Irritation und Verwirrung

Kraan live

kraan
so, 9.11, 20.00 uhr, musa, in Gö., hagenweg 2a
kraan

hellmut hattler bass, peter wolbrandt gitarre, jan fride wolbrandt, schlagzeug

Was wäre die Geschichte der deutschen Rockmusik ohne Kraan? Zweifelsohne nicht nur unvollständig, sondern vor allem um ein besonders buntes, höchst kreatives Kapitel ärmer. Kraan verschrieben sich von Beginn ihrer Karriere im Mai 1970 an einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen. Ihr Debütalbum nahmen die vier Ur-Kraaniche Peter Wolbrandt, Jan Fride, Hellmut Hattler und Alto Pappert in einer zweitägigen Studiosession auf und pflegten auch sonst den Hang zur Spontaneität. Kraan genossen auf dem stillgelegten Weidegut Wintrup am Rande des Teutoburger Waldes das Leben einer musikalischen Kommune. Ihre dritte Veröffentlichung „Andy Nogger“ verkaufte sich weltweit und wurde vom deutschen ‚Musikexpress‘ zur Platte des Jahres gekürt. Bereits vier Wochen nach Veröffentlichung in den USA rangierte das Album in den Billboard Charts auf Platz 9 der meistgespielten LPs aller US-Sender. Im Oktober 1974 wurde im Berliner ‚Quartier Latin‘ ihr Doppelalbum „Kraan Live“ mitgeschnitten: eines der herausragenden Jazzrock-Alben – bis in unsere Tage. 1975 ersetzte die Gruppe den ausgestiegenen Pappert durch den Pianisten und Mini-Moog-Spezialisten Ingo Bischof. Mit dem folgenden Album „Let It Out“ avancierten Kraan im Magazin ‚Sounds‘ zur Gruppe des Jahres. Die nachfolgende Zeit war geprägt durch Tourneen in wechselnden Besetzungen und Alben, die nicht unbeeinflusst vom geänderten Zeitgeist der Neuen Deutschen Welle kommerziell weniger erfolgreich waren. Kraan löste sich mit einem Auftritt auf der Documenta 1992 zunächst auf. Bassist Helmut Hattler setzte seine Karriere mit dem Trompeter Joo Kraus in der Formation Tab Two (1998 beim Göttinger Jazzfestival) fort, Gitarrist Peter Wolbrandt widmete sich seinem Beruf als Graphiker und Programmierer. Anlässlich des dreißigjährigen Kraan-Jubiläums reformierte sich die Band im Frühjahr 2000, spielte eine überaus erfolgreiche Deutschlandtournee und veröffentlichte neue Live- und Studioalben. Auch auf ihrer neuesten CD „Psychedelic Man“ (2007) erweist sich diese unverwechselbare Band als ein Füllhorn an Kreativität und Musikalität.

2008 besteht KRAAN „nur“ noch aus den drei Gründungsmitgliedern Peter Wolbrandt, Hellmut Hattler und Jan Fride Wolbrandt. Ihre Songs glänzen wie eh und je durch eine schwer zu beschreibende Mischung aus entspannter, fast lasziver Atmosphäre und gleichzeitig pulsierender Dynamik und klingen jederzeit eindeutig. Oft ist es ein rockiger Drum-Beat, perfekt ergänzt durch Hattlers signifikantes Bass-Spiel und kraftvolle funky Grooves, und einen geradezu weltentrückt, einen eigenen Sound und swingende Licks spielenden Gitarristen Wolbrandt, der den Zuhörer direkt ins Mark trifft. Diese Band scheint keinem Zeitschema zu unterliegen, ihre Musik erscheint „zeitlos“. (Quelle)

www.kraan.de indexphp1

3:0 für Kraan. Das Wiederhören!

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