Irritation und Verwirrung

Offener Brief an Wolfgang Niedecken

Lieber Wolfgang!

Durch Dich habe ich das Ausmaß erst richtig erkannt! Gerade hatte Dich der Schlag getroffen und Du konntest Deine angekündigte Tournee nicht spielen, da wollte ich Dir ‚Zehnter Juni‘, als musikalischen Gruß, ‚Plant mich bloß nit bei üch inn‘, ins Netz stellen und für Dich (umsonst) werben. Doch die GEMA verwehrte mir den Zugriff auf dieses deutsche Kulturgut! Also ist Papa hin zum Plattenschrank, da wo fast alle Deine Platten stehen (jede einzelne bezahlt) und hat die LP- ‚Vun Drinne Noh Drusse‘ gezogen‘ und sie abgespielt. Ich kann sie abspielen wann und so oft ich will, nit für Kooche würde ich mir das verwehren lassen!

‎Doch was lese ich nun im HANDELSBALTT , „Niedecken hält nichts von Piraten-Nerds“: „Damals ging es um Ökologie und Abrüstung, heute darum, wie man unentgeltlich an das geistige Eigentum anderer kommt.“  Was ist das denn? Ist jetzt Kristallnaach? Hat der unter dem Beitrag kommentierende Ostpirat recht wenn er schreibt: „(…) dass Wolfgang Niedecken sich nicht einmal 5 Minuten Zeit zu nehmen scheint, um das Programm der Piraten und deren Äußerungen genau zu untersuchen.“ Stimmt das etwa, oder pisst Du nur ein P in den Schnee und fällst lallend vot Lässigkeit um?

Gehörst auch Du etwa zu den Unterzeichnern des Aufrufs der „Musiker und Intellektuellen“ die sich, ohne das es ihnen irgend jemand, jemals je abgesprochen hätte, sich der Abschaffung des Urheberrechts entgegenwerfen? Du machtest Dich damit zum Idioten! Die GEMA verdirbt es sich mit einer ganzen Generation! Hattest Du Dich nicht auch den geistigen Erzeugnissen eines Bob Dylans bedient und wäre da nicht etwas Demut angesagt? Oder wie Christian Ziegler in seinen ‚‎Sechs Gründen für eine Überwindung des Konzeptes vom ‘geistigen Eigentum’ schreibt: „Jeder, der mit seinen geistigen Erzeugnissen geizt, lebt auch von anderen, die das nicht getan haben. Das gegenwärtige Urheberrecht belohnt nicht geistige Leistungen, sondern die Fähigkeit, sich geistige Leistungen schützen zu lassen.“

Wie küsste dir vüür? Bist Du der Wellenreiter, ein rollin‘ stone geworden, BILDest Du Dir jetzt Deine Meinung? Hast Du überhaupt begriffen, daß sich in ganz Europa radikale Parteien in die Parlamente schleichen und sich hier bei uns in Deutschland, gerade durch die Piraten – die Nerds,  eine neue Mitte bildet und dafür Zeit braucht? Hast Du Dich wirklich einmal mal mit ACTA, mit der ‚Datenfee‚ beschäftigt? Findest Du es wirklich gerecht, daß Feinde der Kunst, mit Scheiße so viel Geld verdienen? Sollen wir eine Mixed-Tapes Offensive MIT HILFE AFRIKAS STARTEN?

Ich bin ein ächter Bewunderer Deiner Kunst, ich bin schwer dafür das Leute wie Du Geld mit ihrer Musik verdienen, es tut mir unendlich leid, daß durch die „unzähligen Neuproduktionen auf dem Markt“ Deine Verkaufszahlen zurückgehen. Aber ich bin sicher, dass Du, wenn Du Deinen Mind öffnest und wieder richtig frisch im Kopf bist, Deine Meinung noch ändern wirst. Ein bisschen weniger alte Gitarre sammeln und nicht so viel in die Ferne schweifen, dann kannst auch Du an Original-Schauplätzen ein paar Originale produzieren – vielleicht auch ohne Strom – die wir haben müssen! Ich würde Vinyl kaufen.

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg wünscht Dir

Dein Fan Djdeutschland

Und untendrein:  „’Geistiges Eigentum’, ebenso ‘Enteignung’ oder ‘Raub’ sind lediglich polemische Metaphern in diesem Zusammenhang. Eigentum gibt es in unserer Rechtsordnung nur an SACHEN, zum Raub gehören Drohung oder Gewalt. Die Frage, ob es SINNVOLL ist, Urheberrechte als ‘eigentumsähnlich’ zu konstruieren, kann und sollte man ergebnisoffen erörtern und diskutieren – statt diese Frage durch moralische Drohgesten verhindern zu wollen.“

13 Antworten

  1. KRAMMpfader

    DJ Driss wäre der passendere Name ;-)…

    September 20, 2012 um 1:29 pm

  2. Woher kommen Ihr Künstlerhass und Ihre faschistoiden wie sachlich unbegründeten Gedankenspiele, DJ DEUTCHLAND? Sind Sie neidisch, weil Wolfgang Niedecken erfolgreicher ist als Sie? Glauben Sie, Wolfgang Niedecken hätte Bob Dylan einfach so „geklaut“ ohne faire Einverständnis? Hat die Gema jemals irgendeinen Zugriff auf irgendein Kulturgut verwehrt? Informieren Sie sich oder suchen Sie die Gründe Ihres Hasses bei sich selbst, denn die Zeit, in der Sie ein Forum für soetwas gehabt hätten, ist einige Jahrzehnte vorbei.

    September 20, 2012 um 1:42 pm

  3. josef greubler

    Du nennst die Piraten die neue Mitte? Geht´s noch? Meine Meinung: Ich kann über Deinen Blog nur lachen. Es werden sich noch ganz andere Künstler öffentlich zu Wort melden. Nur weil Du Fan einer Musik bist brauchst Du nicht denken, dass Du im Schwarm jeden Kreativen unter Druck setzen kannst. Irgendwann ist Schluss. Ich glaube, dass die sich nun endlich aufmachen und reden werden, zu Recht. Die Piraten haben in bester Manier aufgezeigt, was geschieht, wenn sich solche Narzisten wie Schramm, mit illegalen Geschäftsmodellen kreuzen, entern wollen, was anderen gehört, aber selbst nichts herzugeben bereit sind – wenn Leute Jugendlichen etwas versprechen wollen, was sie anderen wegnehmen, nur um an die Macht zu kommen. Die Piraten haben sich ihr eigenes Leck in ihr Schiff gegraben und aus meiner Sicht kann mir gar nicht so langweilig sein, dass ich mir das auch noch reinziehen würde. Sie haben so viel Schaden für die Kunst und Kultur in diesem Land angerichtet, wie es keine andere Partei zuvor geschafft hatte. Die ganze Aufforderung dass alle Künstler nach der Freibierpfeife zu tanzen haben ist einfach nur noch „ekelhaft“, da hilft auch kein Schönreden. Man kann sich da nur noch für solche Egoisten fremdschämen. Josef

    September 20, 2012 um 2:37 pm

  4. Was ist denn mit Ihnen los Herr Greubler, warum diffamieren Sie, warum beleidigen Sie, haben Sie etwas falsch verstanden, oder falsch gelesen? Oder treffe ich etwa ins Schwarze? Ich liebe Wolfgang Niedecken, er ist ein großer Deutscher, ich will das er Geld verdient! Ich habe alle seine Platten, ich habe nie ein Bite im Netz heruntergeladen. Deswegen kann ich es nicht ertragen, das Wolfgand Niedecken Stuss redet. Mit der Bob Dylan Anleihe meinte ich vordergründig Image. Die GEMA ist schon jetzt rein technisch Geschichte und hat es sich mit einer ganzen Generation verdorben… Danke für Ihre Kommentare! Herzlichst Dj

    September 20, 2012 um 3:24 pm

  5. josef greubler

    Bei mir ist alles in Ordnung, Herr „DJ Deutschland“. Aber ich frage mich wie Sie zu ihrem Pseudo-Namen gekommen sind? Ausserdem habe ich Sie weder beleidigt, geschweige denn diffamiert. Ich habe alles verstanden, was ich da gelesen habe und mich über eine allgemeine Tendenz in gewissen Kreisen geäußert, die ich ekelhaft finde. Da kann ich Herrn Niedecken nur beipflichten, der nennt es halt furchtbar. Sie aber schreiben einen offenen Brief an einen mit Namen betitelten Künstler und werfen ihm vor, da er die Piraten nicht mag, er habe also keine Ahnung und mache sich zum Idioten, soso. Sie bestätigen exakt den Shitstorm, den er mitunter kritisiert. Das und anderes, was Sie schreiben, ist vielmehr eine Beleidigung gegenüber Herrn Niedecken.

    Es ist eine Tugend auch einmal auf die eigenen Fehler zu schauen, Herr DJDeutschland.

    Meine Frage ist daher vielmehr: Was ist eigentlich mit Ihnen los? Nur weil sie seine Musik mögen, muss er nicht ihrer Meinung sein, insbesondere bei einer Partei, die ihm persönlich ans Eigentum will. Er gehört Ihnen nicht und erst recht keiner Allgemeinheit. Er hat die Haltung der Piraten zum geistigen Eigentum kritisiert, die Nerds und den Shitstorm, das Mobbing gegen Andersdenkene und das ist logisch. Und da hilft auch kein leugnen, dass das niemand wolle. Das passiert täglich. Ich habe hier lediglich mitgeteilt, was ich davon halte, dass eine „Generation“, wie Sie sagen, der Sie meinen anzugehören, glaubt, es uncool finden zu dürfen, wenn der Musiker, dessen Musik sie hören, die Piraten uncool findet, oder sein Eigentum nicht verschenken will und sich erlaubt Gema-Mitglied zu sein. Und dann anonym auf dem Musiker in aller Art und Weise rumhackt. Mit Verlaub, die Gema ist eine Vereinigung von Urhebern und es steht ihnen zu sich im Interessensverband zu organisieren. Und: Glauben Sie wirklich, Herr Niedecken wäre vor Ihnen auf die Knie gefallen, weil sie einer seiner Scheiben kostenlos zu seiner Werbung ins Netz gestellt hätten? Was ist denn das? Vielleicht sollten sie mal vorher fragen was einem Künstler genehm wäre? Was glauben Sie denn wer Sie sind, etwa ein Gönner, oder Mäzen? Der Mann ist ein Könner und arbeitet hart und sie geniessen seine Musik, andersrum wird ein Schuh draus. Und so ganz nebenbei und zur derzeitig überwiegenden herrschenden Nerd-Mentalität: Dass es faul und egoistisch ist zu meinen, nur weil man sich als eine „Generation“ des Netzes betrachtet, diese zum Nabel der wirtschaftlichen und ethischen Welt zu machen und sich dadurch einer anderen Generation technisch überlegen meint und Künstler mit Shitstorm überzieht, wenn dieser nicht gewillt ist sein geistiges Eigentum legal, illegal, allgemein, privat, oder kommerziell herzuschenken, darf ich ruhig als „ekelhaft“ bezeichnen. Zudem: Was hat bitte 1. die Gema mit der Tatsache zu tun, dass im Moment das Urheberrecht mehr Schutz im Netz braucht und Niedecken die Piraten ablehnt? Das gilt für fast alle erfolgreichen Verwerter, Autoren, Erfinder, Urheber, wissen Sie das eigentlich? Dann haben es also scheinbar fast alle Kreative mit einer Generation verschissen, weil all diese Leute ihr Geld wollen? Und 2. – und das finde ich um so erstaunlicher – wieso ist es für Sie so bedeutend, dass Niedecken ein „großer Deutscher“ ist, Herr DJ Deutschland? Ich hätte nun vermutet, Sie hielten ihn für ein großen Menschen, aber nein, er ist vor allem ein „großer Deutscher“ und Sie sind vor allem der DJ von Deutschland.

    Sind Sie etwa die Generation, die der Auffassung ist über diejenigen urteilen zu dürfen, die noch und schon vor dem Netz und vor Ihnen existiert haben und es normal finden für ihre Arbeit entlohnt zu werden? Denn sorry, die Piraten sind keine neue Mitte für alle, das sind, so sehe ich das, leider Ultrakapitalisten und wollen den Künstlern Geld wegnehmen – sie lehnen das geistige Eigentum als veraltet ab und behaupten, dass Coyright for Losers ist – das war im Mittelalter so – schon vernommen? Ich meine vielmehr: Die Piraten haben es sich innerhalb einem halben Jahr mit mehr als einer Generation verscherzt, weil sie zu oft reden, bevor sie denken und zu oft in Halbwissen schwelgen und dann in Missverständnissen kapitulieren, wenn man ihnen das Ende der gedanklichen Fahnenstange aufzeigt. Die Umfragezahlen sinken rapide, wie z.B. in Niedersachsen zu sehen und das mag vielleicht auch mitunter daran liegen, dass sie Künstlern etwas wegnehmen wollen, was nicht ihnen gehört und erst recht nicht dem Verbraucher. Und ich möchte nicht mal darüber nachdenken, was ihre „neue Mitte“ für verbalpolitische Verrenkungen durchführen wollte, nur um ein Kriegsspiel als offizielle Sportart deklarieren zu wollen, damit vielleicht jemand aus ihrer „Generation“ diese Partei cool findet. Die Piraten sind für mich vielmehr die Vertreter der Bespassungsfraktion, die, die glaubt, es gäbe nichts, ausser das Netz, und da würden alle anderen wirtschaftlichen Regeln und jedwedes Gesetz ausser Kraft gesetzt.

    Sie scheinen nicht zu verstehen, dass man bezahlt für das, was man nimmt, nicht nur dann, wenn man es gefällt. Kein Künstler muss ihnen dafür dauerdankbar sein, dass Sie ihn für seine Arbeit bezahlen, damit Sie was davon haben. Wissen Sie was? Kaufen ist normal. Schon davon gehört? Mein Tip: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht warum Niedecken die Piraten Partei so furchtbar findet? Andere schon.

    So nebenbei: Man schreibt das Wort „Netz“ ohne t, nach dem z. Das müssten gerade Sie wissen.

    Herzliche Grüße

    September 21, 2012 um 2:07 am

  6. weaver

    Herr Greubler,

    wollen sie wissen, wie man das Problem der Netz-Piraterie beenden könnte und sich das mit den politischen Piraten ganz von selbst erübrigen würde? Sie müssen sich nicht angesprochen fühlen, aber Konzerne, Verwerter und Politiker, die über Urheberrechte entscheiden, sollten es.

    1. Hören Sie auf, die Leute zu beschimpfen, die sich Musik mit alternativen Mitteln beschaffen

    2. Schaffen Sie DRM ab (dazu muss man das mit dem Digital erst mal kapieren und etwa Vinyl pressen, wer nur Daten herstellt, darf sich tatsächlich nicht wundern, wenn die benutzt werden, die sind nämlich quasi zum Kopieren geschaffen!!)

    3. Hören Sie auf, zahlende Kunden wie Kriminelle zu behandeln

    4. Hören Sie auf, eine Genration, die Technik besser versteht als Sie, zu diffamieren

    5. Hören Sie auf, Anti-Piraterie-Gesetzte zu verabschieden, (die vor allem durch die Hintertür noch eine Reihe Überwachungsmeschannismen ins Netz schleusen wollen)

    6. Lassen Sie diesen verdammten Rechtstsreitigkeiten fallen

    7. Hören Sie auf, die Menschen absichtlich in die Irre zu führen und sie glauben zu machen, eine schöne menschliche Eigenschaft (Sharing) sei falsch.

    Ich finde besonders den letzten Punkt interessant, scheinen die meisten Menschen, die sich für „geistisges Eigentum“ (ein großer linguistischer wie moralischer Unsinn, wenn man mal länger als 5 Min darüber nachdenkt) aussprechen, einer sehr egoistischen Generation anzugehören, in der es immer EINEN Gewinner geben kann. (das ist nämlich IHRE wirtschaftliche Regel, die sehr kurzfristig ansetzt)

    Aber in der Tat ist es schwierig, sein Weltbild zu verändern und Tauschhandeln oder Copyleft als gegenseitigen und gleichsam gesellschaftlichen Nutzen zu begreifen, der allen zu Gute kommt, anstatt als Diebstahl…das ist nur im Schweine-Kapitalismus so, wo man ständig konsumieren muss, damit die zehn Prozent Reichen noch reicher und wir noch abhänger werden – lesen Sie mal den aktuellen Wohlstands-Bericht der Regierung dazu, der genau das aussagt.

    Wussten Sie eigentlich, dass unter der Gema viel mehr kleine Kultur-Unternehmer leiden, als privat Hörer, also etwa Theater, Filmemacher und Musik-Veranstalter, die Menschen wie Herrn N. zu Auftritten verhelfen. Aber für Live-Auftritte waren sich Musiker der oben beschriebenen Generation ja auch lange zu schade, bis sie bemerkten, dass sich die digitale Scheiße nicht mehr ausreichend verkauft, um die Gema-Künstler zu bedienen.

    Die Gema vertritt vor allem die Interessen der Großverdiener, nicht die der kleinen Künstler, über kurz oder lang haben wir damit das Leben ein paar Dieter Bohlens abgesichert und der Rest der Musiker darf weiter für eine 3,50-Gage klimpern und seinen jährlichen Beitrag abdrücken. Befassen Sie sich mal mit den Strukturen dieses Ladens, dann werden Sie auch über seine wirklich undemokratischen Entscheidungsmechanismen stolpern.

    Es gibt Sharing-Modell wie Spotify (Schweden, wo die Piraten ja ursprünglich auf’s Land kamen), die den Künstler pro Stream (als Datenfluss zwischen Server und Client) entlohnen (auch direkt, wenn nicht über Verwerter verteilt wird) und der Nutzer sich aussuchen kann, ob er dafür Werbung erträgt oder einen kleinen monatlichen Betrag zahlt. In Ländern, wo man sich nicht mit der Gema rumärgern musste, ist Spotify bereits lange erfolgreich; beispielsweise bezahlen bereits etwa 30 Prozent der schwedischen Nutzer den Dienst.

    Und denken Sie doch dann auch noch mal darüber nach, was man wirklich nimmt, das sind Nullen und Einsen, das ist nicht die Arbeit von Herrn N. sondern der Leuten, die das Netz weben… schließlich dürfen Sie hier ja auch kostenlos lesen und kommentieren und man freut sich darüber und redet mit Ihnen:)

    Bestens!

    September 21, 2012 um 12:20 pm

  7. Doppel-Like weaver!

    September 21, 2012 um 2:33 pm

  8. josef greubler

    Weaver: „wir“ sind weder Gieranwälte, noch dafür verantwortlich, dass Sie sich kriminalisiert fühlen, wenn Musik nicht kostenlos zu holen ist. „Wir“ sind normale Menschen, nicht nur Künstler – davon gibt es ganz, ganz viele. Bitte informieren Sie sich über strafrechtlich relevanten Begrifflichkeiten einer Diffamierung. Nichts davon steht in meinem Kommentar. Ich äußere wie Sie meine Meinung, und wie Sie, behaupte ich auf anderer Seite wird durch öffentlichen Druck kriminalisiert, nämlich an Verwertern und Künstlern. Wenn Sie ein Schlaraffenland fordern wollen, dann empfehle ich einen Roman zu schreiben und ihre Wünsche einer technisch rechtsfreien Welt mit allen kostenlosen Waren dort der Öffentlichkeit anzubieten. Was Sie da alles aufschreiben ist ihr Problem, nicht das der Urheber, die berechtigte Entlohnung erwarten dürfen. Technik ist das eine – es ändert aber nichts am Grundrecht und an der Realität der Wirtschaftlichkeit einer Gegenleistung auf Ware. Sie dürfen natürlich selbst gerne ab sofort, jederzeit und allerorts kostenlos, für das Allgemeinwohl ihre berufliche Lebenszeit damit verbringen andere zu beglücken, zu bedienen, zu informieren, zuzuarbeiten und ihre Berufskraft zu verschenken. Aber Freiheit hört da auf, wo sie andere in ihrem Grundrecht beschneidet. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    September 21, 2012 um 9:17 pm

  9. Ich denke es kristallisiert sich immer mehr heraus, daß es sich bei Herrn Greubler um einen nachquatschenden und beratungsresidenten Wutmenschen mit festem Weltbild handelt. Er ist zu einen fruchtbarem, Ergebnis offenen Diskurs nicht fähig, will ihn wahrscheinlich auch gar nicht. Das Leben wird den Zuspätkommenden bestrafen. Wir jedenfalls sind jetzt schon, mit der selbstlosen Weitergabe von Information reich geworden.-)

    September 21, 2012 um 10:34 pm

  10. “Daran erkenn’ ich den gelehrten Herrn! Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern, Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar, Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr, Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht, Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.”

    September 21, 2012 um 10:57 pm

  11. weaver

    Ich fühle mich weder kriminalisiert noch diffamiert Herr Greubler, keine Ursache und ich schenke Ihnen hiermit noch eine Antwort.

    Es tut mir von Herzen leid, wenn sich ein kleiner Künstler wirtschaftlich unter Druck gesetzt fühlt, statt sich zu freuen, wenn viele seine Musik hören wollen…ich würde aber auch vermuten, dass der Herr N. keine Geldprobleme hat und zu den 10 % Bohlens in der Gema gehört.

    Statt die Technik und das Netz zu verdammen – das ist wie es ist, ganz ohne utopischen Roman ein Medium, in dem sich Daten nun einmal schnell und einfach verbreiten lassen – würde ich einem Musiker daher noch mal raten, Vinyl zu pressen und live aufzutreten, also eine konkrete Ware zum Kauf statt Nullen und Einsen anzubieten.

    Im Gegensatz zu den ganze Webdesignern und Journalisten, deren Werke hier auch hin und her getauscht, kopiert und vervielfältigt werden, sind die Musiker die einzigen, die sich lauthals beklagen, und es sind meistens auch noch diejenigen, die es sich tatsächlich leisten könnten, ihre Musik zu verschenken. Aber offenbar haben der Kapitalismus und seine Schergen ihnen den Spaß daran schon lange verdorben:(

    Das Grundrecht auf Eigentum, was Sie wahrscheinlich meinen, will ich ebenfalls nicht antatsten, aber bezweifeln, dass ein Werk, das dazu erschaffen wirde, es mit der Allgemeinheit zu teilen (Musik, Literatur…) im Sinne des 14. Artikels zu bewerten ist. Wie bereits gesagt, halte ich den Begriff des Geistigen Eigentums für mehr als fragwürdig…

    Viele Grüße, W.

    September 22, 2012 um 9:29 am

  12. Unglaublich wieviele Schmarotzer und Billigheimer hier ein Statement abgeben. Jeder Idiot kann doch behaupten Niedeckens Platten zu besitzen. Klingt gut….ob es aber so ist ? Ich sage nein, es wird nur so dargestellt. Man will einfach nur zeigen,schaut,wenn mir was gefällt dann kaufe ich das auch ! Hmm, ja, behaupten kann das doch jeder….ich vermute das Gegenteil !

    September 23, 2012 um 3:12 am

  13. Pah, komm doch vorbei und guck nach! Verstanden worum es geht hast Du nicht. Die Meinungsfindung mit dem Pöbler und seinem festem Weltbild gestaltet sich immer schwer.

    September 23, 2012 um 10:45 am

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