Kategoriearchive: Rotkopf

 

„Je ne suis pas assez négatif,

donc je ne le suis pas du tout“

J. -P. Manchette, Journal

 
US-ICEX2009-USS ANNAPOLIS

Die Sonne scheint

Das Uran schwitzt in den Raketenschächten
Die Atom U- Boote warten unter dem ewigen Eis

Die Plünderer haben schon vor einem Jahr
den letzten Supermarkt geleert
und die letzte Sparkasse abgefackelt

Es gibt Kräutertee und Pellkartoffeln
Ein Unteroffizier spritzt gerade die Guillotine
auf dem Richtplatz mit einem Gartenschlauch ab
An der Wand der Kaserne sind die Schädel im Beinhaus gestapelt

Die Neutronenbombe fällt auf Teheran
Das Öl muss fließen
Das Gas nach Norden strömen
in die Altbauwohnungen vom Prenzlauer Berg,
Notting Hill und Belleville

In den goldenen Badezimmern
auf der Palmeninsel von Dubai
wuchern Moos und Algen über die Kacheln
In den Gärten liegen unter verdorrten Akazien
die salzverkrusteten Skelette der Dromedare

Im Jahr 2013 fand der erste Krieg der globalen Großmächte
des 21. Jahrhunderts auf dem Gebiet des früheren Iran statt.
Der Kampf um Rohstoffe erlebte dort einen letzten Höhepunkt,
bevor sich Deutschland das Monopol für die Produktion
von Solarzellen und Biogasanlagen sicherte.

Bundeswehrdivisionen schützen den Absatz
durch weltweite Militäreinsätze.
Nachdem 2023 eine Kreditanleihe durch den von Indien
kontrollierten IWF abgelehnt worden ist,
brechen die USA endgültig auseinander.

Die verfallenen Paramount- Studios
nach dem Erdbeben von 2016
daneben das Monumentalgrab Schwarzeneggers
auf dem ein silbernes Hakenkreuz glitzert
im Licht der untergehenden Sonne

Die somalischen Piraten wurden durch den Abschuss
einer Kurzstreckenrakete während einer Feier zu Ehren
ihrer tausendsten Kaperung in Mogadischu ausgelöscht
Kapitänleutnant Kuschnertz hat sie erfolgreich
von der „L’Hierophant“ abgeschossen

Die Piraterie hat sich seither erfolgsversprechend
entlang der Cote d’ Azur und der Ostseeküste
in windstillen Buchten festgesetzt

Schwarze Fahnen klirren im Wind
Die Camorra versorgt die Seeräuber in ihren Hängematten mit Koks
Auf den Segelyachten werden die Bordkanonen eingeölt
Sie trinken Rotwein aus Sibirien
„Heil dem Klimawandel- Plansoll erfüllt“,
steht auf den Etiketten aus Birkenrinde.

L’International Surplace will zunächst einmal
mit dem verbliebenen Piraten von St. Tropez-
die inzwischen bekannterweise von Converse gesponsert werden-
eine politische Partei gründen,
um sich dann aber im letzten Moment zurück zu ziehen

denn

sich vom Kampf zu täuschen

ist immer noch die beste Art,

um voran zu schreiten.

L´Internationale Surplace

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DARK PEARL / KRAKEN

le 24 mai 2009

de 16h à 23h

à la Générale en Manufacture, Sèvres.

l’Internationale Surplace

DARK REALITY

performance / lecture

18h

+

présentation du nouveau bulletin /

Präsentation des neuen Bulletin

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The war comes soon

 

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ENTZUENDUNG

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Eroeffnung: Freitag 06. Maerz 2009, 20:00

Lesung / Konzert 21:00

Ausstellung 07.15. Maerz 2009
Oeffnungszeiten nach Vereinbarung

Herzliche Einladung von Julia Pfeiffer und Roseline Rannoch

ENTZUENDUNG

ist Aufeinandertreffen
Reibung zwischen zwei Koerpern
(das ist aber Sex, sagt Carola Deye)
zwei Klassen
(ein Bauernhof in Niedersachsen und eine Passage in Paris).

Carola Deye setzt sich mit laendlichen,
volkstuemlichen Motiven auseinander.
Holz ist fuer sie Ausdruck einer provinziellen,
baeuerlichen Dumpfheit,
die gleichzeitig zu einer malerischen visuellen Form fuehrt
und zur kontemplativen Betrachtung anregt.

Fuer Marie Rotkopf ist es ein Material, das gut brennt.
Sie sieht eine Art von Klassenkampf hinter solchen Vorstellungen.
Die Leinwand dient als Kulisse, der Vorhang wird gehoben,
und dahinter verbirgt sich das Gleiche in Gruen.

So wie die Bilder und die Texte von Marie Rotkopf
stellt er das Absurde oder die fiese Banalisierung und Nivellierung
von politischen Bedeutungen in der Gesellschaft dar.
Der Vorhang hebt sich ueber einer Taeuschung,
die das Konzept der ewigen Wiederkehr der Geschichte bestaetigt.

Die Beschaeftigung Carola Deyes mit Natur,
Provinz, mit dem Gruen und Braun
sind fuer Marie Rotkopf bildhafte Begriffe,
Klischees als Wahrheiten, eine Attitude,
um die eigene soziale Herkunft zu verschleiern
und damit zu transzendieren.

Sie schaut mit einem soziologischen und politischen Auge
(dem dritten, nicht dem von Bataille oder dem des Zyklopen).
Die Bildersymbolik verraet unsere Referenzen.
Das Auge betrachtet sie als Vakuum.
Es bleibt die Essenz dieser Begegnung:

Alles ist politisch
solange es Benzin gibt.

cartonweb

irmaThomas Doering

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum Pogrom vor 70 Jahren in Deutschland, haben gestern in Berlin Charlotte Knobloch & Angela Merkel ihre Reden gehalten. Die Kanzlerin resümierte:

„Also, meine Damen und Herren, fassen wir die Lehre unserer Geschichte in einem Satz zusammen: Wir dürfen nicht schweigen.“

Gleichwohl nennt sie die Kritik am Krieg Isreals gegen Palästina antisemitisch und man geht wohlmöglich bald in den Knast, wenn man selbe äußert.

Es war Obama, der bei seiner Sieges-Rede an den Mauerfall in Deutschland vor 19 Jahren erinnerte, an das friedliche Ende eines jahrzente andauernden Krieges am 9. November 1989. Er steht heute für die Überwindung von Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Weltweit setzen Menschen ihre Hoffnungen auf Frieden in seine Politik während in Deutschland immer noch viel der Worte um unsere grauenhafte Vergangenheit gemacht werden, so als könne man sich mit einem gehörigen Maß an Schuldgefühl und Scham aus der Verantwortung für eine friedliche Gegenwart im Nahen Osten stehlen.

Liebe Frau Kanzlerin, ich will die von Ihnen angesprochenen Grundrechte Freiheit und Menschenwürde mal mit den Worten einer wunderbaren deutschen Band zusammenfassen:

Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen.
Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen.
Du bist nicht besser als der neben dir.
Keiner hat das Recht, Menschen zu regier’n.

Hoffen wir, daß nicht nur Frau Knobloch und der Zentrarat in Deutschland etwas über eine friedliche Wiedervereinigung lernen können.

Daringlyjunes grüßt Djdeutschland


Foto: Djunior

Das Spiel ist aus,

die Chinesen sind zufrieden und stolz auf ihre Leistungen.
Alle? Wer weiß das schon bei 1.4 Milliarden.
Die jüngst ein paar Tage inhaftierten Tibetaktivisten sind wieder frei,
man würde sich wünschen, daß die sich keine kalten Bären aufbinden ließen
und sich jetzt mal nach Guantanamo aufmachten
um sich dort für das Menschenrecht einzusetzen.
Aber darf man dort überhaupt demonstrieren?

Was würde der Olympiasieger von 1912,
späterer IOC Präsident und Begründer des Asien Arts Museum,
Avery Brundage wohl sagen.
Zeit seines Lebens setzte er sich dafür ein,
Sport und Politik zu trennen.
Vor allem aber wollte er bei Olympischen Spielen
nur Amateure antreten lassen.
Doch diese Unschuld ist lange verloren,
die Sportler von Heute gebärden sich gleich Huren,
sind Gladiatoren und haben die Dopingkontrolleure
längst abgehängt.

Ich habe mich dann für den Heimatfilm auf ARD,
die ‘Hubertusjagd’ von 1959 entschieden statt für die Abschlußfeier.
So ‘was will ich Sonntagsnachmittag sehen!
Wolfgang Albach-Retty, der Vater von Romy Schneider,
Angelika Meissner, Lucy Englisch, Willy Fritsch
und der noch kleine Bube Sascha Hehn.
Regie: Hermann Kugelstadt.
Am Ende waren wirklich alle glücklich,
keiner schwer verletzt, kein Herz gebrochen, keiner allein,
die Pferde nicht verkauft, der Schurke geläutert,
die Familie, die Freunde, wieder friedlich und glücklich vereint.

Djdeutschland grüßt die brave Freiwillige Feuerwehr Werste und gratuliert zum 100.

for
I look like a hamburger but i feel like a frankfurter - 

Veranstaltungsreihe von Peter Lütje im Rahmen von Frankfurt Maritim


 

zeigt / montre

About having children in the art scene

Installation Portraits de familles

Vernissage: Donnerstag, 17. Juli um 19 Uhr

17. – 24. Juli 2008 

20 Uhr : Lecture About having children in the art scene – familles de l’art, je vous hais !

Atelierschiff Stadt Frankfurt a. M./ Mainwasenweg 29 Rudererdörfchen/ 60599 Frankfurt am Main