Irritation und Verwirrung

Gerhirngewaschen

plakat_web1Am Freitagmorgen
erinnerte mich mein Radiosender an die Zerstörung Dresdens
1945.
Wie der Sprecher berichtete,
hätten Historiker bewiesen,
daß („nur“) 25 000 Menschen diesem minutiös geplanten Feuersturm zum Opfer gefallen wären.
Ich war hellwach, das hörte sich gewaltig nach der ‚Holocaustleugnung‘ an,
hol‧o‧caust [hɔləkɔːst]

Langenscheidts Wörterbuch Englisch

Massenvernichtung f; Brandopfer n
Ho|lo|caust[hɔləkɔ:st]

Duden 24. Auflage 

Tötung einer großen Zahl von Menschen,
bes. der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.
der Kampagnie, mit der wir über die letzten Wochen überzogen werden, die – wie ich meine – von der Gegenwart, den Gewaltexzessen und handfesten Krisen und deren Lösung nur ablenken soll.

 



„Nicht nur in Dresden mündet daher die Rekonstruktion deutscher Identität in die Verdrängung der geschichtlichen Wirklichkeit durch einen Mythos,“ las ich im Internet nicht etwa bei der Rechten, sondern bei der Antifa.

Wir gehen ausschließlich – wie in jedem Jahr – mit mehreren tausend Menschen der Opfer von Dresden,
aber damit natürlich auch der Opfer anderer Städte, gedenken,“
lese ich bei der NPD!

Ulrike Meinhof schrieb
in konkret, Nr. 3, 1965

„In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt. Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt – Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet – Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst mißbraucht werden – Dresden wäre der Beweis. Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist. Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt. Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.“


Burkhard Müller-Ullrich
brachte es im Kulturtreff bei der Bearbeitung eines ganz anderen Themas auf den Punkt:

„Es geht ja, auch das lehrte uns Einstein, absolut nichts verloren: kein Quäntchen Energie, kein bisschen Masse, nicht mal eine einzige Tüte Müll.

Doch während Energie und Masse uns im Alltag weitgehend egal sein können, ist der Müll ein philosophisches Problem. Denn Müll ist nicht nur durch seine Wertlosigkeit definiert, Müll ist auch das, was verschwinden muss. Indem der Mensch „Müll“ sagt, denkt er Vernichtung; Müll ist der Inbegriff des zu Vernichtenden. Das wiederum gehört zu den Besonderheiten der menschlichen Spezies: Der Mensch ist das Müll denkende und dadurch Müll produzierende Wesen.


Diese Tatsache hat eine geradezu theologische Dimension. Wenn nämlich die Kreation von Dingen ein göttlicher Zug ist, dann ist die Destruktion des Abfalls ein eher teuflischer.“

s1einstein1

Albert Einstein (1879-1955) lebte von 1902 bis 1909 in Bern


DjDeutschland gegen Faschisten und deren Aufmärsche von links bis rechts

3 Antworten

  1. alex n.B.

    dat recicling-konzept beinhaltet eben die philosophie das nix,egal wie nutzlos es scheint(Scheisse,bekanntlich massenhaft verklappt,kann ja wärend ihres verfalls jede menge Biogas produzieren,und danach als toller kompost nutz oder gartenpflanzen düngen ohne weiterzustinken…)nich dochnoch einem sinn zugeführt werden kann.
    das ist das wenigste was wir für die welt tun können.
    wie viel wichtiger ist dann, den menschen der welt alternativen zu bieten,statt immer nur (End)lösungen.

    Februar 19, 2009 um 9:48 pm

  2. @alex n.B.

    Absolut richtig Mann, aber Du weißt ja, die mit dem festen Weltbild…

    Herzlich
    Dj

    Februar 19, 2009 um 9:53 pm

  3. Pingback: Die Reihen fest geschlossen « Polemik

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