Irritation und Verwirrung

Reifeprüfung

Das Schlimmste, was passieren kann,

ist, sich vom Feind das Gesetz des Handelns aufdrücken zu lassen. Mit diesem Ausschluss haben die Piraten sich der verlogenen Doppelmoral ihrer politischen Konkurrenz unterworfen. Man lacht sich jetzt in den anderen Parteien kringelig.
Der Mensch unterliegt Wandlungen, niemals wacht am nächsten Morgen der Mensch auf, der am Vorabend zu Bett gegangen ist. Insofern ist die Begründung für den Ausschluss, er hätte verschwiegen, in Jugendjahren NPD Mitglied gewesen zu sein, eine Negierung menschlichen Seins. Es wird davon ausgegangen, das politische Meinungen sich Nie – Niemals ändern. Das ist bestenfalls weltfremd.

Hinzu kommt – ob es einem passt oder auch nicht – das die NPD nun einmal eine zu Wahlen zugelassene Partei ist. Ob es einem gefällt oder auch nicht gefällt, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Denn gegensätzlichen Meinungen tritt man im politischen Disput gegenüber. Bei den Piraten nicht. Dort tritt – so muss man nach diesem Ausschlussverfahren schliessen – die Brandmarkung und Exklusion an Stelle der Diskussion. Womit der politische Gegner seine Ziele vollständig erreicht hat.

Die Piraten haben offen demonstriert, das die Debatte bei Ihnen nachrangig ist, sie haben sich weiterhin mit einem der billigsten Tricks aus der Mottenkiste fremdbestimmen lassen.
Wenn dies schon klappt bei einem kleinen Kreistagsabgeordneten, um wieviel mehr wird das erst in den Länder- oder gar im Bundesparlament klappen?

Teile und herrsche ist das Motto unserer Parteiendiktatur und ich werfe den Piraten ein Schwerstverbrechen vor, nämlich die Dummheit, sich teilen und beherrschen zu lassen.

Nunmehr kann man sie höchstens noch als politisches Mittel sehen, um bestehende Machtkonstellationen zu stören, als politischer Faktor der Aufklärung, der Demokratie und des gemeinsamen Ringens um die bessere Meinung, den besseren Standpunkt, haben sie gerade den Offenbarungseid abgeliefert.

Womit sie eine weitere Reifeprüfung ablegten, auf dem Weg zu einem ordentlichen Mitglied unserer Parteiendiktatur.
R.I.P. Piraten.

Christian Angersbach II

3 Antworten

  1. Gerald

    Blödsinn.

    Er wurde rausgeschmissen, weil er seinen Aufstellungsparteitag angelogen hat und nur deshalb. Und dieses Ausschlussverfahren wurde lange vor der derzeigen Debatte gestartet.

    Ihn rauszuschmeissen ist einfach die richtige Entscheidung, um klarzumachen daß Lügen folgen hat.

    LG

    Gerald

    April 25, 2012 um 12:28 pm

  2. Vielleicht hatte er Angst, daß genau das passiert, was dann ja auch passiert ist? „Angst ist eine gute Sache, hält den Bürger steht’s in Schach, Angst hält für die ORDNUNG Wache, denn wer Angst hat macht kein Krach.“

    April 25, 2012 um 1:13 pm

  3. Pingback: Die Montagskolumne #192 Der neue Faschismus « Polemik

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