Irritation und Verwirrung

Offener Leserbrief an ‚Vanity Fair‘

Betreff: „So spricht man mit Nazis“

Michel Friedman trifft den Chefideologen der Rechten und ehemaligen Mitbegründer der RAF Horst Mahler:
‚Das Protokoll einer Demaskierung‘
.

Wahnsinn, wußte gar nicht, daß Michel Friedman bei Euch schreibt.
Bringt der Klopapier-Vorstands-Job nichts ein?
Nachdem er Kokain schnüffelnd als „Paolo Pinkel “ firmierte und sich mit minderjährigen Nutten verlustiert hatte, war er ja ins Umfragetief gerutscht.
Selbst ich hatte keine Lust mehr auf sein Geheuchel.

Mit dem Horst-Mahler-Scoop hat er sogar Kurt Beck und Gutfried-Kerner getopt! Und die Anzeige wegen Volksverhetzung, wie gewohnt, moralisch und charakterlich einwandfrei. Wer sollte den Job auch sonst machen? Jeden Anderen hätten Sie für so was ans Kreuz genagelt.

Und, wir haben ein neues Wort gelernt: NAZIonalzionist. Bravo.

Herzlichst Ihr
Djdeutschland

3 Antworten

  1. Honey Bunny

    Vanity Fair erscheint beim Conté Nast Verlag. Dieser hatte am 31. Oktober, am Abend vor Erscheinen des Interviews, extra eine Pressemitteilung (PM) mit dem Lead: ‚ „Heil Hitler Herr Friedman!“ – Vanity Fair-Autor Michel Friedman interviewt Horst Mahler; Anzeige nach Gespräch’ herausgejagt.

    De besagte PM fasst nicht nur ein unmöglich langes Interview gut zusammen, sie gibt auch Aufschluss sowohl über die Notlage eines sogenannten Gesellschaftsmagazins als auch über die der beiden Interviewpartner.

    Zur einen Notlage: Vanity Fair ringt seit der ersten Ausgabe um Leser und verkaufte Auflagen! Der symbolische Verkaufspreis von erst einem, dann zwei Euro und die Anzeigeneinahmen mit jeder zweiten Seite, scheinen die Kosten für den unübersehbar stark betrieben Werbeaufwand und die durchaus hochwertige Foto- und Papierqualität auf Dauer mitnichten decken zu können.

    Also fragt man sich in Berlin, was sich denn an den Leser verkaufen könnte?
    Relevanz, Qualität oder ein Skandal…

    Man entschied also für den „irrelevanten Skandal“ und setzte zwei Männer zum Gespräch gegenüber – der eine war irrelevant, der andere skandalös – und wartet darauf, dass der irrelevante etwas Skandalöses sagte, damit der skandalöse etwas Irrelevantes fragen konnte…klingt einfach, ist es aber nicht!

    Die andere Not: Horst Mahler musste nämlich nicht nur den Hitlergruß aufsagen, sondern versuchen, möglichst viel zu sagen ohne auf Fragen zu antworten. Der Herr Friedman musste fast ausschließlich Suggestivfragen (manipulierend) formulieren oder mit einem lapidaren „Warum“ (Verhörfragen) kontern und sich zu allem Übel auch noch Gegenfragen gefallen lassen damit man sich nach 28 Seiten Interview feiern konnte. Mahler, weil er in einem Gesellschaftsmagazin seine verfassungswidrige politische Meinung äußern durfte, und Friedman, weil er ihn dafür anzeigen und mal wieder auf der „guten“ Seite stehen konnte.

    Die Frage bleibt, ob die Vanity Fair mit diesem vermeintlichen Scoop denn nun mehr Leser und weniger Remittenden erreicht hat. Vermutlich nicht, da hat man vor lauter Enthusiasmus nämlich ganz vergessen, dass man mit diesem Interview besonders eine Zielgruppe anspricht, die sich wahrscheinlich gar nicht traut, öffentlich eine Vanity Fair zu kaufen aus Angst man könne für schwul gehalten werden.

    November 13, 2007 um 5:45 pm

  2. Pingback: Die Montagskolumne # 32 Bad Bank « Polemik

  3. Honey

    DAS WURDE JA AUCH ZEIT…

    18.02.2009 | 11:12 Uhr
    kress report: Condé Nast stellt „Vanity Fair“ in Deutschland ein
    Heidelberg (ots) – Nach kress-Informationen stellt Condé Nast die deutsche Ausgabe der Zeitschrift „Vanity Fair“ ein. Der Verlag wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Vor kurzem war Condé-Nast-Chef Bernd Runge zurückgetreten. Jonathan Newhouse hatte daraufhin eine Bestandsgarantie für „Vanity Fair“ abgegeben. Nun kommt doch das Aus: Vermutlich haben die hohen Kosten der ambitionierten Zeitschrift das Genick gebrochen. Die Finanzkrise und die damit ausbleibenden Werbeumsätze dürften einen großen Anteil haben.

    Und ganz frisch der Link zu Marks Artikel „Vanity Fair ist nicht mehr“

    Februar 18, 2009 um 1:14 pm

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s