Irritation und Verwirrung

Tablettenparade

Wenn in einem Land,

in dem der Manager der Nationalmannschaft unverhohlen Reklame für die legale Droge Alkohol machen darf; „wir feiern mit Bitburger“ und der Pappkamerad Bundespräsident Wulff in einer Reaktion auf das Unglück in Duisburg kurz darauf »bestürzt« feststellt, daß eine solche Katastrophe, während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen, Tod, Leid und Schmerz verursacht, packt einen die Wut! Ich bin gespannt darauf, ob uns nach Obduktion der zertrampelten Leichen auch gesagt wird, wie Drogen-, Alkopop- und Tabletten-geschwängert „the art of love“ wirklich war. Und nun geht es natürlich wie immer in diesem Land darum, festzustellen, wer die Schuld zu tragen hat, anstatt einmal offen darüber zu sprechen, was dort passiert! Es werden Millionen mit Drogen verdient! Einem Blinden mit Krückstock hätte klar seien müssen, daß selbst 500 000 mit allem Möglichen vollgepumpte Lemminge durch dieses Nadelöhr zu treiben, gefährlich ist und alle auch noch so gut aufgestellten Sicherheitskräfte überfordert. Dr. Motte tat gut daran, sich von dieser Parade zur rechten Zeit zu verabschieden. Hatte er doch erkannt, daß es längst nicht mehr um Liebe geht, sondern ums Geld. Auch ein Verfassungsschutz, der ja bald jeden politisch Aktiven beobachtet, müsste uns doch sagen können, wie und was bei diesen Massenveranstaltungen passiert, wie damit verdient wird und was der Verkauf legaler und illegaler Drogen mit dieser Gesellschaft macht. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Djdeutschland

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3 Antworten

  1. nbo

    na ja, das mit der liebe und love parade fand ich immer etwas seltsam, erst recht, das ganze als politische demonstration zu betreiben. am anfang war das bestimmt witzig, mit ein paar LKWs über den ku-damm zu fahren. ich habe damit aber immer schlechte musik und selbstreparaturmaßnahmen von lohnarbeitern verbunden. das emanzipatorische wie beim original love&peace 1965-67 in san francisco hat sich mir bei der love parade nie erschlossen.

    Juli 26, 2010 um 11:59 am

  2. Loveparade pervertierte Medien rühmen sich mit Top-Quoten für Loveparade-Reportagen:

    http://tinyurl.com/3yyd3sy

    http://www.presseportal.de/meldung/1653770

    http://www.presseportal.de/meldung/1653798

    Juli 26, 2010 um 12:48 pm

  3. Auch mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten.
    Der Umgang der Medien mit dem Thema ist mindestens so katastrophal wie das Unglück selbst. Es wird nur am Rande über die Opfer und deren Familien gesprochen. Den Schuldigen auzumachen, wenn es überhaupt eindeutig geklärt wird, ist nicht Aufgabe der Medien.
    Seit wann interressiert es den Jounalisten-Mob eigentlich durch wessen verantwortungsfreie Geltungssucht oder Geldgier, Menschen sterben.

    Juli 27, 2010 um 1:50 am

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