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BERLIN BERLIN,

ICK LIEBE DIR.

DU STINKST MAL DA,

DU STINKST MAL HIER.

DIE GANZE WELT LIEGT DIR ZU FÜßEN,

NY? PARIS?

BERLIN LÄSST GRÜßEN!

KID

ikea-bahnRandPop

Nach dem ‘No’ muß das ‘Yes’ kommen, nach der Null die Eins.

Nicht nur in Hamburg bewegt sich ‘was,
zum ersten Mal seit 1982
sind in Hamburg mit dem Gängeviertel
wieder Häuser erfolgreich besetzt worden.

Die letzte Besetzung fand in Hamburg vor siebenundzwanzig Jahren statt;
damals, als die SAGA das Erdgeschoss eines der Hafenstraßenhäuser zumauern lässt
und Bewohner im Gegenzug den Eingang
der SAGA-Geschäftsstelle in Altona zumauern.

Man muß nicht besonders schlau sein, um zu begreifen,
daß wir uns ändern müssen.
Statt immer mehr Natur zu zerstören, sich auszudehnen, Land zu fressen,
müssen wir uns in den Städten verdichten
und dabei statt toxisch schönem Leerstand,
Bedingungen schaffen, die für Alle
nachhaltig und lebenswert sind.
Das hat selbst IKEA begriffen!

Die Stadt gehört allen, denen die in ihr leben und arbeiten
und damit muß die Planung ein demokratischer Prozess sein!
Die Entwicklung einer Stadt allein Investoren und Stromkonzernen zu überlassen,
deren Interessen ausschließlich dem kurzfristigen Profit gelten,
war gestern, bedeutet Leerstand, ist ungesund
und rechnet sich nicht.

Dazu muß man sich
von immer gleichen Ritualen
und Lagerdenken verabschieden.

Der Widerstand gegen Vertreibung, gegen Gentrification,
gegen die Zerstörung gewachsener Wohnquartiere und Freiräume,
gegen Kommerzialisierung, ist längst kein Anliegen mehr
von nur linksalternativen Gruppen,
sondern er ist vielfältig geworden.
Es ist ein kultureller Impuls!

Eine Doppelseite im Hamburger Abendblatt,
auf der sich 200 Architekten und Prominente
für eine andere Stadtentwicklungspolitik aussprechen,
ist nur ein weiterer Beleg dafür.

Auch die Politik ist hellhörig geworden.
Sie kann nicht mehr auf der einen Seite
eine sogenannte Politikmüdigkeit beklagen
und auf der anderen Seite eine immer größer werdende,
dezentrale Bürgerbewegung,
die nach demokratischer Teilhabe verlangt, ignorieren.

Die Investoren Köhler & von Bargen,
die gegenüber Anwohnerinitiativen wie z.B. NoBNQ
bereits scheinheilige Zugeständnisse machen,
bedienen sich allerdings des perfiden Mittels eines bezahlten Agent Provokateurs.

Ein ehemaliger Journalist dessen vermeintliche Gegenbewegung
alteingesessener St. Paulianer, die ausgerechnet
den Bau von 74 Eigentumswohnungen befürworten,
schafften es, obwohl sich rein gar nichts dahinter verbirgt,
unter Mithilfe der Bildzeitung kurzfristig in die Charts.

Gentrification ist sicher auch ein Naturereignis,
auch ich habe damals einen Junkie aus meiner jetzigen Wohnung ‘raus gekauft.
Wie Christoph Schäfer es so schön in dem Film von Margit Czenki
‘Abwertungskit’ sagt:
„Kaum läuft jemand mit Dreadlocks durchs Viertel, schon steigen die Mieten“

Es geht aber um mehr!
Im Zuge der ‘Krise’ wird immer deutlicher,
was nicht sein kann; daß einige wenige kapitalkräftige Anlagebetrüger,
der überwältigen Mehrheit, steuerlich begünstigt, ihren Willen (und ihre Villen) aufzwingen können.

Das der Senat kreativ für Milliarden der HSH Nordbank
und Prestigeprojekte wie der Elbphilharmonie virtuell bürgt
aber nicht für unsere fortschrittlich, nachhaltig,
gesunden und wirtschaftlich erfolgreichen Projekte,
ist nicht mehr vermittelbar.

Der Widerstand rollt und ist nicht mehr anzuhalten,
er manifestiert sich durch die unterschiedlichsten Menschen
und deren Projekte, nicht nur in dieser unseren Stadt.

Der Letzte Schrei der Vertreibung gegen die Vertreibung,
hat gestern Nacht in einer der dunkelsten Straßen
St. Paulis seine Pforten geöffnet:
Das ‘REVOLUTION #9′ in der Schmuckstraße,
in dem einst auch die Beatles aßen
und das sich dadurch auszeichnet,
über mehr Hinterzimmer als Gastraum zu verfügen,
empfiehlt sich hierfür als neues, herrlich konspiratives Hauptquartier.

Insider behaupten, es solle dort tagsüber am schönsten sein…

Djdeutschland

Was Es Ist

Mach dir mal nichts vor hier auf deinem Planeten
Deine Mauern im Gehirn kannste nämlich wegbeten
Du musst dein ganzes Denken unendlich erweitern
Dann kannst du die Prinzessin, die nie lacht, erheitern
All die Farben deiner Aura leuchten voller Pracht
Bald wird jede kleinste Sorge einfach weggelacht
Das ist das reinste Kinderspiel, das hätte nicht gedacht
WATT!

Mit dieser riesigen Kraft mit der man wahre Wunder schafft
Erstaunt man bald die Menge die so ungläubig gafft
Hör mit beiden Ohren zu, ich sprech mit dir, dich mein ich du,
Will dir doch die Wahrheit sagen, denn ich bin doch Nina Hagen,
Musst mal an die Ufo’s denken, darfst nicht dein Gehirn verrenken,
Sollst dein Schicksal selber lenken, will dir meine Liebe schenken
Du musst nämlich wissen, Reiche fallen darauf rein, Geld ist überhaupt nicht deines Lebens Sonnenschein
Jeden Wunsch den du dir erfüllst ist haargenau das was du willst
Lass nicht deinen Boss den Buhmann sein
Alles was geschieht, das handelst du dir selber ein
Liebe deine Brüder und liebe deine Schwestern
Die Wahrheit ist die gleiche noch wie heute so wie gestern
Ich verteile meine Liebe auch an die die heut noch lästern

Was es ist, was es ist, es ist was es ist
was es ist, was es ist, ja was is’nt des
Was es ist, was es ist, es ist sonnenklar
Was es ist, was ist, es ist einfach wahr

Balanciere dein Leben mit dem richtigen Essen
Ich hoffe nur du wirst doch keine Tiere fressen
Alle fressen Fleisch, das zieht dich runter man
Ich bezweifle stark, dass man dann die Wahrheit sehen kann
Genauso zu viel suff und alle möglichen Tabletten drauf,
Alle diese Drogen, haben Viele schon belogen
Das is ja fürchterlich, wo isses denn dein wahres Ich
So bitte, bitte, bitte, alle hört auf meinen Rat
Sei du selbst, sauber denken, mach ‘ne gute Tat
Und spiel doch nicht mit bei diesem grossen Verrat

JETZT AUFGEPASST!

Sauerkohl, kein Mist, deine List bringt dich selber um
Versteck dich lieber tief im Wald und lauf als Rumpelstielzchen rum
Deine ganze Scheisse mit dem Krieg, der Teufel schreit Sieg, Sieg
Es kommt mir immer vor als wär der Friedenskampf eine Wolke aus deutschem Haschischdampf
Wir müssen endlich aufhörn mit dem Desinteresse und alle Menschen brauchen Diplomatenpässe
Wir werden uns beraten was wir sagen sollen und was wir langsam aber sicher ändern wollen
Am besten lernt man Frieden mit dem Fisch als Lehrer
Guten morgen liebe Klasse, ich bin der Bekehrer!

aliPOINT

1974

war ich gerade mal elf,
aber ich wußte schon wer der Größe ist.

Ich kannte Don King,
ich wußte wer Angelo Dundee war!

Ich war eines der wenigen Kinder
die einen eigenen kleinen schwarzweiß Fernseher besaßen.
Ich war sogar der einzige in meiner Familie,
der einen Fernseher hatte!

So erinnere ich mich noch genau
an die Nacht des 30. Oktober 1974.
Die Nacht in der sich mein Papi um 5.00 morgens
mit mir in mein weißgrünes Jugendzimmerbett zwängte.

Mein Vater war der Überzeugung,
die Zeit des Größten sei abgelaufen.
Er sei zu alt und der jüngere, stärkere, größere George Foreman
würde ihn in Grund und Boden prügeln.

Ich aber, der schon mehrere Kämpfe Alis gesehen hatte
sagte nein: „Der Größte wird ihn zu Boden schicken!“

Ich war damals live dabei, beim Rumble in the jungle!

 

 

„Ich habe Neues für diesen Kampf getan. Ich habe mit einem Alligator gerungen, mit einem Wal gerauft, dem Blitz Handschellen angelegt und den Donner eingekerkert. Ich bin böse. Letzte Woche hab’ ich einen Felsen ermordet, einen Stein verletzt und einen Ziegel krankenhausreif geprügelt. Ich bin so gemein, dass ich selbst Medizin krank mache. Letzte Nacht betätigte ich den Lichtschalter in meinem Schlafzimmer und war im Bett bevor es dunkel war. Ich bin so schnell, dass ich durch einen Hurrikan laufen kann ohne nass zu werden. Wenn George Foreman auf mich trifft, wird er seine Schulden bezahlen. Ich kann untergehen und dabei das Wasser austrinken und einen toten Baum töten, wartet bis ihr Muhammad Ali seht.“ 

cesmesBild anklicken

Die dümmsten Bauern
haben immernoch die vollsten Milchkannen

 

Vor nicht allzu langer Zeit,
sorgte man noch für Verunsicherung,
durch die Meldung:
Das gestiegene Interesse der ‘fiesen Chinesen’
an europäischen Milchprodukten,
könnte zu deutlichen Preissteigerungen führen.

Eine der Forderungen der „Bauern“ war,
die Milchquoten zu erhöhen.
Mehr Milch.
Mehr verdienen.

Jetzt ist aber zuviel Milch da.
Der Markt funktioniert, reguliert, die Preise fallen.

Was kann man tun?
Man könnte weniger, bessere Milch produzieren
ober man schüttet die Milch auf seine Felder,
aber das würde kein Bauer tun.
Oder, man gibt denen nach, die meinen,
sie würden zu wenig an der Milch verdienen,
und subventioniert.

Wenn man den Markt aber so reguliert, dann funktioniert er nicht.
Das sieht man zum Beispiel in Burkina Faso,
Dort in Afrika, liefert die EU so billig subventioniertes Milchpulver,
daß noch nicht einmal im ärmsten Land der Welt
mit der Produktion von frischer Milch,
Geld verdient werden kann.

Die Bauern werden arbeitslos.
Zudem herrscht Inflation.
Fünf Löffel Zucker kosten 30 Millionen.
Dämmert es Euch?

Noch eine Bauernweisheit:
Die Schweine von Heute, sind die Schinken von Morgen.

 

Djdeutschland WeihenstephanWaldfruchtbuttermilchFanclub St. Pauli Süd 

Danke Sankt Pauli – weiter so!

bezirk

Also, ihr Tausende von Leuten auf der Bezirksversammlung: das war bombastisch! Danke EUCH ALLEN, ihr wimpelaufhängenden, stromliefernden, eure Wohnungen in Propagandazwischenlager verwandelnden, die Straße zum Kochen bringenden Nachbarinnen und Nachbarn; ihr wart super! Mit soviel Wucht und Energie lässt sich die Investorenarchitektur stoppen!

No BNQ!

Das überwältigende Echo auf einen kleinen Aufruf hätte uns warnen sollen, dass hier etwas Großes, Mächtiges anrollt: wir hatten bloß nach ein paar kleinen Dingen gefragt, die wir als Preise für die Kinder anbieten wollten. Doch die zum Zweck der Schatzsammlung in der Kogge aufgestellte Kiste quoll bald über vor tollen Geschenken. Hunderte! Nachbarn brachten Schmuck, Tiere, ganze Comicsammlungen, Autos, Gimmicks… Danke Euch allen!

Dank auch Dir, ungenannt bleiben wollender Limonadenhersteller, der Du 30 Tische und Bänke gesponsort hast;

und Dir, Schwabingjugend, für Kasperle und der Miethai, mit dem du unschuldige Kinderherzen aufgeklärt hast über den Zusammenhang von Recht auf Wohnen & Bonbons, behördliche Bestechlichkeit & Miethaie, Eis & Gefängnis;

superb wart auch Ihr, Gino, und die Violine spielenden Kinder der Ganztagsschule St. Pauli, mit Eurem tränenprovozierenden Unterstützungsauftritt für die räumungsbedrohte Kogge;

und natürlich Du selbst, Rock’n'Roll Kneipe Hotel Kogge, die Du immer wieder bereit warst Dein ausgefeiltes Musikprogramm von inhaltistischen Ansagen unterbrechen zu lassen (und das an Deinem Geburtstag…);

Ihr, Graue Panther St. Pauli Nord – für die selbstironische Sofainstallation und die Wachsende Ausstellung;

Du Michaela Melian für die investorenarchitekturkritische Hüpfburg, die Du im vergangenen Jahrtausend schufst und zu Füßen des damaligen Leerstands auf dem ersten vollprivatisierten Platz Hamburgs, dem sogenannten Fleetmarkt, platziert hattest, und die nun, am Wochenende des 5.9. 2009 hunderten von Kindern Spaß gemacht hat und durch ihre bestrumpften Füße inhaltlich aktualisiert wurde;

auch Dir sei gedankt, Golden Pudel Club Hamburg, der Du generös einen Generator beschafft hast um zu demonstrieren: Investorenarchitektur, wenn wir dir den Strom abziehen, sitzt Du in der Kreditklemme!

Danke euch ungenannt bleibenden zahlreichen Spenderinnen und Spender von Getränken für den Kindertresen, euch ungenannt bleiben wollenden Nachbarinnen und Nachbarn für das elegante Planungsbüro; Danke, Märchenerzählerin im DDR-Wohnwagen; Danke vielbesuchter Infostand, Wurfstand, danke, aggressive Merchandisingabteilung, Danke, Webmaster, Danke, Erfinderin der gelben Wimpel, für Idee und Durchführung, Logistik, Regie, Gesamtüberblick;

Danke dir, VOKÜ;

danke auch Euch, Ihr als Bäume verkleidete VorwerkstiftbesetzerInnen,

und Euch erst Recht, ihr als schöne alte Häuser verkleidete GängeviertelbesetzerInnen die ihr den als BNQ und Empire verkleideten AnrainerInnen übel zugesetzt habt;

Dir, Rock’n'Wrestling für ein Superposter,

vor allem aber Dir, Bühnencrew, für eine powervolle Bühne mit dem schönsten Licht je auf einem Strassenfest;

Dir Manuel Muerte (wäre man abergläubisch, würde man sagen: jetzt kann nichts mehr schief gehen, denn mit Dir begann auch Park Fiction 3) und Dir Nixe: für unvergleichliches Atmosphäreschaffen und Bezugherstellen;

insbesondere Dir, arbeitslos gebliebener Erste Hilfe Mann für die 45 jährige live-Version von Teenage Kicks um 3:30;

Dir, Straßenabsperrer; Dir, Obstgemüse spendender Ökoladen, Dir, anonymer Würstchengriller, Dir, mitten im Gewühle an Wodka Orange Versorgung Denkende; Dir, Bäcker einer vorzüglichen Orangentorte – ein Traum, Dir, Harry’s Hamburger Hafenbazar, Dir Sailor’s Inn – ihr habt super mitgespielt,

Danke dir Mieter Helfen Mieter Anwalt, Danke Euch, Zirkuskinder der GWA, Dir, wohlorganisierter und profitabler Getränkestand, Dir Störtebeker Musikzentrum, für Backup, Vermittlung und Bar; Dir, Gruppe 25 Jahre Hafenstraße, für die Ausstellung 50 Jahre Widerstand,

euch, Bands von der Ahoi-Bühne, Kosmo Koslowski, They want a Flughafen, 56 Boys, Motorfader, Gladbeck City Bombing, Johnny Blackheart & the Eliminators, St. Pauli Perlen;

dann aber auch Euch, Neighborettes, für einen extrem kraftvollen Auftritt und die Drohung wenn ihr hier baut, burnen wir the house down;

und, last but not least, euch, liebe sehr verehrte Nachbarn Die Goldenen Zitronen, die Ihr nicht nur ein Wahnsinnskonzert gegeben habt sondern auch noch genau gegenüber der Stelle, an der alles Anfing vor einem Vierteljahrhundert, womit wir hier abschließen und daran erinnern wollen, dass hier, in dieser Strasse, schonmal Barrikaden standen und erfolgreich verteidigt wurden.

Soweit muss es nicht kommen, liebe sehr verehrte Politiker und Investoren, lernen sie doch mal dazu, und setzen Sie sich in Bewegung – sonst tun wir’s für Sie. Oder dachten Sie ernsthaft, sie könnten so eine Nummer durchziehen in einer Straße in der wir wohnen?

Also: Danke St. Pauli – weiter so!

Eure Interessengemeinschaft No BNQ

PS: Das Bernhard Nocht Quartier ist noch nicht gestoppt – wir treffen uns jeden 2. Montag – das nächste mal am 21. September in der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Strasse, 19 Uhr.

Fotos von der Bezirksversammlung

Immer aktuelle Infos: www.no-bnq.org

bezirksversammlungshort

Kommt zahlreich und heiter!

Wir bieten anspruchsvolle Unterhaltung
mit den besten Anwohnern aller Zeiten!

Grills sowie Grillgut,
Tische und Stühle solltet ihr mitbringen.

Intelligent verbindet – Djoining resident