Irritation und Verwirrung

Polemik


Oska Wilde

Auf besonderen Wunsch unseres geschätzten Lesers JNR, hier die Definition von Polemik. Quelle: Wikipedia

Polemisieren heißt, eine (bestimmte andere) Ansicht zu bekämpfen. Der Polemiker sucht nicht den Konsens, sondern will im rhetorischen Wettstreit siegreich sein (vgl. auch Eristik). Als Gegensatz zur Polemik wird oftmals die Apologie genannt, obgleich natürlich auch eine solche Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsrede durchaus polemisch sein kann.

Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, nicht selten auch persönliche Angriffe. Ziel ist das Demaskieren eines Opponenten im Glaubens- und Meinungsstreit. Gegebenenfalls bedeutet dies auch die – mehr oder weniger – subtile Beleidigung, keineswegs jedoch den Verzicht auf sachliche Argumente. In der klassischen Rhetorik spricht man in einem solchen Fall von der argumentatio ad hominem (das auf die Person gerichtete Argumentieren). Dies meint das Bloßstellen, das Überführen eines Gegners, wobei man z. B. seine Glaubwürdigkeit, seine Reputation und ggf. auch seine Integrität insgesamt zu untergraben trachtet, indem man evtl. Widersprüchlichkeiten seiner Ausführungen bzw. seiner Handlungen oder Unterlassungen unmittelbar in Zusammenhang mit seinem Charakter bringt.[1]

Häufig wird mit den Mitteln der Übertreibung, der Ironie und des Sarkasmus gearbeitet oder vom Strohmann-Argument Gebrauch gemacht.

pejorativ (negativ besetzt) verwendet – dies ungeachtet der Tatsache, dass sie sozusagen Geschäftsgrundlage der parlamentarischen Demokratie ist: Ein Wahlkampf etwa ohne Polemiken wäre keiner. Wer sich dahingehend einlässt: „Ich will nicht polemisieren!“ meint damit: „Ich will versöhnlich argumentieren, auf eine Einigung und einen Ausgleich hinarbeiten.“

Häufig wird Polemik pejorativ (negativ besetzt) verwendet – dies ungeachtet der Tatsache, dass sie sozusagen Geschäftsgrundlage der parlamentarischen Demokratie ist: Ein Wahlkampf etwa ohne Polemiken wäre keiner. Wer sich dahingehend einlässt: „Ich will nicht polemisieren!“ meint damit: „Ich will versöhnlich argumentieren, auf eine Einigung und einen Ausgleich hinarbeiten.“

Für ihre Polemik bekannt waren im deutschen Sprachraum unter anderem Heinrich Heine, Karl Marx und Karl Kraus.

Als herausragende Vertreter dieses auch literarischen Genres in der angelsächsischen Welt seien Ambrose Bierce, Jonathan Swift sowie Oscar Wilde genannt. Die beiden letztgenannten polemisierten häufig auf ironischen Samtpfötchen.

Ein bekannter zeitgenössischer Polemiker ist Michael Moore, ein US-amerikanischer Filmregisseur und Autor.

Ein bekannter zeitgenössischer deutscher Polemiker ist Henryk M. Broder, Autor zahlreicher Bücher, z.B. “Der ewige Antisemit”, “Hurra, wir kapitulieren” und zuletzt “Kritik der reinen Toleranz” sowie Publizist mit regelmäßigen Beiträgen für den “Spiegel”, Spiegel online”, den Berliner “Tagesspiegel”, die Schweizer Weltwoche” und Gastbeiträgen für die “Welt” und die “FAZ”. Er ist Träger des Börne-Preises 2007 und des Hildegard von Bingen-Preises 2008.

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