Irritation und Verwirrung

Johann

Fallrückzieher Ecke Wilhelmsburg

Juni 2010

Endlich hat die IBA Hamburg ein offenes Ohr
für die Sorgen und Nöte der Wilhelmsburger gefunden.
Nachdem auf dem IBA-Bürgerdialog am 26. Mai
von Mieterhöhungen berichtet worden ist, hat sie beschlossen,
zur Halbzeit ihres Wirkens ein viertes Leitthema „Sozialer
und bezahlbarer Wohnraum“ bis 2013 einzuführen.

Die IBA Hamburg will sich unter anderem dafür einsetzen,
dass der Bezirk Mitte für Wilhelmsburg eine soziale Erhaltungsverordnung
auf den Weg bringt. Diese verhindert, dass Wohnungen nach einer Modernisierung
teurer oder rasch in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.
Hierfür benötigt die IBA weitere Berichte über Mieterhöhungen sowie Vorschläge
für Maßnahmen zur Umsetzung des 4. Leitthemas,
diese sendet bitte direkt an: uli.hellweg@iba-hamburg.de.

LOMU findet das gut und unterstützt dieses Vorhaben mit einem Bürgerdialog 2ter Ordnung:
Am 19. Und 20. Juni 2010 ab 15 Uhr – Glastonne Am Veringhof – Wilhelmsburg.

LOMU will oben genannte Informationen sammeln:
Veränderungen der Mieten und Vorschläge zur Realisierung
des Projektes „Sozialer und bezahlbarer Wohnraum“
dokumentieren und an die IBA weiter reichen.

Um unseren Vorstellungen einen visuellen Ausdruck zu geben,
wollen wir eine Collage zur Zukunft Wilhemsburg machen –
bringt deshalb alles mit was dazu passt: Fotos, Bilder,
Zeitungsausschnitte, Kleber, Packpaier usw.

Anschließend wird gegrillt und WM private geviewed.


Die Montagskolumne #95 Bravo SPD

Doris Gross 

Mehr Demokratie wagen

Ihr habt euch ja eigentlich immer dadurch hervor getan,
in diesem Land linke Mehrheiten zu verhindern, oder zu verraten.
Ihr wart, sieht man sich einen Schröder, Clement,
oder Schily an, sogar käuflich.

Eure Frauen Ypsilanti und Dagmar Metzger taten sich
sogar durch besondere Blödheit hervor.

Das scheint sich dank Kraft geändert zu haben.
Das, was sie dort in Nordrhein-Westfalen vor hat,
sich an keiner der der möglichen Regierungen zu beteiligen,
politischen Wechsel aus dem Parlament heraus zu gestalten,
ist tatsächlich Demokratie wagen.

Und es geht um eine Mehrheit im Bundesrat!

Gaucks Kanditatur ist ein Scoop.
Die Linke pariert die Steilvorlage in den Strafraum leider nicht
und bleibt durch maximale Opposition abseits.

Wulf muß, will er nicht beschädigt werden
und weiter ein beliebter Ministerpräsident in Niedersachsen bleiben,
von seiner kleinkariertem Machtpoker entsprungenem Kandidatur zurücktreten.

Wird Gauck von einer nur ihrem Gewissen verpflichteten Bundesversammlung
überparteilich gewählt, ist das ein Sieg der Demokratie.

Auf den kommt es jetzt an, denn will man wirklich etwas verändern,
muß Frau mehr Demokratie wagen.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #71 BERLIN

BERLIN BERLIN,

ICK LIEBE DIR.

DU STINKST MAL DA,

DU STINKST MAL HIER.

DIE GANZE WELT LIEGT DIR ZU

FÜßEN,

NY?

PARIS?

BERLIN LÄSST GRÜßEN!

KID


Nehmen wir sie beim Wort

Titanic2

Westerwelles Mut zur Verantwortung

klingt wie Pfeifen im Wald, billig wie ein neues App,
das, wenn man den Strom abschaltet, wieder verschwunden ist.

Wir müssen es auf unsere Fahnen schreiben
und sie daran hindern, zukünftige Generation zu belasten.
Denn alles, was die neue Regierung in ihrem Koalitionsvertrag verheißt ist,
weiter zukünftige Generationen für das bezahlen zu lassen,
was wir heute verzapfen.

Man muß die Freiheit in unserem Land verteidigen, nicht am Hindukusch!
Wer jetzt nicht sofort abschaltet und aufhört,
weiter Atommüll für Millionen von Jahren zu produzieren,
dessen sichere Endlagerung ungeklärt ist und bleibt,
der agiert kriminell.

Der will nichts verändern, sondern nur alte Machtstrukturen stärken.
Lösungen verhindern, und in den Schubladen verschwinden lassen,
die schon lange vorhanden sind
und den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes,
Europas, der gesamten Welt gewährleisten könnten.

Wir brauchen kein krankes Gesundheitssystem,
daß mit viel zu teurer Diagnostik an Krankheit verdient,
sondern ein gesundes, welches an Gesundheit verdient!

Wir brauche keine überbordende Arbeitslosenindustrie
deren Abwrackprämien und milliardenschwere Verwaltung,
sondern eine neue Definition von Arbeit,
den kulturellen Impuls eines Grundeinkommens,
das den Arbeitsmarkt regelt, damit sich Arbeit wieder lohnt!

Die einzige Ressource die unendlich vorhanden ist, ist Geld.
Wo ist die weltweite Börsentransaktionssteuer,
die Milliarden wenn nicht Billionen einspielen könnte,
und ohne daß dieses irgend jemanden jucken würde,
unser aller Ressourcen gerechter verteilt?

Djdeutschland


Die Montagskolumne # 66 Bad Haushalt

robyn_cumming_02
Robyn Cumming

Es ist unsere Schuld!

Es liegt nicht an Angela Merkel, Guido Westerwelle
oder Horst Seehofer, daß sich wieder nichts ändert.
Es liegt in uns selbst, die wir noch wählen können
oder eben nichtwählen.

Bezahlen werden zukünftige Generationen.
6.000 Generationen werden allein für das Erbe
einer verfehlten Energiepolitik bezahlen!

Gelb hat gelogen, die Welt will belogen werden.
Wie trotz der Schuldenbremse und ohne radikale Umsteuerungen
Spielraum für vor der Wahl versprochene Steuersenkungen
geschaffen werden sollen, bleibt ein Rätsel.

Dabei gäbe es jede Menge liberale Ideen,
statt der Banken, die Welt zu retten

Statt für virtuelle Luftgeschäfte von Banken zu bürgen
lieber in die eigenen Menschen zu investieren,
neuen Ideen, Technologien, Bildung zum Durchbruch zu verhelfen.

Die bei weitem höheren Umweltreperationen
zu vermeiden, nachhaltig das Wachstum Aller zu garantieren.
Die Stärkung der Binnenkonjunktur?
Monopole abschaffen!
Weg mit Subventionen, kalter Progression.
Ein freier Markt, ein freier Wettbewerb!

Fühlt sich eine Gesellschaft sicher,
investieren die Menschen mehr, geben mehr aus,
werden Arbeitsplätze geschaffen, Kinder geboren –
Steuereinnahmen sprudeln.

Man hofft weiter auf Exportweltmeister Deutschland, den es gar nicht gibt.
Liefert weiter Waffen und Milchpulver an die Ärmsten der Welt,
die ganze Technik rund um den Globus,
die gebraucht wird, um den globalen Müllwahnsinn
am laufen zu halten.

Daran verdienen viel, nur Wenige
und die zahlen ihre Steuern nicht in Deutschland.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #64 Wer hat uns verraten

joshua_dalsimerJoshua Dalsimer

Kurz hatten wir geglaubt,

man könne sich von der SPD endlich verabschieden
und sie durch Die Grünen ersetzen.

Aber es scheint zu stimmen, was man in Hamburg sagt:
„Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten,
wer verrät uns schneller – GAL’er“

Die Grünen sind längst die Partei der Besserverdiener
und haben Angst vorm roten Mann.
Für einen Richtungswechsel stehen sie nicht,
nicht in Thüringen, nicht im Saarland und auch nicht in Hamburg.
Sie ignorieren, wie eine SPD, den Willen der Wähler.

Sie stehen für einen Krieg in Afghanistan,
der in Pakistan stattfindet und weder hüben noch drüben
demokratisch legitimiert ist, fordern aber Neuwahlen im Iran.

Geheime U-Boot-Waffenlieferungen an Atommacht Israel
und an Atommacht Pakistan dessen Militärhauptquartier
mal eben 24 Stunden unter Taliban Kontrolle stand,
werden nicht kritisiert.

Man reiht sich ein in den Chor derer,
die die Vergangenheit der SED Nachfolgepartei erinnern
und vergisst dabei zu erwähnen,
daß diese Republik von NS-Größen wieder aufgebaut wurde,
die die CDU gegründet haben.

Man macht lieber mit denen los,
die Atomkraftwerke weiterlaufen lassen,
um eine konsequente Umsteuerung
in der Energiepolitik zu verhindern.

Man stärkt die alten Energiemachtkonglomerate,
die uns weiter bescheissen und bei denen
die Exgranden der Grünen heute
gutbezahlte neue Tätigkeitsfelder gefunden haben.

Und bei Ideen der FDP, wie Bürgergeld
zuckt ihr richtig zusammen, ihr Lehrer.
Das bedarf nämlich nicht nur einem gerechteren Steuerrecht,
sondern vor allem der Änderung des Beamtenrechts!

Sind wir auch keine Sozialisten,
wählen wir doch lieber die mit den roten Socken,
die das Maul aufreißen und uns das Kiffen erlauben,
anstatt in rosa Strumpfhosen legal weiter Zuckerwasser zu saufen.

Djdeutschland


Die Montagskolumne # 63 Gib den Früchten noch zwei volle Tage

50-1

Herr: es ist Zeit.

Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke