bleib nicht stehn«

Gesungen von Gustav (abspielen)
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SKAMpf

Forscher waren ins SKAM gekommen,

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um zu prüfen, ob es sich
um eine besondere,
seltene Art
von Fledermäusen handelt.

Handelte es sich aber nicht.
Das SKAM („Schöne Kunst Allen Menschen“)
kann weggerissen werden.
Die schützenswerte Art,
deren Trash auf der gestrigen ‚Sotheby Auktion‘
nur ein paar Tausend einbrachte, interessiert kein Schwein.
Nicht schätzenswert.

Ein einzigartiges Kunstprojekt
von Weltrang und hoher Quallität
muß toxisch tanzenden Papier, Türmen weichen.
Der Gegenentwurf, perfekt, wird nicht einmal in Erwägung gezogen!

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Schöner Leerstand statt:

Wunsch, Wille, Wahrheit, Wirklichkeit

Wie der Dokumentarfilm von Steffen Jörg, Empire St. Pauli,
eindringlich schildert, entledigt sich Hamburg seiner Attraktionen.

Seiner Seele.

Aber St. Pauli scheint sich zu wehren.
‚Gentrification Rückwärts.‘
Gleich einem gallischen Netzwerk gegen Vertreibung
braut sich Zauberhaftes zusammen.
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Die Rechnung wird nicht aufgehen.


Erschütter deine Welt

MyTadday


Freiheit für Ronald Biggs!

Posträuber Ronald Biggs

hofft auf Gnade zum 80. Geburtstag


Hundert Tage, fünfzig Saaten * Arkansas

arkansasWir wollten nur mal kurz in Arkansas sein.
Der damalige amerikanische Präsident Clinton ist dort in ‚Hope‘ geboren.
Wir hielten einfach irgendwo am Wegesrand und versuchten einen Espresso mit dem ‚Coleman PerfectFlow“InstaStart“ 2-Burner Stove‘ zu kochen. Das klappte zunächst nicht, weil das verdammte Ding einfach nicht funktionierte.

Die einzigen ‚Arkansanesen‘ die wir zu sehen bekamen, befanden sich in der Luft mit Ultraleichtflugzeugen.
Letztendlich genossen wir unseren Kaffee und schauten ihnen dabei zu .

 

Es war ein schöner Tag.


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Little Bill



Hundert Tage, fünfzig Staaten * Hawaii

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Hang Loose‚ ein Shaka bei der die geschlossene Faust mit abgespreiztem Daumen und kleinem Finger gehoben wird, ist ein ganz allgemein auf Hawaii gebräuchliches Zeichen, welches etwa so viel bedeutet wie „Cool!“, „Locker!“, „In Ordnung!“.

Barack Hussein Obama der am 4. August 1961 in Honolulu Hawaii, dem „Aloha State“ geboren wurde nutzte diese Geste um die Abgeordneten aus Hawaii während der Parade zum Amtsantritt zu grüßen.

DjDeutschland grüßt Robby Naish
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Die Montagskolumne # 31 Konzertierte Aktion

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Am letzten Montag

hatte es mir die Sprache buchstäblich verschlagen,
unsere eine einzige Welt steckt tief in der Krise.
Humanitär, finanziell, ökologisch und wieder mal geht man die gleichen Wege,
desinformiert in alt bewährter Weise und spannt, vom so genannten Terrorismus
bis zur Kinderpornographie, das immer gleiche Netz der Unterdrückung.

Vor dem Hintergrund der unmenschlichen Kriegsverbrechen in Gaza
hat eine UN ihre Daseinsberechtigung gänzlich verspielt,
auch die Regierenden Europas wollen nur helfen, den Waffen und Lebensmittelschmuggel
in ein besetztes Gebiet zu verhindern, die Rechtlosigkeit und das wochenlange Abladen von tonnenschweren Bomben
auf eine schutzlose Bevölkerung im Gazastreifen verhindern sie nicht.

Iran ist der Hauptwaffenlieferant der Hamas im Gazastreifen,
sagen der Hauptwaffenlieferanten der israelischen Vernichtungsmaschinerie
und weil sich die ‚Terroristen‘ angeblich hinter den Kindern verstecken,
bringt man sie einfach um und verstümmelt sie hundertfach.
Wer wem das Existenzrecht verwehrt, kann ein jeder sehen,
der sich auf einer Landkarte die Entwicklung Palästinas seit 1947 anschaut.

Das Selbstmordattentat vor der deutschen Botschaft in Kabul,
in der Logik des Krieges, eine Antwort auf die Kriegsverbrechen
an der afghanisch-pakistanischen Grenze,
die mit Hilfe deutscher Aufklärung und ebenfalls unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit begangen werden,
ist nur willkommener Anlass, weiterhin auf militärische Gewalt zu setzen und weitere Kriege
und Waffenverkäufe vorzubereiten.

Die Finanzkrise, eine Folge des zügellosen Flutens der Märkte mit gedruckten Kapital,
wird mit gleicher Münze bekämpft, die Konjunkturprogramme erreichen nur die,
die diese Krise zu verantworten haben.

Auch der  Gasstreit, in Wirklichkeit eine konzertierte Aktion der Energiemonopolisten und ihrer Atomindustrie,
soll Angst machen und geradewegs in eine weitere Abhängigkeit, die von Uran, führen.
In Deutschland, das zeigt die Hessenwahl, ist man zu keinem ‚Change‚ bereit,
man hält weiter an Altem fest.
Die Gunst der Stunde nutzen, eine nationale Anstrengung, eine wirkliche Energiewende, wirtschaftliche Gerechtigkeit, die die Entwicklung der Bundesrepublik auf Jahre hin sichern könnte,
wird ein weiteres Mal verschlafen.
Schlappe dreißig Millionen hätte es gekostet in Bochum erfolgreich ein eigenes Handy zu produzieren,
jetzt ist man dort arbeitslos.
Statt Geld zukünftiger Generationen in Innovation, Energieeffizienz und lange vorhandene, bessere, umweltverträgliche Lösungen zu investieren, werden nur wieder die alten Machteliten bedient.

Was bleibt ist Amerika, dort setzt man auf Veränderung.
Diese Nation, die sich aus allen Teilen der Welt, allen Rassen, Religionen und Farben zusammensetzt,
hat bewiesen, und das ist das Wichtige, daß man sich dort der Apartheid und dem Regime von Terroristen
mit demokratischen Mitteln entledigen kann und die‘ Convention Celebration‘ am Lincoln Memorial
in Washington setzt eines immerhin frei,
Hoffnung.

DjDeutschland


Die beste Männerbar der Welt – Friedensverhandlungen

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Wir kamen zusammen

in der besten Männerbar der Welt zu Friedensverhandlungen.
Die ganze Welt war gekommen.
Wir wünschten uns allen ein gutes neues Jahr und versicherten uns
zärtlich unserer gegenseitigen Wertschätzung und Liebe, wie gewohnt.
Das Entzetzen ob der Vorkommnisse in Gaza einte uns.
Es waren keine Frauen da, erst später kam ein weißer Engel
um mich zu holen.

Spontan wurde ein Gremium gebildet.
Es bestand aus Ostdeutschland und Westdeutschland und Afghanistan.
Beisitzer Ungarn.

Westdeutschlands Vorschlag, Afghanistan solle seine Drogen behalten 
und selber nehmen und Deutschland solle im Gegenzug
seine Waffen behalten und selber nehmen,
wurde einvernehmlich angenommen!

Der Weltfrieden wurde beschlossen und per Handschlag besiegelt,
hat eine Minute gedauert.

Dj


Best of USA-Mix

Mein Tape-Deck läuft wieder,
also habe ich die alten MCs vom Dachboden geholt
und dabei den USA-Mix von Nance wiedergefunden.
Die Kassette ist über zehn Jahre alt,
die Songs drauf noch älter.

Auf unserem Trip nach Amsterdam
haben wir die noch rauf und runter gehört,
Kette geraucht und Serien fotografiert
bevor Du nach San Francisco abgehauen bist.
My Dear, I think of you… and wish you all the best!

Djunes für Nance und Djdeutschland



Djdeutschland-Starschnitt-Weihnachtskalender 2008

10. Dezember

Das zehnte Türchen Deines Djdeutschland-Starschnitt-Adventskalenders.
Mit der rechten Maustaste auf das Bild klicken.
Das Bild auf Deinem Computer speichern und anschließend ausdrucken.

Oder:
Mit Deiner Apple-Maus das Bild anklicken, gedrückt halten, auf den Schreibtisch ziehen.
Importieren nach iPhoto, von dort ausdrucken.
Stil: Ganze Seite.
Drucken.

Bilder passend aneinander geklebt und am 24. den Starschnitt in voller Lebensgröße genießen!

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21 Jahre gegen Terror

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IDEECASTROJANI


Djdeutschland Fernsehen

Tempus fugit…the wait ist immer noch nicht over!

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In eigener Sache:

Seit etwa 36 Stunden testen wir 
die Djdeutschland Echtzeitübertragung
(Livestream).

Bislang noch ohne Audiostream,
daran arbeiten wir.

Dann wird Analoges digital in Echtzeit übertragen!

Sic itur ad astra!
So gelangt man zu den Sternen.

Djdeutschland grüßt alle Utopisten!


Djdeutschland Exklusiv: Der neue Sänger von KRAAN

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>>>3.0 für Kraan


3:0 für Kraan

ms_start Peter Wolbrandt.

Müsste ich auf eine einsame Insel

und dürfte nur zehn Schallplatten mitnehmen,
dann wäre Wiederhören von KRAAN dabei.
Wären es nur fünf, wäre Wiederhören dabei,
wäre es nur eine, es wäre Wiederhören!

Die Musik von Kraan ist eines der wesentlichen Dinge,
die mein Leben beeinflußt haben.
Schon als Teenager, mit Gitarre und dem Gedanken ausgestattet,
selbst Musiker werden zu wollen,
hörte ich ihre Musik und sammelte ihre Platten.

Jetzt gab es ein Wiederhören am letzten Sonntag in der Musa in Göttingen.

Die Ankündigung, daß man zu dritt, in Urbesetzung auftreten würde;
Peter Wolbrandt (git, voc), Jan Fride (dr, perc), Hellmut Hattler (b, voc),
hatte Kraanologen aus allen Himmelsrichtungen in die Universitätsstadt strömen lassen.
Ein kurzes, freudiges Wiedersehen lang nicht mehr gesichteter Gesichter
und schon ging es los.

Ausverkauft zur besten Tatortzeit, mit ‚ANDY NOGGER‘

Hierbei war für den Kraanologen besonders verlockend zu hören,
daß die drei Musiker trotz Fehlens der gewohnten Ingo Bischof (Keyboards)
und/oder Alto Pappert (alt.-sax), vollen Druck entfallten können.

Hattler wie gewohnt Frontmann, plaudert aus dem Nähkästchen
und überzeugt durch unglaublich virtuoses Spiel;
eine Steigerung erscheint einem unerreichbar.
Er wird zu Recht nicht nur vom Rocklexikon
als einer der besten Elektro-Bassisten der Welt genannt.

Sein kongenialer Partner, der von mir so geschätzte Peter Wolbrandt,
ist in seiner außergewöhnlichen Spielweise gleichzusetzen
mit Ausnahmegitarristen wie Jeff Beck und Steve Vai.
Wolbrandt hat nun noch mehr Raum auszufüllen
und spielt seine ohnehin schon tragende musikalische Rolle fast zurückhaltend.

Wolbrandt-Bruder und Drummer Jan Fride-Wolbrandt,
sah für mein Dafürhalten noch nie zuvor so gesund aus,
rundet optimal und scheinbar unfehlbar ab, ist aber zu bescheiden,
seine Unterschrift neben den beiden Anderen
auf die von mir erworbenen Tonträger zu setzen.

Diverse Kunststücke ( ‚Nam Nam‘, ‚Vollgas Ahoi‘, ‚Holiday on Matterhorn‘ u.v.m.),
ein weiteres, noch nicht veröffentlichtes ohne Namen
und neue Stücke ‚Come Back‘, ‚Silver Buildings‘, ‚Dakkar‘, ‚Luft und Liebe‘,
‚Miracle Days‘, ‚Alles Gute‘, vom jüngsten Meilenstein ‚Psychedelic Man‘,
machen in alter KRAAN-Tradition ausdrücklich klar,
KRAAN hat seinen Zenit noch nicht überschritten.
Das letzte Stück ‚Nachtfahrt‘ versöhnte auch den letzten Zweifler.

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KRAAN, eine deutsche Band,
die seit der Schulzeit ihrer Zeit voraus musiziert,
improvisiert an jenem Abend zum Anfassen, mit bald vierzig Jahren Bühnenerfahrung,
hat ihren Arsch nie verkauft, nichts von ihrem typischen Charme eingebüßt,
ihre Akteure gehören für mich zu den wenigen Rockstars in diesem Land.

DjDeutschland grüßt Wintrup am Teutoburger Wald


Natürlich muß ins Grundgesetz, daß wir nachfolgenden Generationen kein jahrtausendelang strahlendes Erbe hinterlassen dürfen!

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Am gestrigen Montag

wollte ich meine beiden Jung’s von der Schule abholen.
Kurz vorher bekam ich vom Größeren die Kurznachricht,
daß er keine Zeit für mich habe.
So holte ich den Kleineren ab
und unsere Erkundigungen in der Klasse des Größeren ergaben,
er habe sich zu einer Demonstration abgemeldet.
Näheres wusste man dort nicht.

Wir entschlossen uns, den Weg in die Stadt zu Fuß zu gehen.
Kurz vor dem Stadttor, in der Nähe des Bahnhofs,
kam uns der große Bruder in Begleitung eines Klassenkameraden entgegen.
Sie waren beide mit Atomkraft-Nein-Danke Stickern bepflastert
und mein Sohn zog einen Vordruck aus der Tasche,
auf dem ich als Erziehungsberechtigter
mein Einverständnis für sein Fehlen in der Schule
wegen der Wahrnehmung seines Grundrechts auf Demonstration,
durch Unterschrift erlauben sollte.

Es kamen Erinnerungen in mir hoch.

Sie berichteten von der Besetzung des Bahnhofs mit anderen Mitschülern,
aus Protest gegen den Atommülltransport.
Mein noch so junger größerer Sohn berichtete euphorisch von den Vorkommnissen
und dem damit verbundenen Polizeieinsatz und einer Anzeige gegen seine Schule.

„Die, die sich auf der Strecke haben einbetonieren lassen,
waren auch da!“ „Rein zufällig.“
„Das mache ich das nächste Mal auch“!

„NEIN!“ sage ich.
„Ich schaffe Arbeitsplätze;
von zehntausend Polizeibewerbern werden nur zehn Prozent genommen.
Mehr Einsätze; mehr Polizisten“,
höre ich den Jungen schwadronieren.

Woher hat er das bloß?

„Aus einer friedlichen Demonstration heraus können schnell gewalttätige Aktionen geführt werden“,
höre ich aus mir herauskommen…
Während ich den Vordruck unterschreibe, bittet mich der Klassenkamerad,
seinen auch zu unterschreiben und gibt mir einen Anti-Atomkraft-Sticker.

Ich schlage ein gemeinsames Essen beim Inder vor,
wo wir angeregt gewaltfreie Widerstands- und Sabotageformen diskutieren.
„Schließlich sind viele Polizisten auch gegen Atomkraftwerke,“ gebe ich zu bedenken.
Es kommen noch mehr Erinnerungen in mir hoch.

„Ich habe im Gegensatz zum Ex-Außenminister Fischer
noch niemals Gewalt gegen Menschen auf Demonstrationen angewendet.“

„Höchstens Druck.“

Ich muß mir auf die Zunge beißen, um ihnen nicht von meinen ‚Kriegserlebnissen“
und den diversen Ermittlungsverfahren wegen Widerstands
oder versuchter Gefangenenbefreiung zu erzählen…
Ich kann aber einen gewissen Stolz auf die Jungs nicht verhehlen.

Abends sitzen dann die Papas in der Bar
und jeder hat viel ‚Gutes‘ von seinen Kindern zu berichten…

Heute höre ich im Radio einen französischen Wissenschaftler,
der damit beschäftigt ist, Kommunikationsformen und Materialien zu entwickeln,
die in einer Millionen Jahren Menschen darauf hinweisen können,
wo sich radioaktiver Müll befindet.

Jungs, daß nächste Mal bin ich wieder mit dabei!

Der Kampf geht weiter!

YES WE CAN!

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Bild: Djunior
DjDeutschland


Kraan live

kraan
so, 9.11, 20.00 uhr, musa, in Gö., hagenweg 2a
kraan

hellmut hattler bass, peter wolbrandt gitarre, jan fride wolbrandt, schlagzeug

Was wäre die Geschichte der deutschen Rockmusik ohne Kraan? Zweifelsohne nicht nur unvollständig, sondern vor allem um ein besonders buntes, höchst kreatives Kapitel ärmer. Kraan verschrieben sich von Beginn ihrer Karriere im Mai 1970 an einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen. Ihr Debütalbum nahmen die vier Ur-Kraaniche Peter Wolbrandt, Jan Fride, Hellmut Hattler und Alto Pappert in einer zweitägigen Studiosession auf und pflegten auch sonst den Hang zur Spontaneität. Kraan genossen auf dem stillgelegten Weidegut Wintrup am Rande des Teutoburger Waldes das Leben einer musikalischen Kommune. Ihre dritte Veröffentlichung „Andy Nogger“ verkaufte sich weltweit und wurde vom deutschen ‚Musikexpress‘ zur Platte des Jahres gekürt. Bereits vier Wochen nach Veröffentlichung in den USA rangierte das Album in den Billboard Charts auf Platz 9 der meistgespielten LPs aller US-Sender. Im Oktober 1974 wurde im Berliner ‚Quartier Latin‘ ihr Doppelalbum „Kraan Live“ mitgeschnitten: eines der herausragenden Jazzrock-Alben – bis in unsere Tage. 1975 ersetzte die Gruppe den ausgestiegenen Pappert durch den Pianisten und Mini-Moog-Spezialisten Ingo Bischof. Mit dem folgenden Album „Let It Out“ avancierten Kraan im Magazin ‚Sounds‘ zur Gruppe des Jahres. Die nachfolgende Zeit war geprägt durch Tourneen in wechselnden Besetzungen und Alben, die nicht unbeeinflusst vom geänderten Zeitgeist der Neuen Deutschen Welle kommerziell weniger erfolgreich waren. Kraan löste sich mit einem Auftritt auf der Documenta 1992 zunächst auf. Bassist Helmut Hattler setzte seine Karriere mit dem Trompeter Joo Kraus in der Formation Tab Two (1998 beim Göttinger Jazzfestival) fort, Gitarrist Peter Wolbrandt widmete sich seinem Beruf als Graphiker und Programmierer. Anlässlich des dreißigjährigen Kraan-Jubiläums reformierte sich die Band im Frühjahr 2000, spielte eine überaus erfolgreiche Deutschlandtournee und veröffentlichte neue Live- und Studioalben. Auch auf ihrer neuesten CD „Psychedelic Man“ (2007) erweist sich diese unverwechselbare Band als ein Füllhorn an Kreativität und Musikalität.

2008 besteht KRAAN „nur“ noch aus den drei Gründungsmitgliedern Peter Wolbrandt, Hellmut Hattler und Jan Fride Wolbrandt. Ihre Songs glänzen wie eh und je durch eine schwer zu beschreibende Mischung aus entspannter, fast lasziver Atmosphäre und gleichzeitig pulsierender Dynamik und klingen jederzeit eindeutig. Oft ist es ein rockiger Drum-Beat, perfekt ergänzt durch Hattlers signifikantes Bass-Spiel und kraftvolle funky Grooves, und einen geradezu weltentrückt, einen eigenen Sound und swingende Licks spielenden Gitarristen Wolbrandt, der den Zuhörer direkt ins Mark trifft. Diese Band scheint keinem Zeitschema zu unterliegen, ihre Musik erscheint „zeitlos“. (Quelle)

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3:0 für Kraan. Das Wiederhören!


Wo ist Christoph Schlingensief?

 

Schlingensief

hat mal im Beisein des niedersächsischen Ministerpräsidenten im Fernsehn gesagt,
daß man ein paar Filmschaffenden fünftausend Euros in die Hand drücken solle,
Quotenfernsehen nur noch bis Mitternacht.

„Ab zwölf Uhr wird zurückgesendet!“

Es geht nicht um Qualität, um Geschmack,
sondern darum, daß angesichts der Lage,
das was uns im Fernsehen geboten wird, nicht angemessen ist!

Der mutige Reich Ranicki hat mir aus der Seele gesprochen.
Wäre ich an seiner Stelle, würde auch ich

nicht mit euch zusammen gesehen werden wollen!

Fernsehpreis Jurymitglied Barbara Schöneberger dazu:
„Man kann nicht ins Fußballstadion zu Hertha gehen
und dann fragen, warum die Berliner Philharmoniker nicht da sind.“

Mädchen, wenn wir zu Hertha gehen, erwarten wir Bundesliga!

Djdeutschland grüßt Haik Büchsenschuß und Marcello Kaiser.