Irritation und Verwirrung

Hundert Tage, fünfzig Staaten * New York

We NY

Nach einem Champagner-Kaviar- opulenten Aufenthalt im China Grill, fand ich nach dem Aufwachen im SoHo-Grand  meine Schuhe im Zimmer eines anderen Gastes, mit dem ich mich über Nacht angefreundet hatte. Um am ersten Tag in New York den Eindruck zu erwecken, daß ich mich damals täglich auf dem Parkett unten im World Trade Center bewegte, musste ich nur ein „How are ya‘ “ in die Menge hineinwinken, um sofort von jedem die Reaktion eines alten Bekannten zurück zu bekommen.

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USA NEW YORK FREIHEITSSTATUE

Auch ‚The Big Apple‘ genannt, repräsentiert NY nicht Amerika, das behaupten jedenfalls die Touristen aus Kansas, wenn sie an den Broadway kommen, um Bier zu trinken und ein Stück metropolitische Kultur zu erfahren. Verglichen mit New York ist Amerika in seiner Seele kleinbürgerlich, spießig und langweilig; außer vielleicht LA, San Francisco und Miami. (Las Vegas überdies besitz keine Seele, nur eine Wüste!)

Keine Stadt der Welt symbolisiert wie New York, dass trotzdem alles möglich ist. Ich denke so, seit ich Salinger gelesen habe, Updike und Raymond Carver. Hier kannst Du es schaffen, in einer Stadt, die laut Sinatra nie schläft.

Armin Müller Stahl spielte in Jim Jarmuschs „Night on Earth“ einen deutschen Taxifahrer in New York. Sein Fahrgast, ein schwarzer Bruder aus Brooklyn, der Bronx oder Harlem. New York ist der Hudson-River, sein Hafen in Downtown Manhattan, die Fähre, der ständige Wind, der durch die Häuserschluchten fegt, die Brooklyn Bridge, die NY- Stock Exchange & die Wallstreet; die 5th Ave mit ihren Boutiquen und die anziehende Miss Liberty.

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In Manhattan fließt das GELD, das gar nicht da ist und hierher zieht es die Menschen, die gar keins oder zuviel davon ausgeben können. Zu den Schaufenstern von Tiffanys und in den Central Park. New York ist der Schmelztiegel der Visionäre und Illusionäre, Heimat des MOMA und Man Rays, die Wiege des organisierten Verbrechens, Rockefellers; Haupt- und Altersruhesitz der zahnlosen UN, hier leben so viele unterschiedliche Menschen auf so engem Raum, dass es außer Toleranz oder Ignoranz keine Haltung geben kann. Nirgendwo wird man so oft zu einem Drink, einer Party, einer Vernissage eingeladen, kommt so beliebig ins Gespräch wie in New York im Taxi, im Deli, auf dem Broadway. Stadt der einsamen ♥‘en; wer es hier schafft, hat es überall geschafft.

Hoffentlich auch die New York Times!

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2 Antworten

  1. Joshua

    Ain’t No City like New York City! Thanks Dj

    Februar 4, 2009 um 5:46 pm

  2. Danke Josh!

    Dj

    Februar 4, 2009 um 7:03 pm

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