Irritation und Verwirrung

The Oel Spill: Auch die Bewohner der Esso Häuser machen sich gerade

Unsere „Immobilien mit Gesicht“
zeichnen sich durch
eine zentrale Lage,
erstklassige Nachbarschaft und
eine optimale Infrastruktur aus.“

Dieses Profil der Bayerische Bau und Immobilien GmbH & Co. KG,
die das Grundstück Spielbudenplatz 5 bis 13 rund um die berühmte St. Pauli Esso Tankstelle; „langfristig sichern und perspektivisch weiterentwickeln will“, wurde nach einer Bemerkung, das es ja im Angesicht seiner illustren Bewohner schon ein wenig zum Lachen wäre, kurzer Hand entfernt.

Dabei gab man sich auf Anfrage durchaus auskunftsfreudig: „Hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Grundstückes befinden wir uns in Gesprächen mit den zuständigen Behörden und Gremien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem zuständigen Bezirk. Die Tankstelle, der Shop, die Waschanlage und die Tiefgarage werden auch weiterhin von der Reeperbahngaragen P2 GmbH betrieben. Das Mietverhältnis ist ungekündigt.“

„Der Bayerischen Bau und Immobilien Gruppe ist es ein besonderes Anliegen, Projektentwicklungen behutsam umzusetzen und vorhandene städtebauliche Strukturen sinnvoll zu ergänzen, um die Stadtviertel sowohl funktional als auch ästhetisch aufzuwerten.“

Da man sich am Anfang der Planungen befände, bittet man um Verständnis, dass man sich weiter noch nicht äußern und zu gegebener Zeit gerne informieren werde. Das Grundstück Spielbudenplatz 5 bis 13 solle nicht in einen Fonds übergehen. Auf die Frage, inwiefern die Bewohner der Häuser an einer Planung beteiligt würden, entgegnete die Pressereferentin, daß man im (heißen) Herbst 2010 eine Veranstaltung plane, in deren Rahmen man die Mieter über die geplante Entwicklung des Grundstücks informieren wolle.

„Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir, bevor wir die Öffentlichkeit unterrichten, unsere Mieter über den aktuellen Sachstand informieren möchten, damit diese aus erster Hand erfahren, was wir planen. Aus diesem Grund möchten wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details kommunizieren.“

Das zwecks Öffentlichkeitsarbeit angefragte Grillfest wurde von den Bayern wohl temperiert abgelehnt, und aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt: (offenes Feuer) führe zu einer erhöhten Brandgefahr aufgrund der seit längerem andauernden Hitze und der Nähe zu den benachbarten Gebäude. Des Weiteren fand zeitgleich der Schlager-Move am Spielbudenplatz statt, an dem eine große Personenzahl teilnahm. Dabei wäre nicht sicher auszuschließen gewesen, dass das Eingangstor zum Spielbudenplatz offen geblieben wäre und eine nicht überschaubare Menschenanzahl am Grillfest teilgenommen hätte. Wie wahr!

Das Grillfest musste aus diesem Grunde auf der Straße stattfinden und in der Tat kamen dann auch neben zahlreichen St. Paulianerinnen der umliegenen Initiativen gegen die Gentrifizierung, der ein oder andere, betrunkene schlagergemovte, um ein Würstchen abzustauben oder um kurz vor der Besinnungslosigkeit stehend, seine Solidarität auszulallen und vor diesem ehrenwerten Haus hemmungslos zu urinieren…

Die in München beheimatete GmbH & Co. KG; „eines der größten integrierten Immobilienunternehmen in Deutschland,“ bündelt alle Aktivitäten der Schörghuber Unternehmensgruppe in den Bereichen Bauen und Immobilien. Dazu gehört Portfoliomanagement, Fertighäuser und Dienstleistungen. Seit mehr als 50 Jahren ist die Schörghuber Unternehmensgruppe auch in den Unternehmensbereichen Hotel (Arabella Hospitality Group), Flugzeugleasing sowie Getränke (Paulaner, Kulmbacher, Fürstenberg, Hoepfner) national und international tätig.

Sie beschäftigt sich also mit der Vermarktung der legalen Droge Alkohol, tut also gut daran, sich an drogenattraktiven Orten zu engagieren und wird dabei hoffentlich nicht vergessen, das solche Leute offenkundig ein schmuddeliges Image wünschen.-)

Ob der jüngsten Negativschlagzeilen der Massenfeierbranche und auch wegen der zu erwartenden massiven Widerstände einer sehr gut vernetzten Recht auf Stadt Bewegung, sollte man vielleicht seine Pläne in Hamburg überdenken.-)

Djdeutschland

www.initiative-esso-haeuser.de

Eine Antwort

  1. Pingback: Stellungnahme der Initiative ESSO-Häuser « Polemik

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